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Ben Chananja · 1864-01-27 · 4 (27.1.1864) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
4 (27.1.1864)
Date
1864-01-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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81 83 theorie beherrscht; er beruft sich auf Jahn und sagt: ״Primaria significatio esse vitetur donavit, unde arab. אריש donum, quo con* ciliatnr gratia gudieis." Meier geht auf die Wurzel אר zurück, ״verwandt mit )אר zusammenflrchten. ארש verbinden ׳, noch näher entspricht •ארז festmachen, orab. ערש adhaesit, ligavit; daher ערש conjux ...... ערוש der Verbundene, der eine eheliche Verbindung versprochen, daher der Verlobte. (Wurzelwörterbuch S. 296. wo GeseniuS im Lex. man. zurückgewiesen wird, der nach Manzer das arab. ערש ersteurit vergleicht, und an das Ehebett denkt.) Nach Fürst'S Konkordanz ist das Wort sanSkrito-semitisch und bedeutet: prebendere, as- sumere. In der von Dietrich besorgten Ausgabe drS Handwörterbuches von GeseniuS wird, wie bei Meier, auf אר znrückgegangen und die Bedeutung ״Festsein, Festmachen" gewonnen: ארש לו אשר!״" sich ein Weib verloben, eigentlich sich festmachen." Verglichen wird das alte festa, befestigen, verloben, festakoma die Verlobte. Saalschutz denkt an das griech. a^Iöo) sich Jemanden geneigt machen (Archäol. d. Hebr. 2, 194 Sinnt■') — 3 M. 19, 20. S. Meiers Wurzelwörterbuch S. 366. — 5) Archäol. S. 190, 191. — 6) 5 Mos. 22, 23. 24. י) S. Dietrich s. v. Fürst vergleicht das griech. ya/iog. — s) Jesaj. 54, 6—8. Hos. 2, 16—22• Saalschütz. Archäol. 2, 150. Das. S. 181 ist nicht HoseaS, sondern Maleachi zu lesen. — 9) 5 Mos. 26, 17. 18. Nach MeierS Wurzelwörterbuch ist die ursprüngliche Vedeutung von אמר: znsa mmenziehen, zusammenbringen, zusammenschließen, woraus ohne Zwang die im Terte gegebene Uebersetzung fließt. Eine Spur dieser Bedeutung liegt in dem mischnischen מאמר—Trauung. (Jebam. 5, 1.) Die Erklärung der Geniara (Das. 52, a) geht auf die Etymologie nicht ein. Wer die bisherigen gezwungenen ErklärungSversuche unsere Stelle unbefangen prüft, wird unsere Auffassung hoffentlich vollkommen gerechtfertiget finden. — ") Tobi 7, 9—14. In der Auffaffung des 11. Verses folge ich De Wette. F. Fritzsche Handbuch zu den Apokr. z. S. (S. 54.) — “) Grätz Gesch. 3, 534. Daß Raguel einem Anverwandten den Vorzug gibt, ist aus der hinlänglich bekannten talmudischen Anschauung zu erklären (Jebam. 62, b. Ende und Toßaf. das. Schlagwort והנושא.) — ,s) Ma'aße Rekeas: ברכת..... יברך או המקדש בעצמו או שלוחו ולא דיין ודרלתר וקצת ההמונים טועים ע״צ ההקש מד ברכות והוא טעות לסי שד ברכית הם שבח לשי״ת ותפלה בעד חתן וכלה וישראל ולכן ראוי שיברך אותם הגדול שבמצוה (שבקהל?) אמנם זאת הברכה היא ברכה על המצור. ואין ראוי שיברך אותה אלא עשה המצוה• Geographisches und Geschichtliches über $>«18stina in der talmudischen Literatur. 2. Galiläa und die Galiläer. Berichtigung einiger Irrthümer Renan's. (Schluß.*) 6. Indem wir zn Galiläa zurückkehren, haben wir noch zu betrachten, was in der talmudischen Literatur als Beitrag zur Charakteristik der Galiläer geboten wird. A. In Ansehung ihrer Gcmüthsbeschaffenheit werden die Galiläer als streitinchtig (קנתרנים nach Muffafia von xkvr§ov״Stachel; auch als Zeitwort kommt קנתר vor. Das Brrzeichniß bei Sachs Beit. 1. Auf., ist also mit diesem Worte zu vermehren) geschildert. Sie sollen in ihren Zänkereien oft so weit gegangen sein, daß die Mitglieder *)S. Nr. 1, 2 ganzer Gemeinden sich durch ein Gelübde banden, sich gegenseitig keinen Dienst zu leisten (Nedar. 