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Ben Chananja · 1864-12-07 · 49 (7.12.1864) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
49 (7.12.1864)
Date
1864-12-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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991 992 Zeit eriunert, wo der hochselige Rabbi Chajim Deutschmann, von einer großen Zahl לומרי חורה unterstützt, hier lehrte! Ach! sie alle sind bereits in eine bessere Welt eingegangen, und wir rufen ihnen nach: חבל על דאבדין ולא משתכחין! Wir halten es für überflüssig, daß Ew. Ehrwürden lebende Zeugen aufrufen, der Name des Rabbi Joachim Deutschmann seligen Andenkens, hat in Böhmen und Mähren einen gar guten Klang und Jedermann ist überzeugt, daß dieser wahrhaft Fromme und Gelehrte nur die volle Währheit sagte und schrieb! Ew. Ehrwürden haben überhaupt es nicht nöthig, die erwähnten Dokumente zu produzircn: המסורס□ אין צריך רא\ה! Wir sprechen die Hoffnung aus, daß Ew. Ehrwürden von jenen Nimmermüden, die nur im Finstern schleichen und alles Gute und Edle mit ihrem Geifer zu besudeln trachten, sich nicht abhalten lassen werden, die Spalten Ihres geschätzten ״Ben Chananja" dem Kampfe für Licht und Wahrheit, für Recht und Fortschritt zu öffnen. Wir sind stolz darauf, daß die Kolliuer Jeschiba eö war, die den Redakteur des ״Ben Chananja" groß gezogen, und indem wir dessen Schild Hochhalten, sind wir des endlichen Sieges gewiß. Die Zukunft gehört uns, denn mit uns ist Gott! Indem wir unser tiefes Bedauern über jenen von uns unverschuldeten Vorfall ausdrücken, versichern wir Ew. Ehrwürden unserer unbegrenzten Hochachtung. Kolli», am 27. November 1864 Im Aufträge aller Ihrer Freunde , der Freunde der Wahrheit und des Rechts: Israel Eisler, Mitglied des Gemeinderathes, Josef Turnau, Mitglied des Gemeinderathes; Heinrich Weißberger, Mitglied des Gemeinderathes; Moses Sachsel, Jsak Saudek, Josef Eisler, Simon Sachsel, Jakob Goldschmidt, Löv Pollatschet, Markus Braunschweig, L. Platschet. " '', die " Literatllr betrejsmd. VH. Gries. M Dr. M. Wiener in Hannover. (Vergl. Israelit Bolkslehrer, IX. Zahrg. S. 50.) 15. November. 1864. Herr Doktor, Sie sind ein fleißiger Mann, aber bei Ihnen geht alles zu schnell. In Ihrer Bemerkung (Beilage zu Nr. 45 des ״Ben Chananja") scheinen Sie sich zu widersprechen. ״In seinen Annalen der hebräischen Typographie von Riva di Trento" sagen Sie zuerst, ״rügt Herr Dr. Carmoly einige Jrrthümer in den Angaben Ghirundi's in Betreff Josef Ottoliughi's und fährt alsdann fort: Dr. Wiener schreibt diese Jrrthümer nach und vermehrt sie noch bedeutend. Diese letzte Behauptung ist durchaus unwahr." Ist meine Behauptung, wie Sie meinen, durchaus unwahr, wozu denn die Aufforderung, Ihnen deren Wahrheit nachzuweisen, sonst erklären Sie dieselbe' für eine Un- Wahrheit! Die Wahrheit ist, daß jeder Leser, der genau liest, die Richtigkeit meiner Angabe sieht. Ottolinghi hat, wie bekannt, in einem Orte nur, nämlich in Riva di Trento, drucken lassen. Ghirundi gibt dies auch zu, nur begeht er den Fehler, Cremona mit Riva zu verwechseln. Sie aber, Herr Doktor, geben im Widerspruche mit der ganzen Welt an, daß Ottolinghi in zwei Orten, Cremona und Riva, drucken ließ, so daß Sie Editionen fabriziren, die nie eristirt haben! Herr Doktor, Sie sind ein fleißiger Mann, aber bei Ihnen geht alles im Galopp. In Ihren Regesten haben Sie sich die Zeit nicht genommen, zu warten, bis Sie sämmtliche Dokumente vor sich hatten, um sie alle chronologisch zu ordneu, und dadurch die Benutzung Ihres Buches sehr erschwert. In der Eile, mit der Sie das Buch Schöbet Jehuda in's Deutsche übertrugen, haben Sie dem lustigen Leser dreißig artige Ergötzlichkeiten gegeben, die ihres Gleichen nur in den Schriften eines Drs. wiederfinden. Denn gleich dem Affen der Fabel, der 46 NOM ck'un POllt ponr 16 NOM ck'nn K0MM6 nahm, nehmen Sie, Seite 231, den Namen eines Landes (Granada) für den Namen eines Mannes (Raymond Treucavel). Seite 90 lassen Sie Philipp IV., König von Frankreich, 11 Jahre nach seinem Tode, die Juden vertreiben! In Ihrem Emek habacha, dieselbe Flüchtigkeit! Seite 7 korrigiren Sie Ezechiel den Profeten, XXIII, 47, im hebräischeu Ausdrucke. Herr Doktor, Sie sind ein gelehrter Mann und werden, ich bin überzeugt, mit der Zeit ihre Uebereilungen selbst einsehen, und lasse ich sie daher unerwähnt. Die jüdische Wissenschaft ist ein weites Feld, das noch nicht gehörig bebaut ist. Vor Allem fehlt es an Hilfsbüchern über hebräische Archäologie, Geographie rc., die nicht mit Andern zu vergleichen sind. Die große Zerstreuung der Juden in allen Welttherlen macht, daß die Namen von Ländern, Städten, Völkern, Flüssen rc. in der Aussprache und Schreibart von einander so abweichen, daß sie oft ganz unkenntlich erscheineu. Zum Beispiel in der obgenannten Beilage Seite 912 erwähnen Sie ein Aktenstück, welches sich in den R. G. A. Ohel Jakob, in Betreff der 1679 (lies 1670) erfolgten Vertreibung der Juden aus Wien findet und das unter Anderm von ״Jechiel Kohen איש פורט רפא (Rapoport?)" unterzeichnet ist. Ich frage Sie, was ist Port Rapa, was Rapo Port? Das wissen jetzt weder die, welche diesen Familiennamen führen, noch Andere, die ihn zu entziffern suchten. Einige erklären Rapa, Rofe, Arzt; Andere meinen, Rapa sei Rappe; Port hingegen sei Fürth, und statt פורט soll פירט gelesen werden. Nichts als Phantasten. Rapa Port ist ein korrumpirter Name ans zwei Wörtern zusammengesetzt: Das Eine, deutsch, ist Rabe, das andere italienisch, ist Porto, eine Festung im Veronesischen Gebiete. Diese Stadt diente im Mittelalter als Zufluchtsort der deutschen Juden. Hier lebte die Familie Rabe, die zur Zeit Josef ColonS schon in Italien berühmt war. Die kaiserliche Bibliothek in Paris besitzt mehrere Manuskripte, die der Familie Rabe angehörten, in einem davon befindet sich ein Geburts- und Sterberegister der Familie, sowie die Erwähnung der alten Synagoge, die abgebrannt ist. Nachdem ich diese Erklärung vor mehr als 20 Jahren gemacht hatte, fand ich im ספר מנחה בלולה , eine Vignette * D-D

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