Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 48 (2.12.1863)
- Date
- 1863-12-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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885 886 3n Ängcfcgcnfjcil Des StipenöicnfonDes für ifracfil. {!cfjramlsjögfingß in M Don A. Lederer. Herr Ignaz Deutsch, Präses deS löbl. KultuSvorstandeS in Naab hat dem Stipendienfonke den Betrag non 62 fl. und zwar 32 fl. als Erträgniß einer Sammlung unter den edlen Gcmeindcgliedern von Naab und 30 fl. als Beitrag von Seite der ehrsamen KultuSgemrinde übermittelt mit der erfreulichen Anzeige, daß der Slipc dienfond für Lehramtszöglingc auch in den zwei Gotteshäusern zu Raab in die Reihe der Spentrntafeln anfgenommen wurde, und daß die einlaiifenden Spenden von Zeit zn Zeit ihrer Bestimmung zugesührt werten sollen. Ferner sind dem Gefertigten für eingesandte Programme folgende Beträge übermittelt worden: Frau Eleonore Weiß und Frau Katharina Stein in Pest für je 1 Gremplar 5 fl. 10 fl. Frau Helena Rosenzweig in Pest für I Gremplar 2 ״ Herr Leo» Pollak und Herr Armin Steiner, Mitglied deS löbl. GrmeinderatheS in Pest für je I Eremplar 5 fl.10 ״ Gin Ungenanntseinwollender nnd Herr Buchhändler Nasvitz in Pest, Herr Rabbiner Salomon Kohn in Keßthcln lind Herr Lehrer Heinrich Langfelselber in Puchow für je 1 Gremplar Ist... 4 ״ Durch Herrn Lehrer Langselder in ToliS von den Herren IaqncS Sblat, Philipp Oblat, Moriz Oblat, L. Schreiber, Joachim Langselder je 1 fl. von den Herren David nnd Salomon Singer 3 fl. zusammen.8 ,, Durch Herrn Lehrer Israel Stern in SzarvaS von den Herren Heinrich Aranvkövy, Wilhelm Gacser und GliaS Amsel je 1 fl. und für sich 2 ft. . 5 ״ Die erstgenannten 62 fl. habe ich sogleich dem löbl. KultnSvorstandc in Pest übermittelt; die Verrechnung der ' für die Pivgramme eingesandten und bis jctzt aus 116 fl. sich belausenden Geldbeträge, behalte ich mir für eine spätere Zeit bevor. Ich suhle mich angenehm verpflichtet, diese WohlthätigkeiiSafte mit dem Ansdrucke des tiefgefühltesten Dankes zur allgemeinen Kcnnlniß zu bringen und erlaube mir als Bildner und Lehrer der zukünftigen isr. Jugenderzieher und Volksschullehrer die Vermehrung deS nun schon bestehenden Etipendienfondeodem regen WohlthätigkeitSsinn der isr. Ge-! meinden, sowie der Humanität aller Menschen und Schulfreunde, ansö Wärmste anznempsehlen. Wer sich meine Stellung nur zum Tbeilc zu vergegenwärtigen vermag, der wird auch einsehen, daß nur ich tagtäglich in der unerquicklichen Lage bin, die traurige nnd sorgenvolle Eristenz der israelit.! Lehramtskandidaten, ihren Mangel an den nothwendigen ׳ Büchern und die daraus entstehenden nachtheiligen Folgen! vor Augen zu haben, und der wird dann hoffentlich auch zuj geben, daß ich meinen bittenden Ausruf zur Gründung eines j StipendiensondeS für Lchram.'Szöglinge nicht als RegiernngSbeainter, sondern als Mensch, Jude und Lehrer an die Gemeinden Israels ergehen ließ. Ob unsere vom Herzen gekommenen Worte auch zu den Herzen aller edlen Menschenfreunde gelangen und zur Unterstützung bewegen werden, liegt in der Hand GotteS, der Herz und Nieren prüft und die menschlichen Thaten nicht nach ihren Erfolgen, sondern nach ihren Motiven beurtheilt. Korrespondenz. Inland. ll. Pest. 26. Nov. So gern wir auch dem in Nr. 46 de» B. Eh. erichienrntu Aufsätze Le« Herrn Silberflrrn »dir Stellung der Landlehrer-, worin er für dir gekränkte Ehre seiner Kollegen in würdiger Weise in die Schranken «ritt, volle Gerechtigkeit widerfahren taffen, so können wir doch nickt umhin, unser Desrrmden