Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 14 (6.4.1864)
- Date
- 1864-04-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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285 286 ten; bicfed מכבן ומכאן aber kann nur dann seine Begründüng finden, wenn wir eine ungrammatikalische aber witzige Uebersetzurig der Worte AquilaS annehmen. ״Tod und Leben" in der Mitte ist die Hand der Rede!" also Tod auf der einen und Leben auf der andern Seite. Ob diese Erklärüng mehr Wahrscheinlichkeit hat, als die bisher bekannte, überlassen wir dem Urtheile der Gelehrten. Wir ,aber schließen für heute diese Zeilen mit der Ueberzeugung, daß durch prüfende Vergleichung mit den Resten der griechischen Version noch Vieles für das Midraschische, ja selbst für das halachische Schriftthum zu gewinnen ist, und in dieser Ueberzeugung wollen wir, wenn der Herr Redakteur uns Raum dafür gestattet *), in diesem geschätzten Blatte nächstens unsere Wanderungen auf diesem Gebiete wieder aufnehmen. Amnerkungkn. ') Hieron. zu Jes. I, XXVI. Hod. d. bibl. text. Orig. p. 588. Vrgl. Eichh. (Still. I, S. 368. — ל Diese Benennung, die »ns Hieron. erhalten, will vielleicht nichts anderes sagen. als ל — *מלה במלה a. a. O. in dem Talmud und Midr. — ל Just. dial. c. Tryph. p. 130. Auch Herr O. R. Dr. Zipser B. CH.' 1863 Nr. 10 S. 104. schreibt ihm eine polemische Intention zn. — ל Midr. Rabb. H. L. 77. — ל Wirklich hat die Midrascherklärung auf die chrtstl. Eregesis eingewirkt. Clarius z. St. ״Hic scriptura praemonstravi t gentes illum incarnatum agnituras ,• quanäoquidem cum adbuc sine carne esset visum in camino Nabucbodn. indicavit et filium Dei esse illum confessus est“. -- Dagegen Vatablus z. St. 16 לבר אלהין- Angelo, non enim intelligitur de Christo sed Angelo, ut statim exponitur cum dioitur v. 28: qui misit ״Angelum“ suum. — ל Ber. Rabb. 8. 98. — ל Bettr. II S. 65. Note 63. — Allensalls ist das Wort in Sabb 1. c. verschieden von dem Bab. kam. 30 a. —'9) Die betreffenden Worte des Hieronymus lauten : Lar et filius dici.tur et electus etc. etc. in ipso corpore ne violentus vi derer interpres et Judaicae calumniae locum darem dixerim: adorate pure sive electe quod Aquila quoque et Sym. transtulerunt. — לי B- CH. 1863. S. 182. — ") B. Mez. 87 a. — 'ל Synh. 45 a. — לי Ber. Rabb. z. St. — 'ל Naschi z. St. יעזלהבר־ר ב^הרה □Ni 5י - ממהלוקוס של צד נהברנו בהלק על צר תנשאו ,וכד) Midr. Rabb. z. St. — לי Mcor. En. cd. Mant. Bl. 146. ff. - ") Die einschlägige Schrift der H. Pf. Anger besitze ich nicht, die beregte Stelle kenne ich ans dem Aufsätze des H. N. Brüll. B. CH. 1863. S. 234. — לי Die Genitivendnng hatte entweder Aguila selbst nicht, oder sie wurde beim Ausschreibett, wie im Midrasch üblichweggclafsen. . Ä o r r e s p o n d e tt 5. Ausland. Paris, i. April. Wie Sie bereits aus den ״ArchiveS" ersehen haben, hat Herr Albert Cohn 100 fl. als jährlichen Beitrag für die von der Alliance in Tetnan und Tanger errichteten Schulen gespendet, und zugleich seinen edlen Entschluß zu erkennen gegeben, für jede von der Alliance zu gründenden Schnle 50 fl. beizutragen. Herr Goldschmidt hat zn demselben Zwecke, 500 fljährlich nnterzeichnet. Baron Salouion v. Rothschild hat das kaiserliche Exequatur als *) Mit vielem Vergnügen. Red. baierischer Konsul rrhalten. Der Artillerie-Kapitän Zsak Meyer ist zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Bei Enthüllung des Halevy- Denkmals, die am 17. v. M. stattfand. Wae