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Ben Chananja · 1863-11-04 · 44 (4.11.1863) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
44 (4.11.1863)
Date
1863-11-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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819 820 Dit SchristauSlegung Messer Leen» ist zuweilen gesund, zuweile» erkünstelt. Tr ist glücklich in der Entdeckung rhetorischer Figuren in der Dibel. wozu übrigen« blo« dir Kenuiniß dieser Figuren und aufwerk« same« Dibelleseu gehören. Minder glücklich ist er, wo er die Auwendnng rhetorischer Formen und Normen in ausgedehnterem Maßstabr, auf ganze Kapitel der Dibel, Nachweisen will. So widmet er das 3. Kap. der zweiten Pforte dem Lobe und dem Tadel: טולי*או בגי “WM מההלצה ההרשה שהקדמות השבה או הננות ילקהו כאהד כני עניגים אם מן הדברים *אשר כחוץ אס מעניני הנוף זאם מעגיני הנסש (S. 57). Die Worte lauten im Oriziualt: ״Laus igifür potost esse rcrnin externarura, corporis ct animi (ad Oercno. 3, 6)". In dem daraussolgcndru Kapitel bemüht er sich nun, diese drei Stücke des Lobe«, — das der äußcrlicheu Umstände, des Körpers uud der Seele, — neben der Beobachtung anderer rhetorischen Regeln im -15. Psalm zu finden, den er auf den Messias bezieht: eiuc Beziehung, welche schon Aden Esra erwähnt. Hier muß natürlich manche gezwungene Er- Närung mit unterlaufen, wie eine zu weil getriebene EmphasiS uuver- »,eidlich ist. 2n der Ueberschrifr dieses Kapitels (S. 59) steht Quiutiliau statt Eicero: von diesem, nicht von jenem, war im Borhergeheu» den die Rede. Für die Errgrse des Verfassers ist besonders die Erklärung von Ps. 19, 8. charakicristisch: ״Die Lehre Gottes ist vollkommen; sie führt die Seele (in ihre ewige Heimat) zurück: ושבה אל ביה אביה 47 ■3) כנעוריה הי בדד ינהנה ואין עמו אל גבר). h,er vorkommende Anwendung von 3 M. 22. 13. aus die Seele ist len, Sohar (III. 7. a) entnommen. Die sprachliche Erklärung von משיבת נפש putct sich ebenfalls ,m Sohar (II. 85. a). jedoch in cliiem ander» Sinne (Prgl. auch S. 27. die Erklärung zu 1 Sam. 25. 20). Der Abschnitt, der diese Erklärung enihält. schließt mit einer scharfen Polemik gegen die Feinde der Wissenschaft. Vorstehende Benierkniigeu erschöpfen bei weitem nicht Alles, was über das lehrreiche, vielfach anregende Buch zu sageu ist. Weiteren Aufschlüffcn und Erläuterungen werte» wir mit Vergnügen die Spalten tiefer Blätter össnc». Zum Schlüsse erwähnen wir noch den ersten Ed ilor, Abraham Eouato, der, gleich dem Verfasser, Arzt war. Er nennt sich am Cchluffe des Werkes, und sagt von sich, dem Typografen, mit Anspicluug aus eine bekannte Talmudstelle: ,“הכיתב בכמה 3 קוקמוסים בלא מעשה נסיםhm find es besonders die eregetischen Elemente, welche dem von ihm so hochgepritscncn Werkt Werth uud Wichtigkeit verleihen. Die achtzehn Regeln Dr. Ielkinek'S über die Erklärung der Haggada (203—207) verdienen die Ausmerksamkeit Aller, dir sich mit Haggada dcschäsiigeu. Die iu der neunten Regel erwähnten metaforischen und allegorischen Redensarten dürften, kritisch betrachtet. aus eine sehr geringe Zahl zu rrduzirea sein Eine Propädeutik der Haggada wird jerner zu berücksichtigen habeu, wa« von Zunz, Rapoport, EkajeS, Nach,»an Krochmal und Pinele« (ha-Chalnz 1. 