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Ben Chananja · 1863-11-11 · 45 (11.11.1863) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
45 (11.11.1863)
Date
1863-11-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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J 827 Die Symbolik ist allerdings ebenso originell, als abenteuer» lich; sie wurde aber allem Anscheine nach durch den Umstand provozirt, daß die oft erwähnte Liste den letzten König und dessen Gattin nennt, was sie bei den früheren Königen nicht thut. Der Dualismus der Geschlechter hat aber für die Kab» balisten auch eine tranSlnuarische Bedeutung, und die Origi« nalität dieser Anschauung ist ihnen nicht abzusprechen. (Schluß setzt). Anmerkungen. ') S. über aste; die«: Kelim 15, 6. Iadajim 3, 2. 5. 4, 6 Xojifla dal. 2. Zabim 5, 12. Sabb. 14, a. Megilla 7, a. Aboth de- Rabbi Nathan 1. Grätz Gesch. 3. 5GI ff. Kohel. r. 1. 1. — ’) Midr. rabba zum Hchcnl. >. 9. Das Wort לשונאיהם ist ein Susonismu«. der auch sonst oft vorkommt. — ') Midr. das. Da die Zdcnlilät des lalmudischen und kirckeiigeschichllichcn PapiaS bisher nicht erkannt wurde, ist die '.Ingabe im Terle näher zn rechtsertigen. Zuvörderst muß dem elwaizeii Eiiiwaudc hezezuet werden, welcher dem Titel ״Rabbi" entnomnien werden lönnle, der dem PapiaS in den latiundiichen Quelle» beigelegt wird. Dieser Titel steh« als Schreib- oder Druckfehler durchaus nicht isvlirt da. Linen christlichen ״Rabbi" 3cft b. Thaddau« habe» wir bereitin den talmudischen Quellen nachgewiesen (Ben Chan. V. Jhrg. Nr. 9. S. 74. «»>,!. 23). Daß der PapiaS deS Talmudein Christ war, beweist unwiderleglich feine Erklärung von 1 M. 3, 22. Im Be» reschilb r 2l (2. 18, d eck. Amst.) ist die Kontroverse korrupt wiedergegeben. Die richtige — aber vielleicht auch nicht ganz vollständige — Lescart findet sich im Midr. r. zu», Hchenl. 1, 9 (7, a. eck. Amst.): כאהד הטני כיהירו של עולם Dir Deutung. welche Papiae diesen Äoelkii giebl. wild illttstrir» durch Iustinus den Märtyrer, welcher im l>i:1l. ti'im Trypli. p. 285. ebeusalls meint: Ex verbisDei: Ecce Adam lactus cst quasi »»ns cx nobis maoilesto cko bauck ambi^ue cog• nosci, Dana ad alquetn, qai ct numeru alius, et lationalia 8it, locutuin esse, ae plurcs, ad miniinnin duo fuisse. Noch in der 1763 erichienenen,Bibel Cbristoi Starkr's werden die bezüglichen Worte auf die Trinität bezogen. (1. 155.) Neuere christliche Errgktcn ließen diese Deutung fallen. R. Akiba bezieht auf dir Engel; andere Schriftgelehrte lasen באחר für כאהד und erklären: der Mensch wurde wie ein Anderer durch sich selbst, iudem er nicht den Weg de- Lebens, sonder» den de- Todewählte. Geizer hat den PapiaS nicht als Christen erkannt und dachristliche Moment in der Erklärung desselben nichi entdeckt-, er meinte daher. Laß im Midr. zum Hoheul. 1. 9. ״dir Autoritäten verwirrt sind" (Urschrift S. 329). was aber, wir wir zeiglen, nicht d»r Fall ist. Es ist auch nicht R. Akiba. der ״Repräsentant dejüugern Geschlechtes, der den kühne» Schritt vorwärts »hat (das. 328)" und טטנו als die dritte Person der Einzahl auffaßte denn gerade R. Akiba bezog La- ממנו auf die Engel. Auch Job 23. 