darüber au-zusprr» chen, daß Herr Silbcrflcrn bedeutende Genieindeu und sogar solch,, die in der Nachbarschasi SzegedinS sich brsluden, unrrwähnt läßt, wirwol auch diese für ibrc Schulen ganz bedeulcude Opfer bringen und ihren Lehrrrn gerecht zu weiten eifrig» beflisse» find. Unsrrr- Dafürhalten« find Gemeinde», wie Makü, KecSkcmüt, Altofcn, Ofen, EperieS, Deßprim, Raab, Tolis, MISkolcz. Bonyhüd. Dunaföldvür. Dedreezin ganz würdig, den von ihm anfgrzählte» Gemeinden an die Seite gefetzt zu werden. Dem Derdienste feiue Kraue! 8- Post, 25-tcn Nov. Der io ung. Sprache erscheinende große illustrirte Kalender läßt in seinem neueste» Jahrgang» (18G4) auch jüdischen Verdiensten Gerechtigkeit widerfahren, indem er den Porzellanfadrikantrn Moritz Fischer und dem Gründer und Inhaber drr ersten Nastrir.Anstalt und Kontobüchcr-Fabrik in Ungarn Carl Loui« Postier seine» Leser» verführt. M. Fischer ged. in Toll« 1800, hat die Porzellan-Fabrik in Herend im Dcßprimcr Komitaie gegründet, und er leitet dieselbe bis ans den hruiizrn Tag mit so vielrr Umficht, daß fic sich einen Europäischen Ruf verschafft hat. Folgrute Au-zrichnungkii winden dem unermüdlichrn Fabrikanten zu Theit: 1812 erhielt er bei der ersten ung. Jiidustrieanostellung die bronzne Pertieiistaiedaille; 1813 die silberne Percienstmedaille 1815 .׳ ei» rühmende- Diplom von 'Wien; >816 die große goldne Perticnstinedaille in Ungarn; 1851 eine Vcrdicnstmtdaille von der Londoner Ausstellung; 1853 eine Derdieustmrtaille von der New Porlcr Ausstellung; 1855 eine Derdirnstmedaille rrürn NaugrS von drr Parii'rr Ausstellung; 1857 ein eigenhändizr» sehr allerlei,iientcs Lchrclbcn von Alerander von Humboldt. Außerdem wurde er >852 von König Leopold von Belgien u>. e. Met.für Industrie, Wisselischast und Kunst; 185!) vom Kaiser Franz Josef mit der großen gelbne» Berdicustincdaillc 1111D 1863 mit dem Franz Joses-Orden geschmückt- E- L. Poiner gcb. i» Pest 1820 gründete feine Fabrik 1851. und bald bahllik» sich seine ausgezeichneten Erzeugnisse nach der Türkei und »ach Aegypten den Weg. 1856, zur Zeit de- Krimmkriege-, Iieserle Posncr der englische» Armee alle crsorderlichc» Notizbücher und Driicksorlea mit drr größten Pünlllichkeit. Die von ihm 1857 auSgestelltru Fabrik-rrjeugnisse wurden von Len» erhabencil Kaijerpaare in Augenschein genommen. In seiner aus tem iiciirn Marktplätze Ne. 1. bessndlichc Fabrik sind 10 Arbeiter bcschäsligri, wrlchr ri»r» jährl, ArbcitSlohn eo» 12.000 Guldro bezirhrn. Seine der ung. Akadcniie der Wlsseuichaslcn verfertigten und geschenkten Bücher. — dagoldne Buch und das Gastbuch, — werden al- Meisterstücke der Iiidustrir gerühmt. Diese beiden Bücher haben bei der Loiilciier Ausstellung im Jahre 1862 die Ausmerksamkeit aller Besucher auf sich gezogen. Posurr erhielt nicht uur eine Medaille, souderu die in den Büchern ruihalicncn Zclchnungr» wurtcn iu da» für dir Königin bcstiniuite Album ausgeiiomnirn. eine Auöjrichnung die unter 25.000 Aussttllcr» »ur 300 zu Tbcil wurde. Posnrr hat sich auch al» Schriftstellrr Brrdikttste erworben. Scinr ^einfache kausmännische Buchhaltunghat virr Leutche und eine ungarische Auflage erlebt. Er hat auch die Feststrlluug einer ungarischkaufmännischen Terminologie angrregt. eine Anregung, welcher dir ung. Akademie folge geleistet hat. — 2;egcdin, 29 November. Unser Borstkhcr. Herr Samnel Bambergrr. hat einen nruro Brwei« feiner Munifizenz gegeben, intern rr zur Dclleidung armcr Schullinder 10 fl. speudetr. Die Mikwa ist aus rinr zwrckmäßigr Weise renevirr wcrdrn, und Herr Simon