Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 52 (28.12.1864)
- Date
- 1864-12-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage zum ״Ben LeMsrMim teadj und die religiöse Emanzi- Mim der jMschm TaMninmeir. 1• Schreiben des Herrn Albert Lohn in Paris an den Herrn Sezirksrabbiner Sarach in Topolya. (Aus dem Hebräischen.) Paris, 80. November 1884. Ehrwürdiger Herr! Ich habe hiermit die Ehre, Ihnen anzuzeigen, daß Ihr wertheS Schreiben mit den zwei Eremplaren Ihres Merkchens מלאכת הרש richtig mir zugekommen. Ich ersehe aus letzterem, daß Sie der Wortführer und Fürsprecher derjenigen geworden sind, welche dte Worte Anderer nicht mit ihren Ohren zu hören, sondern nur durch Beobachtung der Lippen des Redenden zu sehen im Stande sind. Sie haben die Hindernisse, welche denselben auf religiösem Gebiete im Wege lagen, weggeräumt. ES gibt kein verdienstlicheres Werk als dieses! Verzeihen Sie, 'daß ich mich so kurz fasse; ich werde von verschiedenen Seiten vielfältig in Anspruch genommen. Gott lasse Sie stets den Fürsprecher derer sein, die an der Lehre des Ewigen hangen, nach dem Wunsche Ihres Sie hochschätzenden Dieners Albert Golm, Präsident des WohlthätigkeitS-KomitsS. II. Schreiben des Herrn Moses Montefiore an denselben. (Aus dem Englischen.) Ramsgate, 22. November 8625. Ehrwürdiger Herr! ES freut mich sehr, Ihnen den Empfang Ihres gegeschätzten vom 15. Cheschwan datirten Briefes anzuzeigen, dem das vorzügliche nnd gelehrte hebräische Werk über Taubstumme beigefügt war und über das Licht, in welchem sie von unserer heiligen Religion betrachtet werden. : Mit größtem Vergnügen bemerke ich, daß Sie für deren Sache auf eine so beredte Weise plaidiren; doch befriedigte eS mich noch mehr zu erfahren, daß es in der Hauptstadt Ihres Landes eine Anstalt gibt , wo für unsere unglücklichen Glaubensgenossen so trefflich gesorgt ist. Empfangen Sie meinen aufrichtigsten Dank! für die gütige Aufmerksamkeit, mich mit einem Eremplar Ihres Werkes zu beehren; indem ich noch zu unserm himmlischen Vater flehe, daß er Sie Ihrer Gemeinde und Familie glück-!ich und gesund erhalte, verharre ich Ew. Ehrwürden ergebenster Diener Mops Montefiore m. p. Sr Ehrwürden Herrn Leopold Barach, Oberrabbiner zu Topolya. Ghananja" Nv. SS. Die 5lMIate md UeflreSutigcn der ismelilWea Omeinde zu Aechiütz. Ein Beitrag zur Geschichte der ungarischen Israeliten im 17. und 18. Jahrhundert. Bon Dr. M. Z i p s e r, Oberrabbiner. (Fortsetzung.*) Die benannten Steuern beliefen sich für jeden der Geistlichen außer den später zu erwähnenden N.'ujahrsgeschenken 4 fl., für jeden der Schulmeister auf Orgelgeld 5 fl., ferner ein Pfund Brennöl für die Thurmuhr, was laut Quittung damals blos 12 kr. kostete. Es liegen die betrefsenden Quittungen über obige Zahlungen in ungarischer und deutscher Sprachen aus mehreren Jahren (720 —741), vor, wovon wir einige Exemplare Herstellen: 1) Ich Endeöunterschriebener betheuere, daß ich von der Juvengemein von wegen der Holden die 4 fl..richtig empfangen. Rechnitz, 727! Josef Jager, deutscher Pfarrer. 2) Daß ich EnveSgefertigter von der Judengemein;die 5 fl. Orgelgeld pro anno 727 richtig empfangen, bescheine hiermit. Joh. Bapt. Beer, teutscher Schulmeister. Aehnliche Zahlungen an die katholischen Pfarrer und Schulmeister hatten zur selben Zeit anch die hier wohnhaft gewesenen Christen der evangelischen Konfession, sie wurden jedoch davon im Laufe der Zeit befreit; während der Regierungszeit des Kaisers Josef machte auch die hiesige Gemeinde Schritte, um sich dieser Last zu entledigen. Sie wendete sich deshalb an einen gewissen ' Moses zu Preßbrug, dessen Sohn eben eine Tochter von Kopel Teben, dem damaligen Ungar. Montefiore, geheiratet hatte. Das Schreiben lautet , wie folgt: Nach Abstattung unseres Glückwunsches zur Vermählung Ihres Sohnes richten wir unser Gebet: an Moses (תפילה;למשה), daß er die Gewogenheit habe, -mit seinem Freunde (מהותנו) , dem ansehnlichen, berühmten und vielgeltenden (שתרל( (רנל) Kopel Teben von unserer Angelegen-' heit zu sprechenda es von ihm im ganzen Lande wol bekannt ist, daß er all sein Thun und Lassen dem Wohle feiner• Glaubensgenossen nur widmet, er möge also auch uns von einer drückenden Last befreien helfen. ES betrifft nämlich das Kirchengeld, das der hiesige Pfarrer Won den jüdischen Häu-' fern jährlich fordert; manche darunter haben jährlich vier׳ manche acht Groschen, außerdem hat noch jedes HauS einen- Groschen für den Schulmeister zu zahlen , was aber außer uns in keiner Gemeinde gezahlt-wird, Diese Steuer wird sogar durch Erekution eingetrieben. Als wir jedoch unsere Beschwerde vorbrachten, warum wir Juden mit Vieser Steuer noch ferner belastet werden, nachdem die Lutheraner gänzlich) davon befreit sind , erwiderte uns der Pfarrer - daß sobald wir gleich diesen letzter» vom hohen Consilium einen schriftlichen Befehl der Befreiung ihm vorlesen, er auch uns dieser Steuer entlasten wird. Daher werther Moses wollen Sie *1 S. Nr. 17. 02. 21. 23. 26. 27. 29• 30. 38. 39. 46. 47