Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 5 (1.2.1865)
- Date
- 1865-02-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Porge« überreicht» ihm «in Album. wrlche« di» Dild«r viel» Freund« und Verehr» d»« mit Rech« allgemein verehrten Mause« enthält. Mögt »« d»m edlen Brecher -,gönnt sei», noch «ine lange Reihe von Jahren auf feiner ruhmvoll»» Bahn sortzuschrrilenl F. Reufatz, i« Zänner. Zu der hieflgen Gemeind» hat flch »tu Vrsaugverriu gebildet, uud werden di» Statuten der Behörde zur Sauktiou unterbreitet werden. Med. Dr. Hofmeister wurde;um Präses, der Lantor Därmauu zum Chormeister gewählt. Die Ausarbeitung der Statuten ist den Mitgliedern Z. Trebitsch, I. Grünwald, Lohn (©«» meiodeuolär) nud Lehrer FanluS übertragen. Zu Folge der in der Ge» weiode herrschenden Uneinigkeit mußte die Wahl de« Gemeindevorstan׳ de« verschoben werden. Rabbiner Frey» ist beflissen, den Gemeinde» frieden herzustell,». (ש) S. A. Ujhely, 15. Zännrr. Vor wenigen Tagen begab sich eine Deputation iu Angelegenheit der Schule und im Namen de« ehrsame» LnltuSvorstonde« noch Laschau, um in höchst wichtigen Schul» fragen höher» Orte« zu petitiouireu. Da« Bittgesuch ist der Feder dr« ehemaligen Direktor« Z. Weiuberger entflossen, und fleht zu erwarten, daß die Wünsche der Betreffenden in Bälde realiflrt werden. 2 S. A. Njhely, 17. Jänner. Im vorigen Jahre war unser« Jugend so glücklich, mit Winterkleidern versehen zu werden. 2» wäre zu wünschen, wenn sich Schulfreund» der armen Jugend anneh» men möchten und die Gemeinde, inSbrionder« der ehrsame Dorfland flch eulschlößk, diese so heilige Angelegenheit zu der seinige» zu machen. — In Folge Jniimate« de« köo. ung. Stalthallereiralhe« in Ofen wurden die Mufleryauptschnlen de« Lande« direkt unter Aufficht der Studien» behörden gestellt. Nachdem der hochwürdige Etadtpsarrer in Tolcva bereit« fein Amt 01« Inspektor der Ujhelyer Mnsterschule niedergelegt hat, und der Obestudiendirekior in La schau. Herr v. Moravet«, lein Geistlicher ist, so wäre somit seiten« der hohen Regierung da« Prinzip, dir israelitischen Schulen dem Jnspekiorate der katholischen Geistlichkeit zu entziehen, fakllsch anerkannt 2. T. A. Njhely, 13. Jänner. Die Dcrhandluiigen zwischen Direktion, Vorstand und Schulsektion in Angelegenheit der wichtigsten Schnlsragen dauern fort und soll die Gemeinde unter Erfüllung gewisser Verpflichtungen nicht abgeneigt sein, da« Honorar für den erweiter« teil hebräischen Unterricht auf 1000 fl. ö. W. zu erhöhen. Wir werdea feiner Zeit aus diese« Uiiternehmen in diesen Blättern zurückzukommen. — Die Chaßidäer haben die Erlaubniß erhalten, die Che» dar im zu öffnen und haben in Folge dessen die Chaßideusreuude so zugenommen, daß der Vorstand der Chaßidäer ernstlich daran denkt, die Claus zu erweitern. Steinamanger» im Jänner. Am LS. v. M. fand hierorts im Beisein eine« laudessürstlichen LommiffärS eine israelitische Lehrer» konferenz de« Eisendurger LomitateS statt, um über dir Lreirung eine« Unterstützung-Vereine« für israelitische Lehrer, deren Witwen und Waisen zu berathen. Herr Dr. Nobel, al« hicflger Schuldirektor, begrüßte in warmer, geistreicher Ansprache die anwesenden Louferriij׳ Mitglieder, worauf «r mit Akklamation zum Präsidenten. Herr B. Pick, LultuSvorsteher, zum BizepräseS uud der Notar Hrrr Dovanzky. so «i, auch Schreiber diese«, zu Schriflführera ernannt wurde». Schreiber dies»« ergriff dann da« Wort, um den Zweck der Lonsereuz, die Nolh« Wendigkeit tisze« Unterstützvngaverrinr« r»z»»rinandtsz»setzen und die An» wesenden zur eifrigsten That auszumuutern. — Sodann wurden die bereit« au-gearbeileten St»tuten verlesen und einer speziellen Verband» luug unterzogen. Alle Anwesenden delhätigten die lebhafteste und wärmste Theilnahme an deo Debatten und zeigte» eine überraschende Routine io denselben. -Dir Lehreruntrrßützüng-.Fragr hat flch seit neuerer Zeit d«m intelligenten und ernsthaften Lehrer al« ein wahre« Etu» dium aosgedrungt». «in Studium, da« wol manche« seiner geistigen und moralischen Studien in den Hintergrund drängen dürfte. Schon au« letzterem Grunde wären wir. abgesehen von der bekannten Pietät oad dem WohkkhLtigkeltflnne der israelitisch,» Gemeinden, geneigt, deren unmittelbare Theilnahme am fraglichen Uuterstützung«vereine zu progno» Siziren. «»an