Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 14 (6.4.1864)
- Date
- 1864-04-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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279 280 Oberrabbiner Dr. Zipser das ״<ty«£a<m natdsiag“ der LXX. dem Aquila zuschreibt'! ^°) — Weniger Gewissen macht sich Symmachos daraus, dem hebräischen Worte jene Bedeutung zu unterschieben, welche die Wurzel im aramäischeu führt, ein auffallendes Beispiel hiefür liefert er zu Pf. 60, 8. ״ סיר רהציXtßtjg fiov״ ״Kessel meiner Sorglosigkeit" er folgt der.LXX. die ״iXnldog fiov'1 gibt und lautet es vom chaldäischen רחץ confisus 68t, speravit, ab; das Richtige hat Aquila Xovtqov fwv. Bei diesem feinen Sprachgefühle Aquilas, welches sich am klarsten darin offenbart, daß er in vielen Fälle» für das hebräische Wort ein griechisches zu finden weiß, das durch Alliteration seine Uebersetzung dem Originale bis zu einem Grade sprachlicher Verwandtschaft nahe rückt; bei dieser Aengstlichkeit, kein Titelchen der hebräischen Etymologie verloren gehen zu lassen, bedarf es gewiß keines weitern Forschens, was ihn zu seiner Uebersetzung bewogen haben mochte; es genügt, einen prüfenden Blick zu werfen auf die LXX. Auch in ihrem heutigen Zustande, nachdem ihr schon mancher Lappen aus Aquila und den Andern anklebt, und man findet es begreiflich, daß eine fortgeschrittenere Sprachkenntniß sich herausgefordert fühlen mußte, die Jrrthümer der alerandrinischen Uebersetzung zu berichtigen. Wie konnte sich Aquila mit einer Hermeneutik beruhigen, die z. B. 1. Mos. 18, 12 אחרי בלתי' היתר. לי ער הנה liest? Gegen die Uebersetznng des Aquila, die uns zu diesem V^e erhalten blieb, hege ich Zweifel, ob da nicht der Eingangs berührte Fall, vorliegt, daß nämlich die Namen Aquila und Symmachus vertauscht wurden. Es soll nämlich Aquila das בלותי durch ״find to xaTUTQißrivcu“ geben, welches genau der Etymologie ך י "אחרי שנתבלה הבשר entspricht, während Symmachus ״fi'sru to ,naXoucodrivcu״ haben soll, womit Onkelos und Ps. Jonathan übereinstimmen ״.בתר רסייבית״ — Erwägt man nun, daß es Aquila ist, der die Alliteration zwischen dem hebräischen und griechischen Wort anstrebt: 7—בלהtalcuaf daß ihm (Waj. Rabb. 8. 33) zu Ez. 23, 43 לבלה נאופיס die Uebersetzung nalcud zugeschrieben wird, und daß er die einmal gewählte Uebersetzung für dieselbe Radir gerne durchgängig beibehält, so wird man geneigt sein, auch hier das 7taXeucüvr(vcu für ein Eigenthum des Aquila zu halten. — Ebenso erscheint uns 1 Mos. 2, 23 ein Rest der aquiläischeu Uebersetzung dem Symmachus zugeschrieben: ,לזאת ילךא אשה וכו' avz1\ xh/ü-ymzat avdgtg, ozi x. r. 1. — Die griechische Diktion trägt hier ein Kleid von ganz fremdem Schnitte, avJQig ist kein hellenischer Ausdruck, es ist die Erfindung eines Uebersetzers, der sich wenig darum kümmert, ob der Grieche seine Redeweise schulgerecht findet, wenn nur der hebräischen Sprache dadurch ihr volles Recht wird, eines solchen Barbarismus aber hätte sich der nach Eleganz im Griechischen strebende Svmmachus nicht schuldig gemacht, während diese Uebersetzung ganz dem Genius des Aquila entspricht! -Konnte sich ferner Aquila mit der Leseart der LXX. 1 Mos. 27,11. die ans Lächerliche streift "!וישב אחם אברם,, zufrieden geben? Aqmla hat für "״ ״וישבansaoßrjasv" bad Wort ist vortrefflich gewählt, es drückt genau den Begriff des ״Wegscheuchens". aus und macht auf den Gleichklang zwischen וישב und aoßta aufmerksam. — Diese Beispiele, denen wir noch viele andere anreihen könnten, beweisen zur Genüge, daß Aquilas Uebersetzung aus einer inneren Nothwendigkeit hervorging, da die Jrrthümer der LXX. auch oft von der Art sind, daß sie religionsgesetzliche Vorschriften entstellen, wofür ein Beispiel noch hier seinen Platz finden möge: 1 Mos. 9, 4. אך בשר בנפשו רמו. Gegen d^ll Wortlaut der Schrift und gegen die Halacha, welche (Synh. 57, a.) diesen Vers auf אבר מן החי bezieht, hat LXX; ״nXrjv XQsag iv cdfiazt ^pvyrjg 00' (£aj־60׳d's,״ was auf den Genuß des Blutes zu beziehen wäre, übereinstimmend mit der Tradition und den Thargumim hat Aquila ״h avzov dipa. airöv ״was die halachische Deutung sehr .gut zuläßt. Zu den früheren Beispielen von Alliteration in der Aquilaischen Uebersetzung fügen wir noch hinzu: 1 Mos. 32, 13. בסבך, welches LXX. und Theod. unübersetzt. lassen, wählt Aquila das anklingende ״ßvyvog.“ Trefflich in dieser Art ist seine Uebersetzung zu 2 Mos. •19, 13. ירה יירה, LXX. fyat: ״xaTaTo^svd'rjßsTai״ genau auf das Schießen mit dem Bogen hingewiesen. Aquila hat dafür ״(;otCycm״ ירה.—^or^w gehört zur Klasse der natürlichen Laute, es drückt sowol das Schwirren des Pfeiles, als auch das,Geräusch eines heftigen Sturzes aus, und stimmt ganz gur zur talmudischeu Auslegung ״(2י מנין שבדהייה ת״ל או ירה יירה so hat auch Onkelos אשתדא׳ ישתרי. — Nachdem wir in diesen Beispielen, denen wir noch manche beifügen könnten, gezeigt haben, wie die Aufsuchung alliterirender Worte mit einen Grundzug der Uebersetzung Aquilas ausmacht/ wird es sehr wahrscheinlich, daß er sich 3 Mos. 23, 40 עץ. הדר den ״prächtigen" Baum durch עץ שתול על פלגי מיס erklärt hat, und ganz entsprechend dem Begriffe הדר als Attrib. von עץ wird seine Uebersetzung gelautet haben: ״xaQ710v £1ע0,גי iffvdQov“ und es wäre somit richtig, was in den rabbinischen Schriften von dieser Uebersetzung gesagt wird: תרגם עקילס הדר שהוא דר על פני המיס. Wo Aquila die hebräische Wurzel beibehalten kann, da vertauscht er sie mit keiner griechischen: 1 Mos. 18, 6. שלש סאיס LXX. tqik hetqu, Aquila dafür ״cr<m*״ — zu Ez. 27, 24 ובגנזי bildet er sich aus dem hebräischen ein Wort nach griechischer Form, er übersetzt ״iv fmytotoig11— Dan. 3, 21. בסרבליהזן Aquila.o-M zozg ßaqaßaQozg avzcov. Im Midr. Rabb. H. L. 77 findet sich eine zweifache Erklärung dieses Wortes ר־.יורן אמר בגוליהן ור״ה אמר במוקסיהן — Mussafia 8. r מקס sagt von letzterem בל״י כובע ומצנפת