die hies. jüdische Gemeinde nicht rcpräsentirt. da man die Aufstellung einer Büste mit den Gesetzen des Judenlhums nicht übereinstimmend fand. Inland. Wien, 1. April. Herr Josef Goldstein, Kantor am Tempel in der Leopoldstadt, und sein Chorpersvnal haben gestern an Professor Sulzer zu dessen 60. Geburtstage folgende Adresse gerichtet: Verehrter Meister! Die Unterzeichneten rufen Ihnen zum 60. Geburtstage, den Sie heute unter Gottes Beistände und zur Freude von ganz Israel feiern ein herzliches ״Jejascher cochecha" zu! Mögen sie noch lange die Herzen der Andächtigen durch Ihren himmlischen Gesang erheben und erbauen- Gestatten Sie uns aber, die Bitte an Sie zu richten, daß Sie um Ihres Seelenheils Willen und um den frommen Chaßidim-RabbiS in Ungarn zu genügen, in dem zweiten Theile Ihres ״Schir Zion" dem ״alten" jüdischen,Gesänge einen Platz eiuräumen mögen.'Wir erlauben uns daher, auf Anrathen uralter Chasanim, die von den modernen Schtr-Accum nichts wissen , Ihnen folgende Melodien für die hohen Festtage vorzuschlagen. Für Kiddusch aus den ,Pnritanern." — Für Melech eljon eine Polonaise. — Für Unesane Tokef aus ״Robert." — Für Keduscha aus der ״Tochter des RcEMkNts." —Für Hajom haras olom aus der ״Hochzeit des Figaro." — Für Schluß-Kaddisch einen Ländler. — Für die Aboda ans ״Norma." Diese Melodien, die durchaus nicht in die Kategorien von Schice Aeeum gehören und die von orthodoxen Chasanim zur allgemeinen Erbauung der ״wahren" Inden gesungen werden, werden hoffentlich die ckaßidäiscken A^biS. die nie eine Oper gehört haben, befriedigen und den Bann lösen, der den 6. Theil Ihres Schic Zion getroffen hat. Mit dem Ausdruck aufrichtiger Verehrung. Folgen die Unterschriften. Ofen, 3. April. Die Konferenzen sind also geschloffen. Sie verliefen glücklich, wiewol die Orthodoxie sich zu keinem Waffenstillstände entschließen, und ihrer Agitation gegen das, Seminar kein Ziel setzen wollte. Von einem Resultate kann in diesem Augenblicke noch keine Rede sein, da die Kommission nur ein berathendeS Votum Halle, und die maßgebende Entscheidung der hohen Regierung erst später erfolgen wird. In der ersten, am 30. v. M. stattgehabten Sitzung kam die Vcr- Wendung des Schulfondes zur Sprache. Die wichtigsten, hierauf bezüglichen Vorschläge sind: Vermehrung der Volksschulen, besonders im nördlichen Ungarn; Gründung neuer Präparandien. Die Verbesserung der bereits bestehenden Präparandie ist nicht zur Sprache gekommen. Der Ihnen in seinen Grundzügen bereits mitgetheilte Entwurf für das Seminar ist ganz angenommen worden, lieber den Ort, wo das Seminar seinen Sitz haben soll , ist noch nichts entschieden. Dr. Meisel sprach für Pest; Dr. Steinhardt dagegen. Vorsteher v. Schoßberger besänftigte erster» mit den Worten: Beruhigen Sie sich, Herr Oberrabbitter. Für Sie ist es ja besser, wenn, das Seminar nicht in Pest ist; denn jeder der acht Professoren würde sich mit Ihnen zanken. Die Wahl schwankt zwischen Altofeu, Papa und GyönygyöS; Szegedin wurde ebenfalls vorgeschlagen, ohne daß jedoch der Vorschlag unterstützt worden wäre. Se.'Exzellenz der Vizepräsident dee Statthalterei, Herr v. Huebert, führte den Vorsitz. Außerdem war noch ein Constliarius, ein Sekretär und ein Conzipist gegenwärtig. Der Herr Präsivent war nttauSsprechlich liebenswürdig; nur Herr Kalman Pappenheim ans Preßburg, der das Wort Autonomie fallen ließ, zog sich eine Rüge des PräfidiumS zu. ׳< Alfred Stein e r.