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Ben Chananja · 1864-03-09 · 10 (9.3.1864) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
10 (9.3.1864)
Date
1864-03-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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199 200 Anmerkungen. ') Bei Steinschneider, gewiß'cin Druckfehler, fehlt das Wort באהד. -) Es ist mir unbegreiflich, wie Dr. Grätz (Geschichte der Inden VII. 307) als eine historisch bewiesene Thaisache erzählen konnte, daß die Frau eines jüdischen. Vorstehers einen Kardinal zum Vater hatte und Kardinal! genannt wurde. Gesetzt, es wäre die von ihm (Note 1) vcrmuihete Uebersetzuug, (Herr Grätz huldigt auch anderswo solchen Kombinationen übermäßig) annehmbar, kann man doch nicht daraus folgern, daß das Sffiort קרדילניח (im zweiten, nicht im letzten Abschnitt) die Tochter eines Kardinals und die Worte בדתי׳ דבי נשיאן־ן die Frau! eines jüdischen Vorstehers bedeuten. טבאל ein lustiger Jüngling uitb nid)t. די טבאל wird nur einmal im zweiten Abschnitt genannt. Warum darunter Immanuel verstanden zu sein scheint, sagt Herr Grätz nicht. ' -) Warum nach H. Dukes -dieses Stück dem Verfasser der DÜ □ידי© zuzuschreiben sei, weiß ich nicht, denn das Literaturblatt des' Orients liegt mir nicht vor. Versuche über die jüdisch-arabische Literatur. Von Adolf Neubauer in Paris. (Fortsetzung.*) 7' V ' ' ' ■ V. Das nächste Kapitel des Sivdur fängt mit den Worten בתאב גאמע אלצלואת ואלתסאבית Sammlung der Gebete und L obgesäng e an. Saadiah leitet daS Kapitel folgendermaßen ein: Gelobt sei Gott 1c. rc. Die Gebete sind ebenso wenig wie viele andere Satzungen ausdrücklich in der Bibel festgesetzt; sie sind vielmehr Tradition der Profeten, und diesen gemäß sollen niit den Gebeten und Lobsprüchcn zugleich Formeln aus den Geboten und Verboten:'Versp r e ch u n g e n und Droh tt n g e n verbunden werden (אלאמר ואלנהי אלו^ד ואלועיד)> Volt rationellem Standpunkte jedoch sollte von diesen Genannten nichts im Gebete Vorkommen, wie wir dies im Buche über die Beweisgründe für das Gebet erklärt haben. ()))ולם י פאלנטר רכול קול מן הדה אלאקואל פי צלו״ה עלימא שרחנא פי כתאב אלחג״ה (י ללצלו״ה). »Für diese Gebete, dre man als überliefert von den Profeten besaß, waren zwei verschiedene Anordnungen (קואמן); die eine für die vorcrilische Zeit nnd die andere für die des Crils. Es ist daher , nothwendig, daß man die Anordnung für die jetzige Zeit, d. h. das Eril, festsetzt, um symehr, da man jetzt drei Dinge in der Behandlung des,Gebetes bemerkt: das Abkürzen. Hinzufügen und Weg lassen (אלתקציר ואלזיאד״ה ואלנקצאן), und ist daher zu fürchten, daß einerseits Vergessenheit oder Feststellung des Unrechten stattfinden könne. Ich selbst habe an mehreren Orten, die ich passirt habe, bemerkt, daß Gelehrte manche ihrer Gebete nur selten gebrauchten, so daß sie ganz vergessen wurden, oder-nur von speziellen Leuten in Gebrauch erhalten wurden, und wieder Andere Zusätze machten oder einfach manches ganz weggelassen haben.'t ״Ich will nun in diesem Buche der Gebete, Lob- und Segenssprüche (אילברך) die Gebete nach ihrer alten frommen sowol aus der.vorerilischen als nachrrilischen Zeit zusammenstellen, und deren Anordnungen (s) festsetzen; auch will ich hinzufügen manche Verändernngen sowol hinsichtlich der Zusätze, als auch der Weglassungen, die von Später» gemacht wurden, wenn sie überhaupt auf den Zweck der Sache nicht störend einwirken. Auch werde ich die Art und Weise *) S. v. I. S. 478, 491, 522. (כיפי״ה) , wie irgend eine Satzung in den verschiedenen Zeiten de» Jahres auSznführen ist, angeben, Nachdem ich von der