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Ben Chananja · 1864-03-09 · 10 (9.3.1864) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
10 (9.3.1864)
Date
1864-03-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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201 202 ר Cf. Catol. Co). 2205. . ף cf. ibid. C01. 2211 ומנותתהא {a rndivs גות?) dort ist ohne Fragezeichen, es ist Las nomen aet־ der IV. Form dieser Wurzel (!פלגוח״ר), wo dos ה durch das Pronom. n wird. Ich muß hier bemerken, daß ich mir erlaubt hübe, die arabischen Phrasen. nicht der Ordnung nach im Deutschen zu geben, da es hier eigentlich mehr auf den Sinn, als auf die Philologie akikommt. ■•)■׳■cf. ibid. ותטסת??) וחכוסת) dort ist einfach ותכופים zu lesen. 6) והו מא אלרי געלה ללשרח; ich muß gestehen, daß ich den Sinn dieses Satzes nicht ■zu meiner Befriedigung verstehe. Cf. Catol. Co). 2213. ״) cf. ibid. wo man מן יבשר ענה liest, ich lese ינשה. ' (Fortsetzung folgt). Äo rrespondeil). AnHlkind. L. D. London, 29. Februar. Gute Nachrichten können nicht früh genug mitgetheilt werden. Eine solche haben wir heute zu überbringen, wir eilen damit, alles Wortgepränge vermeidend. Die Thatsache selbst ist bere.dt genug. Sir MoseS Montefiore, dessen Reife Nach Marokko wir bereits oben (S. 66) gemeldet haben, ist heute in Gibraltar äuge-׳ kommen, auf der Rückreise nach England begriffen, und seine Mission ist vollkommen gelungen. Es war ״The Morning Post" (vom Freitag 26. Februar), welche einen Artikel aus dem ״Gibraltar Chronicle" vom 19. Februar als Telegramm brachte. Dieser Artikel der ״Morgenpost" ist es, welchen wir hier, etwas abgekürzt in Uebersctzung folgen lassen. °) Man darf dem Leser Folgendes ins Gcdachtniß zurückrufen: der eigentliche Zweck, welchen Sir Moses Montefiore hatte, war eine Audienz bei dem Kaiser von,Marokko zu haben, und demselben persönlich eine Bittschrift zu überreichen, für die Verbesserung der jüdischen Zustände. Sir Moses׳ Montefiore hatte eine Audienz beim Kaiser und hatte — wie in Madrid von der-Königin von Spani en — so auch beim Kaiser einen sehr gnädigen Empfang gesunden. Und was die Hauptsache ist, das ersehnte kaiserliche Dekret wurde einige Tage nach der Andre nz dem Sir MoseS zugeschickt.. ' Daß das Dekret des Kaisers von Maro kko zu den merkwürdigsten Aktenstücken des Jahrhunderts gehört, daran ist kein Zweifel. Wir lassen cs hier zuerst in wörtlicher Ueberfetzung folgen. Dekret des Kaisers von Marokko. '! Im Namen Gottes, des Gnadenreichen und ErbarmungSvollen.! Es. ist keine Macht außer Gott, dem Hohen und Mächtigen (!,. L.) Mit diesem'unsern königlichen Edikt sei es zu wissen gethan — Möge Gott dasselbe verherrlichen und seinen Zweck segnen, und zum Hochhimmel erheben, wie er es Sonne und Mond that — daß es unser Befehl ist, daß alle Juden, welche in unseren Staaten wohne», sollen von den Gouverneuren und Administratoren und allen Bewohneru.über- Haupt in einer Weise behandelt werden, daß eS mit der Wagschale der Gerechtigkeit überctustimmen möge, daß sie (die Juden ) bei den Gerichtsbehörden eine vollständige Gleichheit mit allen arrdern Nnterthanen genießen sollen, daß auch nicht der kleinste möglich ■ *) Auch der ״Daily Telegraph" vom 1. März hat einen interessanten Artikel darüber, wovon auch einige Stellen später übersetzt werden fallen. . denkbare Bruchtheil von Ungerechtigkeit fie berühren möge. Dieselben sollen auch keinen tadelnswerthen Ansnahmsmaßregeln unterworfen wer- ׳ den. Weder die Behörden, noch sonst Jemand soll ihnen (den Juden) ein Unrecht zufügen, weder in ihrer Person, noch in ihrem Eigenthume. Auch soll unter ihnen weder ein Kaufmann noch ein!Handwerker gezwungen werden, etwas gegen seinen Willen zu