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Ben Chananja · 1864-05-04 · 18 (4.5.1864) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
18 (4.5.1864)
Date
1864-05-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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366 ־ 365 liche und sprachliche Erläuterung. — Außerdem wird allwöchentlich die Sidra kursorisch gelesen. Von den Profeten im 1. und 2. Jahre die historischen Bücher; im 3. Jahre Jesajah und die kleinen alteren Profeten; int 4. unb 5. Jahre Jirmijäh und Jechezkeel und die übrigen kleinen Profeten. Von den Hagiographen im 2. Jahre Nuth, Chronik und ein Theil der Psalmen, im 3. Jahre Fortsetzung, der Psalmen und die Sprüche Salomonö, im 4. Jahre Daniel, Esra, Nehemia und Ester. — Kommentar vorzüglich Nascht und Redak. — Sprachliche und historische Erläuterung je nach dem Stande der Schüler in Grammatik und Geschichte. Im 5. Jahre wird allgemeine Einleitung in die heilige Schrift vorgetragen. 2. Hebräische Sprache. §. 15. Ziel des fünfjährigen Kurses: Vollständige Kenntniß der Formenlehre, der Syntar und des prosaischen Accentsystemö, Fertigkeit im Uebersetzen und Kömponiren kleiner Aufsätze erzählenden und beschreibenden Inhalts und einige Bekanntschaft mit den nachbiblischen Sprachformen. Bei Be- Handlung und Vertheilung des Lehrstoffes sei der Lehrgang methodisch, Ererzitien mit Hinweisung ans biblische Sprachformen, und die poetischen und prosaischen Schriften der spanischen und italienischen ׳Schule. 3. Talmnd. §. 16. Im 4. und 2. Jahre Tr. Val׳. Mez. Ab sch».- 1—3 und 5—8 mit Tosaf. Maharscha und Ascheri, im 3. bis 5. Jahr Tr. Kethub. Abschnitt 2—9 mit denselben Kommentaren nebst Alfaßi und dessen Kommentator-. —- Nebst dieser Haupllektion werden, während:! der 5 Jahre die!Tr. Peßachim, Beza, und Makkvt kursorisch mit Naschi.und. Ascheri durchgenommen.. Einzelne wichtigere Partieen z. B.. Abschn. 2., 3. und 7. in Pessachim, Beza, Makkot (einzelne Materien) werden eingehend behandelt. Beim Vortrage des Talmuds — nebst der h. Schrift Hanptgegenstand des Gesammtunterrichtes und Grundlage der übrigen theologischen Disziplinen —^ muß die, diesem Studium eigene dialektische Lehrweise, ohne welche׳ ein tieferes Eindringen ׳in dasselbe unmöglich ist, durchgehends eingehalten, dabei streng logische Auffassung und Anregung des selbstthätigen Nachdenkens der Schüler. — Oestere Eramiuatorien und Ererzitien sollen die Schüler zur Neproduzirung,des Gelernten und im Anffassen des noch nicht Gelernten durch eigene Präparation leiten. In den höher» Klassen sollen Schüler für jede Lektion sich soweit vorbereiten, daß sie den. Talmndtert mit Naschi und Tofasot genau durchlesen,, die von letzterem zitirten Stellen Nachlesen, und den wesentlichen Inhalt inne haben.. Durch jedesmaliges Resumiren und übersichtliche Zusammepstellung der Resultate der Diskussionen, G,ruppirung der verschiedenen Meinungen, Anleitung der Schüler, diese Operationen selbst auözuführen, soll allmalig prinzipielle Änffassnng und systematisches Talmudstudium überhaupt angebahnt werden. 4. Geschichte der Juden. , 8- 17. Im 1. und 2. Jahre: Von der Einwanderung in das heilige Land unter Jehoschna bis zum babylonischen Eril, verbunden mit einem Abriß der Geographie deS heiligen Landes. — Im 3. Jahre : von der Zeit des babylonischen Erils bis zur Zerstörung deS zweiten Tempels mit ausführl. Behandlung und besondere Berücksichtigung der religionsgeschichtlichen Momente. — Im 4. 3:1 von der Zerstörnng des zweiten Tempels bis zum Abschluß der Geonim- Periode mit besonderer Beachtung des religiousgeschichtlichen Theiles. — Im 5. Jahre: Uebersicht über die Geschichte der Juden bis auf unsere׳ Zeit. B. Obere Abtheilimg. ' Lehrgegenstande^ 81 .18 ׳. Bibeleregese. 2. Hebräische und aramäische Sprache. 3. Talmud. Rituallehre (rituelle Praxis.) 5. Midraschim. 6. Geschichte der Juden. 7, Religionsfilosofie und Ethik. 8. Einleitung in die Mischna und Talmud. 9. Pädagogik und Katechetik. 10. Homiletik. Behandlung der Lehrgegenstände. 1. Bib eleregese. 8- 19. Pentateuch auch in den oberen Abtheilungen minbestens einmal durchgenvmmen, mit steter Rücksicht auf Targumim (Jonathan. Jeruschalmi) und die Septuaginta, und die Benützung des Kommentars des Aden Esra und Ramban. Dabei Hinweisung auf ältere und neuere Uebcrsetzer, Kommentatoren und Eregeten und einschlägige Literatur. Von Profeten Jesajah und von Hagiographen, .Psalmen nochmals mit den wichtigsten Kommentatoren und Eregeten, Historisch-lokale. Erklärungen, Resultate der neueren Forschungen, ferner Jjob, Kohelet, hohes Lied und die wichtigsten Bücher der Apokryphen, besonders Makkabäer-Bücher gelesen. An das biblische Quellenstudium schließt sich: Einleitllng in die einzelnen Bücher der heiligen Schrift. 2. Hebräische und aramäische Sprache. 8- 20. Ergänzung der Lehre von den Accenten, metrisches Accentsystem,, Formenlehre der /aramäischen Sprache, Targumim in sprachlicher Beziehung, Charakteristik des ar^G maischen und Verhältniß zum hebräischen Idiom. — Geschichte der hebräischen Sprache und Sprachwissenschaft, Massoreten, Wesen nnd Form der Massora, einschlägige Literatur, Punktatoren, . Alter und ׳Entwicklung des' Punktations- und Accentsystems. — Grammatiker, Proben aus Chajjug, Menachem, Dunasch, Aden Esra, Kimchi, neuere 'Systeme, Nachbiblische Sprachmonumente, ältest^ Stücke der Liturgie. Sprache der Mischna , arabische und spanische Dichter, sesar-

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