Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 9 (2.3.1864)
- Date
- 1864-03-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2542917-2543121-2543131--3542-2547429- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
löbl. Homitats.behörde der Gemeindevertretung übergeben. In dieser hatte aber miitlerwrile eine Veränderung stattgefnnden, welche jene Üntersuchung bis heute zu keinem Resultat komnien ließ. Ohne bekannte Ursache war nämlich die Gemeindevertretung aufgelöst und die Gemeinde behufs Besetzung des Vorsteherpostens zum Vorschlag von vier Kandisdaten aufgefordcrt worden. Von den Vorgeschlagcnen wurden jedoch drei gestrichen und durch andere ersetzt, auch ein Vorsteher ausgestellt, welcher die von der k. Statlhalterei angcordnete Untersuchung bis heute zu keinem Grgebniß. führte. Sie ist so gut als fallen gelassen, wenigftenö. wurde der Eingangs erwähnte Vorsteher mit allen weiteren Rechcnschaftsforderungeii verschont. Der in seiner Eristcnz arg bedrohte Kassier ist trotz aller Schritte in Ofen und Wien nicht im Stande, die wirkliche. Vornahme einer Untersuchung, welche im Statthalternwege vor mehr, als 3 Monaten neuerdings anbefohlen worden, dnrchzusetzen. Bis heute läßt auch nicht das geringste Anzeichen auf einen Fortschritt dieser Angelegenheit schließen. (W) J. Hermaittltjestez, im Februar. Unser früherer-Rabbiner,, Herr MoscS Bloch, wurde von Leipnik hieher berufen, um am 7. Adar, die. Festrede vor. dem Vereine. Gcmiluth Cliaßadim zu halten, Der, verehrte. Rabbi, an welchem nufereganze Gemeinde mit unwandelbarer- Liebe bängt, hat, seine Aufgabe aus eine glänzende Weise, gelöst. DaS übliche Frstmal wurde besonders, durch die Ansprache uiiserö.! verehrten. I. L. PorgeS gewürzt. Zu-Ehrenmitgliedern de.S Vereins wurden, ge-, wählt: Dr. Schön . Leibarzt des Fürsten Kinsky: und die Lehrer. Die׳ Toaste, auf Möntrfiore wurden mit Begeisternng aufgenommen. (§>, Barantto, im Februar. Herr, A. M. Nottenberg, den! Lesern deS. Kochbe Jizchab als gewandter Hebraist rühmlichst. besannt, ladet zur Pränumeration, auf eine hebräische,Originaldichtung, ein,; welche, untfr dem Titel. משא בערב -ב יער erscheinen soll. Preis 1fl. Es ist dem Unternehmen der beste Erfolg, zu. wünschen. U. Ketskemöt, im Februar. Die begeisternden. Aufm,interungcn. des.. Herrn Rabbiner- Fischmann, sindnicht eMglo-. -geblieb.en«. Der Ban unserer Synagoge ist!im.vollen Gange;- die,,Baukommission,, bestehend, au.S, den Herren! W. Schlesinger, Dr. Ketskemöti! und. Spitzerentwickeln, einen rühmlichen,..Eifer, Agram, im Fedrnar. Die. kroatischenJude!» besitze», lecher: Njemgnden, der. sie mit .Geschick, und . Muth ver,retcn könnte. Der. Kethuba-Stempcl bereitet ihnen, daher, Peinliche Verlegenheiten. Man,gibti sich hjfr der. Hoffnung hindaß der. edle,Vorstand der,Wiener-Gemeinde - sich unser annehmen werde. P.rM, 8., Februar. (Schluß.) Wir ehren,,die Thestnahme ,und-, Wärme, mir der der: verdienstvolle, Redakteur der ״Neuzeit" sich der- Sache des Herrn R. annimmt, auch wir vergessen keinen,,Augenblick,, was.das Judrnthum diesem Manne, dessen.Name ein,glänzendes Blatt in der Geschichte der jüdischen Literatur ausfüllen wird, verdankt"/aber, wir könne»,..eingedenk des Spruches ־!, (אל תמכו־)Jp אמת,, uns nicht, die Augen vor Thatfachen verschließen, die so klar und offen .vor uns und. aller Welt liegen, können nicht, wie. dies erst.neulich ,einest»Macher, der Repräsentanz von seinem höchst achtbaren Kollegen zum,,Vorwurf, gemacht worden ist, heute etwas für weiß erklären, was wir..gestern mit voller Ueberzeugung für schwarz erkannt und erklärt haben.. Ist es aber nicht die Furcht vor materieller Benachlheiligung, die unser», geachtefen Oberrahbi.zn. übereilten Schritten hingerissen hat, dann könnte es nur ein Ehrenpunkt sein, der seinen Zorn in so hohem Grade erregte und zum Ausbruche brachte. Aber so gern wir auch zur Rcchlfertignng deSselbt« einen solchen herauSzufinden uns bemühe», um das Unerklärliche zu erklären, wir vermögen eö nicht, und auch fein edler Anwalt, der ehrenwerthe Redakteur der ״Neuzeit" vermochte eö nicht, wie sehr ihm auch die Angelegenheit des Herrn R am Herzenliegt. Zp-LZestMkiH , ist..gxyläßz8-^^׳ dsS ^llg. bürgl. Gesetzbuches nicht nur der Rabbiner , sondern auch der Religion-:lehr