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Ben Chananja · 1864-10-19 · 42 (19.10.1864) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
42 (19.10.1864)
Date
1864-10-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
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833 834 scheu Tafeln Seth's erzählt * 3), geht von derselben Voraussetzung aus, welche noch in neuester Zeit an Studach einen Wortführer gefunden zu haben scheint. 4 5 6 7) In der talmudischen KoSmogonie und im Sefer Jezira") figuriren die Buchst«- ben, — im letzteren auch die Zahlen, — als Organe der Weltschöpfung. Von Griechen und Römern wurde nach den oft angeführten bezüglichen Stellen griechischer und römischer Autoren die Buchstabenschrift auf die Assyrer, Syrer, Fönizier und Aegypter zurückgeführt. Die ältesten Zeugnisse hierüber stammen aus dem ersten christlichen Jahrhundort. Eusebius und Hieronymus führen die Notiz eines ältern Schriftstellers an, nach welcher MoseS die Buchstabenschrift erfunden hat. Ohne hierauf Rücksicht zu nehmen, sondern auf innere, hier nicht weiter zn erörternde Gründe gestützt, ist Hitzig geneigt, den Ruhm der der Buchstabenerfindnng für die Juden in Anspruch zu nehmen. Seine hieranf bezügliche Abhandlung ") schließt mit den den Worten: ״Die Erfindung des Alphabetes würde dann dem nämlichen Volke zukommen, welches, soweit geschichtliche Forschung reicht, von demselben auch den frühesten Gebrauch gemacht hat." (S. 42.) In dem Vorworte zu dieser Abhandlung heißt eS: ״Dieses Alphabet, das hebräisch-fönizische nämlich, in dessen Zeichen die Literatur Griechenlands und Noms erblühte; in welchem Bibel, Zendavesta und Koran geschrieben sind, ist uns das Alphabet vorzugsweise; und mit ihm wandelt der Menschengeist." Justus OlsHausen vindizirt den Aegyptern den Ruhm der Erfindüng der Lautschrift, läßt aber die Juden bei der Verbreitung desselben eine wichtige Rolle spielen. ״Die Aegypter", sagt er, ״schrieben, als die Kinder Israels zu ihnen kamen; diese selbst schrieben damals, nach ihrem ganzen Habitus zu urtheilen, noch nicht; seit sie Aegypten verlassen, schreiben sie; ihr Alphabet beruht auf gleicher Grundlage, wie das der Aegypter; deshalb ist es im höchsten Grade wahrscheinlich, daß sie die Buchstabenschrift nicht selbstständig erfunden, sondern jenem überlegenen Volke nachgebildet haben." Er gelangt zu dem Resultate, daß ״die Aegypter die Lehrer der Israeliten in der Schreib ekunst, und diese wieder die Lehrer der Fönizier wurden." Auch meint er, daß es ״spätestens MoseS war, der den Jfraeb) Jos. Alterth. I. 2, 3. Seltsame Hypothese Landau'S: Wörterbnch 3. 374. 4) I L. Studach, die Nrreligivn und das Uralphabeth. Stock- Holm, Bonnier 1856. Gosche sagt über dieses Buch a. a. O.: ״Unsere irdische Fassung übersteigt Siuvach's Urreligion so sehr, daß ich ihm durch nüchterne verständige Beurlheilung leicht Unrecht,11)»« könnte." 5) Berach 54, a. S. Jez. Astf. 6) Die Erfindung des Alphabets. Eine Denkschrift zur Jubelfeier des von Guttenberg im Jahre 1440 erfundenen BücherdruckeS. Verfaßt vnn Dr. Ferdinand Hitzig.Zürich, Orell, Füßli und Komp. 1840. Imperialquart. 7) Kieler filologische Studien. Kiel SchwerS'sche Buchhandlung 164. S. 6. 