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Ben Chananja · 1863-11-04 · 44 (4.11.1863) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
44 (4.11.1863)
Date
1863-11-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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getroffen und wie wohlthuend e« für die Jugend ist. wenn pädagogi sche Degabnng mit tüchtigem Wissen Hand in Hand gehen. Woher e« kömmt, daß die Anstalt so schwach in den Knaben, schulen besucht ist. haben wir nicht in Erfahrung bringen können, genug die Winkelschulen in Ujhely wuchern vor wie noch, und da-Cheder wird wohl noch lange da- Lieblingskind unserer Lichtscheuen bleiben. Literarische Anzeigen. Nofet Zufim. R. 3khuda Messer Leon'- Rhetorik, nach Aristoteles, Cicero und Quintilian mit besonderer Beziehung aus die heilige Schrift. Zur Feier de« 70. Geburtstage« (17. Oktober 1863) Se. Ehrw. de« Herrn I. N. Mannheimer herauSgegeben nebst Regeln zur Erklärung der Haggada von Dr. Ad. Iellinek, Pred. der isr. KnltuSgemeinde in Wien. Wien. Druck von Bendiner und Schloßberg. Im Selbstverläge des Herausgeber«. 8. 207. Die Rhetorik des Stoikers Chrysippu«, sagte Cieero, muß man lesen, wenn man nicht das Reden, sondern das Derstumnien erlernen will (Do 51n!b. l, 3). Ein gleiches Urtheil wird vielleicht mancher Leser über dir vorliegende Rhetorik fällen. Wahr ist r« auch allerdings, daß weder der berühmte Jubilar, »och der berühmte Dedikaior ihre theore» tisch-rhetorischen Kenntnisse und Einsichten der Rhetorik des Messer Leon verdanken. Ebenso unleugbar ist eS. daß jüdische Jünglinge, die sich mit! der Rhetorik vertraut machen wollen, aus anderen Quellen ihren Durst | viel leichter stillen können, als aus dem Nofet Zusim. Nichtsdestoweniger I ist das vorliegende, prachtvoll anSgestatlete Werk. auf welche« unser | grist- und hoffnungsvoller Mitarbeiter. Herr NcbemiaS Brüll in Wien. > vor einige» Monaten die Ansmerksamkeit unserer Leser richtete (Nr. 30! und 31. de« B. CH.), eine höchst bedeutsame Erscheinung und Dr. Jel> Intel hat seine allgemein anerkannten, hohe» Berdienste um die jüdische Literatur durch die Herausgabe der vorliegenden Rhetorik um ein Bedeutendes vermehrt. Das eigentlich Rhetorische in derselben werden RabbinalSkandidaten mit um so größer» Nutzen studieren, je steißiger sie sich'» angelegen sein laffen, die ans den Klassikern zitirten Stellen in de» Qnesten nachzulesen. Das mit sichtbarer Liebe zur Sache gearbeitete Werk zerfällt in vier Pforten. Die erste Pforte bespricht in 14 Abschnitten da- Wesen und den Zweck der Beredsamkeit (ההלצה) ihre Berechtigung, in die Reihe der Künste zu gehören, — bekanntlich hat die Beredsamkeit in alter und neuer Zeit auch ihre Gegner gehabt, und hat namentlich Kant sehr hart über dieselbe geurtheilt, — die Beschaffenheit »nd die Eigenschaften de« Redners, die Arten der Beredsamkeit, die Elenienle der 3>>vention (1—52). Die zweite Pforte handelt in 14 Abschnitten von der praktischen Anwendung der drei verschiedenen Arten der Bered» samkeit: der demonstrative» (׳(מקיים brr ju&ijieI len (משפטי), ber be liberal ine n (עצתי), wie nicht minder von den judizieklen und politischen Gegenständen der Beredsamkeit (53—109). In dielen zwei Pforten kommen fortlaufend Zitate aus Aristotele« , Cicero und Quintilian vor. Der Drf. nennt auch ויטורינו• Derselbe ist. wie ich glaube, kein Anderer, als Bittorinu« Bombaldoni vou Feltre, geb. 1378, gest. 1446, welcher zu Lrn hervorragendsten Restauratoren Le« Studiumder klassischen Literatur in Italien gehöre. Unter בואציאו (S- 16) »er* steht der Verfasser wohl den Dichter und platonischen Filososen Anieiu« Manlius Torquatu« SeverinuS Boethiu« (enthauptet aus Befehl des Kaiser« Justin 526). Der 13. Abschnitt der zweiten Pforte ist der Fürsprecherin Absalom« gewidmet. Die dritte Pforte. 