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Ben Chananja · 1865-03-08 · 10 (8.3.1865) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
10 (8.3.1865)
Date
1865-03-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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167 kan« auch auf gesetzlich,» Wege außerordentliche Beiträge vo» ihr«, Mitglieder« für b,fand,re Zweck, erheb,«. z. 4. Wenn riur Logt sich durch dir Handlung rinrr andrru Loge oder eine« andern gesetzlich organifirteu Körper« de« Orden« br, einträchtig» fühl», uud keine Genugthuung iw Wege der gegenseitigen : Verständigung mit einer solchen Logr oder einem solchen Körper erlangen kann, so hat sie da« Rech», ihre Klage der DistriklS-Großioge vorzu. legen, welche die Jurisdiktion über eine solche Loge oder einen solchen < Körper ha». Wenn eine Loge mit dem Verfahr,» oder der Sntscheidnng j der DistriktS-Großlogr nich» zufrieden ist, so hak fie da« Recht, an die; Ko,1stitution--Groß1oge zn appellier«. I §. Zn allen Sachen, in welchen eine Loge sich Lurch die Hand. י l»ng einer Distrikiö-Großloge beeinträchtigt glaubt, bat sie da« Recht, > an die Konflitulion«-Großloge zu appcllireu. und kan» mit Rech« zu diesem Zwecke von der DistriklS-Großloge Abschriften von den Verhand, lungen verlangen. welche sich aus den Gegenstand der Klage beziehen. §. 6. Jede Loge hat da« Recht, Petitionen au die General-Kon« venlion entweder durch ein Mitglied der Konvention nbti durch ihre DistriltS-Großloge einzurcichen; aber jede solcke Petition soll erst in der relpektive» Logr wenigste»« io drei Versammlungen gelesen werden, und! e« muß dieselbe durch Stimuienmehrheil in einer Versammlung, zu wel« s cher alle Mitglieder der Loge schriftlich eingtladen. angenommen wor, den sei». lSchluß folgt.). H. Berlin, 20. Februar. Heute vcrsainmcllrn sich die Mitglietrr der hiesigen israclitischen Gemeinde in großer Zahl am Grabe de« »»« leider so früh enlriffcncn Dr. Michael Sachs, »!» diesem unvergeßliche» Lehrer und Prediger an seinem JahrzciiStagc >i» seine» hohen Verdienst!׳« würdige« Denkmal zu sehen. Es ist dies eine sieben Fnß hohe Pyrainide ans Helle,n schlesischen Marmor, deren Ziischrisi Professor Lnzzalo in Padua abacsaßt hat. De» Schluß der erhebenden , Feier bildelr das אל נללא רחמים, welches von dem Synagogenchor j mit Weihe vorgeiragtn wurde. Für die diulerlassene Familie des Per-! ewiglen hat die Gkmci»dt mit seltener Munisizenz gesorgt. IulauS.! 8m Wien, 3. Marz. Der Brief Ercmicur's, den Ihne» 3dr j Parlier Korrkjpe»d!»t gewiß niilgeihcill hat, hat hier große Sensation! bervorgeruseu. Ein Mllglieb der provisorischen Negierung vcrlheidigt | seine jüdischen Glaubensgenossen gegen seine» Herr» und Kaiser! Zrdcn« fall« dürsle Sie taS Nrlhcil GurrouIiS iiitrressirrn.. das nach einem französischen Platte von der ״Eonst. Oesterr. Ztg." »lilgcihrilt wird. ,.Man muß gerecht sein gegen jeden Maiin, selbst gegen do» Kaiser", bemerkt Gucrolllt. der die inkriminirte Stelle zu erklären lind zu ent« lchnldigeii such«. ״lind vo» diesem Slandpunkle aus darf man immerhin auch diese» Sah der Borrede in logischer, wie in stylistischcr Beziehung als verunglückt ansehcn, allein eiue aufreizende, dre Juden und da« Judenlhum verdächtigende Tendenz liegt ihm nicht zu Grunde. Herr Erümieur ha» eine, allerdings elwa« anstößige und ktiueSwegS für die Schärfe Le« Gidanken- und die Klarheit der Darstellung uneulbehrliche Metapher zu cinem Hauptallentat gegen Moseuud die Profelcn um« gestempelt, und er trägt für etwaige thatiächliche Verirruiige», dir übrigen« kaum zu besürchlro sind, gewiß durch stillt Randglossen eine größere Berautwortlichkei». als der Kaiser durch seinen Tert." §. Wik», 28. Februar. Dir »Eonst. Oesterr. Ztg." bring» über dir jüngste Petition de« Herzog« von Jerusalem folgende Notiz: ,Der olldkkaunte Hoswechrler Iguaz Deutsch, der sich mit ebenso de. kauntrr Besch.idenheil M« Qualifikation zum Sprecher!nd Repräsen, :ante« seiner israelitischen Glaubensgenossen aufwirft, obwol er von drc gesammten Intelligenz und jeder berechtigten Autorität derselden voll, ständig deSavouirt wird, hat neuerdiog« an Se. k. k. Majestät eine Petition gerichtet. Alle Welt, die sich für diese Angeleg »hritru in. «ereffirt, frag» mit Perwunderung, woher dieser Manu, der Herr Hos. wech-lrr. da« Mandat nimmt, bei hohen und höchsten Steklrn, sogar vor dem Thron» Er. k. k. Majestä» da« Wort für eine halbe Million Einwohner für bürgerliche, religiöse und Temeindeintrreffen zu führen?? Wir werden aus diese« unberechtigt, uud anmaßende Treideo ehesteu« näher eingrhen." 