Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 43 (26.10.1864)
- Date
- 1864-10-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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865 866 300jäl)riflf» Jubiläumsfeier der Prager BeerdigungS«Bruderfchaft von Dr. Ad. Hübsch (Prag, 1884. S. Freunds Witwe und Komp. 8.-27.) Der gelehrte.Verfasser glaubt, daß das Epitheton 11קריש nur der Be, erdigungS-Bruderschaft zukomme; dies ist jedoch, ein Jrrthum. Im Talmud heißt der BeerdigungSverein schlechthin הברותא (Moed Kata 27, d), während in anderer Beziehung eine ,הבורח מצור genannt wird (Zer. das. 3, 6.) Als im Mittelalter das fragliche Epitheton — vielleicht nicht ohne Anregung von Außen — üblich wurde, legte man es nicht nur der Beerdigungs-Brüderschaft bei, sondern auch der Ge« meinde, wie das ״Mi sche-berach" beweist, wie nicht minder allen frontmen Vereinen, wie aus dem 66 ׳1.של״ה. Buchstabe ח klar erhellt. Die übliche Benennuilg ח״ק ist blos eine Abkürzäng des vollständigen Namens, und man hat entweder קברנים, oder גמילות הסדים zu ergänzen. Der מהר״ל hieß nicht Levi, wie der Herr Verfasser an« gibt, sondern ״Löwe" oder ״Löb" nach der jüdischen Aussprache. Das vernachlässigte Gebiet der Halacha hat noch immer eine viel größere Zahl von Freunden, als es in mancher Gegend scheinen sollte. Unter den TalmudauSgaben nimmt die Oktav-Ausgabe von A. Salomon in Ti lsit einen hervorragenden Platz em. Sowol die Zugaben, als die Ausstattung machen dieselbe sehr empsehlenswerth. Dre ״Hilchoth Peßachim" von R. Jsak Jbn Giat, welche Bernhard Zomber bei M. Poppelauer in Berlin (Neue Friedrichsüraße 1V) herausgab, (8. 52) werden von allen Freunden halachischer Studien mit Freude begrüßt werden. Eine auch für das wissenschaftliche Talmudstudinm sehr nützliche Zusammenstellung ist die M n e m o t e ch n i k des Talmuds von Jakob Brüll, Rabbiner in Kojetein. (Wien Schloßberg 8. 55.) Verschiedene Gebiete des jüdischen AlterthumS. und der jüdischen Literatur berühren die trefflich geschriebenen hebräischen Schriften des wundersam belesenen Jakob Reifmann. Zwei derselben lege ich Ihnen hiermit vor: מש^וה ממת, Welches 1860 in Prag bei S. Freund erschien und Albert Cohn in Paris gewidmet ist, dann מועדי ׳'.ערם Wilna 1863. Beide Schriften enthalten eine Fülle wichtiger, belehrender und anregender Bemerkungen. Der Verfasser könnte Größeres leisten, wenn er die nöthige Unterstützung fände. , Der Baum der neuhebräischen Belletristik ist ebenfalls noch nicht verdorrt. Das Mannheimer-Jubiläum ist auch in hebräischen Ge« dichten gefeiert worden. Unser Landsmann.' Majer Kohn Bißtritz, hat ein mit Umsicht redigirteS Mannheimer-Album herauSgegeben, welches mehrere dieser Gedichte enthält. Den deutschen Theil des Albums bilden verschiedene Abhandlungen und Gedichte. Die zweite Auflagt des 3 »0« הצוסה fat Erter, welche von Lettens veranstaltet wurde, wird den zahlreichen Verehrern und Freunden Erters sehr willkommen sein. Dieselbe ist bei Arnold Hitberg in Wien erschienen (8. 146) und prachvoll ausgrstattet. Das Bildniß Erterö ist bcigegeben. Als Kuriosum zeige ich Ihnen schließlich das מעורר ענדם von dem Semliner Chacham Alkali, welches die Tendenz hat, di, heutige Judenheit in religiöser Beziehung von Jerusalem aus leiten zu lassen, eine strenge Kirchenzucht einznführen, und die hebräische Sprache zu einer lebenden zu machen. Diese Fantasterei ist abenteuerlich ge« nug , in mancher Rücksicht ist sie aber mindestens konsequenter , als die Fantastereien der Romantiker. Am 1. September. D a n f sag» rr g. (Vingesendet.) Indem