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Ben Chananja · 1864-03-02 · 9 (2.3.1864) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
9 (2.3.1864)
Date
1864-03-02
Page
– (sequence 13)
Language
German
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185 186 Liedes auf die Herzen der. Kleinen eine so begeisternde Wirkung, daß sie vorn Schoße ihrer Mütter sich erhebend mitsangen : Dieser ist mein Gott, und Ihn will ich preisen! Und wo es Israels Ruhm, die angetastete Ehre einer echtjüdischen, frommen Gemeinde zu vertheidigen gilt, sollte man zaghaft schweigen, um es mit dem Einen oder dem- Andern nicht zu verderben? Nimmermehr! Jedes wohlgeordnete Herz fühlt, welch kostbares Gut der Mensch an der Ehre besitzt, und Man kann es demjenigen, der ste^vorunverdienten Angriffen zu vertheidigen bemüht ist, gewiß nicht übel vermerken! Dem vielgeprüften Oberhaupte, so wie den übrigen Führern und Leitern unserer in Israel geachteten Gemeinde, möge für ihre so unverdient erlittene Unbill das zum Tröste gereichen, daß sie in diesem unerquicklichen Falle mit unserem frommen Ahnherrn ein gleiches Los haben. — Der heutige Wochenabschnitt erzählt nämlich: ״Als unser Ahnherr Jakob seine Familie über die Ueberfahrt des Jabok setzen sollte," es war also für. ihn eine Uebergangsperiode; ״da blieb Jakob zuletzt׳ allein übrig, es begann ein Mann eine Fehde mit ihm, und, rang mit ihm bis die Morgenröthe anbrach; als eraber, sah, daß er ihm nicht beikommen konnte, da berührte er ihn an einer leicht verwundbaren Stelle, verrenkte' den Ballen der Hüfte. Jakobs, so daß Jakob zu schwanken und wanken begann." — Genau ebenso ergieng es, m. V., auch unserer Gemeinde. Da. man sah, daß man das Vorwärtsschreiten auf dem Pfade der geläuterten ׳Gottesverehrung nicht hemmen und hindern konnte, ׳ trachtete^ man, viele in unserer Mitte zum Wanken und Schwanken zu bringen: wenn man ^ל ילכו ist, so dächten unsere Gegner, wenn man hin und her schwankt: geht es nur langsam oder gar nicht vorwärts. Mag dann der anbrechende Morgen mit seinem' geisteserhellenden Lichtstrahlen das frühere Dunkel religiöser Begriffe und Ansichten hie und da klären und erhellen; Gewinn genug, wennman die Schwachen nur zum Wanken und Schwanken gebracht.hat. Wir aber, m. V,, wollen unserem Vater Jakob gleich, wenn auch verwundet und verletzt an der empfindlichsten Stelle , an unserer Ehre nämlich, unseren Gegnern so lange standhaften Widerstand. leisten, bis sie selbst uns zurufen werden, ״lasset uns gehen, denn der Morgen ist angebrochen!" Ja! wird es einmal licht geworden sein, dann werden unsere Feinde ihre Feindseligkeiten gegen uns einstellen; wir aber werden siegesmuthig und siegesfroh׳ ihnen zurufen: ״eher lassen wir von Euch nicht ab, bis Ihr uns nicht segnet" dafür, dast Ihr uns so unverdient geflucht, bis Ihr es nicht eingestehet, daß Ihr nicht die entfernteste Berechtigung hattet, die Brandfackel der Zwietracht in unser Gemeindeleben zu werfen, und uns zornig und wildtobend zugerufen: ״schaffet die fremden Götter weg aus Eurer Mitte!" Und daß m. V. unsere Gegner nicht nur keine Berechttgnng zu diesem Vorwürfe hatten, sondern daß auch unser Gottesdienst nicht den geringsten Anlaß hiezu bietet, das wollen wir im nächsten Theile unserer Betrachtung begründen. . / .7 ׳ ■ 11 .׳:;: V׳ Wie sind sie doch so wahr und leider auch durch Thatsuchen begründet die Worte unserer alten Weisen im Talmud*) über die traurigen Folgen übler Nachrede, Men Leumundes, arger Verleumdung! של דוד היו כולן ריקים» im Zeitalter d^s David ׳lebten viele Fromme, ועל ידי שהייו בהן דילטורין ד־ייד ׳וצאין למלחמה ונוסלין «inti. Weil unter Ihnen viele das wenig ehrende Gewerb des geschäftigen Hinterbringens, wer argen Verleumdüng, trieben, erlagen Davids Zeit- und' Glaubensgenossen im Kampfe mit ihren Feinden, והוא שדוד אמר und das gab dem David Anlaß zur Klage: נפשי בתוך לבאים meine Seele ist Löwen, grausamen,/schonungslosen Verleumdern preisgegeben;. אבל דורו של אחאב #"#"א im Zeitalter des Achab aber lebten viele. Götzendiener,^^ שר־1^יהיו בהן דילטורין׳ רדו יוצאין למלהמר׳ז ונוצחין aber weil man sich jedweder Art gehässigem Hin- - terbringens und feindschafterregend en Ohrenblasens enthielt, überwand man siegreich die äußeren Widersacher, seufzte man nicht unter, dem Drucke lähmender Ausnahmsgesetze, keuchte man nicht unter dem Joche erdrückender Verordnungen. So lange der Jude sich selbst zu achten verstand, wurde er auch von Außen geachtet. Und אלמלא לא קבל הוה לשון-הרע■ Tagt ■ta Talmud *ר wieder, hätte David dem verleumderischen Hinüber- und Herübertragens kein willig »ud gläubiges Ohr geliehen לא נחלקה מלבוה בירז דור ולא עבדו ישראיל ע״א ולא גלינו מארצנו so, wäre die Macht des-.Königsstammes David nicht gebrochen, Israel nicht in die gröbste Jrrthümer verfallen, nicht aus seinem׳ Erblande, vertrieben worden, בש^ה שאפר דוד למפיבשת i« dem Augenblicke, da David auf. Ver- Zulassung des Zankstifters Ziwa dem Mephiboseth zurief אהה וציבה ההלקו אה השרה.du »«d 3iw« theilet unter Euch das Feld, in dem Augenblicke,in welchem David, ohne sich zu überzeugen, ob denn die Nachricht seines Dieners. Ziwa, daß Mephiboseth sich die Regierungsgewalt zueignen wollte , begründet sei, letztem verdämmt-, יצאת בה קול ואמרה -rsch°a -!»- G°t,esstimme, und rief! רחבעם וירבעם יחלקו אה המלובה *) Talm. Zerusch. Peah. שבת פ, במהבהמה דף נ״ד, ב׳ .......(״

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