Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 1 (4.1.1865)
- Date
- 1865-01-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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15 16 -J zi י מעט האנשים חכמה מלבם הופיעו מאז על עץ נתלו ובאש נשרפו Hat unftrr Dergangeuheit wirklich drrlri bluttritfeabt Gjtata auszuweisen. wo wir dir Edelsten und Bestell kreuzigten und verbrann« teu? Wir gestatten uo« diese Bemerkung nur deshalb, weil der geniale Uebersetzer e« sooft, wi, z. B. im Osterlied, io der Domszeue 1c. ver« weide«, irgend eine symbolische Anspielung auf christliche Anschauungen durchschimwera zu laffell. Daß Herr Selleris viele geist- und witzreiche Siesten durch adä« quäle, dem derb realistischen Elemente des jüdischen DolkSleben« ent« »ommeue Ausdrücke ersetzte, ist ganz io der Ordnung, ja oft ist fein Humor noch drastischer, als im Originale, so wenn ein Spießbürger »vor dem Thorr* seiner Unzufriedenheit mit dem »neuen Bürgermeister* in sehr treffenden Worten Lust wacht: oder wenn Mevbisto an Maacha (Marthe) dir »Mähr* bringt, daß ihr Gatte im Thale Hebron an wohlgeweihter Stätte begraben sei und auf deren Frage, ob er ״sonst nichts* zu bringen habe, erwidert: :שאלה אחת שאל כצאת מנו הרוח כי תאספי לבית אל״עשרה בטלנים" J להתפלל בער נפשו תפלות ומנים so wird Jeder unwillkürlich in die Sphäre des spezifisch-jüdischen Volks, leben« verseht. In ׳solchen Zügen zeigt Herr Selleris ebenso künstlichr Begabung, als frischen Humor. (Schluß folgt-) Für die unglückliche Familie des verstorbenen Lehrer« Fischer in KapoSvär spendeten: Sammlung de« Herrn I. Back in Füuskirchen * . 4l fl. 50 kr. Sammlung des Herrn Dr. L. Frankfurter,* Prediger in Birlitz.. 12 ״ — ״ Herr H. Aranykövy in SzarvaS . . . . 3 ״ - ״ Zusammen . 56 fl. 50 lr. ' Wegen Mangrl an Raum könurn die kinjelnen Spender nichr genannt werden. De, von Herrn Götzel gesendete Betrag wurde von dem Lehrrrpcrioiial und den Schülern gespendet. chem wan e« am allerwenigste» erwarten sollt«, nämlich der halachtschr. eine gar wol zu beachtrude Ausbeute für die Wissenschaft gewährt un» habe diesen Nachweis auch nicht in Beziehung auf dir Wissenschaft überhaupt, sondern nur hiostchtlich einer DiSjtplt» derselben« nimUch der historischen geliefert und in dieser wiederum nur vorzugsweise die deutsche Geschichte berückstchtig«, iadrm ich »ach einer kurzen Einleitung über den Inhal» und den Werth der ueuhedräische» Literatur aus die vielen in dieser vorkommzuden Namen, und zwar sowol Personen» als auch Ortsnamen und Thatsacheu näher »ingrgangen bin und nachge« wiesen habe, wie mehrere der letzter» zwar zunächst für dt« Geschichte der Judea. dann aber auch für die allgemeine Geschichte von Bedeutung flnd, worau ich schließlich dir Bitte knüpfte, daß dir Herren Orienta» listen ihren Einfluß dohiu verwenden möchten, daß in Zukunft dem Jünger der jüdischen Wissenschaft von den höchsten Lehrstühlen herab die Befriedigung seine- WiffenSdrangeS zu Thril werde. Meinen Bor« trag in dirsru Blättern zu veröffentlichen, bin ich aber nicht «ehr in der Lage, da ich da« Manuskript desselben, nachdem ich ihn gehalten hatte, auf Wunsch der Orientalisten.Sektion Herrn Professor Brockhau« au« Leipzig, dem Redakteur der Zeitschrift der deulschtN lliorgrnlänbt» scheu Geiellschaft, zur Publikation i» derselben ringehättbigt habe. Nach der obigen Inhaltsangabe mcim« Bortrage« jedoch wird Herr L. Dseine Noten immerhin veröffentlichen köonen, auch wen» ihm der Trrt nicht in extenso vortiezt und er wird dies um so leichlrr zu thun >m Stande sein, als ich mein Thema in meinem Bortrage brt wrilrm nicht erschöpf« habe, u ich den Auftrag zu einem solche» kaum IS Tage vor der Philologen-Bersammlung erhielt und ioiirrhaid j«»«r Zeit noch durch Unwohlsein am Arbeiten verhindert wurde, so daß ich selbst jetzt schon manchen Nachtrag liefern könnte. Jedenfalls aber darf auch ich Herrn