Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 30 (27.7.1864)
- Date
- 1864-07-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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608 604 haben. Sehr bedauerte ich, daß er schon nach einigen Tagen unserer Bekanntschaft von hier abreisen mußte. Die jüdische Wiffeufchast kann noch Vieles und Großes von diesem jungen Gelehrten erhoffen. -- Mancher Israelit wird auch begierig sein, zu erfahren: היש פה ׳מהונם ללון? היש סה עץ כמאכל ob nämlich a»ch hier ,in gutes jüdisches Gasthaus ist, in welchem derjenige, welcher noch auf Kofcheressen hält, solches haben kann? Es freut mich, dies aus eigener Erfahrnng bejahen zu können, und kann ich das Hotel Wolf, in welchem ich logire und esse, in dieser Beziehung aufs Beste empfehlen. Dieses Hotel Wolf גלל את חרטת שאר אכסניות ישחאל מעלינו wälzt den schlechten Ruf, welchen gewöhnlich die jüdischen Gast- Häuser haben, gänzlich von sich ab, man hat hier schöne, gut eingerichtete Zimmer, sehr gutes Essen, und vorzügliche Bedienung, so daß dem Gaste nichts zu wünschen übrig bleibt, und dies Alles für mäßige Preise, alles ist streng כשה nnd speisen hier auch die strengsten Orthodoren aus Holland, Rußland, Polen und Deutschland 1c. Auch das andere jüdische Gasthaus ״Hotel Wiesbaden" wird allgemein gerühmt. — Für einen erbauenden, erhebenden und belehrenden Gottesdienst am Freitag Abend und Sabbath Morgen, der שור, לכל נפש ist, indem er alle religiöse» Richtungen befriediget, ist durch den hiefigrn sehr liebenswürdigen, gefälligen, gelehrten und strebsamen BezirkSrabbincr, Herrn Dr. Hochstädter, anfs Beste gesorgt. Vielleicht, daß ich in meinem Berichte noch speziell auf den Gottesdienst nnd die Leistungen des Herrn Dr. Hochstädter wieder zurückkomme. Derselbe wird Ihnen seine neuen Arbeiten zuschicken und im ״B. CH." mitarbeiten.*) Für heute muß ich abbrechen, ich habe mit Borstehendem schon gegen die Kur-Diät stark versündigt. Nun שלוחי מצור, אין נזקין 2- Kahn, Oberrabbiner in Trier. P. Amsterdam, 10. Zuli. Zm Hause des hiestgen Buchdruckers Z. Lewisson, Zwanenburgerstraat Nr. 198 wird am 6. und 7. September l. I. eine Bücherauktion staitstnden, bei welcher zumeist hebräische Werke, darunter Raritäten, zum Verkaufe kommen. Auch 17 Manuskripte, darunter Autographe, werden ausgeboten. Dieselben sind theils filosofischen, theils poetischen, theils halachischrn und haggadischen Inhalts. Zu letzteren gehört eine Erklärung des Chad Gadja von N. Jonathan Eibeschütz. Von dem in d. Bl. von Delta Torre besprochenen Purim-Traktate sind zwei Handschriften vorräthig, deren jede einen andern Anfang hat. Das von Dr. Zellinrk edirte Nofet Zufim von Messer Leon wurde vor 1480 in Mantua gedruckt. Dabei befindet sich ein handschriftliches Blatt von Sal. Dubno, worin Ort und Zeit des Druckes besprochen wird. Denselben Gegenstand bespricht Samuel Mulder in vier handschriftlichen Blättern. Aus den sonstigen seltenen Büchern nenne ich Ha-Teruma von R. Barnch. Venedig 1623. Tabnith Hechal über den jerusamlischen Tempel. Amsterdam 1650. Inland. Pest, im Juli. Der brave Lehrer Rosenberg hat dieser Tage folgendes Dekret erhalten: Z. 52,613. Nachdem Sie seit Ihrer vom 30. September 1660 erfolgten Ernennung vom Nnterlehrer znm Klassenlehrer der israelitischen Mädchenschule zu Pest bereits die gesetzlichen Probejahre zur allgemeinen Zufriedenheit zurückgelegt haben, so werden Sie den bestehenden Gesetzen zu Folge nunmehr definitiv in der Eigenschaft eines Musterhauptschullehrerö ernannt, wovon Sie hiermit in die freudige Kenntnißnahme gesetzt werden. Ofen, am 1. Juli 1864. Von dem köuigl. ung. Statthaltereirathe. Pöchi Ferenez w. p. Rubi Antal m. p. •) 3ch erlaube mir, Herrn Dr. H. recht herzlich darum zu bitten. Red. Z. Ofen, im Jnli. In Angelegenheit