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Ben Chananja · 1863-11-25 · 47 (25.11.1863) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
47 (25.11.1863)
Date
1863-11-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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863 864 Anmerkungen. ') Za asten hebräischen Urkunden pflegt vor dem MovatStage der Wochentag angegeben zu werden. Dir Namen der Wochentage, welche ihren Ursprung den Planeten verdanken, unter deren Schutz sie ron der Astrologie gestellt wurden. kennt dajüdische Alterthum nicht '1 Da» Bindewort ״Ech« — ״wie. daß« scheint ganz überflüssig. N. Simon b. Zemach Duran nimmt hier eine Ellipse an. und supplirt: ^wir wissen lRechtSgutachten 3, 301). Um da» Bindewort nicht unübersetzt \\1 lassen, fügte ich nach Beoj. Zeeb Nr. 50 in Parenthese die Worte ״bezeu» gen wir« hinzu. Für den Inhalt der Urkunde ist die» gleichgültig. Berner» kcnewerlh ist dagegen, daß e» die Zeugen sind, welche die Urkunde auSstellen. Gleiche« geschieht bei ollen hebräischen Urkunden. S. unten Anm. 22. Zur Zeit, als die hebräischen Urkunden entstanden sind, führten die Zuden keine Familiennamen. Zeder nannte sich nach seinem Bater; daher auch die Urkunden immer nur von N. Sohn de» N. sprechen. Diese Gepflogenheit erhielt sich im Mittelalter auch bei drn spanischen ״nd italienischen Zuden, unter denen Familiennamen einheimisch waren. Sie erhält sich ebenso in unserer Zeit, wiewohl die Familiennamen bei den Zuden allenthalben gebräuchlich sind. Ucbrigen» fühlte man schon in, Altrrthume. welche Unzukömmlichkeiten der Mangel an Familien» uamen mit sich führt sB. Bathra 10. 7.) ') Nesprliivc: Witwe, Geschiedene, von der Leviratsehe Desreite. Zu dem Maiinonidischrn Formulare (Zibbum wa-Ehaliza 4, 3t. 32) fcnimt letztere Kategorie nicht vor; dagegen wird die Gefaiigeugewesene lKeih. 2. 5. Zos. Altcrth. XIII. 10, 5) besonder« namhaft gemacht. S. auch Beth Sam. 66. 25. s) Nach Trßas. Kcthub. 63, a. Mendelssohn unrichtig: ״so will ich dich bedienen (Ritnalgesctze der Juten. Werke 6. 110)." ״) S. Kethub 68, b. Raschi Gittin 12, b. Schlgw. Parnaßa. und die von Landau angeführten Parallclstcllc». Das von Raschi gebrauchte französische Wort ist nach Landau: convoycr, bcwirthen, mit Allem sorgfältig versehen. Brgl. B. Jos. zum Tue Eben Ha-Ezer 114 Eiilr. und Tur u. Sch. Ar. Ekioschcn Mispa, 60. 3. und 227. Maim. Jichuib 20. 1. Mendelssohn unrichtig: ״speise» und ernähren." ') Mobar: ein Ausdruck, der schon in der Bibel vorkommt Die Eiymologie desselben ist streitig. Die gewöhnliche Ucbersetzung ״KauspreiS" ist jedenfalls unrichtig, da Las Wort bei wirklichen Gegeiislänten des Kaufs und Verkaufs niemals vorkommt. Saalschütz macht es wahrscheinlich, daß Mohär die Morgengabe bezeichne (Archäol. 3. Heb!. 2. 184.) Seine Gründe sind sehr einleuchtend; nur irrt er, wenn er -],12־ auf מהר Morgengabe zurücksührt. Morgen bedeutet in Morgengabe nicht drn künftigen Tag, sondern die Zeit de« begiiintudtu Tages (nicht מהר. souderu 2^[־). Es war mithin schon im btblischen Altrrlhuuie Sitte, daß der Bräutigam der Braut ein Ebrengrschcnk machte. Dieses Geschenk wurde der Braut nicht verschrieden. sondern vou derselben effektiv übernommen. Dieser Gebrauch bat sich auch später unter verschiedenen Formen erhalten, ohne Laß jedoch da« Brantgrschenk als wesentliches Erforderniß der Eheschließung betrachtet worden wäre. Mehr Gewicht wurde darauf gelegt. daß der Gatte eine gewisse Summe deponire, welche die Gattin als Witwe oder im Falle einer Ehescheidung erhob. Durch diese Maßregel sollte die Gat» tio gegen etwaige Willkür de« Gatten geschützt werden. Ei« weiterer Fortschritt in dieser Richtung war die Ke »huba.Juflitu- «ion. nach welcher der Gatte sei« er künftigen Gattin eine gewisse Summe verschreiben, und kür diese Summe sein ganze« Berwögen verpfänden mußte. Kethuba heißt soviel all Verschreibung. Eine schriftliche Heiratsurkunde kommt aller» ding« im Buche Tvdi vor (7. 