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Ben Chananja · 1864-02-10 · 6 (10.2.1864) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
6 (10.2.1864)
Date
1864-02-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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117 113 als: ״großer Mann". Merkwürdigerweise bleibt aber GeseninS den Beweis dafür schuldig, daß das Stammwort von מראדך Mann bedeute, um durch das angehättgte ך in verstärktem Sinne als großer Mann aufgefaßt werden zu können! In der That hat hier das Stammwort eine ganz an- , dere Bedeutung. Gesenius selbst 8. v. מראדך, wo er darauf hinweist, .daß die alten Semiten den Planeten Mars als blutigen Urheber des Krieges und Mordes verehrten, erklärt, daß der Stamm von מרארך (so gut wie Mrs, mavos) mit mos, mortis und im Deutschen Mord zusammenhängt, wie auch mit dem hebr. Verb. MV (s. Gesen. 8. h. v.) Da das ursprüngliche Stammwort desselben mrt war, wo der mittlere Stammbuchstabe die liquida ר der Regel gemäß in den Vokal ן sich erweichte, ähnlich dem Sanskrit, wo mrita todt und muth tobten heißt. Wird nun das Stammwort von כמ״אדך als der Tödtende aufgefaßt, so ist es, dem Obigeu gemäß, ganz natürlich,-daß die Bildungssylbe ך, dieser Berbalform mit adjektivischer Bedeutung, angehängt, eine Verstärkung und somit das Ganze d,en großen Tödter, den großen Todbringer, Urheber des Krieges und Mordes bedeute. — Ebenso ist in dem Namen נסרך nicht sowol das Substantiv נשר das Stammwort, in welchem Falle man zu der Hypothese von einer Adlerförmigkeit des Götzen gezwungen wäre; sondern es liegt demselben das arabische Verbum נשר, welches in der Sprache verwunden heißt, zu Grunde. Heißt nun das Stammwort in seiner Verbalform und adjektivischen Bedeutung: Der Verwundende; so heißt "p0:i, mit dem verstärkenden ך: der große Wundenbringer, und wäre ebenfalls eine Kriegesgottheit, wofür auch Anhaltspunkte sich finden ließen. Indem wir mit GeseniuS festhalten, daß dad ך eine Bildungssylbe der Verstärkung ist, beschränken wir es nur, dem persischen Vorbilde.ähnlich, auf Adjektiva. Hieher gehören jedoch im gewissen Sinne die Pronomina, wodurch sich die Form?אנס begreifen läßt. Man nimmt hier gewöhnlich an, das Stammwort sei אנס mit dem suffigirten י der I. Pers., die Form 'אני eine Abkürzung. Hiermit paßt jedoch nicht recht, daß mit Ausnahme des. Pentateurs die- Form אני weit allgemeiner ist. Anch ist es überhaupt auffallend, daß in den phönizischen Denkmälern sich אנס ohne י suflixum findet. Es ist daher eher anzunehmen, daß אני die Grundform sei, das ס hingegen eine Verstärkung bezeichne, etwa ich selber. Das אנס in den phönizischen Denkmälern müßte also Anich zu lesen sein, wo der Grundform אני das ס zur Verstärknng des persönlichen Begriffes angehängt wurde, und das quieszirende ' alsdann ohne Weiters ausfallen konnte. Es ist bekannt (s. Gesenius Paläographische Studien über phönizische und puutsche Schrift) daß auf den phönizischen Denkmälern die Lerixtio defectiva vorherrschend ist. Erst durch das ägyptische Anok — ״ich", welches den Hebräern in Aegypten in der Redewese nicht fremd oder gar geläufig sein mochte, hat fich die Form Anochi gebildet, da man leicht dahinkam, dem ähnlich lautenden ägyptischen Pronomen, das im Hebräischen unerläßliche ' sukkixum hinzuzufügen. In diesem Sinne hat nicht der Midrasch (ילקוט יחדו) Recht, wenn er zur Stelle אנסי ה׳^קיך das אנסי als ägpptisch auffaßt, indem Gott zu seinen erst auS der Gefangenschüft gekommenen Kindern in derjenigen Sprache geredet habe, an die sie sich in derselben gewöhnten. Nehmen wir also das אני als Grundform an, so ist es leicht begreiflich, daß diese Form weit allgemeiner ist. Wo jedoch die Subjektivität in intensiver Weise hervortreten will, und in der unmittelbaren Verdopplung einen verstärkenden Ausdruck sucht, paßt: אנסי, wie z. B. Jesaias 43, 11 und 51, 12. — Wenn aber bei der Allgemeinheit des אני in den Profeten und Hagiografen, im Pentateuch die aus dem Aegyptischen entstandene Form אנסי vorherrschend ist, so dürfte hierin die mosaische Signatur und vielleicht kein zu verachtender Fingerzeig für die Authentie seines Ursprungs von Moses erblickt werden. Die Form אנסי ist zweifach aufzufaffen. Entweder ist das Stammwort das ägyptische Anok, zu dem blos das hebräische ' saffixiim hinzugekommen, oder umgekehrt ist das Stammwort das semitische Anich mit dem verstärkenden ס, und ist das Aegyptifche nur als auf die Aussprache modifizirend hinzngetreten. In beiderlei Beziehung ist es richtig, daß auch im Pentateuch, in Verbindung mit dem Namen Gottes die Form אני, nämlich אני ה׳ steht. Einerseits ist" ist es begreift ch, daß an dieser Stelle die reine Form kömmt,, und andererseits ist kein Grund zu einem Nachdrucke vorhandeu. Indem es nun ausnahmsweise bei der Offenbarung. אנסיה׳ ^קיך heißt, fand sich der Midrasch veranlaßt, einen Grund hiefür anzugeben, der in einer der beiden erwähnten Auffassungen dieser Form beruhen mußte. Die eine Meinung ging also dahin, daß, wie bereits oben gesagt, Gott, bei diesem ersten Erscheinen zu den Israeliten in der ihnen gewohnten ägyptischen Mundart redete. Die andere Meinung, die das Aegyptifche in der Offenbarung Gottes nicht wollte gelten lassen, mußte ihre Zuflucht zu der andern Auffassung nehmen, der gemäß dies eine ursprüngliche, aber׳ verstärkende, nachdrückliche Form ist, und erklärte das- אנסי daher לשון נוטריקין אנא גפש^י כתביר־ז יהבית. Es sollte nach dieser Meinung durch den Nachdruck hier —> mittelst נוטריקין — die Unmittelbarkeit der Offenbarung angedeutet sein. Aus dem Gesagten geht nun hervor, daß das Suffir ך im. Ehaldäischen bei Adjektiven eine Verstärkung, bei Substantiven und Verben hingegen die Verwandlung derselben in eine Ad-: jektivform bedeute. Gehen wir nun zur zweiten Betrachtung.

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