Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 1 (4.1.1865)
- Date
- 1865-01-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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10 tzs keii-gihören. L. hat sogar auf sriu» Stell, refigairt, um nicht al«Frir. Lru»flLrrr z, erscheine». - Wien, 1. Zänuer. (8ha neka fest.) Drr hier unter dem Ra, wes »Tberrfleokreozer.Drreiu" scholl viel, Zähre bestehellde israelitische UnterstützongSverein, welcher fich zur Aufgabe wacht, der jeinem Schuhe empfohlenen Zugend uueutgeltlichr» Schulunterricht augrdeiheu zu lassen und tirsclbk zu bekleiden, feierte vorgestern, wie alljährlich im Sperk« saale da» ״Ehaoukafest* in Verbindung mit einer Betheilung. Der Sperlsaal glich einem Bazar en miniature; ringsherum waren Tische mit Spenden überladen und auf beiden Seiten de» Saaleingange« stauden etwa süufthalbhuudert Körbchen mit Obst und Bockwerk für die Kleinen bereit. Zu der Mitte de- Saal,» lagen ans einer geschmack» volle» langen Tafel feine weibliche Handarbeiten der Schülerinnen. Zm linken Nebensaale hatten fich an der einen Seite 290 Knaben und auf der andern 200 Mädchen eingefunden, an welche der Prediger Herr Dr. Zellinek eine auf die kindlichen Gemülher einwirkende Ansprache dielt, worauf die Betheilung stattfand. Es erhielten die 220 Knaben 97 Winrerröcke, 112 Paar Beinkleider, 220 Paar Stiefel. 82 Hemden. 77 Unter» beinkleider, 68 Westen, 92 Paar Strümpfe. 62 Paar Handschuhe, 110 Halsshawl», 92 Halstücher, 12 Kappen. 144 Paar Stutzerl, 24 Kamaschen, 20 Hüte und viele einzelne Kleidungsstücke. Die 200 Mädchen erhielten 190 Kleider, 11 Zacken, 3 Stoffe zu Kleidern, 7 Mäntel, 85 Darchentröcke, 110 Schürzen. 200 Paar Stiefeln und 800 andere KleidungSstücke. als: Hauben, Umhängtücher, Hemden, Strümpfe. Sacktücher, Muffe, Hüte, Handschuhe re. — Zahlreiche Gäste, welche dem WohlthätigkeitSakle beiwohnten, kauften von den ausgestellten weiblichen Handarbeiten mit reichrr Ueberzahlung. (W- Ll.) vr. 1. Pest» 1. Jänner. In Nr. 50 de« v. Z. d. Bl. sagt ei» hiefiger Korrespondent, daß die k. isr. Präparandie in diesem eine stärkere Frequenz genießt, als in früheren Jahren. Dem ist aber nicht also. In den Jahren 1855—57 belief fich die Zahl drr Schüler aus 60—70, in diesem Jahre hat fie die Ziffer von 28 erreicht. Und doch wurde es in jenen Jahren mit drr Ausnahme strenger genommen! Die Polemik de- Korrespondenten gegen die Abweisung nicht qnalifizirter Präparandeu ist ganz unstatthaft. Wie der Eintritt in die Univerfität von der Dorzeigung ,i»,S Maturitätszeugnisses bedingt ist. so muß auch der Eintritt in die Präparandie von Gesetz und Regel normirt sei». Willkürlichkeit ist allen LebenSsphären nachlheilig. Auch ist egewiß keine zu rigorose Forderung, daß der eintrelende Präparandist da- Unter« gymnafium oder die Unterrealschule absolvirt habe. Die hicfige Mission-« schule, die einzige in der ganzen österreichischen Monarchie, wird von 300 jüdischen Kindern besucht. Warum begeistert fich unsere Gemeinde nicht für dir Gründung noch einer DolkSschulr? In dem Augenblicke, wo eine solche eröffnet würde, wäre die Stätte der Proselytenmacher« entvölkert. A. Pest/ 37. Dezember. Die hieflge Stadt hat einen ihrer beliebtesten Aerzte, dir hiefige israelitische Gemeinde eine» ihrer trefflichsten, edelsten und gelehrtesten Mitglieder verloren: Med. Dr. David Schwimmer. Im Jahre 1795 in Ungarisch Kanizsa im Bücser Komi« täte geboren, genoß derselbe al» Knabe biblischen und talmudischeo Elementarunterricht tu Szrgediu. Ai» Jüngling setzte er diese Studien mir! dem besten Erfolge in Prag fort, wendete fich jedoch später dem Stu« bium der klassischen Sprachen und der Heilkunde zu. Er praktizinr in hiefiger Stadt 36 Jahre hindurch und errang fich al» Arzt und al« Wohlthiter drr Armen einen bedeutenden Ruf. Seine Jovialität, sein schlichte» Wesen und seine teutfeligeu Manieren gewannen ihm alle Herzen. Dir hebräische Literatur hatte bi« in seine lrtzteu Lebensjahre einen warmen Freuud au ihm; überhaupt war er bereit, jede literärisch» Erschrioung auf dem Gebiete de« Zudruthum« nach Kräften zu unterstützen. Sein Andenken wird gesegnet bleiben k (Auch ich rnfe dr« vollendeten, drr vor dreißig Zähren meine Studien förderte, und mir so vielfache Beweise seiner Frevndschast gab, ei» wrhmuthvoüe« Lebe« «»HI nach; רפא חולי בשר ורם מח5?