Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 11 (16.3.1864)
- Date
- 1864-03-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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233 der Trunk- und Frauenliebe, vermehrten sich die Juden durch GeburtSüberschuß nur um 16,87 Perc. — Dr. Engel berechnet, daß in der Zeit von 1816—1858 sich je 1000 ver- Mehrten : bet den Evangelischen auf 1,738, bet den Katholiken auf 1,664, bet den Juden auf 1,948, so daß also die Kath. um 74 hinter den Protest, und um 284 hinter den Juden in der Mehrung auf 1000 Seelen zurückgeblieben sind. In Frankfurt am Main waren unter den Einwohnern nur 4,41 Perc. Katholiken; dagegen 6,58 Perc. Lutheraner, 6,64 Perc. Deutsch - Reformirte, 7,61 Perc. Französisch- Reformirte, 5,61 Perc. Deutsch-Katholiken und 7,83 Perc. Juden über 60 Jahre alt. Eine höchst merkwürdige Erscheinung gewährt die von Engel und Dieterici gegebene Konfessions-Statistik des preußischen HeereS: Im Jahre 1849 waren in der Bevölkerung 10,016,798 Protestanten 6,080,682 Katholiken, 218,993 Juden; kn der Armee: 173,117 Protestanten, 75,203 Katholiken, 962 Juden. JmJahre 1861 waren in der Bevölkerung 11,113,596 Protestanten, 6,824,719 Katholiken, 253,457 Juden; in der Armee 184,696 Protestanten, 82,269 Katholiken, 1328 Juden. Dieses Verhältniß in Betreff der Juden sucht Frantz in folgender Weise auszugleichen: daß die Juden in der Jugend nicht besonders kräftig und überhaupt nicht sehr brauchbar zum Militärdienste siud, weiß Jedermann, wie auch, daß ihre nationalen Vorfahren im Stammlande sehr kriegerische Männer gewesen sind. Daß aus ihnen aber tüchtige Militärs werden können und werden, zeigen vor allem glänzende Beispiele in der österreichischen Armee. Wir schließen diese Auszüge mit dem Wunsche, daß statistische. Berechnungen zu jeder Zeit solch günstige Resultäte liefern möchten, wie die gegebenen. TTerfitdje üöet die jüdisch-arabische Literatur. Von Adolf Neubauer in Paris. (Fortsetzung.*) V. Pag. 68 b sängt mit folgenden Worten an: ״Nachdem wir nun die beiden Gattungen gegeben haben, wollen wir über die Segenssprüche etwas sagen. Diese sind ebenso wie die Gebote von׳den Zeitpunkten abhängig. Wie die Gebete in drei Klaffen eingetheilt werden: in alltägliche (מעיה), sich öfters im Jahre wiederholende (גנ0יה Homogene), wie die am Neumonde und in spezielle (שכציה), wie die yn Festtagen, so werden es auch die ברכות: zur ersten Klaffe gehört also z. B. שהכל.. zur zweiten בורא פרי העץ und zur dritten בורא פרי הגפן• Die Segenssprüche zerfallen wieder in biblische und nichtbiblische; diese wieder in diejenigen, die auf den menschlichen Körper, und in diejenigen, die auf dessen Sinne Bezug haben. ') Erstere durch, das Essen, Trinken oder andere Vergnügungen, letztere durch Gesicht, Gehör und Geruch." 234 Pag. 83. Nachdem die alltäglichen Gebete vollendet sind , gibt Saadiah die Gebete für spezielle Lage, als Sabbath. Neumond und Fasttage; es folgen die Gebete für Sabbath, pag. 05 für Neumonde, hier sind kleine Kalenderregeln, die wir vielleicht anderwärts benützen werde». Pag. 97 b über Peßach: dieses Fest charakterifirt sich durch.-vier Sachen: Wegräumendes Ch amez, Backen der Mazoth, Erzählung der Befreiung und spezielle Gebete. Manche, fügt Saadiah hinzu, haben die Gewohnheit, bei der Beracha בורא סרי תסן ein längeres Gebet . einzuschieben, welches mit den Worten אשר ברא יין עסיס beginnt und mit den Worten בא״י המלך המרומם?!בה schließt, einzuschieben, welches aber nicht recht ist und die gewöhnliche Ordnung stört. Bei einem fünften בופ sagt man 2הורו לה״ בי 2!ו• Pag. 117 b über שבועות; ich habe gefunden, sagt S., daß unsere Zeitgenossen im Muffafgebete das Gebet אתה הנחלתה, welches die 613 Gebote enthalten soll, sagen; in diesem Gebete ist die Zahl nicht genau, und kommen so manche Wiederholungen vor , weswegen ich es nicht für nothwendig gefunden habe, cs hier zu erwähnen. Nun will ich ein anderes Gebet hersetzen, nicht etwa, weil eS nothwendig ist, sondern weil es für die Leute eine Herzenssache ist. Die Alten haben die Mizwoth in vier Klaffen eingetheilt: 2l)0 Gebote, 277 Verbote. 70, worauf Todesstrafe festgesetzt ist und 68 andere Satzungen. Ich habe mir, fährt S. fort, ein besonderes Käpitel für die Gebote, die zu jeder Zeit uud an jedem Orte An- Wendung finden, wie auch für die andern, mit denen dies nicht der Fall ist, eingerichtet; dasselbe thue ich mit den Verboten, ein Kapitel für die Verbrechen und ein anderes für die übrigen Satzungen, so daß deren sechs werden. ״So folgen p. 119 את ח״ אלהיך תירא p. 120 לא יהיה לך אלהים אחרים p- 121 .תשמר מוצא שפתוך p. 122 תזרע זרע• וקציר בשביעית p. 123 אלה שבעים ואהד המומתים p• 129 a Asharoth אלה אש אוכלת וגוהרת מבל הנהרות > ודברי כאש וניציציה הרבה מצות בכל דבור זוהרת Alphabetisch undTaschrak, worin auch ein Akrostichon .יוסף p סעיר Pag. 148 b über Rosch haschanah, wo die Art und Weise des Blasens auch mit Figuren angegeben ist. Saadiah sagt, eS sind hier viele Gebete, manche richtig, andere unangemessen gegeben worden; S. gibt hier das von Jose ben Jose אהללה ארהי אשירה עזו. אספרה כבודו אאפדנו מלוכה אפהד במעשי אדאג בכל עת• Pag, 158 findet man das Gebet אמהר במעשי אראג בכל עת 159 ל»" b אנוסה לעזרה אמצא נגדי אל קרוב לי. Anmerkungen. ■) אמא מלאצקהלגסם אלאיסאן ואטא מלאקיה להואסה ג) Vergleiche für den Tcrt Dr. Steinschneiders Catalog. libr. hebr.in Bibl. Bodl. Col. 2205. Die Nebersetznng ist da, sowie bei den meisten ^Stellen im Kataloge, nur homöopathisch gegeben, Wahrscheinlich damit das Buch, welches über 4000 Columuen in Quart hat, nicht noch stärker werde. Ich glaube, daß weder die des arabischen Kundigen, noch auch die Anderen es bedauern werden; die lateinische Sprache wird sich gewiß darüber zu trösten wissen. (Fortsetzung folgt). Korrespondenz. Ausland. L. D. London, 29. Februar. (Schluß.*) 3)ie Gesellschaft, auf ihrer Reise nach Marokko begriffen, verließ Moga^dor am .17. Januar und mit ihrer maurischen TScorte von Kavallerie und Infanterie, ') Wie bereits oben bemerkt ans der ״Morning Post." *) S. die vor. Nummer.