Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 2 (11.1.1865)
- Date
- 1865-01-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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<8( sprach über die Himmelsleiter Jakob«. Dies, fei ein Bild de« Fortschritte'«. Dek Menschi darf auch uicht oor auf de« Dodeu flehen, an der Scholl» klebe» bleibe»; er «ui vielmehr auf der Himmeleleiler stet« hiuauf uud fortschreiteu, bi« er dereu Spitze erreicht und zur Erkeootoiß Gotte» und seiner Lehr» gelaugt ist. Da« Bild der Hlwmelsleiter bezeichnet uu« auch wahlweise, wie wir in religiöser Beziehung fortschreiteu sollen, und zwar: I) müsse» wir von Uote« beginnen, hioaufzusteigeu. auch di» unterste Stofe darf uicht übersprungen werden; 2) müssen wir allmälig Stufe für Stufe hinaufsteigen. keine Sprosse darf übersprungen werden; 3) müssen wir durch unser Hinaufsteigen nn« immer mehr und mekr Gott näher finden, und endlich 4) sollen wir selbst aufreiem Misten und eigener Ueberzeugung hinaufsteigen oder durch Belehrung Anderer hierzu gebracht werden, aber nicht durch äußern Zwang oder ander, Gewalt. Der Fortschritt lost auch stetauf die Erkeuutniß und Bildung-stufr der Gemeinden Rücksicht nehmen, sowie auch vorzüglich auf die Erhaltung de« Frieden« in denselben. Der Redner bezeichnete hiermit seine eigene Wirkungsweise im Geiste de« Fortschritte« während seiner 23jährig,n unermüdlichen Thätizkeit im hiesigen Regierungsbezirke. — Zeder von un« muß ihm eingestehen. daß er e« vrrstandeu bat. auf alle Gemeinden nach diesen seinen Prinzipien sehr segensreich zu wirken, wa« jetzt auch allgemeine Anerkennung findet. Dielleicht. daß diese« Bild auch andern, besonderjünger» Rabbineo, vorzüglich io Ihrem Lande zum Muster dient, waich auch mit dieser Miltheilung hauptsächlich bezwecken wollte. Inland. D. K. Pest, 5. Jänner. Heule fand die in der hiesigen Ge» meinde alljährlich Wiederkehr,nde Feier der Bekleidung armer Schullinder statt. Die Zahl der in diesem Jahre Bekleideten beträgt 350. darunter 10, die au« der Wolfgang Hollitscher'ichen Stiftung bekleidet wurden. Reden hielten die Herren Dr. Hauser, M- A. Weiß. Gerson Spitzer, Direktor Lederer. Zwei Kinder drückten den Dank der Bekleideten in ungarischer und deutscher Sprache au«. Die Feier wurde mrt Gesang eröffne« und geschloffen. Ein Derein zur Unterstützung armer Studirender ist im Entstehen. Au den hieraus bezüglichen Konferenzen betheiligten fich di» Herren: Dr. Drody. Sam. Buchbinder, Dr. H. Hauser, Wilh. Holitscher, G. Kokner, Altg. Kern, Gust. Kern, Albert Karpele«. Direktor Sal. Kohu, Direktor A. Lederer. Ad. Low. Jakob Pirnitzer, H. Bermann. Dr. Slilter und Dr. Weiser. Zum provlsori- ° schen Präses wurde Direktor Lederer gewählt. Schriftführer: Dr. H. Hauser. Die Statuten sind dem k Stallhaltereirathr zur Sanktion uoterbreite« worden, und kann dem Zustandekommen de« Derein« mit Zu- »erficht riltgegengeseden werden. א״ת- Pest, 8. Jänner. Auf die Dementi'« de« Dr. I. in Nr. 1 d. Dl. erwidere ich. all,« Unwesentliche übergehend, in Kürze: Dir israelitische Präparaodir wird nicht von 28, sondern von 43 Hörern besucht. Mein» Bemerkungen in Betreff der Qualifikation der anfzunehwenden Zöglinge bezogen sich, blo« auf die dokumentarisch» Nach- Weisung der Befähigung. Wer rin Maturität«,,uguiß vorzeigt, wird in die Univerflti« ausgenommen, ohne daß er Nachweisen müßte, wie laug» er studirt ha», um jene« Zeugniß zu erlangt». — Di» Lehrervereio«« angrlrgenhei« ist dem Statlbaltereirarhe v. Katasovit« zur Berichter« stattnog zugrwiesrn worden, und dürfte dieselbe in kurzer Zeit zu Gunfien der Petenten rntschiedea werdeu. Herrn Josef Weißman» ist am Neujahrstagr in Würdigung seiner Be,dienst» uw den Derein tri» Ge« halt um 400 fl. erhöht worden, so daß derselbe gegenwärtig 1400 fl. 01« sävrliche« Fixum bezieht. Der bekannte Literat Adolf Dur «st bei der Medoklioa der osfizielleu »General-Korrespondenz* in Wien aoge« stellt Word»». v. Tfeu, s. Jänner. Folgende« Jatlmat de« k. oog. Statt« halterrlratheverdient wol in weitere» Kreise» bekannt zu werden. Ich übersetze da«selb» «örtlich au« dem ungarischeu Ortgiaale. *3. 85,264. A» di, Gemeind, der k. Freistadt Pest. Di» auf den Streit zwische» der Pester Walzmühlgesrllschafk und dr« Vorstände der Pestrr jüdische» Seroriad« bezüglichen, dir Verfertigung und dr» Verkauf de« Oster« «ehl« betreffende», «it de« Berichte vtm 12. Oktober. 