Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1865-02-15 · 7 (15.2.1865) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
7 (15.2.1865)
Date
1865-02-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2542917-2543219-2543227--4101-2548041
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

116 deo brstrheodku Vereine, welche die an der Synagoge etwa nökhtg werdenden Reparaturen bestreiten (בדק הבית), oder die ewige Lampe (נר תמיד) unterhalten. (Schluß folgt.). ״Nie führnng Des Einsamen" Don Leopold Duke«. (Schluß.* *) ES begegnet uns dieser Gedanke in mancher Form, auf verschiedenen Seiten. Der folgende Spruch eineö alten arabischen Weisen darf hier auch seinen Platz finden.') ״Der Mensch muß zwei Kleider besitzen, ohne welche weder Leben noch Glück für ihn eristirt. DaS Kleid der Zurückgezogenheit und Einsamkeit muß derselbe für den gemeinen Haufen gebrauchen, er muß sich zu demselben nicht gesellen. Daö Kleid der Geselligkeit aber ist für Einzelne zu gebrauchen, reinen HerzenS verbinde dich mit demselben und ihnen darfst du auch die Geheimnisse deines HerzenS anvertrauen." a) Eine Gesellschaft von Einsamen klkngt zwar, etwas seltsam, eS ist aber nur eine gewählte Gesellschaft. Der Einsame (-.מתמיד), der Held dieser Abhandlung, kann sich allerdings in gewöhnlicher Gesellschaft bcfinden, er wird sich dort aber nicht behaglich fühlen, er wird dort als Fremdling betrachtet werden, er selbst wird sich als einen solchen dort befrachten, obwol in Person in der Gesellschaft äußerlich an der Unterhaltung theilnehmend, so verweilen seine Gedanken in höheren Regionen. 3) Im gewöhnlichen Leben heißt man dieses Zerstreutheit, welche Seneca3) mit den Worten beschreibt: ״den Körper auf einem Platze haben und die Seele auf einem andern." ״Ich hasse den profanen Pöbel." Diese Worte des Horaz sind ein interessantes Denkmal an und für sich. Sie bezeichnen geistigen Rang und zugleich die An erkennung desselben. Die angeführten Sprüche —sämmtlich Kinder einer höher» Stimmung — liegen in diesen Worten, wie die künftigen Dlüthen in einer Knoöpe.a) Die Nachteulc — symbolische Begleiterin der Göttin der Weisheit — hauset in Ruinen. — Die gute Gesellschaft der Göttin, in welcher — nach mythologischer An׳ schauung — ihr zu leben gegönnt ist, erlaubt ihr nicht, sich zur Gesellschaft ihrer gefiederten Schwestern herabzulassen. Die Weisheit des Einzelnen wohnt oft in den Ruinen seines eigenen Selbst. ES ist ihm gar oft *) S. die vorige Nummer. ') 3m המבקש de« Schein Tob Polqnrra S. 19. b. *, So auch der «»«druck לכוש תקבול .Da« Äl6״ de« ©m« Plauz«" »"gl. nufer Den ®abirol S. 7V. ') Dir folgenden Wort« dc« Maimoiiide« schwcbtcn un« hier vor (Morr Newuchiw III St), wo r« vom מתבודד (dem ©in« samen) heißt ״׳ שגופוOpd-4 — ושכלו כלו יהי׳ עם השם וני עם בני אדם וני — »Sri״ Verstand ist ganz mit Gott 1t. 1c. obwol sein Körper unter Mrnschcn ist-" *) Erurca: Briefe Nr. 74. Dir Zrrstrruidril. von wrlchrr Maioionidr« spricht (vgl. die vorhergehende Note) ist al« eine Tugend ,» betrachten. Der AÜ-druck הנמש *WB ״Zerstreutheit ter Ekele״ ist auch im ז״ס״זסע!«<«) הובות הבבבות t« שערהבטהוי) gebraucht. ©« ist dort mehr in rinem eigrntlichen Sinne. '1 Da« im Talmud oft vorkommende Wort עם הארץ. kehet dem ״profane« Pöbel", von welchem Horaz zuweilen sprich», im Bfl» gemeinen -sehr nahe. 116 die Weisheit zu spät gekommen, um gehörigen Gebrauch davon zu machen.3) Sehr verschiedene Bemerkungen wären hier noch zu dieser Abhandlung zu machen, Nothwendigkeit aber gebietet, dieselben für eine andere Gelegenheit aufzubewahreu.