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Ben Chananja · 1864-03-30 · 13 (30.3.1864) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
13 (30.3.1864)
Date
1864-03-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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261 262 Hatte der Midraschsammler diese Ansicht dem R. Iehuda untergeschoben, so ließ er den R. Nechemja sodann die eigentliche Meinung des N. Iehuda übernehmen, und für die ursprüngliche Ansicht des R. Nechemja schuf er sich als Autor die ״Gelehrten." Auch die Pesikta rabbathi führt diese Sage (Piska 14 s. f.) in einer Weise an, daß man die Abhangigkeit dieses Midrasch's vom Jalkut sofort erkennt. 13. Ibid. v. 8. ״ מצקי ארץCardines terrae“ die Riegel der Erde (Vulg.) Der Kommentator korrigirt: ״Es seien hierunter ״die Bedrängten der Erde", das sind die ״Armen an Geist und Niederen an Herz" verstanden, durch deren Verdienst die Erde bestehe. — Im Talm. Jomer 38 wird diese Stelle also erklärt: “i-j;ראה הקכ״ר־. עזהצד־יקים מועטין ושתלן בבל דור ודור שני כי ל״ה מצקי ארץ וישת עליהם חבל, א״ר הייא בר אכא א״ר אפילו כשביל צדיק אהד נתקיים העולם שני וצדיק יסור עולם Es ist kein Zweifel, daß dieses die Quelle der im lat. Kommentar im Namen der Hebräer angeführten Ansicht ist; man sieht hieraus, daß der Begriff des צדיק״" und ״des Bedrängten" in Eins zusammenfällt, wie dies ja auch durch das Kri und Ktib von ענויבם und עניים öfters in der Bibel ausgedrückt ist. Das Targ. übersetzt ebenfalls diese Stelle mit וצדיקיא עבדי רעותיה שבליל להון תבל. Uebrigens scheint das ״pauperes spiritu et huiniles corde“ eine ungeschickte, allzuwörtliche Uebersetznng des hebräischen רוה נמוכה ונפש שפלה (cfr. Aboth. 5, 22) oder שפל רוח und ענוי לב zu sein. 14. Ibid. v. 22. ואת אשר ישבבן את הנשים. Die Vulgata übersetzt: ״Et quomodo dormiebant cum mulieribus,“ ״sie hätten den Frauen beigewohnt." Um solche Schandthat von Elis Söhnen abzuwälzen, erklärt unser Kommentator im Sinne des Talmuds: Nicht etwa, daß sie sich wirklich diese Schandthat zu Schulden kommen ließen, sondern weil sie den nach der Menstruation oder Entbindung im Tempel mit den gesetzmäßig vorgeschriebenen Opfern erscheinenden Frauen vor vollendeter Darbringung des Opfers zu ihren Männern heimzukehren riethen, und hierdurch gesetzlich unerlaubten Beischlaf veranlaßten, wird ihnen die ganze Schuld beigemessen. Deshalb macht ihnen auch Eli im folgenden Verse den Vor- Wurf, daß sie das Volk Gotteö zu Gesetzesübertretungen veranlaßten — (מעבירים עם הי) Auch in der talmudischen Literatur wird allenthalben gesucht, die Söhne Eli's zu entschuldigen, oder doch wenigsteus ihre Fehler mildernd darzustellen, ja es wird sogar (Sabbath 56 b) der als ein Irrender bezeichnet, der da glaube, die Söhne Elis hätten so schwer gesündigt. כל האומר• בני עלי חטאו אינו אל^1 פועה וכוי אלא מה אני מקיים אשר ישכבן את הגשים? מתוך ששהו את קיגיהן שלא הלכו אצל בעליהן מעלה עליהן הכתוב כאילו שכבום: Daß diese Erklärung nichts weiter als eine bloße j beschönigende Entschuldigung sei, sagt der Talm. jernsch. Sota I. 4. ausdrücklich : ר׳ חיתאד