Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 13 (30.3.1864)
- Date
- 1864-03-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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259 260 bare sehr Viele gebart", hierzu bemerkt der Kommentator ״In Hebraeo“ non plurimis sed ״septem“ leguntur. Im Hebräischen stünde nicht ״sehr Viele" sondern ״sieben". Die Vulgata hat wahrscheinlich שבעה' für שנעה gelesen; ähnlich erkärt auch der Midrasch (Jalkut II, Nr. 84) den Vordersatz! שבעים בלהם נשכת ׳זו פנינה שהיתר. שבעה בבנים Oder sie verstand unter dem Zahlwort ,״ שבערeine unbestimmte Menge", so erklärt auch David Kimchi. Interessant ist der Grund, den er hierfür angibt לפי שהעולם במספר שבעה , ן ׳ כוכביכם' משרחיכם שבעה ימי; השבוע: Der Kommentator, der das Zahlwort ״sieben" wörtlich faßt, muß nun den Beweis der Richtigkeit dieser Zahlenangabe führen, da dieselbe in Widerspruch mit v. 21, wonach Channa nur ״fünf Kinder" gebar, steht. Er muß zur hebräischen Relation greifen. ״Da Samuel geboren wurde, starb der Penina der erstgeborne Sohn, . . . . starben ihr auch die andern Söhne. Die Schwierigkeit, wie. dies möglich sei, da Penina sieben, Anna nur fünf Kinder gehabt habe, lösen die Hebräer dadurch , daß sie Samuels zwei Söhne (die Enkel der Channa) mit zu .ihren Kindern zählen." Diese Stelle ist, wie man auf den ersten Blick sieht, körrnmpirt. Die erste Hälfte ist defekt, vor mortui sunt etc. fehlt der aus dem folgenden Midrasch zu ergänzende Gedanke, ״so oft Channa ein Kind gebar, starb der Penina eines." Und hieraus erst ergibt sich die Frage: ״Wie kann die Kinderreiche eine Verrvelkte (d. l). eine ihrer Kinder Beraubte) genannt werden, da Channa ja nur fünf Kinder hatte , während Penina Mutter von sieben Kindern war?" worauf dann die angeführte traditionelle Antwort folgt. Allein der Kommentator hat die hebräische Tradition, wie sie uns jetzt vorliegt, nicht richtig wiedergegeben. Uns ist keine Ansicht bekannt, nach welcher Penina nur sieben Kinder gehabt hätte, die hebr. Tradition spricht allenthalben von ״zehn Kindern der Penina, und zwar gestützt auf den Vers 8 des Kapitels 1— .הלוא אנכי טוב לך מעשרה בנים Hierdurch wird die von unserem lat. Kommentator angeregte Schwierigkeit noch größer, während die von ihm im Namen der Hebräer mitgetheilte Lösung als völlig unzutreffend erscheint. Wir wollen die im hebräischen Terte vorliegende Tradition anführen, und sehen, wie sie in Wahrheit die Schwierigkeit löst , und wie der Kommentator dadurch, daß er die verschiedenen Fragen und Beantwortungen untereinandergeworfen, zu seinen Jrrthümern kam. Im Midrasch Samuel c. 5 lautet die Stelle also: עד עקרה ילדה שבעה ורבת בנים אומללה ול*< מצעו המשה שנאמר כי פקד י״י את חנה ותהר ותלד שלשה בנים ושתי בנות ,הא כיצד ד יהודה, ות נחמיה׳ ד יהודה אומר בני כנים כבנים ׳ר׳ נהמיה ^מר היו לפנינה עשרת בנים ,היתה.הנה יולדת אחר ופנינה קוברת שנים ׳הנה יולדת שנים ופנינה קוברת ארבע, שלשה.והיא קוברת ששה ,ארבעה ופנינה קוברת שמנה, כיון שעברה חמישית באתה פנינה ונשתטה ה על רגליה אמרה לה בבקשה ממך התפלליעל שנים ויחיו, התסללה עליהן וחיו :׳והיו נקראיז על שמה Hier ist die Frage ganz klar und einfach gestellt: Warum heißt eS im Liede, daß die Unfruchtbare (Channa) sieben gebar, während im Folgende» nur von fünf Kindern derselben die Rede ist? Hierauf ant« wortet R. Jehuda, daß die Enkel auch zu den Kindern gezählt würden. R. Nechemia erklärt diesen Widerspruch auf komplizirtere Weise: Penina habe zehn Kinder gehabt, so oft Channa Mutter wurde, starben der Penina zwei Kinder, so daß bei Channa'S viertem Kinde Penina acht, verloren hatte. Als nun Channa mit dem fünften Kinde schwanger ging, da eilte Penina, besorgt um das Leben ihrer letzten zwei Kinder, zur Channa, sie anstehend, Gott um das Leben ihrer beiden noch übrig gebliebenen Kinder zu bitten. Channa thut dies, die Kinder bleiben am Leben, und zum Danke werden sie nach ihr benannt." Man sieht nun, welche Fusion der Kommentator ' angerichtet hat, der diese Sage höchst wahrscheinlich einem mündlichen Berichte nacherzählt. Er möchte etwas von einem Widerspruche zwischen der Zahl ״sieben" und ״fünf" im Gedächtniß behalten haben, ebenso, daß so oft der Channa Kinder geboren wurden, der Penina welche starben; er theilt sodann der Penina sieben Kinder, der Chauua fünf zu, frägt sich hierauf, wenn bei der jedesmaligen Geburt eines Kindes der Channa, der Penina eines starb , so müßte ja die Penina zwei noch erübrigt haben, (als wenn irgendwo angedeutet wäre, daß Penina alle Kinder verloren haben müßte, und die Worte ״die Kinderreiche welkt dahin" nicht auch selbst nach seiner Berechnung, wonach Penina fünf Kinder verlor, vollständig bewahrheitet worden wären), und gibt sodann die an sich richtige, aber auf seine Frage, wie die Faust aufs Auge passende Antwort N. Jehuda's, ״daß die beiden Söhne Samuels zu Channa'S Kindern gezählt würden." . Im Jalkut H. Nr. 89 wird diese Sage mit einige» Abweichungen und Zusätzen referirt, deren Vergleichung zur näheren Würdigung dieser beiden Midraschsammlungen von. Interesse ist. Der Ausgangspunkt ist derselbe, wie im Midrasch Samuel, der Widerspruch in Betreff der Kinderzahl der Channa. Man sieht, daß der Jalkut, dessen Wortlaut wir aus Mangel an Raum hier nicht anführen, viel weitschweifiger ist, als der ursprüngliche Midrasch zu Samuel, daß er eine ganz neue Ansicht herbeibringt, und sie dem R. Jehuda in den Mund legt, die sich aber schon dadurch, .daß sie nicht 'stichhaltig ist, als eine spätere verräth, denn selbst wenn Samuel auch für zwei gezählt wird, so gäbe dies noch nicht die gewünschte Zahl von sieben, sondern erst von sechs Kindern.*) *)Nasch! in seinem Bibelkominentar z. B. kennt diese drirte Ansicht noch nicht; dagegen führt er außer den beiden Ansichten des R. Jehuda und R. Nehemia noch die Zahlenspielerei ״Einiger" an: .ויש אומרים ^שבעה בגמטריא כמנין שמואל