3.21,096,,»■« terbreitete» Beilage» werde» de» Stadtgemeiod» zur Ä,rstLndiguog'ddk Parteien «it de« Bedeuten zurückgeseadet. daß. uachde« die rrkurrireode Gesellschaft im Sinne de« Gew,rbeg,setz,« da«. Recht hat,. Ehrs. steo und Juden, zu österliche«, sowie z» jede« ander» Gebrauche frei Mehl zu verkaufen, und da« Mehl nach dem Geschmack» und de» zrremooirlle» Anforderungen der Käufer auf jede beliebig« Weis« und' durch wen immer verfertig,» zu kaffe»; so ist der Beschluß de« Stadt« Magistrate», wogegen Rekurs ergriffen wurden und krakt dessen bi, Walzwühlgesrllschast gezwungen werde» sollte, bei Verfertigung de« Ostrrmehl« den Beistand de« Pester Rabbiner« zu gebrauche», um so mehr zu kaffirea befunden worden, als da« io dem Beschlüsse dr« Pe« ster Rabbiner zug,sprach,ne ausschließliche Privilegium weder im Ge« fetze, noch in höheren Verordnungen irgend einen Gruud hat. Gegebe» zu Ofen am S. Dezember 1864. Franz Pöcsy. Georg Friedrich, «l, der» Kone«. R. Arad, 4. Jänner. Der Ausschuß dt« hiefigrn israelitische» Humanitäts-Derkioes hat feinen Jahresbericht veröffentlicht, dem zufolge an OrtSarme 772 fl. 50 kr. in barem Geld», ISO fl. al« Mouatgrld» 49 Klarer Brennholz. 1640 Laib Brod, 1500 Pfuud Ostermrbl, dann' 25 Paar Schuhe, 42 Paar Stiefel. 25 Röcke und 28 Beinkleider an arm, Schüler vertheilt, und 293 fl. dem Fonde z,,geführt wurden, und rin baarer Borrath von 364 fl. auf die Rechnung de« kommenden Jahre« übertragrn werden konnte. Der Bericht ist im Namen de« Au«- schuffe« unterzeichnet von: Heinrich Blau, Präses. Leopold Rofenberg, Sekretär. Möge der Verein von Jahr zu Zabr fruchtbringender gedeiden. und auch in anderen Gemeinden anregend und fördernd wirken, Die Leitung de« Dereins ist folgenden Herren anveriraut: Jgu. Deutsch, Protektor: Heinrich Blau. Präses; Io,'. Herz. Fondvrrwalter; Moriz Klein. Kassier. Ausschußmitglieder: Deutsch Abr., Friedman» Wolf. Hecht Emauuel, Kanitzer Hcrm-, Krau« M. L.. Rosend,rg Leop^ Schart Sam., Schwarz Sigm., Steiner Ad., Wallfisch JaqneS. E. Debreezin, Ans. Jänner. Trotz der Hindernisse, mit «et. chen da« Schulwesen in hiesiger Gegend zu kämpfen hat, nimmt der Schulbesuch an der hiesigen Schul» sichtbar zu. Der gebildeter» Theil der Gemeinde ist natürlich schulfreundlich gesinnt. Nächsten« wird erscheinen: »Zur Judeufragr. eine Sammlung sozial-politischer Briese, von I. I. Strammer-, worauf wir die Leser d. Bl. im Vorhinein aufmerksam machen. . ׳—n. Bonyhad, 4. Jänner. Der hiesige RabbinatS-Affessor Kutna erhielt von seinem Sohne, einem Schüler Dr. Hildt«heimer«, dieser Tage einen Brief, in welchem er aufgesordeet wird, dem hiesige» Dorstande authentisch zu erklären, daß Hildesheimer nicht die Petition gegen dir Errichtung eine« Rabbinersemiuar« unterzeichnet habe, daß vielmehr sein Name ganz ohne sein Wissen uud Wollen unter die-Prtitio» gesetzt wurde; er habe gegen die Gründung de« fraglichen Jo» stiture« nicht da« Geringste eiuzuwenden. Dem Drrnebmeo »ach hat Dr. Hildesheimer mehreren seiner Schüler aufgetrage», die Berichtigung in Privatbriekeu zu verbreiten. Buchstäblich ist non diese Berichtigung in keinem Fall» zu uehmen, da e« gar nicht denkbar ist, daß die siebe» Einreicher, der Petition fich mit dem Namen de« Eis,nkädtrr Rabbiner« einen Mißbrauch erlaubt haben. Weiter» Aufklärung muß daher noch abgewartet werden. - - — Thereflopel, Ans. Jänner. Die Angelegenheiten unserer Gemeinde erfreuen sich , unter der Leitung unsere« wacker» Borfleher«, Herrn Lev Oblath. eine« vielversprechenden Gedeihen«. Die Schulz ist io ihrer Eristeoz nicht «ehr bedroht, und. ist e« al« ein Fortschritt zu bezeichnen, daß der ueugewähltr brave Kantor den Gesangunterricht ertheilt. Unsere Gemeind» ist nur mehr Gemeingrift zu wünschen, und Alle« wurde fich trefflich «ntwickelR. . . E S2evteS, im Jänuer. Am 30. v. M. hat Herr Johantz . Pnrjeß, ein Biedermann i« vollsten,Sinn« dr« Worte«, da« Zeit« lichr gesegnet. Ein anderer Todesfall, der «ioer armen Witwe nämlich gab am 2. d. M. Veranlassung zn eine» Akte war»» Meoscheoliede. dir hießge Gemeinde, di« schon so oft ihren wohlth-tigen Sion, bewährt bat, überoah« dir Sorg« für dir Hinterbliebenen Waisen. Auch kann ich dir erfreulich» Meldung machen, daß «in wohlthätigrr Franroverein