thu»,7 sonder» sie solle» für ihre Dienstleistungen in angemessener Weise belohnt werden. Denn Ungerechtigkeit hier ist Ungerechtigkeit im Himmel. Wir können, nicht zugestehen, wo das Recht eines Juden oder eines andern-beeinträchtigt werde. ES ist dieses auch unserer eigenen Würde entgegen. So weit es uns betrifft, haben alle gleiche Ansprüche auf Justiz. Sollte ihnen (den Juden) Unrecht zngesügt werden, so wollen wir es mit Gottes Hilfe, bestrafen. Die 'soeben gegebenen Befehle waren bereits früher bekannt, wir wiederholen sie hier, und verleihen ihnen besondern Nachdruck, damit sie besser verstanden und auch besser befolgt werden mögen, und auch als Warnung dienen mögen für diejenigen, welche übel gegen sie (die Juden) gesinnt sind, und damit die Juden in Zukunft mehr Sicherheit genießen mögen, als es bis jetzt der Fall war; und damit auch die Furcht ihnen (den Juden) Uebles zu thun , vergrößert werde. Dieser Befehl, Gott sei gepriesen, wurde promulgirt am 26. des Mouats Schab an im Jahre .1280 (5. Febr. 1864). Friede. (Schluß folgt.) ' L. Hannover, Ans. März. In der am 21. v. M. abgchaltenen Gemeindeversammlung wurde der Plan zum Neubau der Synagoge von der Gemeinde genehmigt und die mehr als früher geforderten 20,000 Thaler bewilligt, so daß der Generalkostenanschlag sich jetzt.auf 90,000 Thaler beläuft. Die Leitung des Baues ist dem als tüchtig und talentvökl bekannten Architekten Opper, einem Juden, übertragen. In derselben SitzNng wurde der zweire Vorsteher, Herr David Peretz zum siebenten Male und das Ausschußmitglied, Herr I. A. Edelstein, -wiedergewählt. An der Stelle des-verstorbenen Salonion A. Cohen würde als rechnungsführendes Kommissionsmitglied für das jüdische Schullehrer- Seminar Herr Medizinalrath Dr. Cohen gewählt, ein Mann der nach Verdienst sich her allgemeinsten Achtung erfreut. Schließlich wurde dem Vorsänger Herrn W. Szelig nach achtzehnjähriger Amtsführung eine Gehaltszulage von hundert Thaler, und dem- Gemeindeschächter und Lehrer Herrn I, Jüdel , der von seinem Amte als Schächter zurückgetreten, eine Pension von 200 Thaler bewilligt. Die Worte der Anekkennung, die der. Vorstand dem Herrn Jüdel anssprach, wurde aus der Mjtte der Gemeinde selbst noch bekräftigt und seineunverkennbaren Verdienste für die Gemeinde, seine Pflichttreue und sein Eifer fanden zur Freude Aller die verdiente Würdigung. f. — Leipzig , Ans. März. In dem letztverflossenen Jahre Ist die hiesige, israelitische Religionsgemeinde in der Begründung ihrer , Selbstständigkeit um einen bedeutenden Schritt vorgegangen. indem׳ sie den angekauften Gottesacker vollständig cinrichten ließ, denselben mit einer MaNereinfriedung versah'und der heiligen Bestimmung eines Betholam zuführte. Bei dieser Veranlassung hat sich bie Opferwilligkeit . unserer hiesigen Glaubensgenossen ncnerdings auf das lobenswertheste bewährt. Die■ Leipziger-Juden haben überhaupt Herz und Hand offen, wo cS sich NM die Förderung gemeinnütziger Zwecke handelt. Dies beweist am sprechendste^ das Gemeindebudget, welches nahe an 8000 Thaler auömacht. eine Ziffer, welche im Vergleiche zu der geringen Seelenzahl der Kontribuenten gewiß eine große genannt werden muß. Bedauern müssen wir aber bei diesem angenehmen Berichte auch die vorhandenen Mängel rügen zu müssen', welche den Tempelbesuch und den Gottesdienst betreffen. Unser Tempel ist einer derschönem und prachtvollem, welche in den letzten Decennie» erbaut worden sind, unser Prediger, Dr. Goldschmid predigt sehr oft und sehr schön, aber die Besucher des schönen Gotteshauses finden sich so spärlich ein , daß. man nicht selten in der Verlegenheit ist, die uöthige Anzahl nämlich Minjan

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