168 Pest. 23. Februar. Herr v. Jalic«, hielt heute in der General. Versammlung der LlohdgrseNschaft folgende Ansprache: Geehrte Versammlung« Bevor wir zu den eigentlich,« Gegen, ständen der Verhandlung dieser Generalversammlung übergehen, sei r« mir gestattet, eine Pflicht Lee Pietät zu erfüktea, Lee Pietät gegen eine« Mann, den wir Astr gekannt, der uns Alten lieb, ivcrlh und theucr ge. wesen, den Gründer und eisrigeo und unermüdlichen Direktor unserr, Gesellschaft, unsern d-hingeschiedeneu Freund Jakob Kern. Da« verflossene Jahr hat in mancher Beziehung eine traurige Bedeutung erlangt; es geivinni diese aber für jeden Patrioten io«be. sondere auch dadurch, daß e« un« ,ine verhätlaißmäßig sehr bedeutende Anzahl der tüchtigsten Mänoer entrissen hat, Männer, die nicht blo« in einem beschränktem Kreilc, soilter» weil uud breit im Vaterland, gekaniil und um ihrer hervorragende» Derdiellste willen geehrt wäre». E« waren die« Mäiiiicr, wie F:iy Anten«. Madnch Jmre, Kazinczy Gübor Szalay L-ißlo n. und zu diesen, wenn auch aus einem andern Felde der Thäligkeil, löniien wir — die wir Zcugru seiuc« Leben« und Wirken« waren — mit vollem Rechte auch uusrrn allgemein betrauerten Tobten rechnen. Denn er hat i» seiner Wirkungssphäre — deren Greiizeo er ans iiiiitreui ThäligkeitStrangc unablässig zu erweitern strebte — gethan und geleistet. was nur ungewöhnlich begabteu Mäniiern zu thu» und zu leisten bcschieden ist; sein Leben war eine unniiicrbrocheue Arbeit für geistige» »nd materiellkii Fortschritt, und er war nicht blo« rastlos im Wollen, sondern auch im Schaffen, und was er einmalbegonnen, da« führir er — irvtzdem sich ihm oft die »»gimstlgsteu Berhällniffc und für jeden Andern kaum zu bewätligende Hinderitiffe entgegenstellleu — mit seltener Energie aus »nd ruhte u»b rastete nicht, dis sein Werk vollendet und mit Erfolg gckröut war. Wie bclaiiltl. zählic» ihn viele unsercr gemeinnützigen Anstallcn, insbesondere jene für Hantel und Berlchr. zu ihren Gründern. ober hatten ihre Prosperität zum großen Thette ihm zu verdanken. Aber schon allein als Gründcr der Llcydgescllschasr. die ausschließlich au« scinrr Initiative hervorgegangenund als Mtlbcgründer der unter den Auspizien dieser Gesellschaft enlstaiidcitk» Kornhallc, der Waaren- und Effektenbörse uiib des ZeiiuiigSuntcriiehnieiis — dieser für uiiscrcn Handel lind uiiserc materiellen Jnieressrii üdeehaup» so wichtigen Trias der Wirlsaitilrii dir Lloi-dgei'cllschafk — deren Förderung bis zu seinem LedciiScndc der Gegenstand feiner risrigstc» Sorge, war. — hat er fich unvrrgängliche Pcidtcnste .sworbrn, die nicht nur vo» jedem Mitgliede tlkscr Gesellschaft. fouttrn ui den weilestrn Kreisen in vollem Maße gewürdigt worden. Um tiefer Würdigung ScitenS dcr Lloydgesellschast eineo sicht« darr» Ausdruck zu geben. uud damit das Andenken de« Perrwigten r» verdienter Weise zu ehren, hat der Ausschuß beschlösse», dir gesellscha'tlichen Räume mit dem in Oel gemalten Bildnisse des Dahingeschirdeneu zil schmücken — z,:e Erinnerung an ihn. der rin Mau« war io de« Worte« edelster Acteuiung. — Frirde seiner Äsche!!א״ר Pest, 27. Februar. Dir Befürchtung Ihre« 0. k.׳Kor» rrspondriiten in «Kr. 8 de« »B Eh." in Bezug aus die Lehrerverein«- Angelegenheit ist leider nur zu schnell in Ersüllmig gegangen. Ein soeben herabgelangtes Reskript von Seiten der hohen Lande-stelle an den hiesigen Magistrat benachrichtigt die Petenten, Laß ihrer Bitte vor. läufifeine Folge gegeben werden kann. Begründet wird der Bescheid mit Folgendem: Ersten« könne den jüdischen Lehrern bei ihrer lieber« bürdung von Nahrung«, und Amissorgen nicht jene thatkrästige Theil. »ahme und Mitwirkung zugemuthet werden. welche dir unterbreiteten Brrein-staluteu von ihrer Seite in Anspruch nehmen. Zweiten« erweist sich die persönliche Verläßlichkeit der lokalen Repräsentanz nicht in dem Maße zureichend, daß die auswärtige» Mitglieder de« Verein« in Bezug auf die Handhabung de« Ver,1n«v״mögeu« vollkommen bernhigt sei« könnten. E« werden demnach di, Bittsteller aufg,fordert, di, Angelegen, beit mit Rücksicht auf obige Bedenke« noch einmal zu prüfen uud die entsprechend modifizirten S'alulen neuerdings za unterbreite«. 6. Gr. Kauijsa, im März. In Nr. 8 Ihre« geschäht,« Blatte« bemerkt Ihr hiesiger!,»Korrespondent: daß der Zudrang zur Synagoge, seitdem Kartfchmaroff seine Metallstimmr ertönen läßt, ei«

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