er -*•׳ Rc ligio nSwei ser, und um so mehr der. durchs akademische-Studien, und rabbiilische Gelehrsamkeit weit über denbeiden׳ letztgenannten! sie-׳ hende, und von der Gemeinde als solcher anerkannte׳ P!re:di get; der' Religionslehrer im eminente» Sinne zur. Vornahme einer/jüdischen Tranung berechtigt. Läßt e.S sich der. Herr Ohereabbinew Rc gefallenneben sich noch zwei andere mit 9t a bbi nertite l versehene, Prediger von denen keiner bisher als Gcmeinderabbiner angestelltiwar-. Trauung--- akte vollziehen zu sehen, so darf er sich fürwahr,, nach allenv,ddmwasvon dem berufenen Dr. Stein , über sein Leben- und. Wirkern bekannt,, geworden ist , auch seines neuen AmtSkollegen! nicht schämen׳, (und darf ihn, wenn auch nicht mit mehr,, so doch mit, gleichem׳ Rechte,, wir׳ die beiden andern , als lieben AmtSgeuossen! begrüßen.׳. Ec; wird als! Jünger dem Meister würdig zur Seite stehen und ei» treuer-, emsiger Mitarbeiter sein auf dem von ihm gehüteten Weinberge deSi Herrni Ein Mann, »vie Rappoport, der ein so. glorreiches Leben hinter, sich hat, »ich in der Welt so geachtet dastehi,, wie wenige, hat: keine Rivalität: zu fürchten, wie dies bei den kleinen! Füchslein., die den - WeiNbergl des! Herrn-mal,lwnrfartig unterwnblen, der Fall ist. Ist Herr-Dr.. Stein der Mannfür-den er hier! allgemein-gehalten; wird,-und den. man-in! ihm. auch: crwa.rtet;, fo? möge Herr N. sich, beruhigen; , einsolcher!: Mann! wird! »v.eder, »vie, er befürchtet, und:er auch ausgesprochen:hat-.das!Fa-׳ milieuleben en t si tt l i che.n, noch! Sektircrei in: derr Gemeinde -stiften-; unr, Spaltungen hervorzurufen. Dlirch die Berufung! tüchtiger Kräfte, von Männern von- Charaler und Gesinnlingwird!die:.׳Gefammtgemeinde׳:. rricht, »vie der Herr- Redakteur der ״Neuzeit^׳besorgt-, gu,einem;iteecent - Abstraktum »verden, sondern -vielmehr so recht eigentlich:konkret,-. greifbar-:, faßbar, »verden.. Je. mehr: Licht und. Wahrheit in einer! Gemeinde-ver-, breitet wirddesto Wehr. - müssen»die. schillernden-und׳ trügerischen Ge-״ stalten , erbleichen! und? schwinden. AlSxvor: drei,Dezennien das Bedürfnis einer würdigen,, ber,•fort־־, ' geschrittenen Zeit Rechnung,tragenden :Gottesdienstes)hier, angeregt!und) mit,frischer, Kraft an das. schöne Werk Hand..angelegt ׳ »vnrde-,. damals! schrxebte, dp״ Unteruehurern -daschöne. Ziel-! vor, Augen.--: in dem: neu-.- herzustellenden, durch Gesang! und Gotteswort׳, zu, verherrlicheuden.-Got--׳ teshquse! ein Muster!nicht nur für die!übrigen; acht ׳großen Synagoge»! Prags, sondern auch!.fttr die der-Gemeinden des: flachen.Landes,-zur!An-; ciscrung und Nachahmung. Hinzustellen. Die׳,edlen Gründer-,׳ vondenen - leider schon,viele:im Grabe schlummern -, haben,!ihren׳:Zlveck, »vaS -die- Landgemeinden betriffs, größtentheils:erreicht,; E.S->gibt kaum eine größere Gemeinds, in welcher,,da-, schöne.Be.»spitl-,der jüdisch?»» Metropolis nicht.Nachahmung gefunden hätte, und selbst , kleinere jüdisch-religiöse. Genossenschaft,en.in,Flecken undDörfrrn blieben; nicht .zurück und eiferten, rühmlich, nach. Nur. in.'!Prag^»vuß1e man -e-.,durch. allerlei-Künste dahin zr» bringen, daß die, Tempetsyiiagoge durch sehr viele- Jahre als. eine.. Oase in der Wüste, ihre. Gemeinde.ihrer -große», Wohlhabenheit, halber. als eine pri.yilegirte «nd ihr.Prediger als nionopolirtec mit Mitteln, und Titeln: reich. ausgerüsteter .Hohepriester , dastand, u»»d die. übrigen Synagogen als nythdürftige Andachtstätten, kümmerlich, fort vegetirten, in. denen die. missrn. ,und. zcffunn,,pI6bs an dem, hohe»,; Festtagen ihr״ religiöses Bedürfniß /n. ärmlicher nnd gedrückter Weise befriedigte. Der, Tempelgemeinde anzugehören, gqlt .als -höherer Vorzug , ,als».ooblssss,; wer zir ihr zählte, der.hielt", sich für. etwa- Besseres, für, einen. der Aus-. er»vähltcn, einen der jüvischcn Aristokratie Angehörigen. Tempel und Prediger befanden sich dabei »vol, aber der Gottesdienst in den übrigen Gotteshäusern sank immer tiefer in Verfakl. Und als endlich nach einer ׳ langen Reihe von Jahren dir Gemeinde der Nensyiiagoge sich rrrnannte und ob»vol mit beschränkten Mitteln ihr Gotteshaus zu einem Tempel nach dem Muster des bestehenden auöstattete und Chor und Predigt einzusühren strebte, »velche Hindernisse hatte sie nicht zu über»vi»»den, eh-