L. D. verfichern, daß verständige Leser seine Noten mit Vergnügen lesen werden, wobei ich es indcß dem Publikum anheimstelle, ob e« auch mich zu diesen Leser» zu zähle» für würdig hält. Mit ausrichligrr Hochach« ,ungder Ihre. M. Wiener. Bemerkungen. Die Schriften des Mekize-Nirdamim-Vereine«. Stern« Echemlob und andere literärischc Erscheinungen werden in der nächsten Nummer besprochen werden. Inserate. Erklärung. Hannover, 15. Dezember. Geehrter Herr Redakteur! Unser geistreicher Freund L.D. in London batte die Freundlichkeit, in Nr. 48 de« ״Ben Lbananja* de« Vortrages zu gedenken, den ich auf der Ende Eeplember« hier statlgehabten Philologen-Bersammlung gehalten, und nur unter bet Bersichernng, daß ״verständige Leser ihn mit Vergnügen deirachlen* würden, und daß er selbst bereit sei, die schon bei ihm fertig liegende» Noten, zu denen mein Bortrag als Tert gelte» solle, diesem folgen zu lassen, angerathen, denselben in diesen Blättern zu veröffent« licheu. Ich erlaube mir hierauf zu bemerken, daß da« Thema, über wel« ches ich damals gesprochen, mehrmals in dem ״Ben Chananja*. immer aber und selbst in dem von Herrn Dr. Aloi» Müller *) erstattete» Br« richt über jene Philologen-Bersammlung ungenau angegeben ist. Es lautete noch dem zur Zeit ausgegedeuen TageSblaite Nr. 3: »Ueber den Gewinn, den dir Geschichtswissenschaft aus dem Studium de« religiooS« gesetzlichen (halachischeu) TheileS der neuhebräischen Literatur de« Mit- »elalier« zu erwarten hat, vorzugsweise in Rücksicht auf dir deutsche Geschichte »achgewirseu.* Eie ersehen hieraus, daß ich weder über den Gebrauch, welcher von der rabbinischeu Literatur — eine Benennung, die ich überhaupt uich« billigen kann uud die auch bereit« längst von Zunz verworfen ist —. noch über den wissenschaftlichen Nutzen halachi« scher Siudieu im Allgemeinru gehandelt habe. Vielmehr habe ich meinen Gegenstaod absichtlich beschränkt und uachjuwelsen versucht, wie selbst drrjroigr Theil der mittelalterlichen ueuhebräischeu Literatur. von wel« *) Ich, benütze diese Gelegenheit, diesem liebenswürdig,o Sr« lehrte» mein,» besten Gruß zu senden. uud ihm aufrichtig für dir Frrulltllchkett zu tanken, mit «elchrr er. wenn auch vergrben«. bemüht, war. wir die jüngst von N. Coronet in Wien pudlizirteu ezuintzus 60mmonUrios zu verschaffen. Letztere konnte ich zu meiner Freude d»rch die Güte weine« au l»erärischeu Schätzen so reichen vtrehrieu Frenude«. de« Herrn Rose nt hat hiersrldst. benutzen. . i)&ct:&anlor־Slcf[c. An der Szegediner israelitischen KultuSgemeinde ist die Stelle eines Oberkantor» zu besetzen. Jährlicher Gehalt 1000 fl. ö. W., freit Wohuung «nd Emolumente. Bewerber von musikalischer Bildung, dir mit wolgeschuller kräf« tiger Stimme begabt, uud mit allen zum חונות nöthigen Keiintniffr» ausgerüstet sind, wollen ihre dieSfälligen Kompetenzgesuche {worin auch Alter und Stand angegeben werden muß) bi« 1V. März 1861 an den gefertigten Vorstand eini'endrn. Reisekosten werden nur dem.Aeeeptirleu vergütet. Szrgedin, am 11. Dezember 1864. Der Vorstand der Lzegediner isr. Anltusgemrmöe. Konkurs. An der httsigen Meistl»Synagoge ist die Stell« einet Kantor« mit welcher ein Solair von 600 fl. ö. W. jährlich, nebst einer Wotz« nuug und den üblichen Emolumenten verbunden ist, zu beittzrn. Geeignete Bewerber, die den bereit« ״ngesührtru Chor zu un« terrichtrn und zu leiten verstehen, wollen sich unter Beibringung ihrer Zeugnisse über Befähigung und bisherige Verwrnduug t» diesem Fache, unter der Angabe, wann sie zu eruem Probe-Vortrag hier riolreffr» köuuien, di« 81. Iäner 186a an bell gefertigte» Vorstand wende». Reisekosten werden nur dem Angestellten vergütet. Prag. 18. Dezember 1664. ver vorflan- -er Mlstl-Aynagoge: Veit A. Wien. . .־..3 Lzegevin, Leipzig, Lrtdßvrrta, brr Krdairtt,». »ommtssioirverla, ,0» Fra») 0«|«(1. Druck «o» Sigmund Burger i» Szegedi». ' 4־ Hierzu ein halber Bogen Beilage