Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 8 (22.2.1865)
- Date
- 1865-02-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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135 136 8.2. 0» ist da״» di, Wicht der Beamten, tiaer solchen Distrikt»׳ Groß.Log, oder irg,ad ,ine« Bruder«, der sich i« Besitze befindet. all, Bücher, Dokameat», Geld», und all,« Eigeotho« teg'-d eiorr »rt. jar 3til ein» solch,» Distrikt««Groß.Log, aogeböread. der Koustitutio»»׳ Gross-Loge, d. i. dem G. S. oder ei»,» voa ihm depuiirle» Bruder eipzohSodige». Z. 3. Dir Konstitution«-Groß-Loge wird uuver,üglich dir unter, geordnetea Logen de« Distrikt« temporär oder permaueut unter dir Jo. risdiktion solch einer DistriktS-Groß-Log, oder mehrerer DistriklS-Groß- Logen strsten. al« am heilsamsten für ihre Wohlfahrt erscheinen mag. — Berlin, im Februar. Professor Bern-p« «n Breslau ist zum korrespoubirendeu Mitglied, der hiefigen Akademie der Wissenschäften und zwar zur flloscfiich-bistorischeo Klaffe gewählt worden. Mau freut stch der wohlverdienten Auszeichnung, welche dem verdicustvolleo Philologen zu Theil wurde. Dr. Brr hl er hat den Ordru der Krone vierter Klaffe erhalten. Derselbe hat sich um die Behandlung der Armen bleibende Derdienste erworben. 8. Paris. 5. Februar. Am 1. d. M. hielt Munk, ״der blinde Professor", seinen ersten Vortrag im Kollüge de France. Der Erfolg seines ersten Auftretens war ungemein glänzend. Unter den An. wesenden bemerkte man den Keneral-Sekrelär der Akademie, Herrn Guigno»; ferner die Herren StaniSlav Julien, Garci» de Tassy. v. Hecqun, Sedillol und eine ganze Schaar wissenschaftlicher Zelebritäten. Der katholische und jüdische Klerus war ebenfalls stark vertreten. Die Damen de« Faubourg Saint-Germain. welche die öffeniltchen Vorlesungen mit großem Fleiße verfolgen, verließen am 1. d. M. die Vorlrsnngen de« Herr» Lomönik über die moderne Literatur, um der Vorlesung des Hcrrn Munk beizuwohne». ״Alles", sagt rin hiesiges Journal, welche« dem ״blinde» Prosrssor" einen Leitartikel widmet", war entzückt von der reinen Sprache, dem klar,» und eleganten Vorträge dieses Improvisators, der sich bei seinen Vorträgen nicht des Hilfsmittelaiisgezcichucter Notizen bedienen kann." Munk ist im Jahre 1803 geboren, und er erfreut sich trotz seiner ungeheuren Anstrengung, die ihn das Augrnlicht kostete, der Frische und Lrdcndigkrit eines Mannes in den besten Jahren. Der drillt Theil de- More befindet sich unter der Presse, und dürfte, wenn nicht besondere Hindernisse eiiurrten, noch in diesem Jahre erscheinen. ES ist der innigste Wunsch der Freunde der Wissenschaft, daß der Htmmel drn nnermüdlichcn Munk noch lange seinem ruhmvollen WirkunzS« kreise erhalt,. Paris, 15. Februar. Die heutige Nummer der ״Archive«" bringt einen Auszug audem ersten Vortragt Munl'S. Der neu er« nannte Professor sprach ül.׳cr semitische Sprachen im Allgemrinen, bei dieser Gelegenheit bemerkend, daß diese Sprachen Paffender dreibuchstäbige oder zweilylbize Sprachen genannt werden sostlen, indem dieselben drribuchstäbige und zweisylbige Wurzeln haben, während die Wurzeln der indo-europäischen Sprachen einsylbig find. Als Beispiel wird da- Zeitwort ״Ibun" angeführt. Dasselbe lautet Sanskrit: kri; griechisch: poi; lateinisch; far; deutsch: mach. Dagegen im Assyrischen; abba«; sönizisch: Paal: hebräisch: aßa: aramäisch: abad; äthiopisch: ga« bar. Auf den Glaubet, der Hebräer übergehend, zeigt Herr Munk in ausführlicher AuSriilanLrrsetzttiig. daß die Hebräer die alleinigen Mo. nothkistk» des AlierihumS waren, und daß der monotheistische Instinkt der semitischen Völker. — voa welchem Renan sprach. — eine reine Chi. märe ist. Hteraof geht re auf drn Unterschied über, nach welchem die indo-europäische Poesie da« goldene Zeitalter i» dir Vergangenheit, dir biblische hingegen in die Zukunft verlegt. Ferner findet er jene Poesie im Weseiiilichen naiionell: um Homere, Pinder, Sosokle» zu verstehe», muß mau sich mit dem hellenischen Geiste iteniisiziren. llm die biblische Poesie zu veestehen. braucht man nur Mensch zu sein. Dieselbe ist die Dolmelscherill von Gefühle». welche allen Ländern und Jahrbuuderten gemeinschaftlich angehöreu. London, im Februar. Rothschild hat aus einer seiner Brfltzungeü oul seine eigeurli Koste» ciur evangelische Kirche rrbauen lassen. (Nrch. it>.) N. Bukarest. 