13׳ hat PapiaS rin christliches lylomeot gesunden; die Stelle im Midr. zum Hoheul. a. a. O. ist ganz korrupt, und auch im Zalkut zu Job ist die Kontroverse sichtbar entstellt. Vielleicht gelingt es einem unserer Freunde au« Handschriften oder alten Editionen den korrekte» Ten heizustelleo. Möglich, daß die Vergleichung einerMechilta-Handschr., Abschn Deschallach, wo die Kontroverse edensall« zitirt ist. zum Ziele führt. Mir scheint dir Leseart auch in Bezug auf de» dritten Punkt der Kontroverse, Ps. 106, 20.. verdächtig. Wa« Sanh. 94. a. von PapiaS angeführt wird, hat edcafalls polemischen, autijüdische» Charakter. Folgende Notiz eine« derühmten KirchengeschichtschreiberS dürfte de» Lesern de« ״B. CH." will» kommen sein: ״Fryzien, der Sitz eine« religiös-fiauliche». schwärmen» scheu Geistewar auch der Verbreitung de« groben CHIlia-mngünstig 828 Dort lebte ia der erst,» Hälfte de« zweite» Jahrhundert« PapiaS. Bischof der Gemeinde zu Hierapoli«, eia Mann, zwar voa redlicher Frömmigkeit. aber. wie die Bruchstücke seiner Schristea und Berichte zeigen, von sehr beschränktem Geiste, und unkritischer Leichtgläubigkeit. Cr sammelte au« mündlichen Ueberliefernngen Nachrichten über da« Leben und dir Aussprüche Christi und der Apostel, und hier nahm rr nun viel Mißverstandenes und Falsche« au; so wurden durch ihn viele abenteuerliche Bilder von den Gcnüffen detausendjährigen Reiche« verbreitet. Der nachthcilige Einfluß davon war. daß eia fleischlicher GlückseligkeiiSfiiin, der dem Wesen Le« Evangelium« widerstreitet, da» durch befördert wurde, und bei dem gebildeten Heiden dadurch manche« Bcrurtheil gegen das Christeutbum veranlaßt werden konnte " (Neander I. 1123.) — «) S. ״Ben Chananja" 3. Jhrg. S. 661 562. — *) Giltin 7. a. B. Dalhra 78, b. Der. r. 16. — ') Dorr, zum Pent.: .וחם הבוראים מלבם לכל הדברים סותר ferner: ואם הדעת לא תסבול הדבר או ישחית אשר בהרנשיח יחבר או יבקש לו ר — סיד) Minchath Krnaolh, Preßt». 1638. S. 41. und an anderen Stellen. — *J Zunz. G. B. 264. Anm. 9. Hinzuzusügen ist »och Sabb. 68, a. Megilla 3, a. Sanh. 42, a. — *) Sohar III. 149, a. — '*) Sohar III. 152, a. — ") Philocal, p. 6. — ") Kant« Werke. X. <Rrlig:on in den Grenzen der bloßen Bcrnunsi) S. 130. — ") Sanh. 99, b. Die angesochtriien Stellen sind: 1 M. 36. 12. 22. 30, 14 — 16.. die wohl nur betspielsweise angeführt werden. — '*) Nach andern: Stämme; s. Luzzatto im B. CH., 2. 123. — ") Bcr. r. 8 . Zalk 1 M. 140. In erstcrer Quelle stellt לוטיינות, in letzterer לטינוס; e« unterliegt aber keinei» Zweifel, das, וענטינינוס zu lesen ist. Den Namen Amc (אמי) führten mehrere Schristgelehrte. Hier ist einer der jüngsten derselben gemeint. — n) Throl. pol. Traktat 8 Kap. Punkt 4. — ״) Der. r. 3.: שהיה בורא עלמות ומחריק».. JJrcßöitrgcr Wände. 1. Wir leben hier wirklich in einem ״Wankestaate", denn jeder Tag bringt in dem hiesigen KultuS-Gcmeindrleben neue Wankungen, neue Schwankungen hervor. So die Spitzen der Gemeinde, so deren NeligionSlehrer, so auch die Gemeinde» glieder betreffend. AnS vielen nur einige Beispiele. AIS der Dan der neuen Synagoge begann, beschloß man, nach Ein׳- weihnng derselben alle und meistens zum Nachtheile der gro» ßcu Synagoge bestehenden Winkel« Synagogen anszuheben. Die Synagoge ist längst eingeweihet; die Winkelschulen bestehen noch, man weigert sich dieselben zu schließen, weil eine derselben sich im Hause eineö der ersten hiesigen Vertreter be» findet, eine zweite, vielleicht auch eine dritte alö ״Stiftungen" bestehen. Nun dringt die Repräsentanz auf Schließung, und siehe da — der Obervorsteher resignirt, etwa, damit auch die andern Vorsteher resigniren? Bewahre, daS wäre zuviel Gewinn für daS neuerungösüchtige Preßburg; denn mit dem Rücktritte auch eines zweiten Vorstehers wäre die hiesige Gemeinde das, waS sie eigentlich sein sollte: eine geordnete, für den Fall, als man dann die rechte» Männer, die zu» gleich unbescholtenen Charakters uud wahrhaft intelligent sind, in die Repräsentanz wählte, gehörten diese nun welchem Stande immer an, und wären sie mehr ober minder begütert. DaS Abdanken war also nur eineö jener Manöver, deren man sich hier nur zu oft bediente, um den PlebS in

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