127—132) über dir Haggada gesagt wurde. Der Erkur« von Piuele« ist besouber« brachleoewerlh. Incerate. Konkurs. Der isr. ung. Verein, zur Herausgabe einer ungarischen Bibel- Ilebersetzung rutschlosten, fordert alle diejenigen, welche die Nebersetzung irgend eine« Buches der Profeken z» übernehmen geneigt find, auf, die uiitenbezeichneten Stücke aus den genannten Büchern mit einem dabei befindlichen, von außen die nicht mit eigener Hand geschriebene Chiffre des Neberseger« tragenden, dessen Namen bergenden Briefchen al« Kon« kurrenz-Probestück unter Umschlag, betitelt: ״BibelübersetzungS-Probrstück" bis znm 31. Dezember Sr. Ebrwürden dem Szegediner Herrn Oberrabbiner Leopold Löw franko eiuzusendea. Die Konkurrenz-Probestücke sind folgende: 1. Aus dem Buche Josne, für dessen Uebersetzung 50 st. h. W. bestimmt sind, da« 2. und das 23. Kapitel. 2. Aus dem Buche der Richter, für dessen Neberseyung 60 fl. ö. W. bestimmt find, da- 5. Kapitel. 3. Aus dem I.B. Samnel, für dessen Nebersetzung 75 fl. ö. W. bestimmt sind, das 12. und das 16. Kapitel. 4. Aus dem 2. B- Samuel. für dessen Nebersetzung 75 fl. ö. W. bestimmt find, da« 7. und daS 22. Kapitel. 5. Aus dem 1. B. der Könige. für dessen Uebersehuug 75 fl. bestimmt sind, das 7. und das 8. Kapitel. 6. Aus dem 2. B. der Könige, für dessen Uebersetzung 75 fl. ö. W. bestimmt find, das 18. und da« 21. Kapitel. 7. Aus JesaiaS, für dessen Ncdcrsctzunz 175 fl. ö. W. bestimmt sind, das 1. und das 42. Kapitel. 8. Aus Jeremias, für dessen llcbersehung 140 fl. ö. Wbestimmt sind, das 9. und daS 23. Kapitel. 9. A»S Ezechiel, für dessen Ncbcrsetzung 140 fl. ö. W. bestimmt sind, das 13. und daS 29. Kapitel. 10. Aus den kleinen Profetru, für deren Uebcrsehung 140 fl. bestimmt sind, das 9. Kapitel Hosea, das ganze Buch Obagah, da« 7. Kapitel Micha, das ganze B. Habakuk. Die den für die bestgesundcnen Koiikurrenz - Probestücke» beiliegenden Briefe werden entsiegelt und die diesfälligeu Uebcrsctzer mit der Uebcrsetzuiig der betreffentcn Theile der Bibel betraut, bei welcher Gelegenhrit sie auch über die bei ihren Arbeite» zu beobachtenden Prin« z'picn die nöthige Instruktion erhalten. Die übrigen Briefe bleiben unciitsiegelt und werden mit den Probestücken in das Archiv des ift. ung. Vereins niedergelegt. Pest. 15. Oktober 18K3. Im Namen der Commiffiou des isr. ung. Vereine«. Dr. Josef llöjfai), Präses. Isidor ttoseiiberg, Sekretär. Konkurs. Für die an der hies. k. isr. Mnsterhauptschule neu kreirtc Lehrerstelle der hebräischen Sprache, mit welcher ein Jahresgehalt von 525 fl. ö. W. aus dem ung. isr. Schulfonde verbundeu. ist rer Konkur« auSgeschrieden. Die an die hohe k. »ng. Slatihalterei gerichteten Gesuche müssen mit allen Belege» über Befähigung. Borstudir». etwaige Verwendung. Stand und Aller nebst einer QualifikationStabellr. bi« zum 20. November l. I. bei der Raaber SchuldistriktS-Odrrdirekiion im Wege ihrer Vorgesetzten Schulbehörde eingegedeu werden. Fünkkirchen, im Oktober 1803. Der isr. Kultus-Gemkindkoorsian-. fl. '^W *** Nolhleidenden in Ungarn sendete Fr. Pauline Za dir Bemerkungea. Herrn M. H. io T—r. Ja der aächsteo Nummer. Herrn G Uafraukirt. Szegedin, I Leipzig, Srlbkvrrla, drr Urdaktl»». > flommistioo«-Vrrlaz oo> Franz Va-»er. Druck von -seguiuud Burger »a Szcgedin.

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