Mannheim
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Ben Chananja · 1865-04-05 · 14 (5.4.1865) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
14 (5.4.1865)
Date
1865-04-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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233 234 gnügen diese Spalten unsere« Blatte« zue Darstellung seiner Unterrichts» Methode öffaea. Red. Fürth, im März. Der Damberger Rabbiner Dr. Kodak und der hieflgr Verleger S. B. Gu-dorser kündigen an. daß der ,Ieschurun" fortan al« Vierteljahr-schrift erscheinen werde. Dieselbe will die Wissen» schast de« 3udenthumfördern, und dabei ,inen streng konservativen Standpunkt eiunehmen. Ankona, im März. Der hiesige Munizipal-Affeffor David 'Almagio ist von der hiesigen Handelskammer, deren Mitglied er ebenfalls ist. zu ibrem Stellvertreter bei der Eröffnung de- Suezkanol« gewählt worden. (Kd. Ibf.) Turin. in, März. Herr Alerander Malvano ist zum j Präsidenten de« PerwallungSratbcS der Agrilulturbank gewählt worden. 'Der Rath ist ans den distinguirtrstrn Personen zusammengesetzt. (K<I. I8r. (ssasale, im März. Der Advo'ai Angel» Stgre, welcher bisher Adjunkt de« Armen-Abvokalen beim Apprstation-Hose war, ist zum Armen-Atvvlairn in Ankona befördert worden. (Ed. Isr.) Inland. I K. Pest, 27. März. Heule ist die Grtächlnißseier Mannj briiuers in der hiesigen neuen Synagoge mir großer Sole,inilär vor > sich gegangen. Herr Oberrabbiucr Dr. Meise! hielt eine sehr gelungene Rete. Oberkantvr Friedmann koniponirte zu dieser Feier einen lrcfflicheu, dem Trrle des vorgelragene» 411. Psalms vollkouimen eiilsprechen» den Gesang. Nicht weniger als 3000 Andächtige hatten sich zu der Feier eiugesuiide»: der Eindruck, Le» dieselbe aus alle Anwesende» machte, war ganz sichtbar überwältigend. I*. Pest, 28. März. Bei der gestrige» Traurrseierlichkeit dran., sich mir eine Betrachtung aus. die >1'׳r unsere Zustände viel zu charalteristisch ,st. als bah ich sie untrrfcrnefr 11 konnte. Die Feier begann mit einem Präludium der Orgel: Mannheimer war aber in der letztcn konservanvc» Hält'te seiner AmtSwirksauilcit bekanntlich ein Gegner der! Orgel. Den Libluß der Feier bildete das Jom Kippur Katan-Gebet:! ei» Gebet, dem Maniihejmer nie mal« beigetvobni. Die 30», Kippurl Kalaii-Feicr wird zwar auch in den Wiener Tempeln geduldet: die! Prediger ignorlren aber dieselbe als eine kabbalistilche Neuerung. 3»! Verhältnisse zn dem Geseierten war also der Ansang der Feierlichkeit zu ,n(u“ und der Schluß derseldeu zu ״alt"! Die motisizirir» Slalutcn sind dieser Tage sanktioniri von den, Etaiihaltcreiraihe »ilt der Weisung hcrabgelangl. zur Wahl de« Genieindtvorstandes und der Rtpräieiilanz zu schreiteu. Post, 31. März. Sichern, Vernehmen nach wurde bei dem l. ung. Slatihaliereiraihk Lik Konzession nachgrsucht. ,» Gunsten der hiesige» Taliiiud-Thora-Schule einen eiserne» Fond gründen zu dürsrn. Die Herren David Gau« und Bernhard Stern wurde» als Sachkenner! von dem Staithaltcreiialbe ermitlirt. über die fragliche Schule Berich!! z» erstatten. Die Konzrssio» soll, wie ich höre, vorläufig nicht erlbeilt! worden sein. Dem OlabbinatSasseffor Brill ist in Berncksichtigung der > Verdienste. die er sich um die Anfertigung de« Semiiiareniwiirlt« er- | worben, eine jährliche Gehaltszulage von -100 fl. bewilligt worden.! 1!. Szcgodin, 31. März. (Situ große Zahl lheilnehmender! Begleiter folgte heute dem Sarge der Frau Lea Lüwp, welche durch ihre treffliche» Eigenschaften und ihre stille Woblthätigkeit allgemein hochgeachtet wurde. Friede ihrer Asche! Szegedin, 27. März. Die Kunde von dem Ableben Mannheim er« war hier kaum verbreite«, al« der Gemeindevoestand den Be» j schluß faßte, da- Andenken dehochverdienten Predigerin der hiesigen Synagoge zu feiern. was auch am 26. d. M. in dem gedrängt vollen GotteShause geschah. Der Gedächtnißpredigt waren die Worte Koheler- 12. v. 10. zu Grunde gelrgt. A Sttthlweißcnburg, im März. 3n letzterer Zeit find wieder Au-gleichsversnche zwischen beiden Gemeinden ansgetauchl, doch stnd dikselbrn wie immer gescheitert. Höchst ErsrrulicheS kann ich 3hnea über unfern wirklich herzerbedriiten Gottesdienst berichten. Unsere Ce« meinde brfltzi eineu musterhafte» Ebor. Herr Kantor Beit, der durch seinen musterkasten Vortrag und durch seine klangvolle Stimme dir an» tächiigen Zuhörer eiitjücki, sowir der tüchtige Ehortirlgrnl Herr Fuchhaben sich uw di, Hebung de- Gotte-dienftenicht weoig Verdien-« erworben. 