48, a. L. Bl. |b. Or. 4, 776.) Vielleicht war es diese Eigcnthümlichkeit der G., welche zu den Nachdrucksvollen Warnungen vor der Rache und zn den Ermunterungen ,zur Friedfertigkeit Veranlassung gab. Die Gregese des N. T. scheint bisher hierauf keine Rücksicht genommen zu haben. Dagegen ist kein besonderes Gewicht darauf zu legen, daß N. Joße der Galiläer die Friedfertlgkeit preist (Wajjtkra N. Abschn. 9), indem andere Schriftgelehrte dasselbe thun, und die Friedenstiftung schon von R. Jochanan B. Zakkai als ein sehr verdienstliches Werk gepriesen wird (S. B. CH. v. I. Nr. 51 Col. 935.) Eher ließe sich die Meinung R. EliezerS des Galiläers, welche in Civilprozessen den gesetzmäßigen Richterspruch dem Versuche einer gütlichen Vermittlung vorzieht (Sanh. 6, b) mit der in Rede stehenden Eigenschaft der Galiläer in Zusammenhang bringen. R. E. will sagen: Da bei meinen streitlustigen Landsleuten friedliche Vermittlungsvorschläge nicht leicht Anklang finden, so ist darauf keine Zeit zu verschwenden, und sogleich die Entscheidung des Gesetzes auszusprechcn. Nenan's Schilderung der idyllischen Zustände G's hat in, keinem Falle Anspruch, für einen treuen Spiegel der Wirklichkeit gehalten zu werden. B. Bekannt ist die auch von Renan S. 149 erwähnte in korrekte Aussprache der,Galiläer (Erub. 53, a. L. Bl. a. a. £).), welche mit dazu beigetragcn haben soll, daß es die Galiläer in der Wissenschast der Thora nicht weit zu bringen vermochten. Die Einwohner von Beth Schean, Chefa und Tibaon wußten Ales und Ajin in der Ausspräche nicht vou einander zu unterscheiden (Meg. 24, b); diese drei Ortschaften liegen aber in Galiläa (Schwarz 134, 157). Die Deutung des biblischen 5) עגי M. 16, 3) durch באנינות, welche N. Joße dem Galiläer ihren Ursprung verdankt (Peß. 36, a), wurde von einem neuen Forscher aus der mangelhaften Anssprache der Galiläer erklärt (L. Bl. a. a. O.) Die Verwechslung des Ales und Ajin drang aber auch, in die Schulen der Schriftgelehrten, weshalb es bei manchem Worte der Mischna zweifelhaft wurde, ob dasselbe mit Ales oder mit Ain auszusprechen sei (Jer. Ber. 6, 2. Erub 5,1. Bnbli das. 53,a. Jer. Ab. Zara 1. 1. Babli das. 2, a).Rapoport erklärt dieses Schwanken mit der Schwierigkeit, welche die Aussprache des Ain den Babiloniern bot (E. Millin 29, b. Er setzt voraus, daß Samuel Jarchinai ha-Kohen ein Babilonier war, wie denn auch Heilprin (S. Ha-Dar. 150, d) und der neueste Biograf Sam's., Abr. Krochmal (ha-Chaluz 1, 67) Nehardea als dessen GeburiSort bezeichnen. Allein die für diese Angabe angeführten Beweisstellen, (Sabb. 116, b. B. B. 153 — nicht 53 — a) beweisen mir, daß S. in Nehardea lebte.und wirkte (S. auch Ber. 58, a. und Toß. B. B. 7, b. Schlagw. נהררעי)• Wir möchten Schwarz beiftimmen, welcher Samuel aus Jarchi in Palästina abstammen läßt; in dem ehemaligen Gebiete des Stammes Ascher findet sich bis auf den Heutigeu Tag ein Dorf ״Jarchi" (D. heil. Land S. 163). Solchergestalwäre S.'ü Aussprache nicht aus seiner babilonischen, sondern aus seiner galiläischen Herkunft zu erklären. 6. In Betreff der Eheschließung nnterschieden sich die galiläischeu Sitten in mehreren Stücken von den judäischen. In beiden Provinzen war zwar daö Verlöbniß und die Trauung mit einander ver- Kunden, und fand erst später die Einführung ins Brantgemach statt. Aber während in Judäa dem getrauten Brautpaare ein tete ä tefce gegönnt wurde, dursten sich in Galiläa die Brautleute nur vor Zeugen sehen (Kethub. 9. b). Die eigentlichen Hochzeiksitten waren in Galiläa anständiger als in Judäa (Toß. und Jer. das. Abschn. 1.) Nach dem Beispiele Jerusalems wurden in G. der Witwe die Alimente im Hause ihres verstorbenen Gatten zugesichert; in Judäa stand es den Erben frei der Gattin die Morgengabe ausznzahlen, worauf sie das,Haus des Gatten räumen mußte. Die palästinensche Gemara begleitet die,Relation

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