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Ben Chananja · 1863-11-18 · 46 (18.11.1863) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
46 (18.11.1863)
Date
1863-11-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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843 844 Je glänzender übrigendie Stellung der Lehrer in der Hauptstadt ist, desto sicherer ist für unö die Hoffnung, daß auch wir endlich einmal zur gänzlichen Anerkennung und Würdigung gelangen. Einstweilen begnügen wir unS damit, daß auch wir Landlehrer eine moralische Stellung haben. Korrespondenz. Inland. -r. Pest, 15. Nov. Grehrter Herr Nrdakicur! Sehr gerne hätte ich Ihnen über die NctablrnversammliingS- und Cchiilinsprktcrkiiaugekrgrnhci» cina« Neues und Positives mitgelheilt; aber die zur Ausführung dieser SckiilcrgaiiisaticnSniaßregel noihwriidigen Ausweise, Erkundigungen und Materialien sind noch immer nicht zur Genüge eingclaufen und eS wer» den bis zur allgemeinen befriedigenden Lösung dieser brennenden Schulfrage, bis zur endgültigen Reorganisation des israclitiscben Schulwesens, noch Wochen und Monate verstreichen. Diese Verzögerung erfüllt natürlick alle ausricktigen Schulsrennde mit inuigei» Bedauern, denn dadurch ickcini ans dem Gebiete des israelitischen Schulwesens in Ungarn die Tbccrie des Inisser »Iler et lnisser p»39er, lc monde va de 111! mf׳mc jur Geltung zu touimen. viele Schulen entbehre» dadurch der ilmen getcililicke» Aufsicht und Theiliiastnie. viele für das israelitische Ge'ammtschulwesen Ungarns einflußreiche Schulsragen starren rcrgestcns istrcr zweckmäßigen Erledigiinz und die Ungcwißsteit. Rätst- ,.»d Tstatlcsigkeit erzeugen JndiffercntiSmnS und Unordnung, schaffen Willkür, vermindern tie BcrusSlust und stemmen das Gedeihen des israelitischen Schul- und ErzichungSwesen-. Ucbcrgcstcn wir also von diesen düstcrn Bilder» zu Tstalsachen erfreulicherer Art. Die Lehikörper von Pest, Ösen und Rltcsen staben von der Negierung die Bewilligung zur Ausarbeitung eines Statine.»- enlwursefür einen;!! giündcndcn Lcstrcrverein erhallen und beratsten zu diesem Zwecke wöchentlich in einer oder zwei Konferenzen, e. ic dieses Ziel am beste» und chrsteu erreicht werten könne. ״Menschen, die zum Guten sich verbinden, errichte» eine» Bund für die Ewigkeit." Taruui erwarte» wir auch, daß diese Konscrenzc» von guieni Gefolge sein werden. Wenn nur einmal ein Lehrerverein zu Slaudc käme, alles Uebrigr, dir moralische und nialerielle Uiitcrstütziiiig, die Erweiterung des BereinszweckeS. die Bernicstruiiz der VereiiiSmiltcl würde» nicht auSblclbe». — Die israelitische Präparantie in Pest zählt im zweiten Jahrgänge 24 LkhramlSjöglinge und im ersten Jahrgänge 20 Zöglinge. Die Zahl der Letzi,rn wäre bcdciitcnd großer, wenn die st. Regicriiug die Gesuche der sich zur Ei,,schreib»» z meldenden Jünglinge um tie Dispens von der Borwcisuug der Siudicnzcugniffc bewilligt und bereu Ausnahme gestauet hätte. Der hiesige israelitische KnlluSvorstand hat so wie im vorigen Schuljahre die arme Juzcud der hiesigen israelitischen Hauptschul»» mit den nölhigen Schulbüchern beschenkt und hat soeben unter den wchltstätigen G.meiutegliedern Pesteine Subskription veranstaltet, um die armen Schüler und Schülerinneo zu dem bevorstehenten Winter niit warmen Kleidungssiückkn zu versehen. Gottes Lohn dem löbl. Vorstände für seine Mühe und den edlen Meuschrttsreundt» für ihre Gabe». (i) Preflbnrger Briefe. Korrespondenten denkeu und Pre« diger lkiikttt. oder spezieller gesprochen, Ihr Korrefp״ndent denkt und Herr Dr. Brüll lenkt — meiue Korrespondenz nämlich, denu da Brrbiudlich» leiten in der Residenz unfern Prediger bi« zum Frühjahre dort scffeln, muß er eigen» zu jeder Predigt herabkcminen; am Schemini-Azeret er» hielt nun der geehrte Vorstand der Nefcrmgemclnde — einen Absage» brief -- ich fcitic nicht zu erschrecken -- eiuea Absagebrief Kraulheil»» halber. Run