Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 45 (11.11.1863)
- Date
- 1863-11-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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831 832 Oesterreichrr, »« war, dessen Urtheil und Anempfehlung sowohl auf Seite de» Bcrusenen. al« der berufendeu Gemeinde al« maßgebend galt. Wir j richtig der scharfblickende Dr. Icstinek dabeiderseitige Derhältaiß auf. ׳ saßt,, mögen Sie. Herr R.'Lsk.'rur, audem Umstande entnehme», daß 1 bit Augsburger Gemeinde, deren Vorsteher der ill allen Kreisen hoch. ׳ züchtete Konsul und k. bair. Oberst Herr v. Oberweier ist. mit der Abstcht umgeht, dem Herrn Dr. Iestinek eine besonderc Danksagung dafür j abzustaile». daß er ,« war. der den ehrwürdigen Dr. Hirschseld zu dem! ,,,r Augsburg so angenrhmen Wechsel de- RabbinatSsitzeveranlaß,e. Der letztlich aldeutsche- Nationalfest gefeierte 18. Oktober hat unser cm verehrten Prediger Gelegenheit gegeben, seine uogewöhulicheu?alenie und warme Gemülhstiefe für alle- Edle und Hohe auch in weiicn christlichen Kreisen zur Anerkennuug zu bringen. Sie können stch krnlen, wie erfreut hierüber die hiesige Zudenichaft ist, um so mehr, als die Festrede unsere- Rabbiner« in Hinblick aus den klaff,scheu Inhalt und den warm darin puisireuden Schwung, die einzige eine« Inden, in! Laieri! Werth gehalten wurde, in den Zciiuugcn veröffentlich, zu werden! W. München, Ans. November. Der Augsburger Rabbiner Dr. Hirschseld weilte vor Kurzem einige Tage in uusrrrr Mitte, niid seine kiiiinenle Pericnlichkeit hat. wie ich ohne die geringste Ueber-!reibuiig sagen darf, in wetten Kreisen Aussehen erregt. Zuerst clknpirten!1,11 dihiesigen Talmndistcii. die nicht nur seine iliimcnie Belesenheit >״ den taliiindischcn und rabbinischen Quellen, sondern noch mehr seine icharssinnigc »ud logische Methode in der Behandlung talmudiicher Tbemata bewunderten. Aber auch für Nichttalmndisteii. ja selbst für Ehristeil, war Dr. Hirschseld Gegenstand zarter Ausillerksamkcit. da seine ן am 18. Oktober in der Augsburger Synagoge gehaltene Predigt in > ganz Balcru ungewöhnliches Aussehen gemacht hat. Unsere politische! Tageoliteratur brachte nur zwei an diesem Tage gehaltene Reden: eine! von Dr. Volk und die Predigt von Dr. Hirschseld, welche letztere | in der Beilage zu Nr. 290 der «Augsburger Abendzeitungfast in; cxtei.sü agcdrnckt ist. Hervorragende Palriolen unsere- Landehabe» ן dem Dr. Hirschseld zu dieser Predigt gratulirt. 1 Der ״Augsburger Abendzeitung" wird darüber geschrieben:! Müiichen. 23- Oktober. Die in der gestrigen Beilage zur I ״Abdztg" enihalienr. durch poetischen Schwung und prägnante Geistig-! teil sich onSztichuende Rede de- Herrn Dr. Hirschseld zur Feier der 1 Schlacht bei Leipzig ist hier mit dem lebhaftesten Interesse gelesen wor-! tru. So anregend und rief ergreifend über ein schon so oft behandelte- ' Thema zu sprechen, kann nur eiuem großen, zugleich von iourrer De-! gristcrung dlirchdriingeuen Redner gelingen. Vielfach ist von den Glau-! ben-zenoffeu Dr. Hirschseldder Wunsch geäußert worden, daß eiuem so * begabten Redner und gelehrten Theologen, als welcher er schon längst bekannt ist. ei» größerer WirlnnSkreiS geboten würde, alihm dort bei j einer kleinen Gemeinde eröffnet ist. Hier in der Hauptstadt würde nicht! nur eine größere Zuhörerschaft stetseinen belehrenden und für da« (idle! begeisternden Worten lausche», sondern eS würden auch die hiefigen Bib-; liothckcn nnd wiffeuschastlichen Institute seinem regen Forschergeist reiche i Hilfsmittel biete». 