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Ben Chananja · 1865-02-01 · 5 (1.2.1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
5 (1.2.1865)
Date
1865-02-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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91 verschiedenen Zeiten unk unter verschiedenen Stnstüffen gearbeitet baßen» wird sich auch «anche» von falscher Geschmack«richtu»g zeigen. Nachdem noch da« Wesen der Hatacha geschildert und gezeigt wir-, wie die Ha« lacha und die Hagada an die hebräische Sprache und den hebräischen Volklgeist, ja an den jüdischen Stamm persönlich geknüpft find» wird dann die Wirkung de« Talmud« auf Israel in der Zerstreuung bespro« chen. Mit begeisterten Schlußworten tritt der Redner für da« Studium de« Talmud« in die Schranken. Die zweite Rede ist ״die Antwort de« Talmud« aus wichtige Zeitfragenüberschrieben. Die von den Kirchenzeitlern lächerlich ge« machte Stelle B. M. 59 wird in ihrem goldenen Sterne erfaßt und aufgefaßt: ״Ist der Talmud, der die Majorität entscheiden läßt in allen Fällen, welche da« Wohl der Gesammtheit betreffen» wirklich ein Werk voll jüdischen Aberwitze« und jüdischer Thorheiteu? Wird sei» Grund« wesen Doebon und Ma-mer, treiveuder Stachel und befestigender Pflock zu sein, nicht am besten gewahrt durch die Regel, daß wir der Mehrhcir der Berufenen un« anschließrn sollen? Im H. Theile wird die i« Talmud herrschende Toleranz und Gewiffen-fretheit gegenüber dem ver» solgungSsüchtigen Brunner geschildert. Im III. Thrile werden die Grenzen besprochen, welche der Talmud dem menschlichen Forschergeiste steckt. — Wir erwarten, daß solche Aeußerungen eine« berühmten Tr« perlen der Theologie die Hetzen gegen den jüdischen Stamm und gegen da« Iudeuthum endlich zum Schweigen bringen werden. « e p l i k. Auf die geschätzten Bemerkungen de« geliebten und verehrten Rabbinerzu Austerlitz, der mir im ״B. Eh." Nr. 43 0 . I. 01« Kritiker begegnet, muß ich in gewöhnlicher, aller sympathetischen For« wen entbehrende» Antikritik Nachstehendeentgegnen. Daß eine durch Furcht erzwungene The ungiltig-ist, sagt auch da« d. <8. § 55. Fürchtet aber da« Kind z. D. bei den Eltern in Ungnade zu falle», dann würde ja die Ehe, weil nicht durch äußere abstchiliche Erregung dieser Furcht» nicht erzwungen, wäre diese« geschehen, dann wäre die Ehe nicht nor» mal; wain Bezug auf dab. G. gilt, gilt auch für da« talmudische Eherecht. Die Einwendungen, welche die Kritik gegen die aufgestellte Kaustheorie wacht, die auch vom Herrn Redakteur de« ,D. Eb." geltend gemacht wurden, wolle» wir hier nicht kritisch beleuchten. Aber tch sage ja nur, daß die Rabbineu der Kaustheorie da« Wort redeten, ein Blick in B. B. <8, 2, wo die Kauftheorie den nervt» rerum bildet, zeigt, daß ich den dortigen persischen AmorLern nicht Unrecht gethau. Damit fällt auch der Dorwurs weg, daß ich mit meiner Ansicht S. 2k, wonach die Poltgamie nie herrschende Sitte bei den Juden war. i« Widerspruche stehe, denn gerade dort sage ich ja, daß die perfi« scheu Amoräer die Poligamie begünstigten - wa« der Herr Redakteur dieser Zeitung in seinen berühmten eberechtlichen Studien gründlich nachwie«. Au« T. H. 31, 1. 