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Ben Chananja · 1864-07-27 · 30 (27.7.1864) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
30 (27.7.1864)
Date
1864-07-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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605 606 ein 100 fl. Der Herr vergelte jedem nach seinem frommen Streben und Wirken! 8. Wiefelburg, im Zuti. Die hiesige Gemeinde verehrt in der Person des Herrn W. Bauer in Ragendorf ihren Oberrabbiuer. Derselbe hält von Zeit zu Zeit erbauliche, zum Herzen sprechende Vorträge in der hiesigen Synagoge. Die Vorsteher der hiesigen Gemeinde haben den Beschluß gefaßt, die im Tempelhose befindlichen, der Gemeinde gehörenden Gebäude zur Schule, Mikwe und «schächterwohnung zu verwenden. X. Aus dem Cfanadev Komitate, Mitte Juli. Da die Maküer Gemeinde die größte Gemeinde unseres Komitates ist, hat die Besetzung des dortigen Nabbinates für alle Juden dieses Komitates nicht geringes Interesse. Die große Schwierigkeit bei der Besetzung dieses RabbiuateS liegt nicht nur in der Beschaffenheit der Elemente, aus denen diese Gemeinde zusammengesetzt ist, indem die Einen Freunde, die Anderen Feinde der Kultur sind; sondern auch in dem Umstande, daß der 22jährige Sohn des scl. Rabbiners Ullmann als gesetzlicher Erbe des Maküer RabbinateS austrilt, indem er sich auf dos rabbinische Gesetz (Jore Dca 245, 22) beruft. Nun ist eS allerdings wahr, daß R. Moses Sofer es nicht für ausgemacht hält, daß sich dieses Gesetz auch ans die Nabbinatc bezieht (CH. Sofer O. CH. Nr. 13); man wird es aber natürlich finden, daß der Maküer Prätendent das Gesetz zu seinen Gunsten anruft, und daß er darin von der Octhodorie unterstützt wird. Der zu wählende Rabbiner muß also jedenfalls darauf gefaßt sein, einen Rabbinatsprätendenten gegen sich zu haben. Die Theorie von der Erblichkeit der Rabbinate ist allerdings sehr mivernünftig; dies ist es aber, was sie der Maküer Orthodoxie ganz besonders empfiehlt. := Gr. Kanizsa, 18. Juli. Sir Moses Monlesiore hat an das hiesige Oberrabbinat und an den Gemeindcvorstand ein sehr freundliches Schreiben gerichtet, und dem hiesigen Frauenvcreine zum Behufe der von demselben eingeführten Bekleidung armer Mädchen am Jahrzeitstage des Todes der Frau Judith Montefiore 20 Pfund Sterling gesendet. n Ungvnr, im Juli. Der hiesige Rabbiner, Menachem Eisenstädter, hat ein hebräisches Sendschreiben seines sel. Vaters Maier Eisenstädter durch den Druck veröffentlicht und den orthodoxen Rabbiuen und Gemeinden zngescndet. Dasselbe wurde 1850 geschrieben, um die Gründung eines Rabbinerseminars zu hintertrciben. Der Sohn hält es für zeitgemäß, dem 'wieder aufgetauchten Seminarprojekte mit diesem Sendschreiben seines Vaters eiitgegenzutreten. Der Sabbincr Letsch in Szikßü hat den Großwardeiner Rabbiner Landsberger öffentlich für einen סושע erklärt, weil Landsberger seine Tochter einem Prediger zur Frau gegeben hat, E. Prag, im Juli. (Schluß.*) Das vom Prediger Dr. Kämpf herausgcgebene Werk ״Nichtandalusische Poesie andalusischec Dichter" — Prag 1858 bei Karl Bellmanu — welches seiner Vorzüglichkeit wegen zur Beförderung des Verfassers zum Professor an der hiesigen k. k. Univcrsität beitrug, soll, verbessert und mit vielen Zugaben vermehrt, in einer neuen Auflage erscheinen. Es werden in demselben nicht nur die historischen Punkte und Berichtigungen, die durch neue Ansichten v.ermehrt wurden, sondern auch viele Partieen, namentlich die des Moses ben E!ra, Jehnda Ha-Lewi 1c. in erweitertem Umfange gebracht werden. Von Ihrem Landsmann, dem wackern Rabbiner Rosenberg in Schüttenhofen in Böhmen, soll demnächst eine'״Geschichte des jüdischen Gottesdienstes seit dessen Entstehung bis auf unsere Tage" im Druck erscheinen. Der Prospekt ist bereits gedruckt. Der Verfasser sagt indemselben unter Anderm: ״Wenn sie (die Geschichte des jüdischen