6. Gr. Kanlzfa, 27. März Herr -. wacht sich die Polemik mit mir leicht, indem er mir Aeußerungen zuschreibt, dir mir gänzlich f fremd sind. 3ch Hobe nicht gesagt, daß sich dir Andächtigen auch an -I Wochentagen zu der Synagoge dringen; ich sprach blovon der f respektabel», Zahl der Synagogenbisucher an Wochentagen. Er war und : ist »ich« meine Absicht, mit Herrn k. zu polemisiren. Wenn jedvch »in« ganze Gemeinde verdächtigt wird, da» Gotte-Haunur de- Ohrrnkitzel« | halber zu besuchen, glaubte ich. sein, Angabe im 3»trreffe der Wahr» heit und der Ehrr unserer Gemeinde berichtigen zu müssen. 3ch glaube \ kaum, daß Herr L. stillschweigend den Vorwurf hinnrhmen würde, er | besuche den Tempel nicht der Andacht, sondern de- Gesängewegen; f er wird es daher natürlich finden, daß wir dirsen Vorwurf auch auf f »tisrrer Gemeinde nicht können hasten lassen. Entspricht auch Herr | Karlschmaroff de» au ihn gestellte» Anforderungen, so müssen wir on- 8 doch gegen die Absicht verwahren, ihn auf Kosten deguten Rufeuu» serer Gemeinde zu loben.! y. (0r. .ttanizsa, 80. März. 3dr hiesiger Korkkspondeut, - der wackere iiub gelehrt, Zosef Löwy. ha» sich durch die Anregung zur Herausgabe des Grabste,nverzctch»iffeS, welcherr mit zwei hebräischen | Gedichtche» zierte, ein »ciieü Verdienst um »nser Gemeindewesen erworben. A Herr L. ist aber »ich! nur ein Freund der Wissenschaft, sondern auch 8 ein Freund der Künste, namentlich des Gesanges. Am vergangenen f| Purim zierte eine kapellartige Torte seinen Tisch, i» welcher er .da- D Bild unseres KanlorS Karlschmaroff ausgestellt hat. Letzterer darf darauf H ui» so stolzer sein, als Herr L. nicht zu drnen gehört, die leicht in j| Ertase gerathe». Herr Kartschniaroff ist jedenfalls auch in soferur ein Ä K u l I » S beaniter, in wieserue ihm von seine» Verehrer» eine Art von Kultus gewitiuel wird. Bei unsrrei» verehrte» Herrn Oberrabbiuer Fasse! ist wegen Annahme des Brrlinrr NabbinateS eine Anfrage gemacht worben ti. Aus de», Ppfiprimor Kouiitare, im März. Unter den kleineren strebsame״ Gemeinden dieses KomitalcS verdieneii besonderdie Gemeinden zu Balaloiisö-Kajnr und Euyiiig hervorgehoben zu werden. Nainenllich ist das Schulwesen in einem vielvers: ׳chenden Aus- ין ichwiing, begriffe». Die Gkinriiideii sind so glücklich, in der Person de« E Herr» Gabr'el Deffauer eine» lehr tüchtigen und thäligr» Rabbiner zu % besitzen. Um da- Schulwesen erwerbe» sich di, Herren Dr. Pollak und | 1 <£im»11 Weiner bleibende Verdienste. Die Lehrer Rieß. Löwinger und 1 Sckwarz entwickeln einen miistergiltige» BerufSeifer. Selbst Talmud ist! Gegenstand de« Unterrichte«. Herr Rabbiner Deffauer hat sich auch alhebräischer Schriftsteller einen Namen erworben. 5kun-2t.-MiklüS, 27. Mürz Der dortige Vorsteher, Herr Elia - Bauer, senter uns eine Danksagung, in welcher da- Wirken des dortigen Rabbiner». Herr» S. D. Tauber, al« ein sehr heilsauirS geschildert wird. Zugleich wird hervorgehoben, daß während der Vakanz dedortigen Nabbiuais der Herr (8m. Basch, Rabbiner z!> Apostag. die Geiurinde oft durch sein, schönen, zum Herzen sprechenden Vorträge erbau« habe. Zu der Irtzte» Gaflpredigt de« Herrn Basch bat sich auch ein sehr zahlreiche- Publikum eingesunden. welche« die Synagoge erbaut und besrirdigt verließ. Dem Eifer der Herren Raddiner Basch und Tauber ist dir Errichtung eine« Frauenbade« zuzuschreiben. 8. Netttra, im März. Vor Kurzem wurde in hiesiger Sladr rin vierzehnjährige« jüdische« Mädchen getauft. Dir Angelegenheit war früher vor de» 1. Slatihalterrirath gebracht worden, indem der Vater j!j de« Mädchen« io Rücksicht auf die Minorennität seine« Kinde« gegen di, vorzunehmende Taufe Einsprach, erhob. Der Statlhaltereirath ent- 8 schied, daß da- Mätcke»!» Geg-nwart eine« Zivilgerichte«. drstidti» [1 scheu Pfarrer-, dr» Rabbinai-substitu«,-. de« Vater« de« Rädchenmit «'! Hinzuziehung eineintelligente!! Iftaeliten und eine« intelligenten Ehri« I sten vernommen werden, und nach bestandenem strengrn Erawen getauft ö werden soll. sali« dasselbe bei seinem Vorsatz, verharrt. Dir« geschah | nun wirklich. Da« Märchen stammt audem Tnrüczer Komitatr und ß bat länger« Zeit rin» christliche Schule besucht. 3ch enthalte wich afler!1

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