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Ben Chananja · 1865-03-01 · 9 (1.3.1865) · page 6

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Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
9 (1.3.1865)
Date
1865-03-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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151 16S Anhänglichkeit ihrer Mitglieder und der Brüder überhaupt 1» fichrra, oder da« Interesse de« Orden« iolbeseudere za fördern. (Forts, folgt.) 8. Bukarest, im. Februar. Wenn in gebildeten Ländern, wo viel gelesen und geschrieben wird, auch der fanatische Judenhaß sein Organ ood seine Wortführer hat, so hat dir« kaum oachiheilige Folgen. Da« gebildete Lesepublikum ist einsichtsvoll genug, die verschiedeuen Richtungen und Tendenzen von ein,«der zu unterscheiden; die Wiener ,Kircheozeitung* und der ״DolkSsreundüben daher auf die öffentliche Meinung keinen nenneoswerthen Einfluß au«. Ander« gestalten sich dir Berhältniffe in denjenigen Ländern, wo, wir bei un«, die Journalistik erst iw Werden begriffen ist, und der gedruckte Buchstabe den Massen iwponirt. Tin jndenfrefferische« Blatt, da« hier erschienen ist, der ״Bu eumulu", ist;war au« dem Buche der Lebenden gestrichen worden. Da« Geschlecht der judenseindlichen Stribler ist aber nicht auSgestordea. Wie der Serbische ״Sbetovoid" wüthet die hiesige ״Constitutione" gegen den Talmud, und erklärt, auf einige Zitate au« Eisenmenger gestützt, da« Judenihum für eine Doktrin von der Magie L la Eagliostro. Leider besitzen wir noch keinen Jestinek, der für die talmudische Hagada in die Schranken tritt, und keinen Löw, der den Fanatismus gegen den Talmud al« eine anachronistische Dummheit blo«zustell>n versteht. Unser edler Fürst ließ dem Urheber der hamanischen Denunziation allerdings ein Avertissement zustellea; aber da« Gift der Unduldsamkeit, welche« >ene« Journal dem an sich gutmüthigen rumänischen Dolle rinzuimpsrn bemüht ist. kann durch RegierungSerläffe nicht entfernt werden. Nur die fortschreitende Kultur wird auch bei uns den liberalen Prinzipien den Sieg verschaffen. Inland. 8w. Wien, 26. Februar. Ich komme eben von der General, Versammlung de« Vereines ״zur Versorgung bilfsbedürsiiger israeliti» scher Waisen." Den Vorsitz führte Herr Josef Wertheimer, der am Be, ginne der Sitzung auf die Heuer adlaukcnde dreijährige Verwaltung«, Periode einen Rückblick warf. Wie sich die Verfassung, die heute vor vier Jahren gegeben wurde, gestalten wird, ist gerade jetzt sehr zwerfel« hast; unser Verein aber, der zu Ehren der Verfassung am 26. Februar gegründet wurde, ist zweisclSodne in einem herzcrbcbtiiden Aufschwung begriffen. Im Jahre 1861 standrn 27 Waisen unter der Obhut de« Vereins, der Kostrnauswvnb betrug 1230 fl., Heuer war die Zahl der Waisen 79 und der Kostenaufwand belief fich auf nahezu 7000 fl. Nach einer kurzen Besprechung über die Unterbringung und Pflege gänzlich älternloser Kinder, wurde der gegenwärtige Vorstand mit Akkamalion gewählt. Er besteht au« Len Herren: Joles Wertheimer. Leopold Breoer F. Engel, Gustav Epstein, W. Frankl, Dr. Kompert und H Sichrovsly. Der Verein zählte am Schluffe de« abgelaufene» Jahre« 229 Mitglieder und besaß rin Vermögen von 40.479 fl. im Baren.' 16.255 fl. in Werth, papieren und 1021 fl. al« Reservefond. Tzegcdln, 26. Februar. In Folge der heute stattgefundenen Vorsteherwahl besteht der Vorstand unserer Gemeinde auden Herren: Ausländer Simou. Weiner Moriz, Pollak Jg-'.az. Pollitzer M. H., Lichieuberger Moriz, welche in Gemeinschaft mit dem Neuner-Au«, schuß die Gkoieindeangelegeuheiteu leiten, und in gewissen Fällen die Gemeinderepräsrnlauten, oder die ganze Gemeinde berufen. Da« Kassier» amt ha» Herr Holzer Salomon übernommen. 6. Altofen, im Februar. Zu den Spenden für die hieflgr Ehevra - Kaddischa bei Gelegenheit de« von derselben veranstaltetea Dalle« hat die hohe Aristokratie reichlich brigetragen. Einige Mag» natrn, darunter die Grasen NüdaSdy und Käroly. find sogar perföulich erschienen, und haben dem Balle durch mehrere Stunden bei» gewohnt. Auch der Uuter« und Oderstnhlrichier und der hieflze Stadt» Magistrat gehörten zu den willkommenen Ballgästen. Ungefähr 1000 fl. waren da« materielle Resultat dies,« Wohllhätigkeit-dalle«. Die Frau Elisabeth Goldberger in Wien, deren Namen in der hiefigen Stadt nur unter einstimmigen Segnungen genannt wird, da die edle Frau ein halbe« Jahrhundert hindurch dir Mutter der hiefigen Armen war. wurde vou der Ebeora zum Ballr geladen, und sie hat derselben 50 fl. gesendet Die Notiz Ihre« hiefigen Koerespoodenten in Nr. 7 d. Bl. beruht aus einem Jrrthumr. . Debreezku, 23. Februar. Sonntag, a« IS. d.. koastituirte fich hier der ,Niederuugarisch.jüdische Verein zur Verbreitung de« Acker» baue« nab schwerer Handwerke.