14); da aber die Entstehungszeit diese« Buche« ungewiß ist, so ist darau« auf die Sutstehungszeit der Kethuba kein ficherer Schluß zu ziehen. Bestimmter kauten die takmudischen Nach, richten, nach welche« Simon b. Schetach, ein Syuedrialbaiipi, die Kethuba-Jastitulion gegründet bat (irr. Kethub. 8. 11. Dabli Sabd. 16, b. Kethub. 82, b. s. Grätz 3. 533.) Simon war ein Zeitgenosse de« Alerand er JannLu«, welcher von 106 bi« 70 vor der chriftlichen Zeitrechnung al« König der Inden regierte. klebrigen« find bervorragende Forscher wie Jost und Nachman Krochmal, der Meinung. daß die Kethuba den Griechen entlehnt sei: tfi'iyf״?!;-Ijanb» schriftlicher Kontrakt. Ci’vyfiaftOOru ya/jvr — tit Ehe kontraktmäßig schließen. Auch die rvmischen Alterthümer bieten einen Bergleichungs. Punk» dar: ״Lponsalia nuckn consensn perlici poterant, 8cd pleruraque tarnen in tabulas referebantnr, «aequo pracsentiuin annulis obsignabantur (Nicnpoort Ant Rom. p. 541.)" י) Die Etymologie dieser Münzbezeichnung ist dunkel. Benjamin Muffasia (gest. 1675) leitet dieselbe von dem griechische» Zeus ab. und will eine Münze darunter verstandrn wissen, welche Jupiter« Bild trug. Hierin findet er den Beweggrund, weshalb ein skrupulöser Asket der talmudischen Zeit e« vermied, einen Su« anzuschauen (Aruch s. v.)Die Eriflenz einer solchen Münze hat jedoch Muffasia nicht nachgewiesen. Nach dem Zeuguiffe der griechischen Numismatik wurden Götter. Heroeu und Embleme des Stamm- »ud Stad tkultrS zu Bildern auf Münzen gewählt: zu Athen das Haupt der Athene und die Nachicule, in vielen dorischen Städten Apollon, zu Korinth der Pegaso-, zu NaroS DionysioS. Acgina hatte eine Schildkröte und ans der Rückseite ein tief eingeprägtes süiisiheiligrs Viereck, Mytilene die Sappho. EhioS de» Homer. Ob eine dieser Münzen den Namen ihres Bildes trug, wäre erst zu eruiren. Dar dies nicht der Fall, so ist Muffasia- Erklärung auch dann unhaltbar. wenn irgend eine Münze Jupiters Bild getragen hätte. Einen sestern Anhaltspunkt bietet die semitische Sprachvergleichung, nach welchcr Sus das Beweg! che oder da« Glänzende bedeutet. Noch größere Schwierigkeiten bietet die Realerklärung des Su«. Zwar ist rS unstreitig, daß der SuS mit dem Denar gleichen Werth hat. Aber da« Alterthum kennt Denare von verschiedenen» Werthe. Welchen Denar hat nun die Kethuba im Sinne? Eine schwer zu lösende Frage! Ohne mich auf eine weitläufige nuniiSmatisch.histo» rische Erörterung riuzulaffen, konstatire ich hier nur folgende, für den Gegenstand der vorliegenden Eingabe sehr berücksichtigenSwerthe That- A. Die Valuta, nach welcher die Morgengabe in der Krtbuba berechnet ist. war schon für die rabbinischen Autoritäten dr« MittelalterS Gegenstand der MeinungSdivergenz. Diese Divergenz fließt au« der Berschirdenheit der Meinungen über den Ursprung der Kethuba (S. die nachsolgende Anmerkung). und ist so bedeutend, daß der De» »ariuS der Kethuba nach der einen Schule nur 12'/, Per» zent oder den achte» Theil des Werthebeträgt, welcher demselben von der anderen Schnle zugesprochen wird. (Maim. Jschut 10, 8. Ascheri Kethub. 1, IS.) 8. Der SuS oder Denar blieb in der Regel in der Kethuba unverän» dert steheu; er war aber, nachdem die römischen Münzen außer Umlauf ge» kommen waren, keine Real» sondern eine Jdealmünze, deren Werth — abgesehen von der bereiterwähnten priuzipiestra Divergenz — iu den verschiedenen Ländern auf verschiedene Weise berechnet wurde. E« kommen daher in drn bezüglichen Quellen die Münzen aster Herren und Länder vor. Auch au« anderen Gründen blieb fich die Summe nicht in allen Ländern gleich; ja selbst in einem und demselben Laude kam in den verschiedenen Gegenden ein verschiedener Usu« vor. In Köln wurden einer Jungfrau 200, in Mainz 600 Su« verschrieben. Die Mainzer Inden wurden überhaupt für nobler gehalten, al« ihre Kölni» scheu Glaubeuebrüder (Macharil 84, ».) Nicht«destowenigee berechnete R. Jakob krvi, Rabbiner zu Mainz, im Anfänge de« 15 Jahrhnn»

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