8- Belgrad, 2. November. Nachstehende Aktenstücke, welche! keineweitern Kommentardrdürfea, sind woht geeignet r den Lrsrrn J Ihrc« Blattr« Inlercff» eiuzuflößen. i Au dalöbl. k. l. österrrichische General-Konsulat für Serbien in Belgrad. Zur Beleuchtung dehier Folgenden muß ich einem k. k. östcrr. GkNkial'Kousulate miltheilen, daß ich österreichischer Unterthau bin, und seit kurzer Zeit hirr in Semendria wohne und mich mit Probulten« und Früchlengeschästeu bcsaffe; nun wurde mir kürzlich laut beilirgeudem Bescheide vom hiesigen Natschaluikate bedentet, daß ich mich längstenbi« kommenden Frühjahre hier aulhalten dürfe; nebenbei aber wurde mir auch bei einer Vorladung beim hiesigen Natschalnikate mündlich erklärt, daß mir der Aufenthalt hier au« de» Grund» nicht gestattrt sei, weil ich ei» Jude bi». Da ich nun der hiesigen Regierung gegenüber kein Jode, sonder» ein k. k. österreichischer Untrrlhao bin. so richte ich an rin löbl. k. I. östcrr. General-Konsulat die ergebenste Bitte, mir gnädigst seinen Schutz an. grdeihca zu taffen und vöthigeo Ortes zu veraukaffen. daß dieser uogerechten Wistkürlichkeit baldigst Ginhalt gethaa. und ich nicht weiter in dieser Richtung, namentlich aber bei Ausübung meiner Geschäfte brhelligt werben möge. Eines löbl. k. k. österr. Grncral-Kousulatereg,bst,r Diener Semendria, 14. Okt. 1863. Simon (Sjobtl m. p., t. k. östr. Uotrrthan. S.-Nr. 4770. Anläßlich Ihre- Gesuchevom 14. Oktober L I. hat man de» fürstlich scrbischra Ministerium br« Aeiißern nachstrhende« «Memorau« dum" übrrgcbru. Der k. k. Untrrthan Simon Czobel betreibt seit einiger Zeit Prcdlitkeiihandrt in Scinrndria. Laut Erlasses jene« Natschalnikat« vom 12. Juli L I., Nr. 6057. wirb diesem k. k. Uuterthan aufgrlrageu. bizum Frühjahre jenen Ort zu verlaffca. da er israelitischen Glaubens ist Da k. k. Unterihanen laut brr Eapitnlationrn mit der hohen Psorl, in asten Ländern dcrsrlbkU sich anstandloaufhaltea können, so dürfte jencr Erlaß des NatschalnikS von Semendria wohl nur in der Unkenotniß der bestrhendeu Traktate seinen Entstehling-grund haben. Man er« sucht daher jrnr- Naischaluikat aawriscn zu lassen, daß r« jenem k. k. Untrrthan der Rrligion wegen den Aufenthalt io Semendria in keiner Weise verkümmere. Hiervon werden Sie unter Einen, in Kennioiß gesetzt und Ihnen aiifgelragra, die K-usiilalStare pr. 2 fl. 10 kr. ö. Ä. Silber hieher einzuseudeo. Belgrad, am 27. Oitober 1863. Der Gereut W a s i t s ch w. p. An Herrn Simon Ezobrl in Semendria. Inland. -k Wien, 26. Oltober. Don dem alten R. Iosua ben Ghananjah beißt e« :אשרי יולדתו• Und diese Losung muß man schon gegriiwärtiz und wied man fiel« dem «Ben Ehananja" unserer Zeit zurufen müssen, einer Zeilschrist, dir trotz aller Aufechtnngra und Auseinbilligen unbeirrt nnd ״״aufhaltsam ihren Weg dem sich vorgrstrcktem Ziele rntgegenstiu.»», den Wahn und den Fa»ati«muS hartnäckig und unversöhnlich bekänipsrnd. Es ist also wahrhaftig ein Glück, daß da« Indenthum in unserer Zeir ein solches Organ hat. Wir erlauben nn« au», die Spalten diese« geschätzien Blattes in Anspruch zu nehme», um zu zeigen, wie weit e« denn her sei miliins een sogeoaniiteu orthodoren und astein scligmachrndrn Juden sammr ihrru Führern. Die ״Presse" brachte dieser Tag» ein Schreiben eine« hiefigen Hoswechsler« an da« ehewaligr Bach-Thunische Ministerium, in welchem der fromme «Herzog von Icrusalrm" darthul, wie ängstlich er »m da« Recht der Kirche besorgt sei. daß sie ja keiura Schaden an Dekenuera erleide. Ua« hat nun dieser von der «Presse" veröffentlichte Brief nicht sehr überrascht-astein man empörte sich roch hier allgemein, so klar und deutlich, so schwarz auf weiß da« Treiben dies» «Preßburger Klique" zu sehen. S« ist aber diese Manifestation seiten« de« Herzog« von Jerusalem nicht vereinzelt! Nun wer keine öffentlich, Berussrhätigkeit im Iudeuthume hat. b-vaue« diese Leutchen mehr, al« er ihnen zürnt. Wir finden e« aber begreiflich, daß Männer, dir berufen sind, für da« Iobeothum nnserer Zeit zu kämpfe»