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Ben Chananja · 1864-10-19 · 42 (19.10.1864) · page 1

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Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
42 (19.10.1864)
Date
1864-10-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M 42. Sicfieiiter Jahrgang. SzegeLm, den 19. DßtoGer 1864. Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. Prännmerationspreis: Ganzjährig 7 fl-, balbj.3 fl. 60 ft., Viertels. 2 fl. öst. W. Einzelnevrummern «Skt. Man abonnirt bei allen Postämtern n. Buchhandlungen des In- und Auslandes. Vochenktatt für jüdische Theologie. Herausgeber und Redakteur: je 01^0 ml.*» 1iöw, Oberrabbiner zu Szegedin. Inserate find and. Redaktion in Szegedin oder an Hrn. /ranz Vagner in Leijljl'g zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr.--S Sgr. berechnet. Nedaltiiou: 3 Kronen-Gaffe, Politzer'sches Inhalt: Was war, was ist und was soll der Rabbiner sein. Bon, Herausgeber. — Korrespondenz. Ausland. London (Dankadresse an Montefiore.) Trier (Kultnszustände in Frankreich, Holland, Deutschland, Polen und den Donaufürstenthümern.) Inland. Losoncz (FriedenSvermittlung.) Losoncz (Berichtigung. Neueste Begebenheiten ) H. M. Büsärhely (JahrcSprüfnng.) Bouhhad (Guggenheimec.) Därda (Ankauf des Fried- Hofes.) Batkonya (Joschev Beßeßer.) Klausenburg (״Közlöny" von den Juden.) Neutra (Schulbecicht.) Bolechow (Chaßidäismns.) —Gingesendet — Erklärung. — Inserate. Was war, was ist, uui) was soli der .Möiuecfetn? Eine religionsgeschichtliche Studie. Erste Abtheilnng. Änknüpflmgspunkte iu der biblischen Zeit. (Fortsetzung.*) IV. Die Schriftgelehrten. Die neue Bahn, welche die forschenden Geister im letzten Jahrhundert des ersten Tempels einschlugen, ist die der allmälig aufkeimenden, beginnenden Schrift gelehrsamkeit. ,, Die Betrachtung der heutigen Preßverhältniffe führt zu der Ueberzeugung, daß es kaum einen Volksstamm von sieben bis acht Millionen Seelen gibt, der von der Erfindüng Guttenbergö einen so ansgedehnten Gebrauch machen würde, wie die Inden. Man braucht nur einige Nummern der Bibliografie Steinschneider's zur Hand zu nehmen, um über die Masse zum Theil sehr voluminöser jüd. Werke zu erstaunen, welche Jahraus Jahrein die Druckereien verlassen. Einen großen, wo nicht den größten Theil derselben bilden die neuen Auflagen der alteren Erzeugnisse des jüdischen Geistes. Diese Literaturmaffen find die Frucht von Jahrtausenden; selbst die Klage über Büchermacherei ließ sich vor zwei Tausend Jahren unter den Juden vernehmen, und vor mehr denn drei Tausend und drei Hundert Jahren war ihnen bereits die Buchstabenschrift bekannt. Ueber ihr Verhältniß zu letzterer dürften hier folgende Andeutungen nicht an Unrechtem Orte stehen , indem, die uralte Bekanntschaft der Juden mit der Buchstabenschrift mit zu den Faktoren gehörte , welche die frühzeitige Entwicklung der- Schriftgelehrsamkeit unter denselben begünstigtem,^יז:;’ Seitdem die Lesefertigkeit in weiten Kreisen verbreitet ist und der wissenschaftliche Jngendunterrichf mit dem Alpha- ') S. Nr. 23, 25, 28, 36. bete beginnt, wird auf die Großartigkeit der Erfindung der Buchstabenschrift wenig reflektirt; und doch kann dieselbe nicht genug bewundert werden!—Dem hörenden Ohre scheint die menschliche Rede aus einer unen dl ich e n Zahl von Lauten zu bestehen. Den Erfinder der Buchstabenschrift muß aber eine scharfe und feine Beobachtung zu der entgegengesetzten Erkenntniß geführt Haben,, daß nämlich alle Wörter der ihm bekannten Sprache aus einer begrenzten Zahl von Lauten bestehen, welche durch ihre mannigfaltige Zusammensetzung konstant dem Stoff der menschlichen Rede bilden. Der Erfindüng des Lautalphabets muß die Entdeckung vorangegangen sein, daß die lautlichen Beftandtheile der menschlichen Sprache keine unbegrenzte Verschiedenheit bieten, bei welcher man an der Ftrirung derselben sür's Auge verzweifeln müßte. Genial ist schon diese Entdeckung; noch genialer ist der Gedanke, dem Gesichtssinne das Vikariat des Gehörsinnes zu übertragen. Wilhelm v. Humboldt leugnete die, Möglichteit des Ueberganges aus einer Bilderschrift in eine reine Lautschrift- Aber selbst diejenigen,, die, wie Gosche, diese Möglichkeit behaupten J), werden nicht umhin können , der Erfindung der Lautzeichen die ihr gebührende Bewunderung zu zollen. Die Lehrer der Mischna geben der Buchstabenschrift supranaturalen Ursprung. Derselben Meinung waren unter den Neueren: Reggio in seiner Jugend, Rapoport in. seinem Alter und v. Donald. 2) Josefus, der von den astronomi- ') Zeitschrift der deutsche» morgenländischeu Gesellschaft 14, 161. Franz Pulßky hat in dem letzten Hefte der in ungarischer Sprache erscheinenden Büdapester Revue einen Aufsatz über den Ursprung der Schrift veröffentlicht, ohne jedoch die hierauf bezügliche Literatur vollständig zu kennen. . ... ... Thor.a min.Ha-Schamajim. Wien. Holzinger. 1818. F. 13. mit Bezug auf S M. 17, 14. Erech. Milliu 203 , b. Ahoth 5, 10. Raschi Peßach. 54, a. und Mel'ri im Komi«., zu Ab. a. a. O. Parchon 31. ä.: 2יי האותיות ודבור הבורא (?) אע״ם שכולן שוין Bonald Recherches philosoph. bei Frank, die Kabbala, S. 105. der Uebers. von Jellinek Anm. 1.

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