ד) Daß MaimonideS diese Abhandlung in sich aufgenommen hat, beweist das Interessante derselben. Es möchte dieses auch den Wunsch bei mauchein Leser rege machen, manches Einzelne noch über den Verfasser selbst und über diese Abhandlung zu erfahren. Wir haben zu diesem Zwecke manches notirt, für den Augenblick aber wollen wir nnr Folgendes miktheilen. Da wir später auch ein Wort über das bereits erwähnte הקהלות הנמצאות des Alfarabi zu sagen gedenken, so wird sich dann noch Gelegenheit darbieten, noch einige Bemerkungen zu machen. Die ältern arabischen Filosofen waren meistens auch Dichter. Es ist dies an sich eine interessante Thatsache, welche einer psychologischen Betrachtung wol werth wäre. Auch Jbn Alzeijcg war ein berühmter Dichter. Jbn Challican (HI S. 133) führt auch einige Verse von ihm an. Den folgenden Verö hat er vor seinem Tode gesagt: ״Ich sagte zn meiner Seele, wenn der Tod vor ihr stand und sie von Schrecken überwältigt, rechts und links floh: ״stehe und ertrage daö Nebel, welches du mit Schrecken betrachtest; wie lange hast du den Tod gesucht a!S ZufluchtSort sgegeu Betrübniß.)"- Diese Zeilen sind sehr einfach und daher sehr schön. Die Anrede an die Seele ist oft bei arabischen Dichtern, und erinnert an ähnliche in der Bibel.s) ES ist dort auch ein Verö von Jbn Alzejeg, wovon aber Jbn Challican nicht sicher weiß, ob er von ihm ist, da er sich auch wörtlich bei einem andern Dichter findet"), eö ist dieö literarisch interessant.'") Man könnte geneigt sein, anzunehmen, daß der Versasser auch daö סוד המודות benutzte. ES ist bekanntlich dieses Werk eine Art Mischung von Filosofie und Politik, sowie auch manches Fremdartigem ES wurden hie und da, da mau es als ein Werk deö Aristoteles gehalten, Stellen daraus angeführt.'') Im Verlaufe der Abhandlung spricht der Verfasser den allgemeinen Gedanken auö, daß man bei den Thiercn Eigenschaften findet, welche den menschlichen analog sind, z. B. die Schamhaftigkeit b-ei dem Löwen'3), die Eitelkeit bei dem Pfau rc. 1c. *) 3m Oza r Nrchmab (ll S. 112) haben Wir manche Stelle gegeben, welche m gewisser Beziehung hieber gehört. ') Nur die solgeiite» Worte wolle» wir hier noch folgen taffen (sie würbe» von »ns oben nicht ganz grna» gegeben) — ולא יצטי״כו ליריעת מרפא הסבסא - DasWort קבסתן (Sanhebrin S. SS.») heiß« ״in, über ladest " Den Zusammenhang dies,« talmiillschen Wortes mit dem Worte קבסא ha» schon der alt, Kommentar zn מבהד בנינים a«g.g,b,». lieber das מתיהד »vollen wir, sobald diese Zelte» »ns gebrückt vorliegk» werde», eine ergänzende Bemerkung geben. ׳) Bergt.בדכי נמשי. 92 ן>»r eiigliicht Ueberieper dal die in Nede stehende Zeile auch noch in einer ante,» Sammlung gefunken. ") Dir barten Worte de« ZbnKhafan über »»sern Slulor, welch, Munk (Melange« 2. 385) ansühet. sind auch von 2d u Chatlican (a. a. O- S. 133) gegeben. ") So führt 3 bn Zkaldun (Prologomena S. 80 der fran» zösischeo Uebeeietznug) in, Namen des «ristotete« die Worte an: ״dir Welt ist ei» Garten 1c.!c ״ ©« befinden ssch diese Worte im סוד הסודות UUD wir haben die ganze Stillt bereit« im Bru Gabirol lS. 33) gegeben. Der französische Ueberieher bemerkt nur badet, daß diese Werte sich nicht i« Aristoteles befiudeu. ") ©in arabischer Dichter -• in ©stalrdi« vertrauten Ge« führten der ©insamseil S. 239 Ne. 279 ongcsübe, — ha» di, Zeite: ״Die Scham de« Gesicht« liegt nicht in der Natur de« Wols«, wol

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.