Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 11 (15.3.1865)
- Date
- 1865-03-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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185 186 Divan de» R. Jehuda ha»Levi, 1.Abtheilung; 86 Gedichte mi» einer Einleitung und Anmerkungen von Prof. Samuel David Luz» zatto. Die Vorrede schließt mit einem Verzeichnisse der Anfänge säwmt« licher Gedichte de» »dien Meistersäoger«. Daß Luzzatto in jeder Rück« ficht vollkommen berufen ifi. den Tert herzustell,o und dunkle Stellen zu erläutern, braucht kaum erwähnt zu werden. Herr Lehrer Jos. Gold» brr ger in Füofkircheo, eia gründlicher Kenner de» Hebräischen, bemerkt in einem an mich gerichteten Schreiben» daß S. 17, d. Nr. 48 in der s. Zeile זרוע ה7מי גלייה gelesen werden müsse, und fügt hinzu: ,Letzter,» Wort ist hier gleichbedeutend mit HDWn (®)- 4, 7.) Die Dorer entblößen zum Bedufe leichterer MuSkeldewegung beim Ringen ihre Arme. Ebenso entblößt da» Fatum seinen Arm, indem e» den Men« scheu mit Widerwärtigkeiten heiwsucht." Herr G. hat aber au« den Augen gelassen, daß durch die von ihm'empfohlene Ewendation da« Metrum de» GedichtchenS gestört würde.*) Et Sofer von R. David Kimchi, in Pari» kopirt von (Goldberg), au« einer alten Bibel (Annen Food Nr. 5), an deren Rand diese» grammatische Merkchen geschrieben war. Etne JuhaltSao« zeige ist demselben nicht beigegeben. In der ersten Partie zitirt Kimchi die bekannte Talwudstrlle Nedar. 37. d., und erklärt da« , wie R. Nathan und R. Ascher, ״Wegnehmeu". wa» wol da- Richtige ist; Raschi und R. Niffim renlen an ,Krönen. Verschönern", wa» keinen faßbaren Sinn gib». Die traditionelle Erklärung ist manchen Schulen abhanden gekommen. DeachkcuSwerih ist. wa» S. 4 über die Aussprache de» Schema gesagt wird, daß sich nämlich dieselbe nach dem folgenden Vokale richtet. Ausfallender Weise wird S. 17 VDH (3esoj. 52, 11) als Fuiurum bezeichnet, während e» offenbar der Imperativ ist. Den Freunden grammatischer und massoretischer Studien wird da» Schriftchen ein. willkommene Erscheinung sein. Teschudoth Ha-Geonim. Au« einem handschriftlichen Koder kopirt von Jakob Mnssasia, weil. Rabbiner in Spalatro in Dalmatien, welcher auch eine Einleitung und Anmerkungen hliizugesügt ha». Die vorliegenden Gutachten rühren sämmtlich vom babylonischen Geonim her. Manche derselben finden sich bei verschiedenen Schrisistellern zitirt, wa» von dem Abschreiber angemerkt wird. Ein ausführliches Inhalts» verzeichniß erleichtert drn Gebrauch des Merkchens. Wir heben Einige» hervor. Die Frage, ob eine Frau während de: Menstruation beten und i ie Synagoge besuchen dürfe, wird von R. Jehuda bejahet. lNr. 45.) Der Nnterschied zwischen שליח צבור und יורר לפני החבה wird Nr. 83 von R. Nitronai angegeben: jener ist פור□ ([<\ שמע» dieser: י‘ ל‘ ה, כמשמעה d. h. <t begibt sich vor die Lade, in welcher die Thorarolle bewahrt wird, was erst vor dem Schemone-Cßa-Gebete ge« schah. R. Hai hält eS für unbedenklich, den Unmündigen zur Thora zu rufen. (Nr. 93.) Die Eidesformel der Moslemin hat nach R. Hai die» selbe Heiligkeit, wie bei den Juden. (Nr. 40.) Ueber □מעשה התרי spricht Nr. 15; in den Anmerkungen 'S. 41 wird erinnert, daß io den Berliner Geonim-Gutachten הירודים steht, was der Konjektur Gei« gerS (Ozar Nechmad 3, 1) ziemlich nahe kommt. Je wichtiger die geo- »Lischt Zeit in religionsgeschichtlicher Beziehung ist, desto verdienstlicher ist die Bereicherung der diese Zeit betreffenden Literatur. Mit allen Freunden der jüdischen Literatur wünschen wir der Wirksamkeit de» Mekize-Nirdamim-Dereiu« da« erfolgreichste Tedeiheu. 14. Ha-Meassef. Der Sammler. Jahrbücher der hebräischen Literaturfreunde in Königsberg. Jebroang 1784. Zweite vostständige, mit neuen Beilagen vermehrte Ausgabe. HerauSgegebeu von Dr. M. Letteri«. Wien, T. Holzwarth. 1862.8. 234 hebr. 30 deutsch. Achtzig Jahre nach dem ersten Erscheinen der vorliegenden Zeitschrift erscheint eine zweite Auflage derselben! Die» ist gewiß keine gewöhnliche Er« scheinuug io der zeitschriftlichen Literatur. Zeitschriften, die in einer ledendeu Sprache erscheinen, haben nach beinahe drei Meoscheualteru großen Theik» ihr Jntereffe verloren. Einzelne Forscher, dir sie al« ') In der neuen Edition de» Tathkewoni schlägt Herr G. fok» gende Emendationeu vor: 56, a. 2 Z. von uuten: □וכשאנו□ יקו al« Gegensatz zu dem Vordergliede: כשאקום ימס Das. b. Z.7 von unten: אין יפי כיסיה• Gelegentlich sei noch bemerkt, daß Herr s. da» Wort יש Spr. 8. 