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Ben Chananja · 1863-12-02 · 48 (2.12.1863) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
48 (2.12.1863)
Date
1863-12-02
Page
– (sequence 3)
Language
German
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E 4. v. 44. ״Und sie beratschlagten über den entweihten Brandopferaltar, was sie mit ihm machen sollen, und eö fiel ihnen ein guter Nathschlag ein, ihn zu zerstören. Und sie zer, störten den Altar. Die Steine aber legten sie ans drm Tem« pelberge an einen passenden Ort, bis ein Profet kommen würde, um Aufschluß darüber zn geben." Auf welchen hala« chischcn Grund ruht wohl dieser Satz? Gewiß auf die im Talmud Abod. Sara (321 erwähnte Motivirung dieses Faktums. Gewährt aber dies nicht einen tiefen Einblick, in welchem vorgerückten Stadium die Entwicklung der Halacha sich schon damals befand, und eS sollte dennoch die Halacha א£' ההן מה' nicht bekannt gewesen sein? Nach dem Eingangs Ge, sagten wird anznnehmen sein, daß JofcphuS entweder die Halacha nicht genau kannte, oder derselben opponire» wollte. Anmerkungen. ') 20s. vita. c. 2. — ') 20>. antiqu. B. 1. c. 3. B. 2. c. 16• u. a. r>. 0. — 3) 2cf. iliiit. an a. Orte». — <) 201, ibid. 20. B. 0 11. — s) ibiu. 3.JB. c. 5.— b) Mechiliha 2. B. M. *U. 2fH;ra. — 7) Daselbst vgl. 2al. M. laselbst. — ") 20s. antig. B. 8. .. 2. — Mibe. 2. zu .<lol)flflb. — '") 20s. ant. B. 4. c. 8. — ") Herr De. Meiset schreibt irrihninlich im Sechuth A. S. 379. Anm. 1. ״<Sfl gab nämlich rillen Zehnteu, der trn Leviten gehörte, von teni sic wieder den Zehnten te» Priestern gsben und einen Arnienzehnten; die den Zehnt, welcher D. Levi an die Priester zu geben hatte, heißt "— •הרומח בל 2 (נ'• T. 2edau1v1h — ני) Fanst. — ") 20s. antiqu. B. 4. 8, — ls) Das. — '") 20s. antiqu. B. 4. c. 8. - '") L. Schebuoth. — '*) Z. antiqu. R 3. c. 9. — '״) Latin. Paech. — Z. antiqu. B. 9. <-, 8. — יי) Z. Sota. — 2• ant. B. 4. c. 8.— ") Sauhedrin. — 3;»י• ant B. 12. c. 7. — ") 3• Sota. Die. Liter Öc,s ersten palriarrijcn. Don Dr. Adolph Hübch, Nabbiner und Prediger in Prag. Mancher talmudische und midraschische Ausspruch harret noch seiner endlichen Lösung entgegen. Ein solches interessantcS archäologisches Näthsel ist die Stelle in B. Bathr. 01 2. Neben andern leichter erklärbaren onomatologischen Angaben wird dorr Namenö Rab mitgetheilt ״die Mutter Abrahams war ״ "אמתלאי בת ברגבוdie Mutter HamanS war .’,״אמתראי בהקרבה, und das Zeichen dafür sei dir "!טהור טהור ,טמא טמא. —- Es ist dieser dunkeln Stelle von dem eminenten Gelehrten Herrn Oberrabbiner Dr. Zipfer in diesen Blättern ') ein sehr inhaltrcicher Artikel gewidmet worden, dessen Resultat aber eine weitere Behandlung dcS Gegenstandes noch immer zuläßt; neuerlich haben wir dieses Thema in Norkö Manier, jedoch sehr gezwungen besprochen gefunden, ״) so daß die nochmalige Erörterung durchaus nicht überflüssig erscheint. Waö u»S die Stelle als schwierig erscheinen läßt, sind etwa folgende Bedenken: Warum wird hier Abraham mit Haman zusammengestellt? Warum führen ihre Mütter de» gleichen Namen? Was bedeutet der Name אמתלא'״"? Und endlich, waS ist der Sinn deS -.ärhselhasren "כרנבי"? Fangen wir mit der Beantwortung der letzten Frage an. — Den ersten Schritt zur Erklärung möge unS die Parallelste»- zu unserem ״ופמנך טהור טהור ,טמא ט׳״ führen: Kiddttsch. 70 b heißt cS nämlich: ״Zwei Familien gibt es in Nahardea, die eine nennt sich ״רבי יונה״ die auS dem Hause der ״Taube", die andere heißt ״רבי עורבתי׳״ die auS dem Hause dcS ״Raben" und das Zeichen dafür טהור!טהור טמא טמא" — Aus diesem Zitat geht hervor, daß auch an unserer Stelle die passendste Bedeutung für "כרנבו" im Gegensätze rum Raben, die ״Taube" wäre und eS kostet anch nicht viel etvmologischcn Zwang, in dem frag« lichcn Worte die sehr bekannte Dezcichnnng für diesen Be« griff wieder zu erkennen; nimmt man nur an, daß man hier wieder cinrö der häufigen Beispiele für die Verwechslung der liquiden L und R vor sich habe, dann kommt unser bapax legonicnon ״ברנבו״ dem lateinischen colamba sehr nahe. — Die Taube ist im hohen Altcrthume schon das Sinnbild der Reinheit, der Sanftmuth, der Frümmig« keit: Die Bibel läßt im Oiegensatze zum Raben, der treu« loS seine Mission vernachlässigt, die Taube mit dem Oel« blatte deS Friedens und dcS Trostes im Munde, treu zu ihrem Sender wicdcrkchren,י׳) und die haggadische Homi» lctik nimmt da Gelegenheit, die Taube als Sinnbild deS GottvcrtrauenS aufznstellcn, 4) sowie sie an anderer Stelle ihre Gattentreue lobt: ״Also wie die Taube von Stund an, wo ihr Pärchen erkannt, nimmer davon läßt, also hält eS Israel mit seinem Gotte" PliniuS sagt von ihr ״Conjugii sickern no!1 violant!“ Bekannt ist daS ncutcstamentliche ״Seid klug wie die Schlangen em01!»׳׳ lo5 <e» irtQturtQKr und un« schuldig wie die Tauben!""! daS seine Parallele in dem Midraschischen hat:אצלי הם תמימים כיונים אבל אצל אהה״(י הם ערומים בנהשים" Der Rabe dagegen ist seiner Natur und Härte nach daS Symbol der Grausamkeit und deS Unglucks: zu der zitirtcn Abscndung deS Raben durch Noa lautet die haggadische Glosse") '•״שלה חשף ויהשך" (י anspie« tent? ans die sprichwörtliche nigrecka emviua; daS Sprich» wort "״מה ילדה הסושיהא קרוצא רבישה מיניה״(׳ wird bei Diog. I,aert. durch ein Bild vom Raben genommen, auSge« drückt: ״mali oorvi malum ovuin!" — ״n\־ *o^eix«*•" ist die griechische Redensart für unser deutsches ״zum Henker!" weil der Rabe der Galgenvogel ist! ES wäre also an und für sich ganz richtig, daß die Mutter deS Patriarchen die Tochter der Taube und die Mutter HamanS die Tochter dcS Naben genannt wird; warum aber führen sie dev gleichen Namen? und warum wird überhaupt Abraham vad Haman zusaminengestellt? Letzteres hat seinen Grund darin, weil in der That

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