Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 2 (11.1.1865)
- Date
- 1865-01-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Z. 2) nur Druckfehler lst für 1676, seheo Sie' av- Aviv. 2 daselbst. Weoa ich aber neben איש פורט ר0א dea Rameu Rapoport mit einem? gesetzt hatte, so Wollte ich damit audeuten, daß wahrscheinlich später dieser Familienname auS jener hebräischen Bezeichnung entstanden sei, und daS ver, muthe ich noch jetzt. WaS fie über סור טרסא beibringen, ist zwar zum Theile richtig, aber nicht neu, wie Sie glauben, denn eS findet sich schon bei Fürst bibl. jud. I&. 116. Noch nicht bekannt war mir nur das, waS Sie über die in der kaiserl. Bibliothek zn Paris vorhandenen Manuskripte erwähnen. Ob übrigens mitPorto die Festung im Veronefischen und nicht der gleichnamige Ort im Kirchenstaate unweit der Mündung deS westlichen TiberarmeS gemeint sei, steht noch dahin. Die Familie Rabe, welche auS Deutschland stammte, lebte übrigens in Italien nicht in Porto allein, sondern wahrscheinlich auch in Padua und scheint mir R. Menachem ben Moscheh רבא daselbst, der Verfasser mehrerer Werke, ebenfalls jener Familie anzugehören. Unter den Mitgliedern derselben in Italien zur Zeit KolonS kenne ich nur eines, nämlich Jekuthiel Cohen, an welchen jener daS 73. Gutachten richtete und wo רס״א sowol in der edit. Oremona als auch in der edit. Venedig Ueberstriche hat, um auf dasselbe als ein Fremdes Wort hinzudeuten. Da Sie auch von Immanuel Portos עובר לסוחר sprechen, so wnndert eS mich, daß Sie nichts über die auch von Wolf bibl. ebr. HI, 699 jedoch nicht ganz korrekt mitgetheilten schwierigen, und darum auch von Fürst a. a. O. II, 353 Anm. miß» verstandenen Schlußworte der Vorrede jenes Werkchenö zu bemerkeu Veranlassung nehmen. Wolf liest nämlich nM p עוויאלי, während richtig עודאל steht und den Druckfehler ממשפחת בן ברבאל bei, wofür ohne Zweifel ברבאל zu lesen ist, und Fürst sagt: ״er nennt sich selbst Neffe des Usielo Rabbi auS der Familie Ben Be rach o t." Beide haben nicht bemerkt, daß Immanuel Porto deS Reimes wegen recht viele auf אל sich endigende Wörter und darunter auch viele Eigennammen verwendet, deren Sinn erst zu erratheu ist. Wie mir mein werther Freund, Herr Rosenthal, sehr geistreich bemerkt, heißt אח עוזיאל p מורע א1«רן nicht, er habe einen Onkel Namens Usiel gehabt, sondern nur: er sei auS dem Geschlechte Slhronö, der nach 2 B. M. 6, 18 ein Neffe UsielS war, er sei also ein Cohen und heißt ממשפחת ברבאל p nach Job 32 , 2 so viel wie ממשפחת רם und will demnach Immanuel damit sagen, daß er aus angesehener Familie stammte. Wenn Sie aber dann behaupten, daß auch bei Gerson Soncino פורט stehe und Porto bedeute, so bestreite ich dieö und zwar nicht etwa deshalb, weil ich mit Wolf a. a. O. und Fürst bibl. Hud. I, 9 פורט als Fürth interpretire, sondern weil sowol in dem Michlol von Kimchi edit. Konstantinopel, als auch in Miörachi'ö Arithmethik edit. 1534 deutlich פירט und nicht פורט steht. Sie werden mir daher um so eher erlauben, bei meiner Nr. 44 S. 873 v. I. d. Blätter gegebenen Erklärung, obgleich Sie dieselbe eine voreilige zu benennen belieben, vorläufig noch zu verharren, als Ihre beiden dagegen erhobenen Einwände durchaus nicht stichhaltig find. Denn daß zu Capistrano'S Zeit noch keine Juden in Fürth wohnten, haben Sie bis jetzt noch nicht bewiesen und vermuthen dieö höchstens aus dem Umstande, daß die dortige jüdische Gemeinde erst aufblühte, als viele auS Nürnberg vertriebene Israeliten sich dort anstedelten und daß damals, wo der judenfeindliche Nikolaus V. Pabst war, die Junen in Italien mehr geachtet worden seien, als in Deutschland, verdient ebenfalls wenig Glauben.' ׳ Dieö ist eS, waS ich Ihnen für heute zu erwidern hätte. ■ ׳ So iitspo»benz. ‘ " ' Ausland. י״ ־-• *׳- ■י*- VariS, Auf. Zäoner. Da« colt£gc de France nab die Ufa« dem» brr Zuschriften und brr bellea-Iettrea hat für bit Profrffur brr hebräischen, chaldäifchen und syrischen Sprache zwei