2. ist nicht« für die Uugiltigkeit der durch Betrug geschloffenen Ehr zu entnehmen.' in meinem Eberechte S. 47 heißt e«: (36 darf aber diese Weise de« Derlödniffe« nicht al« Kauf, al« käuflicher Erwerb der Frau ausgefaßt werden, denn der Prri« wäre sehr geringe für einen Menschen. Diese Art de« Berlödniffr« hat vielmehr den Schwerpunkt in dem durch da- Antiehmen de« Gegenstände« von Seiten der anzngelobenden Frau an«grdrückten acon80ntlron", da als» der Ring nicht da« protium matrienonii bildet, so kann von Betrug nicht die Rede sein. So heißt e« auch Kiduschiw 7 *2' רעתVV ללא• Wa« gegen S. 25 bemerkt wird, rechtfertigt flch, wenn mau L 47 weine« Eherechte« liest, welcher auch die talmudische Etatuirung trudlet, und auch ganz talmudisch paraphirt ist, hier aber S. 25» wo von den Ehr« binderuisien die Rede ist, ist die Nebensächlichkeit de« Namen« de« Kinde« לסי פשוטו am Orte. — AuttErachim 1. s ist nicht bewiesen, Szegedin, . ' , Selbstverlag brr Rrtaklti*. SS baß der verurtheilte «ui Juri, sei» denn bork ist nur von Verfügungen bezüglich seine« Eeelenheile« die Rede, «a« auch de« Dekkquruten nach SNinger gestattet wäre, obgleich er sonst über sein vermögen nicht otr. fügen darf. — S. 49 hat der Rabbiner den Doktor nicht irre geleitet, denn indem Bet Samuel diese Interpretation al« Ansicht de« Tvre sahab ansührt. so zeigt er ja damit, daß die« nicht die vulgäre «nflcht ist. in der Tbat heißt e« Kiduschi« 6 fCV אין לי, da« hlnrlngr, zwängte להורות ist ebenso neu al« absonderlich von Raschi, worauf sich Turr sahab beruft. Wada« סלוני ער betrifft, so ist dle« deutscher Gebrauch und befindet sich im Nachlot Schibea. Ist die ganze Kethuba Formalität oder Jntervall-.Snrrogat, so mögen die Zeugen auch figurireu. Vr. SL Vnfchab. Berichtigung«». Seite 22 letzte Zeile statt Werdet lie« Werthr. S. 23 S. u. 4. Z. statt «ick lie« «io. G. 33 Z. 30 statt und deu ltr« und behält den. S. 33 Z. 41 statt ממשסהת lie« כמשסחת• s. 33 Z. 44 Katt stammte lie« stamme. S. 33 Z 4 von unten statt Junen lie« Juden. Inserate. Durch die Buchhandlung von L. JamarSki und W. Fröhlich in Bielitz ist zu beziehen: Formel A Hetk AMlM. Darianten au« einer sehr alten Handschrift und Drrisionen de» R. Jesaja di Trani zu Traktat Berachot. 4 Wien 1804. — Prei« 2 fl. 7V kr. Ssterr. Währung. Coroncl N. Chamischa Kontresim (tnaacchcth kalla, chukath hndajimim von einem Schüler de« Aderet'«; Ez Chaim von R. Chaim bon Isak or etvrua, nefer amarkel von einem Schüler Ascheri's, Michtab cherom von David bon Tlodija llnnnsi) auö alten Handschriften zuin ersten Male herauSgegeben. s. Wien 1804. — Prei« 3 fl. so kr. ö. W. Im Selbüverlagr de« Verfaffer« (und in Kommiffiou bet I. L. Kirchberger zu Em«) ist erschienen; Die kibtijch reine GlrmbLns- «nä DMümlekre des Iudeuthums. ‘ Von .י' ( .; , ( Dr. Benjamin Hoohnt&dter, M vezirk-rabbiner und israelitischer Seminar. Direktor zu yad Ems i« Herzogthume Naffa». , . , ,, l. und 2. Heft. Ladrttprei« dr« 1. 5 Egr. — 28 kr. rheinisch, -aden« prei« de« 2. 12 Egr.--.42 kr. rheinisch. . Leipzig, .... - stommlllt,n«.vrrla, von Frau, VUguer. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.

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