22 Abschnitte eulhallead und nur wenige Zitate au« den Klassikern herbei» ziehend, ist meist psychologischen Inhalt«; nur die letzten S Abschnitte find wieder rhetorischen Inhalt« (114—144). Die vierte Pforte »er« breitet sich ohne Benützung der klassischen Schriftsteller (mit Au«nehme von 4, 83) in 83 kleinen Abschnitten über die Redesiguren (145—199). Wichtiger als für den eigentlichen rhetorischen Zweck de« Autor« ist da- Werk für religion«geschichtliche Forschung» für Geschichte der Eregese. s!r den Sprachgebrauch der jüdischen Filososen de« Mittelalter«- E« wird fortan in keiner Bibliothek fehlen dürfen, welche znm fleißigen und gründlichen Anbau der eben genannten Disziplinen benützt wird. Denjenigen. welche da« Werk Messer Leonwissenschaftlich stu» Liren wosten, glaube ich einen nicht unwillkommenen Dienst zn leisten» indem ich denselben zwei Büchertitel erkläre, nämlich הלצה הדשה oder schlechthin הרשה und הלצה ישנה oder schlechthiu ישנה von Cicero. Welche Bücher versteht der Verfasser unter diesen Titeln? Eine sorgfältige Dergleichung der Stessen, die aber von Messer Leon nach den Büchern, zuweilen selbst ohne Angabe de« Lheile« zitirt werden, überzeugte mich, daß der erstere Titel die Rhctorica ad Derenn ium, — die aber bekanntlich dem Cicero abgesprochcn werden» — der letztere das Cieeronifche Buch 1)0 Orators bezeichnet. Di« Richtigkeit dieser That'ache getraue ich mich zu verbürgen. Den Ursprung der Benennungen. welche Messer Leon den bezüglichen Büchern giebt mögen Andere erklären. Die Aufübrnngen unseres Autors dürsten hin und wieder selbst für die TerteSkritik der betreffenden Klassiker von einigen! Belange sein. So beißt es S. 49.: אמר טוליאי בחדשה הזכירה ממנה טבעית ממנה מלאכותית הטבעית היא כה תקיע בנפשי. עם מהשבה Die entsprechende Stelle in Tlhct. .׳ul llcrcnn. lautet: Sunt igitur duao memoriae, una naturalis, altera artificiosa. Naturalis est ea, qune nostris animis insita est, et simul cum cogitatione nata (2, 16.) Die Worte ״et" und ״nata״ hat Messer Leon in seinem Cicero offenbar nicht gelesen, wenn man nicht annimnit, daß das Wort ונולד in der vorliegenden. oder schon i» der ersten Edition Le« Ncset Zusim auSgesassen sei. . Die technischen Ansvrücke lucht der Verfasser wörtlich zu über» setze». Beispiele: ineoentio המצאה; dispositio "HD; eloeutio צהות r memoria זכירה; pronuntiatio רמיזה (S- 13.) Wem diese fünf Stücke nicht sonst bekannt sind, wird wohl schwerlich errathen, daß man unter ״Remiza" den Vortrag verstehe. Die gencra eausarum, nämlich bonestum, turpe, dubiurn, hurailo (ad Ilercnn. 1, 3) sind S. 18. übersetzt. שפל, pCD, הנון ,מכוער• Auf manche« Andere hat bereit« Herr NehemiaL Brüll hingewiesrn. Zuweilen zitirt der Dersasser nicht Len Worten, sondern bloS dem Sinne nach. Al« Beispiel diene S. 12.: השבו קצת הקדמונים כמו שאמר טוליאו בהלצה הישנה שהדבורים אשר תעיין בם ההלצה הם בלתי בעלי תכלית ר״ל שאין ענין והקירה אשר לא תעיין בם ההלצה Diese« Zitat ist dem Ciceronischen vo oratore entnommen. Die bezüglichen Worte (1. 64) lauten in deutscher Uebersetzung: ״Wenn man vo» der gesammten und eigentlichen Fertigkeit de« Redners eine vollständige Erklärung geben wiss; so wird nach meiner Meinung nur derjenige auf den so ehrwürdigen Namen eine« Redner« gerechten Anspruch haben, der über jeden vorkommeuden Gegenstand, der lurch eine Rede entwickelt werden soss, mit Einsicht, in wohlerwogenen Worten, schön und au« dem Gedächtnisse, mit einer gewissen Würde auch im äußern Anstande reden kann." (Drgl. das. 2. 2.) S. 31 scheint הישנה für ההרשה zu stehen; denn der Der» saffer hatte wohl schwerlich eine andere Stelle un Sinne, al« nd Hereim. 1. 10. Nur die Anfang-Worte mögen hier einen Platz sinken: ״Caa- Barum divisio ln duas partes diatributa eat.“ Hebe. שהחלוק י הלק לשני חלקים

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