Pflicht der Aus- Übung dieser Satzung für das. ganze Jahr gesprochen haben werde; so setze ich z. B. folgende zwei Abtheilungen fest: die für Wochentage und die für verschiedene Epoche» im Jahre." Saadiah sagt, er will hier keine Beweisgründe für die Noth- Wendigkeit der Gebet« weder aus der Schrift, noch aus der Tradition, d. h. Mischna und Talmud geben, da er dies schon im letzten B uche -seines weitläufigen Thorakommentars '(פי בתאב אלאבד אלדי אלפתה מן תפסיד אלחורה אלואסע) anseinandergesetzt hat; -) hier will er blos die einfache Negel geben. Für jede der jobigen zwei Abtheilungen gibt eS deren wieder zwei: daS Gebet eines einzelnen und das einer Versammlung (אלפראד , גמאע״ה)• Diese kann erst mitIO Personen oder darüber so genannt werde». Es folgen nun die Stundenbcstimmungen für die drei fraglichen Gebete, die Gebete selbst mit manchen Variationen (cs scheint mehr, sephardisch zu sein) und die verschicdencn äinlm für den Fall, daß man das eine oder das andere Gebet an der gehörigen Stelle zu verrichten, vergessen hat. VI. Als Einleitung zu den zwei Gebeten (Literaturblatt XII, 492, fol. 33) liest man Folgendes: ״Wenn Jemand ein besonderes Gebet, um die Gnade Gottes zu erflehen, sowie man es bei Nacht j oder am Tage , thnt , verrichten will, .so habe ich hier zwei verschiedene Texte, welche die Lobsprüche und Verherrlichung Gottes. Demülhigung des Menschen und dessen Sützdenbekenntniß, Verzeihung für dieselben, ferner andere über irdische Angelegenheiten, und Heilbringung und Erlösnng ״) der Nation enthalten, hergestellt; ich habe dies gethan, weil ich wenig Geschicklichkeit für derlei Gebete bemerkt habe, und ich fürchtete,-) daß anstatt sich durch das Gebet Gott zu nähern, man durch Fehlgriffe in der Redaktion (באלכטא סי אלקול) sich nur von ihm entfernen wird. Ich habe hier zwei verschiedene Formeln, und zwar die eine etwas starker (שדיד) und die andere milder (pjDD) gegeben , wovon die erstere für Fasttage u. dgl. lind bic% letztere für Sabbate, Fest- und Freu den tage bestimmt sein soll." . Eine arabische Uebersetzuug ist diesen Gebeten beigegeben, und zwar scheint das eine von Saadiah selbst, das andere von Zemach ben Jchoschua übersetzt /zu sein; es folgt nämlich der obigen Einleitung Folgendes: Zemach b. I. sagt: das Schn l hau Pt ans Fäyum (ראס אלמתיבה אלפיומי) hat von den beiden Gattungen (der Ge, bete) nur eine übersetzt, was mit der Angabe seines Kommentars nicht übereinstimmt,-) und die andere nicht überliefert,— oder vielleicht hat er es gethan, nur ist sie niAt auf uns gekommen. Und doch gab es Schüler, die gerne beide Gebete beibehaltcn hätten ,.da diese Nützlichesfür diese Welt und besonders für die andere enthalten; einige wüßten ד) nicht die Bedeutung manchen Wortes dieses LobgesangcS, welcher wirklich herzcrfreuend ist. und ihr Herz hing sehr an dem Verständnisse dieses- Gebetes, so will ich Zemach daher wortgetreu das hebräische ins arabische übertragen, und werde weder hinzufügen, noch hinweglasscn etwas,, was den ursprünglichen Sinn ändern sollte; ich werde manche rhetorische Wiederholungen (ואובד) anwenden, damit es harmonischer dem Ohren klinge.' Anmerkungen: י) D. Steinschneider (Cat. libr. hebr. Ox. col 2204) wist dieses Wort Dcruschartl'g erklären; dagegen wird -Niemand etwas einwenden. פראית אן אגמעפיהראנאלכחאבאלצואת ואלתסאביה ף קנונא (dei:?)ואלברך] אלצלדה עלי היאתהא(?) ...... פאגעלהא so in dem genannten Kataloge, wir'finden diese Fragezeichen, beseitigt,, wenn man daö Cingeklammerte als Total des SiddurS nimmt, denn so ist eS auch oben angegeben.

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