Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 46 (18.11.1863)
- Date
- 1863-11-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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845 846 gflatcn. Bekanntlich giebt ,« ja für die hiesigen Hochschüler rinra rigeurn Strafkot,r. Der ,ine halte die« der andere jene« gethao; »io drit» tee war gar beim Prediger gewesen; korribils »celn»! Pkag, 8. November. Ob man eals ein schlimmes Omen telrachren soll, daß der prachtvoll reoorirte Sitzungssaal im isr. Rath. Hause mit djur Erinnerung an die ehenialige Strueezeit iuaugilrirt wurde — wer weiß! In der heutigen Sitzung erfuhr man. daß die Mitglieder der SteuerpachiungSgesellichast trotz des §. 20 des Dertragt« mit der Regierung bezüglich der Verwendung der Sleueeüberrefie noch inimer nicht sich der Bestimmung lügen, und sich ihres Einflusses >1»s die Errichtung des WaiseiibausrS nicht eulschlagcu wollen. Hohe Dehörden habe» eS tentlich ausgesprochen, daß nur aus den Repräsentanten der KuliuSgemeinde Prags und der böhmischen Lantesjudeuschasl das Kuratorium für tiS Waisenhaus zu bestehen habe, ״׳d daß nur dieses die Organisation derseldeu, demnach die Staiutc» für dasselbe zu eulwerfen habe, und dennoch!aben die Mitglieder der SteuerpachtuiigSgesellschast Statuten ff״ das Waisenhaus voegelegt. Daß sie mittler, weile dieselden wieder zurüekvcrlangt, um sie zu verbessern, ändert an der Sache gai nichts, und mit Recht bemerlic im Derlanfc der Ver- Handlungen der Herr Dr. TeteSlo. daß ei» solches Verfahren nicht uugerügt bleiben sollte. Heute, wo es sich ru der Sitzung der Kultusredräienlanz tarun, hantelte, vermöge der Zuschrift der isr. Laiideörepeäin.lan, die Wahlen für die Mitglieder des KnratorinniS des Franz Joses Kiiabcnn-aiseiiliauseS vorziiiiebincii, tan» über die Revision der Siainiei, desselben und über die Errichtung einer Lehranstalt für jüdlsäieS Wlffcu zu debalurcn, wurde der Beschluß gefaßt, ei» Komitü von fünf Mitglieder» zu erwähle» , welches über diese Gegenstände zuvor mit der isr. üandesrepräsentanz genauei, Bericht erftaueu soll, in Folge d!e!es Berichtes wird tan» die 'Wahl i»S Kuratorium vorgencmme» werken. In das erwähnte Kouniü wurde» mit Siimmenniehrheil die Herren Dr. jur. und d'andeSatvolal Wiener, Met. De. Tcc.slo, '.'Idols Cckwab, Lccpolt Edler v. Protheim uut Ernst Wehli gewählt. Den, Vernehmen nach soll Herr v. Protheim ein Mitglied der Sieuerpach. IniigSgesellschast sein, und dann ist diese Wahl wirklich als etwas SouterbareS zu betrachte» — 11 10. Roveinber. Es versteht sich bei wohlerzogenen Menschen von seldst» daß ein sür seine polnische und religiöse Meinung vielgeprüfter Eharakler inimcihin Respeli verdiene und es eine Unart sei. ihm die Prüsungen noch gar zum Voewnrse zu machen. Das Gebahren der betdcu Herren Prager Korrcspondenien in Ihrem ge;chätzten Blatte Rr. ^3 gegen den hier zu einem litcrärischc» Zwecke gastlich verweilende» Rabbiner Dr. Eheonrl ist darum sc wenig mit der Wohlan» stäntigkeit iu allen Parlcischaliieungen zu vereinbaren, daß man eS füglich aus sich selbst beruhe» lassen durste. Nur ist im Interesse der Wahrheit nöiliig. zu sagen, laß eS eine Lüge ist gegen die Gastlichkeit der Pragci Israclrlc». was in Beziehung aur das Lokale der Vorträge teS Herrn Dr. Ehrcuik geschri.be» wurde. Gar so arg sieht eS in Prag tiiiu doch nicht aus. Au zwei Sleklc», wo wegen einer Räumlichkeit ongesragt wurde, war man bereitwillig, und ist nur die Handelskammer, als besser gelegen, auSgcwähll woedeu. Lügenhaft ist seiner die Dar. sttllung in Betreff Lee homiletischen Bcrteägc teS De. Ebrenik Einigt RabbiiialSkantidaten wüiischteu solche von ihm. und er hält dieselben — natürlich mit Bewilligung der Behörde — verbunLen mit Uebungen der Hönr, von denen dereUS zwei nach seiner Auleitunz in rincr kleinen Synagoge grpeedigt haben. Brünn, kl. November. RI« ei» Rabbi einst den Prcphelco EliaS auf «iuem Iahrmaekte fragte, ob Jemand iu dieser großen Menge sicher sei der Seligkeiten deS jcnseitigcn Lebens lheilhastig zu werten, wie« dieser zum Erstaunen de« Rabbi auf zwei SchalkSnaereu hin. Wenn man fragen wollte, wer der größte Coutribuent ber Brunnrr