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Ben Chananja · 1865-04-19 · 16 (19.4.1865) · page 9

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Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
16 (19.4.1865)
Date
1865-04-19
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage zum ״Ben Chananja" Nr. LG. zu wiederholten Malt« als ein nich» webe abweisbare« Bedürkniß Ir» zeichneten, scheint endlich in Erfüllung zu gehen; unsere Gemeinte geh« nun allcu Ernstes daran, dem alten Gotte ein neue« Han« zu bauen. Der neue Vorstand hat mit Hinzuziehung von Sachverständigen die Danangelegenheit mrt Energie in Angriff genommen und alle Hebel find bereil« in Bewegung gesetzt, die zu einem so kostspieligen Baue nöthlgen Gelder aui'zuschaffcn. Nachdem jede« Gemeindemitglitd die unverschiebbare Nothwendigleit eine« NmbaueS einstebt, ist auch Astes dereit, sein Schärslrin dem guten Zwecke zu opfern. Arm und Reich eilten sie herbei, »in der Borstrhung ein unverzinsliches Darlehen aus drei Jahre vcrznstrccken und durch diese allgemeine Bereiiwilligfeit zur Förderung der gule» Sache, wo es gilt, der Mitwelt einen Beweis von der im JuLenlhume noch nicht auegcstorbcnen NufopserungSsähigleit zu llksern, ist die Angelegenheit so weit gediehe», daß mir. so Gott will, bald zur Antsührnng des BanprcjckteS werden schreite» können. Bom Gotteshaus zum Gottesdienst ist kein so weiter Sprung, und wer den vcistvffcueu Sabbalh - GolleStienst ש' הגדול hier mit anwohnte, mußte sich wol innerlich denken: Fürwahr, nicht nur ein neuer Tempel, sondern auch ei» neuer Geist in demselben thut dieser junge» leben«- kräftigen Gemeinde Noih. Bon euirm geregelten Ehorgoltesdienfle. wie er hier vor mehreren Jahren gchandhabt wurde, ist leider keine Spur mehr vorhanden; die Gebete werden im altheelömmlichcn Jargon hcrabgelcicrt und der Besuch de« GolteShaiiseS ist wegen des auf Sam«- lag bestimmten Wccheumarkte« mangelhaft. *) Verflossenen SamSiag beehrte uns der ehrwürdige Herr Rabbiner Ehrlich mit einer Derascha; allein es ist sehr zu bedauern, daß diese ,,»lcren Talmudhelden Beranlassung bot, mit ihren sprechenden Waffen dem Redner ins Wort zu fallen. Nnwtlllürlich fühlten wir uuS in jene Zeit zurückversetzt, wo der Rabbiner mit einigen Auserkorenen zum weiblichen Ergötzen des Laien- Publiknm« ei» förmliches Scharmützel zu bestehen hatte, nitd wo cS fich oft ereignete. daß der greise Rabbiner gegenüber einem mit guten Stimmmillcl» begabten Maulhelden de» kürzer» zog. Wir halten einen SabbathgolltSdicust nicht für die geeign.-re Zeit, und eincir Temvet nicht für den gceigiielen Oil z» solchen dialektischen Tcurniertämpsen lind erheische» für »nsere Zeit eine rrindculsche Predigt, a:1 welcher nicht nur tio obligate״ MorenoS, sondern auch die Mehrzahl der Tempelbcsitchcr Wohlgefallen und Erbauung flnden. 11. Lt»h!u׳cisttNb»pg, im April. Die halb>ährigrn Prüsungk» an der Haiipiichnlc der hiesigen Mutiergemcinte haben neuerrings bewiese», laß Lehrer und Schüler auch in diesem Jahre das Lob verdienen, welches ihnen voriges Jahr in Liesen Blättern zu Theil wurde. DaS hebräische und ungarische Element wird mit besonderer Sorgfalt gepflegt. Die Theilnahme der Gemeinde an den Prüsungrn gereicht der Gemciiilc nur zur Ehre. Die Lehrerin Eisenstädter hat mit ihren Schüleiinnen etne besondere Prüfung ans dem Französiichen abgehalieu. Dcu Prüfungen an der oribodoren Schule hat der Pcstcr ReligionSlrhrer, Herr Heinrich Deutsch, präsidtrt. Vf. Gran, s. April. Die Prüfungen all der hiesigen zweiklaffigr» Schnle waren wirklich besrirdigend. Die Leistugen des Lehrers Moriz Strauß >u der zweiten Klaffe verdienen als musterhaft bezeichnet zu werden. Besondere Anerkennung verdient da- Streben des Herrn Schulvorsteher« Heinrich Wallfisch, der sich um die Erhaltung der Schule bleibende Brrdienste erwirbt. — Ncnhäusel. im April. Endlich ist es dem hiesigen Ge, weiutevorstaude in Berdindung mit de» vom Herrn Obergespa» deflz« nirlen Herren Schönseld un: Gerstrl au« Neutra gelungen, den Friekell unscrer Gemeinde auf Grundlage de« Ausgleiche« von 1862 wieder | hrrzuütlleu. und dir Parteien vollständig zu versöhnen. Herr Bezirks. j rabbiacr wurde zum Werke der FriedenSstlfiung eiugclatrn, er hat aber | adgflkhnt, zu erscheinen. M>rkwürd>g bleibt e« immer, daß Liese Herren, ') In Löva. im Barsrr Komita'r war der Wocheuwarkt auch Sam-tag. Dir Gemeiudtvorstebuug wenLtte fich mi, einem Bittgesuche an die Hobe k. Stattbalterei. und der Wochenmarkt wurde