Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 7 (17.2.1864)
- Date
- 1864-02-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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133 für gleichbedeutend mit ״ פעמיםzweimal", ״doppelt". Dieser Erklärung nun folgt unser lat. Ko mmentator mit seinem ״duplicem.“ Die andere Ansicht, anSg edrückt durch die umschreibeuden Worte WOבסבך פנים ׳, crflärt אפים als Substanrvnm, der Bedeutung nach als identisch mit ״ .פניםAngegesicht." Ob aber dieses Angesicht ein ״freundliches" oder ״betrübtes" gewesen sei, ist in dem Worte אפים nicht ausgedrückt und wird von den verschiedenen Kommentatoren verschieden gedeutet. Das Targum übersetzt חולק הד בחיר ״einen auserwählten Theil, d. h. einen solchen, den man mit freundlichem Gesichte annimmt." Aehnlich faßt es eine Midraschstelle , die es mit חלק היפה שבחם erklärt. Dieser Ansicht folgt Nascht und auch Raschbam thut ihrer in seinem Pentateuch-Kommentar zu Exod. c. 25 v. 30 Erwähnung mit den Worten אפים יחלק יפר. והשובר׳ (derselbe erklärt damit die biblische Ausdrucksweise ״ לחם הפניםschöne ansehnliche Brode".) David Kimchi und Abravanel entscheiden sich für das Gegentheil und erklären אפים mit ״ בכעסmit Verdruß", es von ״ אךder Zorn" ableitend. Und in diesem Sinne hat, es auch die Vulgata aufgefaßt, indem sie es mit ״tristis“ übersetzt. Die LXX. hat ganz unsinnig אפס. für אפים gelesen. Daß die Worte der oben angeführten Midraschstelle בבפלים בסבר ובו׳ zwei verschiedene, einander ausschließende Erklärungen involviren, istnach dem Gesagten von selbst einleuchtend; zum Ueberfluß verweisen wir auf die Parallelstelle im Jalkut z. St., wo die Trennung der beiden Worte durch Wiederholung des Wortes אפים vor בסבר veranschaulicht, wird (נא ם י ם בכפלים;אפים בסבר פנים יפות, und auf die Pestkta (43, 7), woselbst die zweite Erklärung ausdrücklich mit den einleitenden Worten רבר < אחר angeführt wird. Wenn Philippson in seinem Kommentar zum Bibelwerke zu dem Worte אפים schließlich bemerkt: Am einfachsten ist die neuere Ansicht (Gesenius, de Wette, Salomon, Zunz) ״eine doppelte Portion", ״ein Stück für zwei Personen", — so hat er übersehen, daß diese ״neuere Ansicht" schon eine ״sehr alte" ist, die bereits der Midrasch (בכפלים) und der lateinische Kommentator (duplicem partem) kennt. Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch auf einen Irrthum in demselben ״Bibelwerk" Aufmerksam machen. Die von uns (unter Nr. 4) angeführte Midraschstelle ויחי' חיום זה יומא של עצרת, wird daselbst auf das ״Schlußfest" bezogen. DaS ist ein Mißverständniß; jeder Talmudkundige weiß, daß mit עצרת in Mischna Talmud und Midraschim stets das ,Mochenfest" (als den ״Schluß" der Sieben- Wochen-Zählung) bezeichnet wird. 7. Ibid. v. 16. ״ לפני בת בליעלBelial enim interpretatur absque jugo.“ Et notandum, quod omnes, qui ebrietatem 134 j sectantur ״filii Belial“ vocentur. ״Es ist bemerkenSwerth, meint der Kommentator, daß Alle, die dem Trünke ergeben sind, Söhne Belial's (d. h. ״ohne Joch") genannt werden.״ Diese offenbar auS einer jüdischen Quelle gelchövfte Bemerkung findet sich unseres Wissens in dieser Allgemeinheit, nirgends im-Talmud oder in den Midraschim. Im Traktat Berachoth 31, b. wird nur aus diesem Ausdrucke (בליעל) gefolgert: מכאן לשכור המתפלל כאילו עובד עבודה זרה ״Von hier ist erwiesen, daß wer im trunkenen Zustande sein Gebet verrichtet, gleichsam eine götzendienerische Handlung begangen hat", denn כתיב חכא לפני בת בליעל וכתיב חתם יצאו אנשים בני בליעל מקרבך מה להלן עבודה זרה אף כאן ״ עבורה זרהdenn der hier stehende Ausdruck "בליעל" fände sich auch als Bezeichnung der zum Götzendienst aufreizenden ״gottlosen Männern" (cfr. Deuteron. 13, 14), woraus hervorgehe, daß die Handlung, deren Channa beschuldigt wurde, (daß sie im trunkenen Zustande sich zum Gebete angeschickt habe), falls sie nicht der Wahrheit entbehrte, eine ״götzendienerische" genannt zu werden verdiente." Es ist nicht unwahrscheinlich, daß der Talmud hierbei ebenfalls an eine Zerlegung des Wortes בליעל in ״?לי עלabsque jugo“ gedacht, und darunter das Abwerfen ״des religiösen Joches"(על מלכות שמיכם) d. i. ״Götzendienst" verstanden hat. 8, Ibid. v. 24. ואיפה אחת קמח Die Vulgata übersetzt diese Worte merkwürdiger Weise mit ״tribus modiis farinae “ ״Drei Maß (Scheffel) feinen Mehls", wozu Mit vollem Recht der Kommentator bemerkt: In Hebraeo non tribus raodiis farinae, sed ״modio farinae“ legitur, daß im Hebräischen nur von ״einem Scheffel" die Rede sei." Er steht nun auch keinen Augenblick an, in der lateinischen Uebersetzuug eine Corruptel anzunehmen, er fährt fort: ״quem locum apud Latin os scriptorum vitio constat esse depravatum. Interessant ist nun die hieraus folgende Beweisführung: si enim cum vitulis tribus tres modios fariiiae obtulit contra praeceptum legis fecit. In lege enim praecipitur ״Tres decimas per singulos vitulos.“ Haec ״decima“ decima pars erat Epbi. Unde datur intelligi, quod Elcana non obtulerit tres modios farinae cum tribus vitulis,. sed novem decimas, quibus secundum hebraicam mensuram, unus ״efficitur Epba.“ ״Elkana würde, wenn er, wie die Leseart der Vulgata angiebt, drei Scheffel feines Mehl zu den drei Stieren dargebracht hätte, gegen eine ausdrückliche Gesetzesvorschrift gehandelt Haben, welche besagt, daß zu jedem Stiere drei Zehntel (eines Epha) feinen Mehls dargebracht werden müsse. (Numeri c. 29 v. 1—4) Mithin mußte Elkaua zu den drei Stieren neun׳ Zehntel Mehl, welche eben nach den hebräischen Maßbestimmungeu ein Epha äusmachen, darbringen.