KnltuSgemeiude sei. wird man za seiner Derwunderunz hären, baß r« einige arme Cchochlim find. Diese Antwort klingt wohl räthi'elbast, aber sie ist nichtsdestoweniger wahr. Die Sache verhält sich folgendermaßen: Jeder Fleischhauer, brr Koscherflrisch an-schrclten will, muß drr Gemeinde für jede- Stück große« Vieh 2 fl. entrichten, dafür stellt ihm bi« Gr» meindc den Schächter, der zugleich die Aufsicht bei ber Aurschrottitog baden muß. Dir Gemeinde hat drei mit dem firen Gehalte von «60 si. angesteklle Schächter, di, zugleich zu sonstigen Gemeinbediensten verwendet werten; da diese aber nicht hinreichen, so hat die Gemeinde noch etwa 5 andern Schächtern die Erlanbniß rrlhnlt; dirse müssen aber sür diese fucultns practicancki von den sür jedes Stück erhall,neu 2 fl. die Hälfte der Gemeindckaffe abliefern. Fügt sich der Schochet nicht, so wird ihm diese facultas practicamli entzogen. und seine Schechitha im Tempel als Tee sah erklärt. Der arme Schochet muß demnach die Hälfte seine« l Verdienstes der Gemeinde geben, und wen» er D. 200 Stück durch« j Jahr geschlachtet hat. hat er zugleich 200 fl. zur Gemciudekaffr gesteuert und also mehr, als dir Millionär« in der Gemeindr zum Kultn« bei« getragen!!! Ist da« recht »nd billig? Diese Besteuerung de« Fleisch, ausschrotciis hat aber auch neuerlich zu einem Prozesse Anlaß gegeben. Ein jüdischer Fleischhauer glaubte, da er von der strengen Aufsicht, wie die christlichen Meister, nicht bewacht wird, auch von der Entrichtung der Tare frei z» sein; ba abrr Lcr Vorstand dcniioch darauf bestand, so machte der Meister die behördliche Anzeige, daß die Gemeinde eine Art Ver« zchrungSstcucr ciiigcsührt habe. Die Gemeinde wird sich vor dieser A». klage z» rech,fertige,> haben. Ob ihr dies bei der Behörde gelingen wird, wissen wie nickt. So viel aber wissen wie, daß der ganze Handtl der Gcmciiidc unwürdig sei. Eine Gemeinde, bescudee« so eine bedeu tcndc, wie die zu Brün», braucht keine Revenue» vom Koschcrfleisch zu haben, braucht um so weniger de» Schochlim den Bissen vom Munde wcgzunehmcn. Hcute, wo Gewerbe!״ beit bestehet. steht ,S einer jüdi» scheu Gemeindr wahrlich nicht zu. die Ecuzession zur Ausübung de« Schechitagkschästes von einer so bcdcuiende» Steuer abhängig zu ma. che 11, und am allerwenigsten steht eS einer mährischen Iiidciigenikiiite! zu, eine Koschersteischstener cinzusühre», da wir doch alle wohl noch ' nicht vergessen haben, wie drückend nnd schmählich die srühere Fleisch, freujcrflcncT für 1111S war. Tic Gemeinde gebe die Sckechita frei. über, lasse eS jede,» Meister, sich seinen Schochet z» bezahle» und behalte sich nur vor. eine genaue Ansstchl über die Schochlim und ihr Gebahren zu übc». — Diese Aussicht »inß aber unciitgelllich geübt werten; triiu diese gclör» zu den Aufgabe» einer KultiiSgrmcinde. Dir KulluSgcmrinLe hat durch die gccigiietei, Organe dafür zu sorge», daß Alles, was zum Ritus gehört, auch gehörig nach dein Ritus al'o בהכשר skl. N. Miokolcz, 10. November. Nicht mir Napoleon, auch der Rebbcil zu SzikßO hat im Lause di,wr Tage gesprochen!! Er will zwar keinen Eongrcß mit de» andern Mächten, aber auch gar krine Neue. r»ugc»! an den alten Unarte» darf nicht gerüttelt werden. — Haupt«! sächlich ist es ihm lim das Einreißeu unseres neuen Ehortempel« zu | Ihn»; gegen dielen wurden »n» schon öfter seine Kancue» in« Tressen geführt. Da aber diese seine Hohlgeschosse an den starken Mauern diese« Gebäude« abpeakltcn: so versuchte er e« gestern am Vorabende de« Sjikßüer Markte« mit einer דרשה vom schwersten Kaliber gegen ihn in» Feld zu rücken, die der Baniistrahlen gar viele auf unsero Tempel spie, und mit Ziivektiveu, al«: T.a, Sch . . , St . . . . hau« u. s. w. wir mit Kartätschen um sich her schleuderte. Daun sprang er auch aus unseee Schule über, die, wie er vorgab, die Schüler wohl lehrt, wo Meriko. wo London liege, wie lange der Schweif eine« Fuch« sc« sei; aber keineswegs die Anweisung giebt. «ine Kasche richtig zn stelliu, und diese Arme» also als uiiwiffendr, drr Hölle verfakleur Meo» scheu auszuwachsea verdammt sind. Daß der ungezogror Darscha» von Szilßü gegen die bessere Erziehnng wülhet, die unsere Schult der In,