verlegt. Wa« nun der Gemeinde von Löva bewilligt wurde. dürste auch der dttfigeo nicht abgeschlagen werdeu. Lassen wir'« auf einen Dersuch ankommro. dir fich fort und fort aus R. Mose« Loser, wie auf «in Orakel, Hern« i f«n, de» weiten Ratb» deu R. Mose« schon >835 riurm Rabbiner er« theil«,. nicht zu Herzen nehmen wollen. Diesem Rathe zufolge muß sich der Rabbiner bütrn, für alle Konsequenzen der kasuistischen Satzung io dir Schranken zu treten, sobald er befürchten.muß. dadurch deu Ge. meindtfritden zu stören und Streitigkeiten zu provoziren. Seine Worte 1an,אפי׳ יש קצת איסיר אין להבגיס עצמו בעיבי הקורה :1״ לגרום בוהלוקית (Eh. Sof. zum O. Eh. Nr. 66.) Dir Herren Klaut und Konsorten scheinen im Gtgenlhti'le jede Gelegenheit vom Zaune zu brechen, »m Zwist u»d Hader in den Gemeinden zu veranlassen. Herr | Flau» darf sich daher nicht wundern, daß der Gemeindevorstaod in Suranv sich weigerte, ,hm da« verlangte Zeugniß über seine Friedferiigkeil ß anrzustellen. Bei gewissen Gelezenheitri, versteht übrigens Herr Flau! £ glcichwol, indulgenter zu sei». Den» kaum war er von dem Nermünyrr Rabb. nntcrricktci. daß tcrselbe unter erträglichen rituelle» DeLingniffen die Aufsicht über die Fabrikation LeS PeßachzuckerS zu übernehmen geneigt sei. als er sich selbst beeilte. die früher zurlickgewiesenen Bedingungen zu acrczpliren und den Hechscher über den Zucker au-zufertigen! Kluge Berechnung des eigenen Vorlheil« wird von Len h.iligen Herren nicht verschmäht! th ÄzcnkcS, im April. Die hiesige Gemeinde empfand am ersten Tage des PeßachfesteS einen Seelengeiiuß, wie er ihr lange nicht zu Theil wurde. Unser Vorstand beehrlc den hier domizilirenden auio.- risirten Rabbiner Herrn M. L. Ehrlich mit einem Kanzelvortrage, und - hat derselbe Lurch seine gediegene, Begeisterung für da« Judenlhun, athmeute Rede alle seine Znhörer, die seinen kräftigen, inhallreichcn Worten mit gespannter Ausmerklämkeit folgte», eine wahrhaft erbauliche Stunde brrciret, wofür ihm der Vorstand die schmeichelhaftesten Komplimente machte, und glauben wir der Dolmetsch sämnillicher Gemeinde- Mitglieder zu sein, wenn wir dem geistreichen Herrn M. L. Ehrlich hier' öffentlich unsern innigste» Dank als schwachen Beweis »usercr Dankbarkeir und Hochachtung ausdrücke». Auch dürfen wir nich« unerwähnt lassen die Verdienste, die sich Herr M. L- Ehrlich als tüchtiger Pädagcg »m LaS Gedeihen der hiesige» Hauplschule erworben; seinem rastlosen Eifer im Vereine mit de» übrige» Mitglieder» der Schnlkommission gelingt es, diese Anstalt immer mehr und mehr zu heben und ne z1׳ dem zu machen, was die Schule sein soll. Möge der Höchste sein Be! mühe» mit dem beste» Erfolge krönen! E. 3jciltcc•, im April. Zu Gunsten unseres jüngst iu« Leben gelrctencil FrauenvereiiiS wurde im vorlgen Monate von einigen das Gute und Schöne sördernden jungen Männern ein Ball veranstaltei. a» dem sich nicht nur die Mitglieder des Vereine-, solider» auch Audere zahlreich belheiligieii. Unter andern sehr würdigen Gästen glänzte der Oberstuhlrichter v. Dalog durch seine Anweseuheit. Dem Vereine flcß ein Reinerträgniß von 130 fl. zu. wodurch es demselben schon erwog« licht wurde, ' Wirksamkeit zu treten. Zum Peßachfeste erhielten die Armen und Hilf-b,dürftigen auch von diesem Vereine wilde Gaben. Die geehrte Vorsteherin Frau Katharina Zucker und der wackere Konirolor Herr Joses Fried, tragen zur Hebung desselben Las Möglichste bei. Alle Edlen, di, ihr SchLrflein zu diesem Wobllhätigkeit«׳ vereine beitragen, möge der himmliiche Vater reichlich segaro! Die Sewesterprüsungen an unserer Hauplschule wurden am -I, und 5. d. M. abgehalieu. Die Herren -Lehrer Felseuburg . Hochmano, Zuckermaun — deren Wirken iu Liesen Blätter» schon oft gewürdigt wurde — und auch der seit Beginn diese- Schuljahre« hier wirkende brave und fleißige Lehrer Frank haben bei dieser Selegeoheit gezeigt, j daß lie in solche» Pfla»,üälleu treu gepflegten juvgeu Bäumchen auch j im WlUter neue, frische Kräfte zunehmeu und schöne, herrliche Blüten hervordriugeu können. Den im Sommer zu reifenden Früchten sehen wir mit Sehusucht uod Freude rotgegeu. — Mako (Esauitder Komitat). im April. Unsere Hilleliaoer,, d. i. die Audäager de« H. Hillel iu Szikßü, haben sich nicht rotschlis» ßeo lönaen. ihre Mazzoth au« dem Mehle bereiten zu lassen. welche« in der vom Rabbiner beaufsichtigten Mühle gemahleo wurde, uod sie zöge» es vor. auf ihrer rigeoen Mühle zu mahleo. Dagegen wurde ibr

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