Zudeu vorgeschka« gen: Munk und Deeenbourg. Daß Ersterer ernannt wurde, wisse, Sie bereit« au« ben politischen Blättern. (Wir schließen un« be« zahl« reichen Verehrern de« gelehrten unb freiflnnigen Munk an, iobem wir ihm hiermit zu seiner wolverbieoten Anerkennung unfern aufrichtige, Glückwunsch barbiogeu. L.) ׳ Paris, 1. Zänuer. Der Redakteur be« ,Archive«", Herr Ist« bor Sahen, wachte im vergangenen September ben Vorschlag, bie Jude, in Rom zum Behufe einer Auswanderung en wnses zu unterstützen- Herr E. Z. Henrique« auf Cura^ao (Antillen), hat ihm nun vor Kur» zem zu diesem Zwecke drei Tausend Frank« gesendet. Zu Folge der neuen Synagogeobauten wurde eine Kommission niedesetzt, um eine Fusion de« deutschen unb sefardischen Ri tuzu Staube zu bringen. Metz, im Dezember. Am 10. d. M. wurde Gerson Le»^ geb. hier am 25. Februar 1764, zu Grabe getragen. Tr gehörte zu ben thätigsteo Mitgliedern der hiesigen Akademie", in welcher er verschie« bene Arbeiten von bleibendem Werthe vortrug. Sein Vortrag über Leo» pold Duke- Arbeiten wurde auch im ״B. CH." erwähnt. Cr war einer der gründlichsten Kenner der jüdischen Literatur und ein geistvoller Vor« kämpfer de« Fortschritts. Sein ״Orgel und Pijutiw". welchezuerst in ben ״Archive«" erschien, ist auch im ״*!?; CH." gewürdiget worbe». Herr v. Doutellier, ein Christ, hielt nach dem Troßrabbinor Lipmau, eine warme Rede an seinem Grabe. Nach ihm sprach Herr Levy Ding - mit vieler Pietät. Der Verewigte legirte 1000 Frank« zu wohlthätkgeo Zwecken. Sein Gedächtniß wird innerhalb und außerhalb Frankreich« gesegnet bleiben. ö.NegieruttgSbezirk Trier, Ende Dezember. Bei« Schluffe de« bürgerlichen Zahre« will ich noch einige Miltheilungru über bie Verhältnisse unsere« Regierungsbezirke« im Verlaufe de« Zahre« ak« Nachtrag zu meinen Berichten beim Beginne de« Zahre« Ihrem ״Be, Chananja" übergeben. Die Gemeinde Trier hat im Verlaufe de« Zahre« durch einige Einwanderer von Außen wieder zugenommen, uud sind ihre Verhältnisse sehr geregelt und geordnet, sowie denn auch Eintracht und Fr», den in derselben herrscht. Dieselbe hat im Verlaufe de« Zahre« eia große« Stück Feld zur Vergrößerung ihre« Brgribnißorte« aagekauft und gehe, die Einzahlungen hiesür gut und pünktlich ein. Unser Herr Oberrab» biner Kahn hat trotz seine« Unwohlsein« seine Predigten an den Haupt» festen und an den Sabbathen, wie früher, abgehalteu. Einige vakant gewesene Lehrerstellen wurden durch dessen Bemühungen wieder besetz». — Zn der Kreisstadt N. wirkte der dortige katholische Geistliche gegen die Annahme de« dortigen vorzüglichen Kantor« al« Lehrer« der sranzi» fischen Sprache an der neu errichteten höher» Schule, den brr bärtige Bürgermeister und Stadtrath einstimmig wünschten. Dieselben bewilligte» auch einen jährlichen Beitrag von 50 Thlra. zur dortigen israelitisch», Etemeatar» uud ReligionSschule. Zu Neuukircheo (Krn« Ottweiler) be« willigte ebeofall« der Gemeinderath 500 Thlr. zum Baue einer neue, Synagoge, wa« auch die hiesige königl. Regierung genehmigt hat. Diese Synagoge ist eia sehr schöne« Gebäude und soll sie noch ia Verlaufe de« Winter« eingeweiht werden. Don besonderen religiösen Fegen will ich nur über da« eint berichten, bei welchem ich Augenzeuge war. Am Eabbath Dajezr fand in Saarwellingen (bei Saarloui«), einer vorzüglichen Laudgemeindr, die Uebergabe einer Thorarolle, die ein dortiger Verein (Talmud Thora) gespendet hat, durch Herrn Obrrrabbiner Kahn statt. Dir ganze An« ordnung be« Feste« durch de» dortigen Lehrer, Herrn Epstein, auch Gründer und Lehrer de- Verein«, sowie die Au-führung, ließ nicht« zu wünschen übrig. Eine große Anzahl Zsraelitea von Nah und Fern fand sich ein. da die ganze Gemeiode diese« Fest zu dem ihrigen machte »ab Gäste hierzu einlud. Zch will nur einige« ander Rede de« Herr, Oberrabbiner« beim FrühgctteSdieaste mittheilen, da diese wich sehr an« sprach wegen der Originalität und Anwendung auch auf viele andere Gemeinden. - 1!..•