13. Februar. Die diesige isr. GkMkindkschiile ist auf Drranlaffuuz der Regierung vor Kurzem wieder eröffnet wordeu. Der frühere Odrr. und RetiziooSlehrer N. 8. Popper hat iria srührre« Amt wieder überosmmea. Di, Schüler seine« Institut«», welche« ,r ge.. «eruschaftlich mit bta Lehrer Halrvi leitet,, stad i» dir Gemetnd,schule' S Wien, im Krbruar. Der ״Dereill zur Dtfördtrung der Haudwerk, unter deu iuländischeu Israeliten" hat feinen zweiundzwaa« zigsteu Jahresbericht veröffentlicht. Diesem zu Folg, belief sich dir Zahl der Verein«,öglinge zu Ende de« vorigen Jahre« auf 187, welch- ״v in 24 Rubriken vertheilen. Der größten Zahl erfreut sich die Rubrik der Drechsler: 43. Dieser folgen die Schlosser: 20. die Spengler: IS und die Tischler: 16. Freigesprocheo wurden im abgelaufenen Jahr, 28 Gesellen bei zwölf Professionen; eilf der Freigesprochenen stammen au« Ungarn. Die Jahresbeiträge wachten 3484 fl. au«. Al« Kapital«, beitrage wurden gespendet: 129 fl. Legale und Schenkungen: 874 st. DrthauSspenden: 502 fl. Unter den Ausgaben nimm, auch in dirsem Jahre die Rubrik ״Wäscht und Brklttdung" den ersten Rang rin: 3846 fl. Die Schlußworte de- Berichte« lauten, wie folgt: ״Schließlich halten wir e« für genossenschaftliche Pflicht, mit aufrichtiger Theiluahmr de« Vrrluste« zu erwähnen, den der Pester isr. HandwerkSverein, wel. cher die gleichen Ziele mit dem nnserigen anstrebt» durch den Tod de« sei. Herrn Jakob Kern vor Kurzem erlitten hat. I. Kern war e« durch rastloses humane« Bemühen gelungen, die Hindernisse, die sich den Bestrebungen drdortigen Vereins durch eine lauge Reihe Von Jahren ciitgegeiistellten. zu beseitigen, und seine Verdienste um densel. den, wie um die gcsammlr Pester Gemeinde find allgemein bekannt. Möchte sein Beispiel die edlen Männer in den großen jüdischen Gemeindrn Ungarn« zu gleichen Bestrebnngen ermuntern, damit dem in erschrecklicher Weise überhantiiehmenden Pauperismus unter uns durch Hinleitung der Jugend zu nützlicher gewerblicher Thätigkeit bald Einhalt gethan werde." Da sich dieser Wunsch lediglich au die edlen Männer in drn großen jüdischen Gemeinden Ungarn« wendet, hat es allen Anschein, daß auch die Klage über den überhandnehuirnden Paupr. rismus ausschließlich Ungarn im Auge habe. So weit wir die Verhältnisse kennen, stellt sich da« Bcdürsniß von Handwerlerveieinei, in Galizien viel dringender heraus, als in Ungarn, in dessen südlichen Theilen die Bcrbreitnng von Handwerken unter den Juden kaum mehr einer Dereinsnachhilfe bedarf. Wenn e« aber auch sein mag. daß die Leiter dehiesigen HandwerkeroercinS über die brzüglichen jüdischen Verhältnisse in den verschiedenen Theilen der Monarchie nicht genau unterrichtet find, so geschieht dadurch der Gemcinnützigkelt ihre« edlen Wirkens nicht der geringste Abbruch. Möge ihre sruchtreiche Wirksamkeil auch fortan von drn brstrn Erfolgen begleitet sein! D Wien, 17. Febr. Wie ich soeben au« sonst gutunterrichteler Quelle vernehme, haben die ungarischen Obergcspänc auch darüber ihr Gutachten abzugeben, ob bei den bevorstehenden Wahlen für den ungarischen Reichstag nicht auch den Juden da« Wahlrecht einzuräumeu sei. Wien, 17. Februar. Gestern Nachmittag« 3 Uhr wurde Herr Heinrich Pollak, Vater de« allgemein hochgeachteten Temeinderathe« und Derlrelers der israelitischen Knllu-gemeiildk, Herrn Moriz Pollak. zur Erde bestattet. In der Wohnung des Verstorbenen bemerkten wir unter anderen Noiabilitäteu den Herrn Bürgermeister Dr. Zelinka, und aus dem jüdischen Gottesacker versammelie sich ein zahlreiche« Publikum. viele Honoratioren der israelitischen KultuSgemeiude und mehrere Mitglieder des Gemeinderathe«. Herr Dr. Jellinek hie't die Leichenrede mit sichtlicher Ergriffenheit und erweckte durch dieselbe eine mächtige Theilnahme in der Trauerversammlung. Der Redner schilderte linier andrem die Verdienste de« Verblichenen um die Förderung der jüd. Wissenschaft in Wien und bemerkt, bei diesem Moment,: ״All, Krön,» haben ihre Prättiideuteu in der Wiener israelitische» KultuSgemeiude. nur nicht dir Krone des Grsrtze« (Kether-Thvra)", und nachdem noch de« WohltbätigkeitS. uud KerechtigkeitSsinne« drS Berstorbeura rühmend gedacht wurde, schloß die erschütternde Rede mit einem Gebete für da« Seelenheil dr« Tobten, dessen Leichnam unter allgemeiner Theilnahme I iu die Aamilienaeukl aekenk. *»»,*, — f״״״ «fA.1 /m a. v