nur di» betreffeadeo Lehrer selbst den gebührenden Eifer bei der Sach» brl-äligleo. Aber leider verhält flch noch immer rin großer Thril derselben i» seiner wohlbrhaglichea Passivität, trotz der traurigen Erfahrungen. di» ihn durch di» Z»ituuge, so oft an fein» düster» Zn« f fünf» mahn״, trotz dem günstigen, seine höchsten Leb,»«fragen »ulschei. ß denden Momeutr, der ihn zu raschem Aufbruch «llarmirt. Trotz der feh« lenden Herren Lollrgeu war indessen die Louferenz doch zu« Ziel, ge» ' langt. Zum Schluff, wurde da« provisorisch» Lomitü gewählt, 1 bestehend au« den Herren Dr. Nobel, B. Pick, vodaazky» Zucker uud; Goldstein, dessen Aufgabe e« nun ist, dir «eitern Schritt, zur Loasti» I tuirung und Sanklioniruog de« Vereine« fortzusetzen. Der Himmel vrr» ß leih» ihm Erfolg! S. Rodrr, Haupt,'chullrhrrr. j — Steinamanger, im Jäuoer. Herr Dr. r»op»ld Ro« 8 loostein ist mit dem hieflgen Rabbinat«postea betrau». Wir köuur» 8 un« zu dieser Aquifilioa herzlich gralulireu. - R. Rechnitz, Im Jänner. Der Nestor unserer Semeiudr, Hrrr? Aron Pick, hat unserer Svnagoge eine prachtvoll, fllberue Meuora, achtzig Loth schwer, gespendet, und in so frommer Weife feinen 80. Gr» 1 burtStag gefeiert. . 1 Literarische Anzeigen. Der Talmud, zwei Reden am Hüitenfrste 6626 (am 1«. und 2L Oktober 186-1) gehalten von Dr. Adolf Jellioek. Wien. Verlag von Herzfeld und Bauer. 1605. Besprochen von Dr. Duschak. Bekanntlich ist dem liebevollen Wiener Liichenblatte 81״ licet dicere“ der Gott de« israelitischen Volke« nicht« al« ein Spieler, Tänzer und Friseur. Es lohnt flch wirklich der Mühe nicht, über diese Lächerlichkeiten auch nur zu lächrln. Indessen ist Herr Sebastian Brun» ner. der flch da« schöne unabwendbare Lebensziel gesteckt, alle Nicht» und Akaiholiken zu verfolgen, durch diese Lundgebungeo wieder einmal berühmt geworden, und verdient auch uufern Dank, daß die oben an« gezeigten Reden de« klassischen Manne«' da- Licht der Welt erblickten. Daß di, Hagada eben nur Gesagte« ist. ohne auch nur im Entfernte, sten ans Geltung und Lanonizität Anspruch zu machen» ist den Tal» mudbkfliffenen au« Eisenmenger nicht bekannt. E« ist zu bedauern, daß e« noch nicht versucht, noch nicht ansgesührt ward, Zunzen« wellde. rühmte Lapitel über diese Materie in den g. D. populär zu machen. Sach« ging in seiner religiösen Pvefle daran, um die Entwicklung und die Tendenz der Pijutii« zu charakteriflren, ohne Zitatenkram erpouirt er Z.'S Theorie; aber Sach- Sprache ist nicht-weniger al« populär, seine Lvnstrnkilonrn find z» verschlungen, sein, Diktion zu überschweng. lich. Herr Dr. Jellinek verpflanzt mit vielem Glücke Zunzen« Eharak» terisirung der Hagada auf dir Lanzcl, daß ihn jedermann begreift. Da« Wesen und die Wirkungen de« Talmuds ist da« Thema der ersten Pr», digt. An der Hand der Pflanzengaltungen wird der Talmud geschildert, über welchen so viele« u»d entgegengesetzt,« geredet und geschrieben ward. Er enthält Hagada. die dir Fantafle und da« Gemüth bewegt, lieblich, wie der ESrog, was durch einige Hagadastelleo veranschaulicht wird. Der Esrog hat die Form eine« Herzen«, auch di« Hagada rührt da« Herz (Sabbat 17) und heißt auch נהמחא Tröstung. Wie ha» fl, da« Gold der proseliichi» Worte ausgedehnt, in Millionen Fäbea zer» schnitten, um jedem Juden in jedem Winkel der Erde einen Hoffnung»׳ faden auf seiner traurigen Wanderung miizugeben? (Erubin 53). Die Hagada richtet flch auch an die Beruunst, wie der E-rog di, Frucht de« Grkenntnißbaume« war רצונך שתכיר (<Sifee Qfe&)# wa« rbeofall« durch Beispiele illuftrlrt wird. Die Hagada erfreut durch ihr»» Geiste«, reichthum, wir der Esrog duftet. Der Esrog ist eine sehr zarte Frucht, dir nicht von rohra Fäusten berührt werden darf. «In großer Theil der Hagada verliert seinen Werth, weoa er von — PavlekswSky berührt wird, ()er. P,s. 55). ״Da findet man z. D. der Esrog ist Gott, der Pal», zweig Gott, dir Mhibr Gol», und di, Dachweid, Gott. Wa« soll da« bedeuten? Am Ende lesen wir noch in irgend einem Blatt« unserer Nr. fldenz, daß dl» Juden am Hültenfest» Ssrog. Palmzw»ig, Mythe und Bachweid» al« Gott anbeten!' Ist der S-ro- .»Nlflrllt. so Jfearf tc nicht genommen werden. So auch manche Hagada. In einer Sammln״-, in welcher Hundert, und Jahrhunderte. Männer ״rschiedrner Talent» zn I I S i 1