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Ben Chananja · 1864-11-16 · 46 (16.11.1864) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
46 (16.11.1864)
Date
1864-11-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage zum ״Ben Zur Zejchichte der Zegeimart der 3uftct1 in Angara. IV. Majestäts-Gesuch des Herrn Lesajas Senedikt- Oberrabbiners im Szabolcser Komitat. In Angelegenheit dev Gründung einer Rabbiuerfchule. Mitgetheilt von Rudolf Eisler in Mäudok. Eure Majestät, Allergnädigster Herr! In tiefster Denmth und Unterthänigkeit bittet der gehorsamst Gefertigte zu dem amjll. d. M. von sieben Rabbinern ') in Vertretung von hundert Amtskollegen vor den Stufen des Allerhöchsten Thrones Eurer k. k. Apostolischen Majestät unterbreiteten Gesuche 2) einen Anhang machen zu dürfen. Indem wir im festen Vertrauen auf die väterliche Huld den besten Erfolg von unserer allerunterthänigsten Bitte erwarten, daß nämlich der thalmudische Unterricht an jüdische Zöglinge, so wie bis jetzt, zu ertheilen genehmiget sei, da die Zöglinge meistens Kinder unbemittelter Eltern ober gar Waisen sind, denen der Unterricht unentgeldlich ertheilt wird, und ihren Unterhalt, Kost und Quartier, von derbetreffenden Gemeinde freiwillig erhalten. Mit der Entstehung eines Rabbiner-Seminars möchten gerade solche Zöglinge ausgeschlossen werden, welche die besten Talente und den größten Fleiß und Religionseifer besitzen. Ferner bittet der scheu Unterricht ertheilten und die sowohl in religiöser als in legaler Beziehung das größte Zutrauen genießen, von der höchsten Regierung sieben Vertrauensmänner nebst zwei Ersatzmännern gnädigst ernannt werden mögen, welche an einem bestimmten Orte und in einer bestimmten Zeit zusammenkommend, jährlich öffentlich die anzugehenden Nabbinats- Kandidaten zu prüfen haben sollen, die zugleich über die ihnen vorgelegten Religionsfragen zu antworten haben sollen. Dieses ist die in aller Ehrfurcht und Demuth ergebenste Bitte eines in seinem Amte ergrauten, ältesten Rabbiners in Ungarn, der in der Schule seines Hingeschiedenen Vaters Markus Benedikt, Landrabbiners von Mähren, seine Erziehung genoß. Nagy-Källö, 25. April 1864. V. ■ . ■ - Eingaben jüdischer Gemeinden im nördlichen Ungarn gegen die Gründung einer Uabbinerschnle. Mitgetheilt von Abraham Weiß in Preßburg. Vorbemerkung. Da die Eingaben mancher Gemeinden gleichlautend, oder fast gleichlautend sind, dürfte es, ') Die 7 Rabbinen waren: Jesaj. Benedikt, Jeremias Löw, Menachem Eisenstädter, S. W. Schreiber, . Joachim Katz, Juda Aßüd, I. Schreiber. . ... . Aiun. des Einsenders. ׳ s) Siehe Nro. 45. Beilage. | Chananja" Nr. 4:6. um unnütze Wiederholungen zu vermeiden, passend sein, dieselben den Lesern des ״B. CH." Gruppenweise vorzüfühken, Mit den kürzeren machen wir den Anfang. A. Erste Gruppe (Zempltner und Abaujer Komitat. Folgendes ist der Wortlaut des fraglichen Aktenstückes: ״An Eine Hochlöbliche k. Ungarische Hofkanzlei. Die Bewegung mehrerer Männer zur Errichtung eines Rabbiner-Semtnar's in Ungarn veranlaßt die alleruuterthänigst Gefertigten Kultusgemeinden, Einer Hochlöblichen k. Ung. Hofkanzlei -eine allerunterthänigste Bitte zu unterbreiten. Nachdem wir auf die Gründer des Seminars kein Vertrauen setzen, und indem dieses Seminar nur den Sturz unseres Heiligthumes der Religion herbeiführt; so bitten die allerunterthänigsten Kultusgemeinden : Eine Hochlöbliche k. Ung. Hofkanzlei geruhe, unser Heiligthum in Schutz zu nehmen, und anstatt dieses Religionsschädlichen Seminars den Fond zu gemeinnützigen Zwecken des Staates zu verwenden. Dieses Gesuch wurde gegen Ende April unterzeichnet von: Fuchs Abraham, Rothmann Isaak und Moses, Abraham Feldmesser, Rosenblüth und Liebermann Abraham in TolcSva; — Roth Isaak, Ha- Hermann Isaak, Kaufmann Bernhard in Erdö Bönye; — Zucker Emanuel. Ascher Salomon, Liebwerth I. in Tokaj; — Burbaum Moritz, Roth Jakob und Rosenblüth Herman in Abauj-Szäntü; — Lenzer Emanuel, Jakobovikö Markus, Wohlberg Salomon in Tä l l ya. Sämmtliche Ortschaften, Szäntü ausgenommen, liegen im Zempliner '^""''^Wn^veite^ErVmpIar deffe!ben''Znhaltes ist ünterzeichnet von : Weiuhändler M., Friedmann Adolf und Hamburger S. in Mäd. (Zempliner Komitat.) Gin drittes Eremplar trägt die Unterschriften.- Stein Abraham, Panet Löbl, Spitz Bernhard in Tarczal; — Fuchs Israel, Morgenstern B-, Weiß Lörinz in Bodrog-Kereßtnr; s- Reumann Viktor, LefkowitS David, Gutman Samuel in Liska. (Sämmtliche Ortschaften im Zempliner Komitat.) Ein viertes Eremplar Unterzeichneten: Glück Wilhelm, Fränkel EliaS in Getse. (Abaujer Komitat.)׳ Ein Fünftes Eremplar wurde ebenfalls im Abauje r Kom. unterschrfebtn, und zwar von: Goldstein Samuel, Oberrabbiner des C s erhät-er Bezirks, Klein Herman das.; — Blum Hermann in Buzith a; — Stern Samuel in Szep si; — Liebermann, Rabbiner in Sz inn a Friedmann David das.; — Kohn Isaak Rabbiner und Rosenblüth in Rozgony; — Billitzer Isaak, Stern Lörinz in Nagh Jda. V. Zweite Gruppe (Märmaroser Komitat.) Das Gesuch lautet: Hohe köuigl. Ungarische Hofkanzlei! Aus Anlaß der geth eilten Meinungen bezüglich des zu errichtenden Rabbiner-Seminars in Ungarn -erklärt die in tiefster Ehrfurcht Gefertigte Kultusgemeinde hiermit, ihr Einverständniß mit den Ansichten und Prinzipien desjenigen Memorandums, welches die Deputation der O.berungarischen konservativen Rabbinen zu den Stufen deö Allerhöchsten Thrones niedergelegt hat, worin dieselbe ihre allerunterthänigsten Vorstellungen gegen die Errichtung eines Rabbiner- Seminars begründen und motiviren, und .erlauben sich die unterthänigste Bitte: Eine Hohe k. Ung. Hofkanzlei wolle

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