Gottesdienstes) sonst gar keinen Zweck mehr hätte-, als den Entwicklungsgang zu verfolgen, welchen der jüdische Gottesdienst seit seinem Entstehen bis auf unsere Tage genommen; die verschiedenen Phasen zu bezeichnen, welche seine;Formen und Formeln durchgemacht und die gesetzliche Basis anzugeben, auf welche all die Wandlungen sich möglicherweise berufen konnten, und können, so hat .sie, nach dem Erachten des gefertigten Verfassers in Bezug auf die friedliche Lösung der gottesdienstlichen Frage schon viel geleistet, wenn auch der wissenschaftliche Werth dabei unberücksichtigl bleibt." Daß die Ausgabe, die der Verfasser zu lösen über¬ *) S. vorige Nr. nommen, eine schwierige ist, muß gestehen. Wenn es auch nur ein Dersuch bleiben wird, wie der Verfasser selbst es ausspricht, wird es immerhin dazu beilragen, die Forschungen auf diesem Gebiete reger zu machen! ישטטו רבים ותרבה הרעת", Herr Rabbiner Rosenberg ist durch seine in verschiedenen Zeitschriften gelieferten Arbeiten vortheilhaft bekannt. In dem Pränumeranten - Verzeichnisse sehen wir auch die Unterschriften der hiesigen Gelehrten. Auch wir wünschen dem würdigen Verfasser in seiiiem Unternehmen den besten Erfolg Auch auf das von dem rühmlichst bekannten Hebraisten und Lehrer des hebräische» Sprach- und Bibelfaches, Herrn Jonas Spitz, in Prag herausgegebene und nächstens in neuer Anflage erscheinende "ארץ צבי" das biblische Palästina, zum bessern Verständnisse der heiligen Schrift in geographischer Beziehung für Schul- und Privatgebrauch re. machen wir die geehrten Herren Schuldirektoren und Lehrer aufmerksam. Wir hatten hier oft Gelegenheit, uns zu überzeugen, welch erheblichen Vortheil dieses Buch beim Bibelunterrichte gewährt. Es machte einen besonders angenehmen Eindruck auf uns, zu sehen, daß den Schülern die Kcnntniß des heiligen Landes in geographischer, wie in geschichtlicher Beziehung ebenso geläufig ist, wie die ihres nächsten Vaterlandes. Es wird dieses Buch in der Hand aller Lehrer und Schulen sicherlich zum Vcrständuiß der heiligen Schrift beitragen. Wir wünschen dem Buche, daS bei seinem ersten Erscheinen von den hiesigen Gelehrten Rappoport und Kämpf und von dem in Gott ruhenden Kolliuer Rabbiner Daniel Frank bestens empfohlen wurde, die weiteste Verbreitung. Inserate. Konkurs. (2-3) Für die hier zu errichtende Commercial-Schnle wird ein geprüster Realschullehrer, der nächst Comercialien im Hebräischen und Französischen vollständig Unterricht ertheilen kann, gesucht. Die Aufnahme geschieht vorläufig auf drei Jahre mit einem jährlichen Gehalte von 700 fl. ö. W. und wird bei erlangter Zusriedenheit eine Besserung von 100 fl. in Aussicht gestellt. Bewerber um diese Stelle wollen ihre BefähigungSzeugnisse bis 15. September a. c. an den Gefertigten einscudeu. Baja in Ungarn, im Juli 1864. Simon Spitzer. Wir erlauben uns, einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß wir unterm heutige» dem Herrn L. ־ע. Weil, Wieden, Margarethenstraße 31 in Wien, die Vollmacht gegeben haben, für unsere sei 1855 bestehende WMtM für “" , Inserate und Reklame für alle europäischen und überseeischen Zeitungen anzunehmen, und haben wir denselben in den Stand gesetzt, daß er solche zu den Originalpreisen und ihren Aufschlag von Porto oder Pro- Vision berechnen kau». Indem wir uns erlauben, Sie hiervon in Kcnntniß zu setzen, versichern wir Sie der promptesten Ausführung Ihrer werthen Aufträge und bemerke» noch, daß unser ZeitungSverzeichniß bei unserm Bcvvllmächtigten eingesehen und derselbe jede Auskunft zu geben bereit sein werde. Frankfurt, 15. Juli 1364. Otto Mollien in H'rrnkLurt n. M. Unrrjsqrrjiein & Vogler in Hamburg. Szegediu, Aelbstvrrlag der Üedaktlon. Leipzig, üommtsstous.Vrrlag von Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin. Hierzu fünf Viertelbogen Beilage.

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