ich meinem geehrten Kollegen, Herrn Grünwald, Bezirks« rabbiner zu MohäcS, für die mir zugetheilte Ehre, bei Gelegenheit der Einweihung de« in MohäcS erbauten prachtvollen Tempels die Ab« schiedSrede im alten Tempel zu halte» , hiermit meine» tiefgefühlten Dank sage,׳ kann ich nicht umhin, der ehr« und strebsamen Gemeinde daselbst meine vollste Achtung und Ehrerbietung zu zollen. Der 22. September wird mir und ohne Zweifel Allen , die an dieser Einweihung theitnahmen, ein unvergeßlicher Tag bleiben, denn an diesem Tage wurde:' in MohäcS ein. jüdisches Volksfest in echt jüdischem Geiste gefeiert; alle> Läden waren an diesem Tage geschloffen , alle Arbeiten, ruheten. denn . Mohärs weihte und widmete diesen Tag dem Ewigen als einen Ruhe-' und Freudentag. An diesem Feste freuten sich Männer und Fraüen. Söhne und Töchter. Fremde, Waisen nud Witwen. Und sowie die heil. Schrift von den Edlen der Kinder Israels erzählte, daß sie. die Grschei-. nung Gottes sahen , und auch aßen und tranken. so hat auch die Gemeinde zu MohäcS ihren Freudentag. wie jeden Festtag in zwei Thejlr getheilt ׳חציו לה' והי לבם Nachdem der EinweihungSakt in optima korms vollzogen war, dessen Glanzpunkt in den gediegenen uiid inhalsreichen Gelegenheitsreden der Herren BezirkSrabbinen Ehrlich und Grünwald war, begab man sich zum Festmahle, hier wurden die Speisen, mit geistreichen Konversationen und Toasten gewürzt, man gab sich der' unschuldigen Freude in reichlichem Maße hin. Auch die jüdische Mnnifizenz fehlte bei diesem Feste nicht, die Herzeusgaben waren mit freudigen Gesinnungen begleitet. . Es sei mir noch gestattet, eines Mannes zu erwähnen, der dieses Fest beseelte und belebte, und die ganze Bersammlung durch die Gewalt und den Vollklaiig seiner Töne, wie durch geistreiche und gefühlvolle Gesänge bald zum Weinen bald zuui Lachen sttmmte. es ist der allgemein berühmte und beliebte Kantor zu Baja, Herr Mandel. Selbst Nichtjuden von allen Ständen lobten die Herz, und Gemüth erhebenden Gesänge des Herrn Mandel und auch ein Salomon würde von einem, solchen geistreichen Künstler sagen: Es ist besser zu' hören den Gesang eines Weisen, als die Rede eines Narren. — Dem Drange meines Herzens folgend, will ich endlich der sehr strebsamen Gemeinde zu MohäcS wünschen,. daß an ihr,, die zwar noch klein und jung die Worte des Profeten erfüllt werden : הקטל יהיה לאלף והצעיר לגרי עצום אני ה, בעתה אחישנה• Siklüs, 11. Oktober 1864. Aron Roth, Bez. Rabb. Inse rate. Für VolWlmlen! Im Berlage des Izraclifa Magyar Egylet ist die zweite vermehrte Auflage des mit vielem Beifall׳ aufgenommenrn Elso höher hangoztatö (5s olvasö könyv. Irta Schütz Manö, a pesti izr. minta - tanodänak 68 kdpezddnek höher nyelv tanitöja. Gr. 8. steif gebunden mit Leinwandrücken IS kr. ö. W. erschienen. — Bei Abnahme größerer Parteien erhalten die Abnehmer 20°/, Rabbatt. Bestellungen sind ausschließlich an den Herrn Vereins« Präses Dr. Josef Rüzsay, Landstraße 54 zu richten. (2—3) Im Verlage von Karl Gerold und Sohn sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: - ׳ 8ieüen predigten Dr. Adolf AeMnek, Prediger ber israelitischen KultuSgemrinde in Wien. 2 Theile in einem Bande, gr. 6. -— Preis 4 fl. österr. Währ. - lieber die Vortrefflichkeit und Gediegenheit dieser Predigten, welche der ausgezeichnete Redner im Laufe der Zeit vor einem zahlreichen Zuhörerkreise in hiesiger Synagoge gehalten, herrscht nur eine Stimme. ׳■׳■׳" י■ Bemerkung. Die Korrespondenz von Kolli»« erscheint in der nächsten Nummer. ...: . , . . ■ , ... Red., Druck von Sigmund Burger in Szegedin.