21. io □)ירחי של auslöst; vrgk. Job 7, 2. Quelle für ihre Studie» benütze« »ollen, wissen fich dieselben an« äffen«, lichr» oder größeren Privatbibliolheke« zu verschaffen. Der Sammle» hat für den in allen Ländern zerstreute», ziemlich weite, Krei» der Freunde der hebräische» Literatur sein Interesse nicht verloren, und di» neu, Auflage wird fich hoffentlich einer größer« Verbreitung erfreu,^ al» fich dir erste ,0 erfreuen hatte. Ueber dir Zugaben de« Heraulge. der» gestatten wir uu« folgende Bemerkungen: S. 14 klagt derselbe über den unterbrochenea Druck de« Pachad Jizchak. Im Jahre 1862 k-onte er nicht wissen, daß die Deröffeolltchung de» Werke« in nächst» Zukunft fortgesetzt werden wird. Auffallender Weis, glaubt, der kundige Dr. L.. Laß da« Werk nur bi» Lawed gedruckt sei; vou dem große» Foliobaude, der den Buchstaben Mew enthält, hatte er keine Keuutuiß. Dir Biographie Krochmal'S (93—114), welche hier zum zweite» Male hebräisch erscheint, wird Len Verehrern Kr.'« ohne Zweifel sehr willkommen sein; leider enthält sie aber über die filosofifche Richtung desselben keine Andeutuoz. Darüber sowol, wie über die Anschauungen Krochmal'S von der Filosofie Aden Esra'S wäre un» eine eingehendere Abhandlung sehr willkommen. Man leistet heutzutage weder dem Helden einer Biographie, noch der Wissenschaft ,inen Dienst, wenn mau fich darauf beschränkt, die LcbeiiSverhältuiffe. die Begabtheit und im Allge« meinen auch die Studien des Erster« zu schildern. Wichtiger al» alle» die» ist bei Männern der Wissenschaft der Nachweis ihrer Richtung und ihrer Beziehungen zu anderen Richtungen der Zeit. Krochmal war nicht nur ein filosofischer Denker; er war Hegelianer, und schrieb al« solcher in hebräischer Sprache! Welche Ideen Hegels zogen ihn besonder« an? Wie gelang es ihm, die Filosofie seines Meisters hebräisch wieder zu geben? Was hat er als Bibclkritiker der neuern, besonder« deutschen Literatur, wa« seinen «igcnen Forschungen zu verdanken? Diese und ähnliche Fragen verdienen wol eine nähere Beleuchtung. Aus da» sehr bcachtenswerthe Schreiben Bloch's (124—182) werden wir bei einer andern Gelegrnhcit zurückkomme». Die Ausstattung de« vorliegenden Bandes läßt nich!« zu wünschen übrig. Preis: 2 fl. oder 1 Thlr. 10 Sgr. Nachträge zu meinem ״Mnemonotechnik -es Talmuds."*) Ich habe in meiner jüngsthin erjchieuencn ״Mnemonotechnik de« Talmuds״ die im babylonischen Talmud fich voifindenden Mnemonica einer speziellen Erörterung unterzogen un^ die dabei wahrgenommen.-n Gesetze ihrer Bildung, die Art ihrrr Anwendung und ihren Ursprung, so weit die vorhandenen HilsSmiltel und die fast auf nichts sich reduzirendea Vorarbeiten eS ermöglichten, in einer einleitenden Abhandlung darge« stellt und besprochen. Ich will die von Lebrecht in seiner Deurtheilung der genannten Schrift hervorgesuchren Mängel hier nicht in Schutz rch« men, da in derselben, wie fie überhaupt mit ernster Objektivität gehalten ist, der Werth und der Nutzen de« Buche«, sowie mein Verdienst in dessen Veröffentlichung nach Gebühr gewürdigt und hervorgehobea find, und übrigens der kritische Tadel unr unverständliche Abbreviaturen,''uo« genaue Zitate und andere nicht ohne Minutiosität hervorgehobene Mängel trifft. Dagegen habe ich seit dem Erscheinen dieser Schrift einige ve« sentliche Lücken entdeckt, dir ich nicht länger leer lassen kann und für dereic Ergänzung wir vorläufig »Ben Ehananja" seine Spalten öffnen 1) Ich theilte die Mnemonica in solche, denen da» Wörtchen ,wesimanach“ (״und dein Zeichen 'ist") vorgesetzt »st, wobei irgend eine BtbelsttNe, ein halachischer oder agadischer Satz io einem eigen» angepaßten witzigen Sinne dem Gedächtnisse zur Stütze gegeben wird und in andere, welche, mechanisch au« Buchstaben oder Wörtern der i» *) Bezüglich der von Herrn Lebrecht erhobenen Einsprache gegen dir Bezeichnung ״Mnemonotechnil", wofür er »Mnemonik" und Stein, schneider ״Mnemotechnik" baden will, will ich bemerken, daß dieser Begriff noch jung ist und daher keine feste Bezeichnung hat. und ich habe bei dem ersten Bestandiheile da« griechische &cU. /**ף?*!* iw Sinne gehabt. Ein anderer durch meiar Entfernung vom Druckorte leid» un« verbessert gebliebener Fehler findet fich auf dem Titelblatte, wo ״krit. tische" für ״kritische" gedruckt iß.