Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 43 (28.10.1863)
- Date
- 1863-10-28
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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791 792 . 1-. ■V raudrlnlnische Bildungöelemente in sich ausgenommen hatten. Ihren Kulminationspunkt erreichte sie in Llleraudrien, wo sie von Eleazar, Aristobul') und besonders von Philo vertreten wurde. Der Einfluß des griechischen Beispiels ans die alerandrinischen Juden wurde auch von älteren Forschern anerlannt '*); unbekannt mußte Ihnen bei dem früheren Etandpunkte der GeschichlSkeuntniß und der biblischen binleitungSwiffenschaft jedoch die Thatsache bleiben, daß auch die esorelische Schriftdeutung überhaupt von Jafeth in die Hütten Sem'S kam. Wie verhält sich nun der Talmnd zu der esoterischen CchriftauSlegung und znm EsoteriömuS überhaupt? (Fortsetzung felgt). Anmerkungen. ויסיר מעליו הטרח בלמור בנבואת (יJMei ü6״ffet: ״nnb he Mühe hs ürlerneii« ihnen abgencniiiien wird durch profrtisch« Begabung (S. 397)." Auch Brecher saßt die Stelle in diesem Sinne auf <S. 26, b). Diese Ausfaffung ist aber unrichtig, da R- Zehuda נבואת und רוה הקדש sorgfältig au-eina»derhält (t, 87), so daß es undenkbar ist, daß er in vorliegender Stelle beide Begriffe fonsundirt. Brgl. auch 2. 4. — Allerdings sagt er auch: הקרש הלובשת T1H 15 ,4) הנביא); hier wird aber Ruach ba-Kodesch im weitern Sinne genommen. 2» der uns vorliegenden Stelle will der Verfasser die bei» den Arten der böhern geistigen Beschäftigung namhaft machen: da» Studium der Filososie und das Forschen in de» Wersen der Profetie. Brgl. 4. 3.: י — נביא או חסיד שידבק בו עוין האלקי) S. Munk« More 2. 57. A»m. 3. Mälungca do Pbilosopliie S. 332. — *) Jti• »igokrcne V. 329. Sachs rel. Poesie S. 234. Kassel« Aus. S. 96. — י) Munks MiMangcs do Pliilosopbie S. 332, — s) Munk a. a. O. 8. >'31. — *) Dieteriei. die filcsofischen Bestrebungen der lautern Brüder in der Zeitschrift der deutschen niorgeiiländischen Gesellschaft 15. 5,95 ff. — ד) Munk MiMangca 448-485 — *) י}לא Cbald. anSson» dern. eulsernen. S. 5 M. 17. 8. Zer. 34, 17. 27. Ps. 131, 1. Tharg. סריש Dagegen hat schon die Septuaginta &av/«l61a. — *) Eusebius Pr&cparat. Fvangel. L. UI. c. 8. fin. et capp, 8eq. — '") S. z. B- E. J. fr. UoseninUHcri Ilistoria interprctationia 1,22: ״Sed in ipso hoc eruditionia gcnere Judaci imitati e8tc vidcntur etiam Philosophos graccos. Ui cuira fabulas 8uas propudiosaa et impias do Uiia eoruiiiquo acclt'ribua jam tum vel obducero vel defenderc mysticia urabris cocpercnt“ .... ״Quum igitur Philosoph! graeci in acriptoribua buuc gcntis celcbrioribua intcrpredandis, nllegoricam rationcm aequcrentur eandemquo etiam ad ipsas hiatoricaa narrationea accoinodarent, profecto non est mirum, 8i Judaei, imitati Philosophas fiimili rutiono libros 8uoa eacroa intcrpretati aunt (S. 25).“ Koplik. Gr. Aanijsa. im Oktober. Zn Nr. 41 de» »V. GH.“ erzählt der gelehetr Herr Zosef Lö-v sehr launig und witzig den Vorgang zu Czernek, wobei er berichtet, daß das hiesige Nabbinal in seinem Gutachten ausgesprochen habe, daß he Ansicht de« ׳מ״א ^die Mcrgeostunve sei eine עת רצון“ gegen die All« gegeuwart Gotte» verstoße. Dieser Ausspruch dürste Manchem duukel bleiben, denn wie so streitet der Glaube, daß der eine Tag, oder die eine Stunde mehr עת רצון fei, gegen die Nllgegeuwart Gotte«? lind d» Le It&bbinat ccst moi, so muß ich diese Stelle in meinem Gutachte» näher angebeu. Ich sagte nämlich: ,Die Ursache, die א“& an« gibt, nämlich, weil der Heilige, gelobt sei er, die Wellen durchschwebe, und am Schluffe der Nacht unsere Welt berühre, daher ist die Morgen» stunde eia עת רצון sei, gegen die Allgegenwart Gotte» streite.