des zu gründenden Lehrer- Vereins wird rüstig gearbeitet, und verdient der Vifer, welchen Herr Direktor Lederer bei der Angelegenheit an den Tag legt, die vollste Anerkennnug. Um von der hohen Statthalterei eine günstige Erledigung des von den Lehrkörpern der Pest-Ofner und Altofner Schulen eistge-. reichten, Gesuches zu erlangen, haben fich vor wenigen Tagen die Herren Lederer, Oberlehrer Kohu und Rosenberg dem Statth'altekeitäthe des Vereinswesens vorgesteNt, um ihm die Sache ans Herz zu legen. Wie mein Gewährsmann mich verfichert, sollen die Herren die Verficherung erhalten haben, daß die hohe Statthalterei dem .zu gründenden Verein nichts in den Weg legt und sich über dessen Zustandekommen recht herzlich freuen wird. Vom Lehrer L. M. Bauer wird in nächstens eine Geographie für Haupt- und Mittelschulen erscheinen, welche in jeder Beziehung vortrefflich gehalten sein soll. Dieselbe ist dem Oberstudiendirektor und königl. Rath Dr. Feßtl gewidmet. Nächstens hiervon mehr. Herr C. L. Posner hat abermals 10 Stück Dukaten nur zur Vertheilung an christliche Schulkinder geschenkt!! 8. Ofen, 15. Juli. Vor einigen Tagen erfreute sich unsere öffentliche israelitische Schule eines angenehmen Besuches. Der Herr Bürgermeister PaulovitS in Begleitung des städtischen Direktors v. Pellort überraschten nämlich die Anstalt gegen 9 Uhr Vormittags und verweilten daselbst bis 12 Uhr. Der Oberbürgermeister hatte die Freundlichkeit, seine vollste Zusriedenheit mit den Leistungen der Anstalt auszusprechen und versprach zur Jahresprüfnng uns mit seinem Besuche zu beehren. Bekanntlich erhält die Ofner jüdische Schule von der Stadt» kommune freie Heizung. Oberstudiendirektor Feßtl wird uns leider schon mit nächstem Schuljahre verlassen, da er zum Fünfkirchnec Domherrn ernannt wurde. Es ist dieser Verlust um so schmerzlicher, als Hr. Feßtl gewisse Männer,'die, weil sie mit Papier und Schreibreqnisiten Handel treiben, häufig in früheren Jahren mit Schulräthen verkehrten, nnd in Folge dessen fich als Schulmänner geritten , mit Energie ans einem ihnen völlig fremden Gebiete znrückwieS. — Die Rabbinerfrage soll demnächst bei uns wieder ventilirt werden, da unser Gemeinde- Vorstand zur Einsicht gekommen ist, daß ein geistiger Aufschwung unserer Gemeinde sich durch nnsern polnischen' Chasan allein nicht erzielen ließe.' In unserer Nachbargemeinde Altofen wird vom Rabbiner Hirsch den סח□ יינס Trinkenden von der Kanzel aus hart zu Leibe gegangen. Der überaus fromme Seelsorger ergreift jede Gelegenheit, nm für das Wiedereinsühren des seit mehr als 20 Jahren in Altofen vermißten Erub zu plaidiren. ב״ק Fünfkirchen, im Juli. Um fich nicht mehr den bitteren Erfahrungen der Intoleranz Seitens der hiesigen Christenwelt preiszugeben, gründet unsere Gemeinde ein ״Handels-Kasino", »welches, wie wir hören, schon am 1. Oktober eröffnet »nd unter dem Namen ״jüdisches Kasino" bestehen wird. In demselben werden aber auch Nichtjudrn freundlichst ausgenommen; jedoch will unsere Gemeinde dartn jüdischen Geist vorherrschen lassen. Es sollen in demselben alle jüdischen Zeitschriften gehalten werden. Wie dieses Kasino erhalten werden wird, werden wir ei» anderes Mal darthun. Vorläufig wollen wir nur den nachahmenswerthen Ernst und Eifer für die Lute Sache beloben, mit welchem der Vorstand, namentlich die Herren Jakob Justus unser vielbeliebter, wackerer Vorsteher, ferner Ad. Engel Vorgehen. Das Hans mit dem 20 Klafter langen Garten ist bereits angekauft und die sonstigen hierzu erforderlichen Bauten sind begonnen. Schließlich sei eö mir noch zu erwähnen erlaubt, daß HerrJoachim Tr ent sch in er alljährlich 60 fl., Herr Adolf Engel 24 fl. der תלמור חורה zukommen lassen. Der sel. Simon Engel, ein Mann aus dem Mittelstände testirte der 50 ת״ת fl., dem חולים KD1>Ver-