י הפות פרם אמץ בחם חוק ירם:אהוב לאל אף לארם. (* ת ג צ ב ה. 8. . Sjegediu, 27. Dezember. Die Bekleidung der arme» Schuljugend hat gestern mit einer angemessenen Feierlichkeit, hei wrl« cher daliturgisch vorgeschriebeur הטוב והמטיב »icht fehlte, stattgr, fuudru. Gespendet haben dazu: die Jugend al« Ballerträguiß 200 st.; Herr Sam. Bamberger Bekleidung für 10 Kinder; Herr S. Kirschner 30 Paar Stiefel; Herr H. Kirschner 30 fl.; Joses Basch'» Stiftung 25 fl. Herr Schliffe« Barchent zur Fußbekleidung. Dir obrigkeitliche Br« willigung zur WohlthätigkeitS-Lotterie de» Frauenverein« ist bereit» erfolgt. L. Fünfkirchen, 1. Zäoocr. Die hiefige Gemeinde ha» 41 arme Kinder bekleidet. Herr M. Reich scheute keine Mühe, um di« hierzu erforderliche Summe zusammeuzubriogen. 8- Preßburg, 1. Jänner. Die Zeugnisse der hiefigeu öffeut« licheu RabbiualSschule haben folgende Form: »In Nrkrutiruug-«Aage» legruheit. Nr. . . . Frequeutations-Zeugniß drr Preßburger öffentlichen RabbinalSschule. Daß Herr N. N. au» N. laut beigebrachteu Zeug« niffeo seine Studien der rabbinischen Theologie im Zahre .... bei dem Rabbiuate (!) zu.begonnen, und bei dem Rabbiuatr (!) zu ... . fortgesetzt, endlich i«.Semester nach vorangegau» geuet Prüfung io die hiefige öffentliche Nabbinat-schule aufgeoowwen und für da« Studienjahr 18 ... . eingrschriebe» worden sei, den vor« trägen bis heute.fleißig beigrwvhut, in religiöser und sittlicher Beziehung fich den Schulgesetzen.gemäß betragen, und al« Fortgangsklafft seiner Studien sich die.Klaffe ..... ver» dient machte, wird hiermit bestätigt. Preßburg, am.E. W. Schreiber, Oberrabbiner und Direktor der öffentlichen Nabbinat-schule, Vidi Franz Kampfmüller, k. k. Rath und Kommissär der öffentlichen NabbinalSschule.* Ein BefähigungSzeugniß wird an dem Institute niemals ausgestellt! P—m. Preßburg, 1. Jänner, s« ist nicht« so klar gtspon« nen, das nicht kommt an'» Licht der Sonnen! Auch der Gegenstand der vielbesprochenen, auch in ungarischen Blättern erwähnten Konferenz in Galantha ist ein öffentliches Geheimuiß geworden; die auf da« z, gründende Rabbiner-Seminar brzüglichen Akten sind nachträglich auch dem hiesigen Rabbiner zur Begutachtung gesendet worden. Die Abfas, suog de» Gutachtenwar nun Gegenstand der Galaothaer Berathuug, zu welcher nur die AuSerwähltesten zugezogen wurden. Ursprünglich hatte unser Pappenheim die Absicht, die Konfereuz hier abzuhalten. Im In« teresse der Geheimhaltung erhielt jedoch Galantha den Borzug. Don dem Gutachten selbst verlautet so viel, daß dasselbe deu Gesichtspunkt der Zentumvireu, deren Petition gegen die Gründung einer Rabbinerschule Sie mitgetheilt haben, festzuhalteu sucht, die Zulänglichkeit der herkömmlichen Jeschibolh nachdrücklich behauptet, und die beabflchtigtr, ja bereit« anbefohleue Gründung de« in Rede stehenden Rabbiner-Za« stitute« als verderbenbringend bezeichnet. Vor Kurzem erfuhr ich, daß der Härender Porzellaufabrikant Fischer fich ebenfalls sehr austreng», den Semiwarplall zu vereiteln. Auch er will zu den Frommen ge« zählt sein!! N- SttflOÖ, 26, Dezember. Gestern halte dir hiefige Gemeinde« repräsentanz Gelegenheit, die Anerkenuung der Verdienste, die sich ihr vielgeachleter Rabbiner, Herr Salomoa Weiß, durch sein neunjährige«! Wirken allhier erworben hat, zu manifestireu. Der hier bisher gebräuchlich gewesene dreijährige Susaahm«« Ehklu« nämlich war uoläogst und zwar zum teilen Male zu Sude ge« gangen, und e« sollte dir Frage wegen der künftigen Stellung de« Herr» Rabbiner» abermals erörtert werden: Ein Akt. der oft zu mißliebigen Debatten Anlaß gab und an und für fich die Würde diese« verdienst« vollen Mann,« verletzen müßt». Zu wolbegrüudeter Berückstchtigung deffe» und von. drr allge« meinen Zustimmung der Gemeinde im Voran« überzeugt, berief drr sehr umsichtige KultuSvorstaod. Herr Israel Löwioger, gestern di» Ge« mrioderepräseutanz und dies, votirte riostiowig dir Bestätigung de« Herrn Rabbiner« in seiner Würde auf Ltbenldauer. Zudem wir diesen «kt der wolverdienten Anerkrnooog «U Ln. guügea nolireu, können wir. bei den glänzroden Eigenschast», diese« Manne«, nicht and«« al« drr Logoser Gemeind» zu dieser Srruugr». schast vom Herzen Glück wünsche». Ei» hat ihr» religiös» Zukunft i> sicher» Hönde gelegt, und hat die beste Hoffnung, bald »in», würdige«