- Die an« diesem Aulaffe i« Beiseln de« laadesfürstlichea Kommissär« v. Aßakap stattgebabt, Geoeratver» sammlang eröffiiete der Präs»« dr« provisorischen AuSschuffe«, Herr Dr. Popper mit einer gediegenen Ansprache, in welcher er vor Allem de» Zweck uad die Bedeutung diese« Vereine« erörterte, mit gehaltvoller An«einand,rsetzung den Vorwurf der Arbritscheue bei den Israeliten zu rntkräftigeu suchte und durch .Beispiele bewies, daß dem Juden keine Arbeit, kein Gewerbe zu schwer sei, um fich und seine Familie redlich zu erhalten, und daß er die ihm noch fremden Handwerke nur darum nicht au«üdte, weil fir ihm nicht zugänglich waren. Auf die Entstehung de« Vereint« zurückkommend. gedachte Redner dankend ver zur Förde» rung de« Vereine« gebotenen hilfreichen Unterstützung de« hiefigen löbl. Magistrate«, vorzüglich dr« geehrlen Herrn Bürgermeister«, der löbl. hiefigen Handelskammer und der auf Erfahrung begründeten Raihschläge de« leider vor Kurzem-schon dahingeschirdenen. seinen GlaubenSgenoffeu unvergeßlichen Jakob Kern, Gründer« de« Pester Handwerkerverrinr«. Indem Herr Dr. Popper der Versammlung (120 Mitglieder, darunter viele Christen) für ihre lebhafte Theilnahme an dem Interesse de« Ver» eine« dankte, überließ er dem landeSsürstl. Kommissär Herrn v. Aßalay die Leitung der Ausschußwahl, au« welcher dl» Herren: Ignaz Steinseld, Direktor, Dr. Aloi« Popper, Dizedireklor, Heinrich Berger, Kassier, Bernat Schwarz. Kontrollor und Dr. Alerauder Weiser, Sekretär mit absoluter und 10 Ausschnßmitglieder mit relativer Stimmenmehrheit hervorgingen. Nach der Wahl löste fich die Versammlung auf und de« Abend« betheiliglen fich dir Neugewählten und einige VereiiiSmitglieder an einem Festiffen, bei welcher Gelegenheit 423 fl. betragende Spenden für Len Gründungsfond ei,,flößen. Bei der warmen Theilnahme, der fich dieser bereits über 400 Mitglieder zählende Verein erfreuet, er» warten wir rin segenreiche« Gedeihen und Wirken desselben. Moriz Rei«mavn. Z. T. A. Ujhely, 17. Februar. ״Deu Chananja". mit Recht berufen, künftigen ungarisch-jüdischen Geschichtsschreibern als Wegweiser zu dienen, wolle e« von un« nicht anmaßend finden, wenn wir diese« Mal für Personen ein Plätzchen beanspruchen und vor allem eine« Manne« gedenken, der sich um das Wohl der Stadt und der israeliti» schen Bevölkerung insbesondere bleibende Verdienste erworben hat. Herr Wilhelm Schwarz, seit Jahren in hiesiger Stadt al« Insasse lebend, wurde al« Genrral-Jnspeklor Seiten« der Kreditanstatt nach Pest berufen uud hat al- MagistralSmitglird, sowie al« Ausschuß der städtischen Kommission im Jahre 1861 fich da« Vertrauen der Stadt in solch hohem Grade errungen. daß in diesem Augenblicke dir Körperschaften fich in Ehrendiplomen, die fie dem Scheidenden au«- stellen, zu übertreffeo suchen. . In dem Ehrendiplom, welche« die Stadt Herrn Schwarz ertheiltr, wird insbesondere hervorgehoben, daß er e« sei, welcher dem unleidlichen Umziehen im Winter ein Ende gemacht und wie er für alle Zeiten fich der Anerkennung nnd Hochachtung de« Stadtmagistrate« erfreue. Die israelitische Gemeinde verliert nicht minder «in thätigr« AuSschußmitglied und war r« der Bemühung de« Herrn Sch. zu danken, wenn unserer Schule im Herbste Herr Fischer, der eine ehrenvolle Be» rusnng nach Debr,k,in erhielt, erhalte» blieb. ,Zewz-l^L׳ Hiradö*, eia dahier erscheinende« Wochenblatt wird für die Folge unter Redaktion de« wackeru MusterlehrerS Fischer er» scheinen uud hat derselbe Seiten« de« Präsidium« der lön. u»g. Statt» halterei bereit« sein Dekret al« Redakteur dieser Wochenschrift erhalten. Di׳ Chevra-Kaddischa hat bereit« ein Gebäude für da« »Reich» Ho«vi«al" angrkauf« und werden wir seiner Zeit auf die Neichstisiuog in diesen Blättern zurückkowme». Die vor Kurzem gegründete Bachurim»chewra zur Unter» stützung armer Jeschibajüngrr zählt nahe an 200 Mitglieder. Auch der Frauenverein ist im Zuuehmen begriff»« und find die Bemühungen der greilen Frau Grünfeld mehr al« anerkennung-werth. Erlau, im Februar. Herr» A. Weiß, rin junger Hoffnung«» voller Radbinaiskandidat und Svba de« dirfigcn Oberrabdiner«, wurde einstimmig vom ehrsamen Vorstand» der hiesige» Gemeiude zum Relt»

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