9. I ■ Ilten ein Alphabet, geben konnte."') ״ES wäre dies", fügt De Wette hinzu, ״ein neues unermeßliches Verdienst um die Menschheit-Bildung, welches dem großen Gesetzgeber zukäme." ®) Saalsch ütz, der schon 1838 eine Monografie über die Buchstabenschrift veröffentlicht hatte , ") kommt in seiner 1855 erschienenen Archäologie der Hebräer ausführlich darauf zurück, seine frühere Ansicht vertheidigend, nach welcher die Buchstabenschrift aus Babylon stammt fl, 347). Wie Olshausen läßt Uhlemanu die Buchstabenschrift von den Aegyptern zu den Israeliten und von diesen zu den Föniziern kommen,'") während Levy mit Saalschütz Babylon für die Heimat der altsemitischen Schrift hält. ") Uhlemann stellt unter Berufung auf die bereits angeführte Notiz des Eusebius wieder Moses in den Vordergrund: ״Dieser schuf nach dem Vorbilde der Hieroglyphen für seine Landsleute nach dem Auszüge eine einfachere Buchstabenschrift" (2, 227.) Die Ordnung des hebräischen Alphabets wurde erst in neuester Zeit von Ed. Böhmer als das Produkt einer tief eingehenden lautlichen Reflerion dargestellt. '^) Welcher der angeführten Meinungen die künftige abschließende Forschung die Siegespalme reichen werde, wird die Zeit lehren. Aber selbst wenn der Ruhm der Erfindung der Lautschrift den Juden endgiltig abgesprochen werden sollte,'") so wird doch eingeräumt werden müssen, daß dieselben seit Moses im ununterbrochenen Besitze der Lamschrift geblieben sind. Daß die Schreibeknnst im alten Israel sehr verbreitet war, beweist die nicht geringe Anzahl vou Ausdrücken, welche sich auf dieselbe beziehen. ") Selbst zur Ausführung mancher Gesetze war der Gebrauch der Buch- 8) Lehrbuch der hebr. jüdische Archäologie. 3. Auflage §. 276. Anm. e. 9) Zur Geschichte der Buchstabenschrift in besonderer Beziehung auf Hebräer. Fönizier, Griechen und Aegypter. Königsberg 1858. 8. 10) Handbuch der gesammten ägyptischen AtterlhumSkunve 1, 172, 2, 229. 230. ") Zeitschrift der deutschen morgeuländischen Gesellschaft 12, 210. ”) Das. 16, 379. Vrgl. Sabb. 104, a. 13) Hitzig vermuthet, ״die ״Stadt der Schrift" (“)DD!קריר), auch, was damit gleichbedeutend, genannt (Jos. 15 , 15-16. Richter 1, 11. 12), könnte von dieser Eifinbung den Namen tragen." (S. 42.) Dieselbe Etymologie des “)ED findet sich auch bei älteren Forschern, s. Roseumüller, Bibl. Geogr II. 2. 306. Anm.; fie «st aber nichisweniger als sichergestell«. da “]£D nach dem Targum, dem Talmud und dem Syrischen auch ..Ufer, Hafen, Gestade" bedeuten kann. Sehr belehrend ist hierüber, was GeseniuS von FreSnet anfübrt: ״Le nom de Shafar 8' applique aujourd’hui non plus ä une ville en partieu- Her, mais ä une serio de viüages, situöes sur lacöte auprös de la co te de l’oeean Indien“ ^Thesaur. 608, b), woraus das biblische “)DD (1 M. 10. 30) erklärt wird. Die Lage der Stadt Kirjath Sefer lst zwar nicht genau angegeben. Nach den bezüglichen Bibelstelle» kann sie aber am Ufer des tobten Meeres gelegen sein. Hiernach wären רבי ר und DJD ‘P ebenfalls anders zu erklären, als,sie von Bochart und Andern erklärt werden. Die gegebene Etymologie ist bei der Forschung in Betreff des Geburtsortes Kaltir bereits deuützl worden, ohne daß sie jedoch aus das biblische Klrjath Sefer angemrnbet worden wäre. S. Rapoport in Kerem Ebemev 6, 38. Nr. 26. התור,,בתב (״. idd, מגלה .גיליון ,תו — .רשם .סחח. DDp, ,חרת .חרט ,חקק .באר ,טח ,אגרת .עט ׳חער הסוסר 1 ,דיוD1D.1ANS Jesaj. 8, 1. (חרט אגוש) wollten Manche schließen.

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