Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 46 (18.11.1863)
- Date
- 1863-11-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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841 842 Die Zweige dieses egyptischen Stammbaumes stehet derselbe sich über Griechenland und Rom verbreiten und bis in daö deutsch-römische Kaiserthum hinunterreichea. »Die neue Wissenschaft" ') hat dieses mit großer Gelehrsamkeit darzukhun versucht (S. 193 dieses Werkein der franzöfischen Uebersetzung.) DaS angeführte Werk von D i c o ist mit Recht berühmt, und ist durch Gelehrsamkeit und Unordnung zugleich ausgezeichnet. Ob daö dort über diesen Gegenstand Gesagte wahr ist oder nicht, ist hier nicht der Zweck zu betrachten. Nur auf eine hiehcr gehörte talmudische Strile aufmerksam zu machen, sei uns hier erlaubt. Alerander der Große — so berichtet die talmudische Sage — stieg so hoch über die Erde, daß er unter seinen Füßen die ganze Welt wie einen Ball sah (כלהעורם בכדור) und das Meer wie eine Schüssel. Daher — fährt der Midrasch fort — bildet man ihn ab mit einer Kugel in der Hand.°) Ob sich wirklich ein solches Denkmal noch befindet, können wir nicht angeben. ES wäre dieses zu wissen wohl interessant. Wir sehen aber hier bereits die später allgemeine Symbolik des Reichsapfels, und dieses an sich ist interessant, selbst wenn ein solches Denkmal gar nicht eristirt haben sollte. Vico selbst wäre wohl nicht der letzte gewesen, welcher diese soeben angeführte Stelle deS Midrasch für seine Behauptung nützlich gesunden hätte. Daß Alerander die ganze Welt beherrschte (.י■(טיק־ בכסד) ist bei den Talmudisten sowohl, als bei den später» arabischen Geschichtschreibern als eine unbcstrittcne Thatsache betrachtet, wenn auch die wirkliche Geschichte ihre Bestätigung nicht dazu giebt. So erscheint Alexander als ein neuer AllaS, der die ganze Welt trägt. Ihn selbst aber trägt die Sage durch den Lauf der Zeiten. Anmerkungen. '1 2« bifirn Slälirrn (v. I. S. 40t Notc LS) h-deo wir br. rrilS dirstS Wrrk erwähnt. ') Bamidbar rabba (0׳ נשא Kap. 13.) Die Worte laute» (S. j- A. Zora 3. 1 . Toß. das. 1t. a. R,v.) ציירין ]D בגין ליה וכדורא בידיה. כולך בכסה (י htißt: ״btrrschco, so weit das Himmel«, gewölbt reicht." Man fi'idrr iw Talmud dm Ausdruck בסה הרקיע urid auch כסח השמם• Die Stellung der eandlcher. Doa L. Silderüern. 8״i vous we pIu-Lnor. js voua plaior »uosi.- Unter dieser Neberschrift ist man bereits gewohnt, irgend «inen Nothschrei eines armea DorsschullehrerS zu vernehmen, und die Leser deS »B. CH." werden mir eS vielleicht Dank wissen, wenn sie sich diesmal in ihrer Erwartung getäuscht finden. Zn einer Zeit, als noch der Bildungsgrad der Land- und Stadtbevölkeruttg ein so verschiedener war, daß man für Stadtschulen selbst andere Lehrbücher vorschreiben zu müssen glaubte, mag wohl auch ein Unterschied in derStellung der Land- und Stadtschullehrer stattgefunden haben, ähnlich, wie er faktisch zwischen Lehrern höherer und niederer Lebranstaltcn besteht, der jedoch heute mit der fortgeschrittenm Bildung der Landbevölkerung, die auf die Vortrefflich, keit ihrer schulen so großes Gewicht legt, ganz natürlich geschwunden ist; und doch lesen wir in einer Pester, den LchrcrpensionSsond betreffenden Korrespondenz deS »D. CH." Nr. 43 folgende Stelle: ״so ist recht und billig, daß die Lehrer der Metropole, welche wenigstens eine moralische Stellung haben, die Initiative ergreifen, um daS LoS ihrer gedrückten Kollegen leichter zu machen." LluS ganz andern, leicht cinziisehenden Gründen haben die Szcgedincr Lehrer, die eigentlich zur Gründung deS so viel besprochenen, hochwichtigen Instituts die Initiative ergriffen haben, diese daö Interesse aller Lehrer Ungarns betreffende Angelegenheit in die Hände ihrer wackern Kollegen in der Hauptstadt mit Zuversicht gelegt; denn daß die Landlehrcr keine moralische Stellung haben, daö müssen wir im Namen der vielen braven Landgemeinden, die, den hohen Beruf teö LehrstandeS vollkommen begreifend, ihm die ihm gebührende Stellniig einzuränmen bemüht sind, im Namen der vielen Lehrer, die sich Gottlob einer ganz ehrenhaften Stellung zu erfreuen haben, als eine Ehrenkränlung zurückweisen. Ist cö die Art deS LehrinstitulcS, die dem Lehrer seine Stellung schafft, waS jedoch nur von kompetenter Seite behauptet werden kann, dann ist die Landschule heutzutage ihrer Schwester in der Hauptstadt ganz und gar ebenbürtig; ist eö die Bevölkerung, unter der wir leben, und die dem Lehrer seine moralische Stellung anweiset, dann ist daS Mit׳ leid, daS Herr Nosenberg seinen Gottlob uicht überall gedrückten Kollegen weihet, ein ganz unnöthigeö. Oder glaubt Herr Nosenberg wirklich, daß Gemeinden wie Szegedin, Arad, Gr. Kanizsa, Nikolau, Neustadtl, kleinere Gemeinden, wie Gr. Bccökerck, Ezenitz, H. M. Väsürhcly und noch lehr viele andere nicht die nölhige Bildung haben, um ihre Lehrer gleich der Pester Gemeinde zu ehren? Daß dem nicht so ist, könnten wir durch sehr viele sprechende Thatsachen beweisen; wir wollen hier nur eines er« wähnen: Die Gemeinde zn Szegedin, die die materielle Stellung ihrer Lehrer — die sicherste Grundlage zur moralischen — nach Kräften zu verbessern eifrigst bemüht ist, hat in ihrem neuen Slaliiteu-Entwurf den definitiv angestellten Lehrern das aktive Wahlrecht zuerkannt, ein Paragraph, nach dem wir uns selbst in den Statuten der Pester Gemeinde vergebcnS Umsehen können. Herr Rosenberg müßte unS überhaupt erst darüber aufzuklärcn die Güte haben, was er unter der moralischen Stellung eines Lehrers versteht. Unseres Dafürhaltenist diese heutzutage in allen jüdischen Gemeinden fast durchwegnegativ. Wenn Herr Nosenberg oder andere Lehrer sich irgend einer besondern Auszeichnung erfreuen, so gebührt diese Ehre weniger dem Stande, dem sie angehören, als vielmehr den individuellen Vorzügen der betreffenden Person.