kennen Sir ja unser Preßburger Völkchen; gute und schlechte Ditze wuedeo in Hükle und Fükle gewacht; e» regnete Spot». Da» der Prediger mache, ob er den Train verschlafen hätte, ob den Reformwännern schon die Freude vergangen wäre u. s. w.. r« hieß also Erst 0׳ לך לך hatten wir wieder da» Glück, Se. Ehrw. b.i uns zu sehen — da freilich entschädigte er nn» in reichem Maße. ״Tr« lrnnr dich selbst", war da» Thema, — und wo gäbe r» in Preßburg ein bessere« —ba» er in gewobntrr. schlagfrrtigrr, gewandter» hirr nnd ba mit Bezug aus unser mittelalterliches EkaoS humoristischer Weise dehandelte. Perle reihte sich an Perle: hier nur rinigr» für unsere Or« thotcreo bchrrzigeuSwerthe, wenn diese überhaupt etwabeherzigru wollten. Sie sagten nun immer "ויאבץ , vergrffen aber da»?ך לך ״so geh doch vorwärts״ ganz und gar. und da ein Korrkspoudcut de« kleinen Mainzer Doktors den Dr. Brüst drn Todtengräber dcr Orlsto» dorir, die Orlhctoren ober die Glaubensstarken genannt statte, so meinte Se. Ehrw., sie wären freilich stark im Glauben an alles Schlechte — von Seilen der Reformer, sostlcn abcr nach dem Beispiele, daß ihnen Golt selbst in der Bibel gicbt, hcrkommrn und prüfen — dann aber urtstkilro. Ueberstaupt aber wäre dem Mainzer glaubcnswütstigcu Zentral» örgan etwas größere Vorsicht in der Wahl seiner öftere. Korrcspciitenlen dringend anznciiipfchlc». Denn wir find fest übrezeugt, der hciligr Lehman» würde bei einem Besuche unserer Ehorschule dte Hände über teil Kops ziisamiiienschlage» vor Staunen über das, was man in Preßborg Reform nennt, so wie wir sicher sind, die hiesige Reforiiigeniciiide würde durch riiicu Zauber nach Deuischland versetzt, bald als die frömmste unter den frommen gelten. Doch wozu taube» Ohren predigen! Dank also de» niuthigen Männern, die trotz aller Ehikancn nnd Jnlrigurn drn Mnih halten, die Reform hier einnnd diirchznsi'ihreii. »»d dir auch jetzt »och in ihrem richtigen Sueben nicht ermalicn. Bcrdicnen solcke Männer nickt Bürgerkrönen? I» Ermaiigliing derselben seien wenigstens ihre Namen a lphab elbisch hier genannt. Es sind die Herren Moriz Biack. M. Biinzl. I. Fischer, I. Flcischner. S. Kassowitz, H. Klinger, k. Klinger, IS. Mandel, H. Moder». Dr. Stein. I. Ster», H. Wcißweiler. Dr. Wiener. Es sind ihrer dreizehn. — Der virrzehnle ist del'erlirt!ul ninjorein Del Llori.un. — Die Herren übcrrcichie» seiner Zcil dem gtfeierten Jubilar Mannheimer eine Adcrffr. Dir Details derselbe» hirr mitznihcilcn verbietet mir der Raum; doch war der Schutz und da- Wohlwollen, die er der Anfangs noch schwachen Partei gütigst zukom» men ließ, besonders betont. Behauptet da »och jemand. Preßburg schreitt Nicht vor? War ja doch selbst ׳.:nser Obcrrabbi bei der Man»hcimc1»Ftier znsälliz in Wien, d.h. er Halle oben Geschäfte, wahrscheinlich wiederum beim Malchni. denn mit der Zcuzuißgülligkrit soll cs nicht z»m besten stehen. Feierlich lege ich Protest ein gegen dir Ziimulhung: er habe rlwa gar den von Ehrist und J»d gleichmäßig gef!terieit Relnergrn« bciuchl und beglückwünscht. Hier BorwärtSstrebcn, d. h. kräftig sich euiwickellides Leben, dort Rückschritt nnd Stillstand, d. i. Tod. Herr Fischina״״ darichcnl gemüthlich fort, wobei wir uns nur die eine Frage nicht bcaniwortei, können, warum uuirr Oberrabbr immrr ln dem Momenie erfcheinl, in welchem Herr F. tie Kanz.l verläßt. Finde» selbst ein solches Deutsch keine Gnade iu seinen Augen? Doch so ganz Unrecht ha! er doch nicht; wa» habrn am Ende auch in einer orlhodcreu Predig», gehalten im Bet» Hamildasch deoiißerpalästinensischen Jerusalem. Meriko und Amrrika zu lhun? Die Jcschiba wäre wieder beisammen; die Dorlcsnngen habe» enlivrder schon tegouorn, oder wenn nicht, werdrn sic doch begiuara. Gnt Ding will Weile haben. Unlerdeffea wurden, um Leben in die Sze» uerir zu bringen, einige RadbinatSkandiv aleu vor da» hohe Tribun«

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