ידיש שלש מקחאות לשבח וכוי שהיו'הנשים מביאות קיניהן לטהר (** לבתיהן והיו משהין אותן וכד: Hiernach bestand der Fehler der Söhne Elis nur darin, daß sie die Darbringung der Opfer und somit die Heimkehr der betreffenden Frauen verzögerten; der lat. Kommentator geht weiter, indem er angibt, daß diese Frauen hierdurch veranlaßt wurden, vor ihrer Reinigung durch die Opfer heimzukehren; er hat offenbar ישכיבון für י שכבן gelesen, eine Lcseart, die auch vom Talm. jerusch, erwähnt wird 1) ישכיבון כתיב. B.) Im babylonischen Talmud kommt diese Leseart nicht vor, dagegen wird daselbst der Versuch gemacht, den Einen der beiden Söhne, wenigstens den Chofni, von 'der Anklage eines so schweren Verbrechend zu reinigen. (Sabb. 1. c.) אמר רב פנהס לא הטא וכוי והא כתיב אשר ישכבן? ישכבן כתיב. והא כתיב אל־ בני? א״ר נחמן בר יצחק בני, והכתיב מעביריכם? א״ר הונא בריר, דר׳ יהושע מעבירם ר** כתוב. והכתיב בני בליעל? מתוך שהיח לו לפנהם. : N'bn■ למהות להסני ולא מיהה מעלה עליו הכתוב כ^ילו’ Geiger irrt, wenn er (Urschrift p. 272) sagt, daß ״in den Talmuden durch die La. ישכיכון die Sünde ganz von ihnen weg auf Fremde gewälzt wird"; wer sollen die Fremden sein, denen die Sünde aufgebürdet wird? Daß die EXX diese Stelle ganz unübersetzt lassen, geschah wol aus Schicklkchkeitsrücksichten, um das Priesterthum nicht in den Augen der Menge durch Verkündigung solcher Schandthaten herabzuwürdigen. Die syrische Uebersetznng mildert den Ausdruck ׳שכיבון, indem sie es mit מצערין übersetzt. Bei dieser Gelegenheit wollen wir darauf aufmerksam machen, daß für דרעין im Targ. zu מעבירים zu lesen sei דרננין cfr. Kimchi (aus den נ״נ ist ע׳ geworden. *) 3tu Midrasch zu Samuel 6. 7 heißt es וח אחד מן המקראות שהיה לבינו דורש לשבח. **) Dieses לטהר לבתיהן ist etwas unklar, im Midrasch zu Samuel fehll es, dasürcheißt cs zum Schluß ומליגן אותן חוץ לבתיחן לילה אחד וכוי hiernach scheint es nicht gewagt, für לטהר^» konjiziren למהר, wozu der Gegensatz והיו משהין viel prägilailter wird. Es sollte uns srcuen diese Konjektur durch Ausgaben bestätigt zu sehen; uns liegt die Warschauer Ausgabe 1837 vor mit den Kommentaren מראה הפנים und יפני משה die keine andere Leseart kennen. ***) Während die beiden vorangehenden Umänderungen in ישכבן und בני. sich mit dem uupunktirte» masoreiischen Terte recht gut vereinigen lassen, ist dies bei dem druteu מעבירם nicht der Fall, da das Wort mit plenom Jod pluralia geschrieben steht. Naschi (ibid.) will darum diesen dritten Theil der Beweisführung unter Hinweisung auf die Maffora gestrichen wisse»(ואומר אני שטעות גדול הוא ויל״ג לה); er meint auch, daß das Wort מעבירים gär keine» Anstoß biete, da der Plural gar nicht aus die Söhne Eli'S, sondern auf daS folgende Subjekt עבם ״ה zu beziehen sei: ״Nicht gut ist das Gerücht, welches ich das Volk Gottes verbreiten höre." Allein eS muß auch eine Leseart mit defektem Zod knrsirt haben, denn im Talm. jerusch. (Horioth M, p. 47) wird daraus eme Halacha dednzirt: נשיא מאי? מעבירין אותו ר״ש בר יצחק מייתי לה מהבא ,אל בני וכוי מעבירים ע□ הי •מעבירם כתיב."

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