Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 16 (19.4.1865)
- Date
- 1865-04-19
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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269 270 abgrdruckt (נתוריתא דנהמא, uud ״abgeschlagen" (עריכת). demsrau. zöfischeu tourver Io PSW vollkommen entsprechend. Nachdem da« Gebäck« auf den Laden (דהת, ארובות של נחתום) gesetzt ist. wird r« auf die Garb (Balken in der Wand) befördert, uw e« Heer gärwea zu lassen. Jetzt erst wird zum Ofen geschritten. Zuvörderst wird ״au-ge« zogen- oder die Glut herausgrnowmeo (^לרל)- Der Ofen wird ver« mittelst dt« Wische!« (מכברת) ausgegarbt. Da« Brod oder vielmehr dir Teigmaffr wird mit der Schüssen ״hinringestricheo". mit Wasser, Oel oder Honig bestrichen (ריבת!!) und endlich mittelst der Schaufel (מרירת) eingeschossen (ילרר לתמר)- Beim ״AuSbacken", wobei dabraune Erglänzen der Rinde als da« erste Stadium galt. wird da« Brod aderoial« ״weggestrichen" (קטוף)• Zuweilen wurde der Ofen innerlich mit Oel bestrichen*) und endlich wird da« Brod in« Gewölbe (תנות של נחתומין) gebracht: ״ausgerichiet.״ Zn der Backstube bemerken wir ferner folgende Requisiten: eine Ofenkrücke (אוד. מתארא); eine Schaufel (מסא); einen Sauerteigdehälter (בית שאור) . mit einer Zwischklischkidt (^ר^)> wodurch der Sauerteig von dem iu dem Gefäße befindlichen Mehl, Salz .... getrennt wurde (Eballa 1. 7- Kel. 8. 6.) Den Sauerteig kaufte man -;weder vom Bäcker, oder man ließ denselben audem eigenen Mehle bereiten (Ehalla 1. 7.) Außer dem Bäcker von Profession (לחתו□ ,א^ת) gab e« auch Lrodhändler (שלטי) Aufkäufer (מלסול), Aufkäufer en groa (סיטלן), bei de ne» der Kleinhändler, Greisler (חנלכי) feiue Einkäufe zu machen pflegte; zuweilen verbackte letzterer seiu eigenes Mebl (B. B. st. » Raschi). Bäcker und Kleinhändler wurden polizeilich überwacht. Auch Weiber backten zum Verkaufe. (Ehalla l. 6. 2, 7.) Hier dürfte rin alphabetische- Vcrzeichuiß der in Bibel und Talmud vorkommendcn GebäckSarlen am rechten Orte sein: אשישי ',!:ביט Nofincnkucheu (Hcs. 3, 1), die für erquickende Leckerbissen galten (H. L. 2. 5) uud mit Brod verabreicht wurden. (2 Sam. 6. Ist. 1 Ekron. 16, 3.) אופלטקי Elsenkuchen; ^אכלריט Pfannkuchen ohne Oel; אילפט Psaniiklichlii Mil Oel; 'ללטלל dünner Brodkuchen; ללוכ^א Seuiiiiel: Honigkuchen (Ehalla 2, 4. 1. 4). .המטר dünner mit Oel bestrichener Kuchen; תעות Lochkuchen, zumeist bei Opfern gebraucht. Hichcr gehört תלת המשרת. ein düulier gesottener Kuchen (Ehalla I. •1.) הררה Aschtiikuche»; טריתא »Nd כ1רדקכין gegossene Mehlspeise; ירבלי Kräuterkitchen; כברות של בבל kleine Laibchrn (Peß. 48. b): לתמלילת Oblaten; מולייתא Fladen (Peß. 74. b. 76 b.) מתכת und מרתשת Dackwerke, worüber Mensch. zu vergleichen ist. Verschieden davon sind die 2) לביבות Serm. 13. 6 8.. »ach uiaiichen Forschern (Wiener S. 810) eine Art Pudding. להמא דהלרקי mit Oel oder Eierdouer bestrichenes Brod. מריקי licke Flammcnkuchen. סוסללין Krapfen (Ehalla 1. 4. 5). עטין, langes. dünne- Brod (Peß. 74, b. עלה. dünne, runde Schttbkiikuchen (1 M. 18. 6. Ist. 3. 1 Kon. 17. 13. Ezrch. 4. 12. Taan. 23, ».) שליטלטי' Brosamen. in heißem Wasser aufgesotten, ״Schmarren." Dirie» nicht unähnlich scheinen die Tufinim zu sein (3 M. 6, 14). צשי״ית ברבש Honigkuchen (2 M. 16. 31.) קלולקאות Pfefferkuchen (Ehalla 1. 4) רקיקים dünne Fladen. (Schluß folgt.) Korrespondenz. Ausland. Y. Frankfurt a. Dt., 4. März. Vor einigen Tagen ist hier rrichieuru und in 100.000 Eremplare״ versendet worden: ״Mabn« ruf an d,e ganze Ehrinenheit und nicht minder die Zuteu zur Be. freiung von Jerusalem." Von Dr. Ehas. F. Ziegel, Eisenbahn-Baudirektor. Der Verfasser fordert besonder« Frankreich und England aus, die Türkei zur Aufgabe ihrer Oberdeerfchaft über Jerusalem zu zwi». gen, nnd Zerusalem mit einer molrroen Koustiiuiion zu beglücken, dir da« friedliche Zusammenleben aller Religion-Parteien ermöglichen soll. •) Daher da« talwutil'che Sprichwort: E« Hilst so viel. a>« da« Beichmirea de« Ofen« (M. Katan 17, »); d. h. e« Hilst nicht«. Dem ganzen Plaue liegt eine fit» Zdr» zn Grunde, di» keine w»,lrr« Berückflchiigung verdient. Ich glaube also, meiner Korrespondent,apflich» mit diesen wenigen Zeilen vollkommen Genüge geleistet zu haben. N. Bereut (Westpreußen^. im April. Am s. März (7. »bar) d. Z. ist in der hiesigen Gemeinde ein Verein zur Unterstützung der Kranken und Bestattung der Tobten (Ehewrath Gewiluth Ehaßadim) in« Leben getreten. Da« von unserem tüchtigen und berus-eifrigen Rad» biner, Dr. Adolf Ealweodi. verfaßte, von dem Bereiae geoeh. migten und von der Regierung bestätigte Vereinsstaiut ist soeben ,« Drucke erschienen. Die zweckmäßigen Bestimmungen derselben werdt» ohne Zweifel allgemein anerkannt werde» und dem frommen Vereine die ihm gebührende Theilnahme zuweudeo. 