“ Der geehrte uud gelehrte Herr Zosef Löwy erzählt noch, das in einer großen Gemeinde ein Tenorist sich befinde, der fleißig a» Sab» dathea und Festtagen Landmärkte besucht, und der Lokalrabbiner ganz von dieser Geschichte schweigt. Ich will den Bericht vervollständigeu. Z» derselben großen Gemeinde befindet fich auch ein Altist. welcher fast an jedem Sabbat au öffentlichen Orten Geige spielt, und auch von dieser Geschichte schweigt der Lokalrabbiner. Zch will aber nun auch versuchen, diesen Lokalrabbiner in etwa» zu vertheidigen. Wer eine Singstimme hat, der soll beim Gottesdienste Mitwirken׳ um diesen zu verherrlichen. ״Ehre Gott mit deinem Gute, darunter ist auch die Stimme begriffen“; und darf etwa ein Sabdatverletzer kein sonstige« GolteSgebot ausüben? Wäre z. B. ein Aohen ein Sabbath« Verletzer, dürste er darum nicht zum Duchan zugelassen werben? Gesetzt, jene Individuen wären nicht von der Gemeinde al« Tenorist und Altrst angestellr. sondern sie mochten aus freien Stücken beim Chor Mitwirken, würde Herr Zosef Löwy glauben, daß der Rabbiner e« ihnen verwehren müßte? Ich weiß keine Stelle, die dem religiösen Sünder verbieten möchte, beim Chore mitzuwirken. Ob e» aber anständig sei, und der Würde der großen Gemeinde entspreche, ReligiouSverletzer zu besolden? Diese Frage hat nicht der Lokalrabbiner, sondern der Vorstand zu beantworten Und so viel mir bekannt ist, hat der geehrte Herr Josef Löwy Einfluß ans den Vorstand dieser großen Gemeinde; es wäre daher mehr seine Sache, diesen Ge« genstand beim Vorstände zu rügen. Fasse!. Korrespondenz. Ausland. ב Dom Rheine, 20. Oktober. Da Sie wahrscheinlich den Mainzer ״Zsraelil“ nicht lese», ich aber so glücklich bi», mich an den Geistessrüchten des DrS- Lehmann zuweilen laben zu können, so setze ich Sie von einem Streite in Aenutniß, der bald Israel io zwei Lager spalten und sicherlich auch Sie zur Parteinahme veranlassen wird. Kaum ruht der arme Lehmann aus den Lorbeeren des Siege-, den er in seiner Phantasie über seinen Nebeurabbiner Dr. Aub, welcher Lurch Abschaf» fung des כל גרדי den VersöhnungStag zum Entsetzen verstümmelt, errungen hat. so sieht er sich schon wieder genöthigt, das Schwert seine» Worte« zu ergreifen, und gegen eine» anderen Collegen im Heffeulande den Kamps zu beginnen. — Herr Dr. Levi, Provinzial-Nabbiuer zu Gießen, hat nämlich bei Gelegenheit einer Synagogen-Einweihung in einer Predigt die Behauptung ausgesprochen: »wir kennen keine Hölle.“ Eine solche Behauptung kann Herr Lehmann nicht gelten lassen. Er weiß gar keinen Beweis dagegen anzuführen, aber er tritt ihr muthig mit seinem: Nein! entgegen, und erklärt den Herrn Dr. Levi für einen Ketzer. Obschon kein Gesinnungsgenosse de» Herrn Lehmann, stehe ich hier doch ganz auf seiner Seite. Er kämpft hier pro domo, für ein Plätzchen in der langen Ewigkeit —, und da» ist ihm wahrlich nicht zn verargen. — Wie er on» vor einiger Zeit belehrt hat, so hat er beim Antritt seiner Stelle io Mainz, um den gar zu grellen Wider« spruch seine« damaligen Namen» mit seinem jetzigen Wirken zu deseitigen, den Namen מאיר «der Erleuchtende“ in den Namen M.'Orku», »Reich der Finflerniß“ umgewandelt. Seitdem ist bei ihm Alle« in schönster Harmonie, ינשמו בן הוא Nun aber ist Herr Lehmann ei» unermüdlicher Forscher in den Schriften der jüdischen Theologie, und er