8- AttgSburg, 10. April. Der Bau der hiesigen Synagoge ist nun vollendet und fand die Einweihung derselben am 7. d. M. in Gegeiiwar« der Sommitätrn der königlichen Regierung, wie sämmtlichrr Stadlbehörden, der katholischen und protestantischen Geistlichkeit und einer großen Anzahl von Personen auallen Ständen und Konfessionen. Herr Rabbiner Dr. Hlrschfeld, unser berühmter Land-mana, hielt die EinwcibungSrede. So viel Eklat derselbe schon durch seine Kanzrlredea hier machte, so glich keinedemjenigen, welche« diese Rede hervorrief. Alle Blätter, alle Kreise hier beschäftigen sich damit. Der Regierung«» Präsident, Herr v. Lercheufeld. Bruder de« ehemaligen Minister» und gegenwärtigen SlatSrathcS, an dem man nur Gemessenhrit in Wort und Tbar, gewöhnt ist, trat am Schluffe der Feier zu dem Redner hin und sprach sich in den enrhusiastischsten Worten über den Eindruck, den diese Rede ans ihn gemacht, aus. Demselben Beispiele folgte der erste Herr Bürgermeister und die hervorragende» geistlichen Persönlichkeiten beider Kouseffloiien. Es hat die Rede die Feierlichkeit fast weniger ge» hoben, als eigentlich verdunkelt, indem Alleuiiler dem überwältigcndra Eindrücke, den die Rede bcrvorgeruslu. nnr mit dieser »ud ihrem durch Sprache. Gedanken wie Geistesblitze glänzenden Gehalte sich beschäftigt und man beinahe die Deranlaffung au« dem Auge verliert. Inland. X. Wien, 13. April. Der Vorstand der hiesige» israel. KultiiSgemeiiile bat bereitzu Ende de« vorigen Monat« beschlossen, die erledigte Prcdigcrstelle im Wege de-Konkursezu besetzen, und ist dieser Beschluß sogleich durch die politischen Journale bekannt gemacht worden. An Glossen dazu fehlt es natürlich nicht, und werde» Erörterungen mannigfacher Art wol kaum au-bleibrn. Die Frage: ״waium so schnell?" hat zwar wenig Berechtigung. Die Kraft des lüchtigsten und rüstigsten Predigers reich! nicht hi», die Bedürfnisse unserer beide» Tempel zu befriedigen. Wenn die Gemeinde nicht bei Zeiten an die Besetzung der vrrwaisttli Kanzel denkt, konnte leicht der Sommer verstießen, ohnedem Tempel für die Festtage — Jamim Norakm — einen Prediger gebracht zu haben. da in Amt und Würde stehende Prediger ihre Gemeinden nicht über Hals und Kopf verlassen können. Erheblicher dürfte die Ein- Wendung derjenigen »ein, welche die Vokalion anständiger finden, al« den Konkurs. Da aber auch der-Hamburger Tempel de» Konkurs nicht gescheut Kai, und dir dortigen Prediger auf diesem Wege angrstellt wurde». so könnte man fich über diesen Punkt leicht beruhigen; allein die Freunde Zellinek'« sind in nicht geringe Aufregung geraihen, den von idnen mit so vieler Gewißheit supponirlen Nachfolger Maooheimer« präleriri z» sehen. (Die Aufregung nimmt zu, je mehr man dir Motive de- Vorstande« kennen lernt, oder doch kennen zu lernen glaubt. Einige Andeutungen hierüber dürsten mir in Ihrem unabhängige', Blatte wol gestattet sein. Zuvörderst muß mau fich bei allen in der hiesigen Gemeinde austaucheudeo. den Gottesdienst belreffeoten Fragen rrinneea, daß die Michael, Breffelau. Fränkel unserer Gemeinte ganz und gar abgehen. E« herrscht nicht nur iu den Kreisen der hohen Fmaoz. sondern auch in den», der bohen ZnlrUigenz eine Ignoranz in jüdisch-theologischen Dingen, vo» der Sir sich einen Begriff machen werden. wen» ich Eie versichere, daß ter Regierung-rath Weil sich am veegangenen Versöhnuug«t-gr nicht mit dem Gedanken zu befreuateu vermochte, daß sein Knabe bei der Eeelengedächinißfeier (הוכרת לשמ1ת) io der Synagoge bleibe. Der Sohn de« Herrn Regirruog-raibe« wußte den Tempel »erlasse»,