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Ben Chananja · 1863-10-21 · 42 (21.10.1863) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
42 (21.10.1863)
Date
1863-10-21
Page
– (sequence 10)
Language
German
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779 780 V. And. Zuh.! Indem die alerandr. Juden durch ihres Fleiß und ihre Regsamkeit die Wohlfahrt und Blüte ihrer Heimat förderten, und in ihrer Basilika GotteS Schutz und Segen ans Aegypten uud dessen König hcrabflehten; befolgten sie nur die ihnen und euch wohlbekannte Lehre, welche den jüd. Erulanten in Ehaldäa von dem Profeten JercmiaS crtheilt wurde:?ררשו את שלום העיר אשר הנליתי אהבם שמה והתפללו בערה א ״ רי־ בי בשלומה יהיה לבם שלוםFördert das Heil der Stadt, wohin ich euch geführt habe, und betet für dieselbe zu dem Ewigen; denn in ihrem Heile ist euer Heil (Jercm. 29,7)." Und diese Lehren befolgen alle Israeliten auf dem ganzen Erdenrnnde. Auch ihr, theuerc Brüder, werdet, wie ihr eS in eurer alten Cvnagoge gethan habet, so auch in euerer neuen Synagoge inbrünstige Gebete für unser» erhabenen Monarchen und unser thenreS Vaterland emporstcigen lassen zu dem Ewigen, dem Herrn aller Herren, dem König aller Könige. In seiner Hand liegt daS Heil der Fürsten und der Völker. אם ה־ לא יבנה בית שואעמלו בוניו בו אם ה׳ -א ״ ישמור עיר שוא שקד שומרWenn Gott nicht baut daö HauS, mühen sich vergeblich ab, die daran bauen; wenn Gott n i ch t d i e Stadt behütet, w achet vergebens der Hüter (Pf. 127, 1)." Wir Menscheu sind Kinder der Zeit. Wir werden geboren in der Zeit. Wir entwickeln nnö in der Zeit. Wir blühen und tragen Frucht iit der Zeit. Wir verwelken in der Zeit. Aber alles tieS geschieht unter GorreS Aussicht, Leitung und Führung. משמים הביט הי ראה את כל בני האדם ממבוך שבתי השניה ״ ער בל יושבי הארץVo m H i m me l b l i ck c l der Herr herab, sicht alle Menschenkinder; von seinem 'Wohnsitze h e r a b s ch a u t c r a u f a l l e B e w o h n c r der Erde (Ps. :13.1t. 1.',)." ה׳ ממית ומהיר. מוריר שאול ויעל . ה׳ מוריש ומעשיר משביל אף מרומם . מקים מעבר דל מאשפות ירים אביון .להושיב׳ עם נדיבים ובבא בבור ינחילם כי לה׳ מצוקי ארץ וישת עליהם הבל Der Herr tö d- ,et und belebet, führt in die Unterwelt hinab, und führt herauf. Er macht arm und macht reich; er erniedriget und erhöhet. Er erhebt au S dem Statlbe den Geringen, auS dem Koth erhebt er den Gebeugten, um ihn zu setzen neben die G r osien, und den Stuhl der Ehre läßt er ihn erben. Denn GotteS sind die Säulen der Erde, aufsie stellt er die Welt (1 Sam. 2, 6—8)." Au sein Baterherz legt der fromme Jsra e- Iit auch die bürgerliche Zukunft seines Bolk e S. Sollte dem gütigen Vater weniger au unserer Wohlfahrt liegen, alö unS? Sollte er, der so viel schon gethan, nicht auch ferner walten? Sollte die Quelle seines Erbar, menö versiegen können? Frage dein Herz; eS antwortet: nein! Frage die Geschichte; sie ruft: nein! Frage daS Wort GotteS; eS besiegelt diese- Nein. Allnrälig nur siehst du die Hoffnungen deines DolkeS sich verwirklichen; denn ״ רוד הולד ודור באEin Geschlecht geht und strebt, und erst daS nachfolgende Geschlecht kommt anS Ziel (Pred. 54).״ Sei daher nickt ungeduldig, an GotteS Hand wird daS Ziel erreicht werde». Oft sind Berge zu übersteigen, Schwierigkeiten zu besiegen, Hindernisse zu beseitigen. Verliere darob nicht den Muth. Sprich mit dem heiligen Psalmisten: אשא עיני אל ההרים מאין יבוא עורי עורי מעם ה׳ עשה שמים וארץ. אל יתן ימיט רנלך אל ינים שומרך .הנה לא ינום ולא יישן שומר ״ ישראל)ch erhebe meine Augen zu den Bergen: woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom Herrn, dem Schöpfer deS Himmels und der Erde. Er läßt d einc n Fuß uicht wanken, dein Hüter schlummert nickt. Siche, eS sch l uwwert u u d sck lä s t n i ch t d e r H ü l e r Israels .Ps. 121, 1—4)!" Dein Blick fällt aus Gegendeu, wo die Umstände und Verhältnisse der Zeit den bürgerlichen Aufschwung deines Volkes nicht zu begünstigen scheinen. Werde darob nicht ver, zagt!״ והוא מהשנא עדניא וומניאGott andcrtZeit und Stunde (Sam. 2, 2t).ברני מים לב מלך ביד הי אל בל ״ ״ אשיר יחפוץ ימנוWasserbächen gleicht das Herz eincS König S l n G o tt eS Han d, wohin immer e s ihm gefällt, leitet er eS (Spr. 21, I)." Schau hinter dich ans vergangene Jahre und Jahr- Hunderte. Wüst und wirr lag oft die Erde vor deinen Vätern. Finsterniß bedeckte den Abgrund, an dem sie stauden. Aber GotteS Geist schwebte über dem Gewässer, und Gott sprach: eS werde Lickt, und eS ward Licht! בי הוא אמר ויהי הוא צור. ויעמד Denn er spricht und cs geschieht; er gebeut und eö steht da (Ps. 33, 9). Wie könntest du also deine Zuversicht wanken, deinen Muth sinken lassen? Fern von unö sei solche Muthlosigkeit, Israeliten. Besitzen wir ja die trostreiche, göttliche Verheißung: והיה באשר הייתם קללה בנוים בית יהודה ובית ישראלי כן אושיע אתבם ״ והייתם ברכה אל תיראו תחזקנה יריבםUndeö geschieh!, so wir ihr geflucht worden unter den Völkeru, HauS Judas und HauS Israels; also will ich euch helfen, und ihr sollet gesegucl werden, fürchtet euch nicht, stärketeureHäude (Zech. 8, 13)!" Stärket euere Hände, tüchtige Seeleuhirteu auf die Lehrstühle Israels zu setzen, Schulen für daS heranblühende Geschlecht zu gründen, Bildung und gemeinnützige Thätigkeit unter eurem Volke zu verbreiten, dem jüdischen Namen durch Rechtschaffenheit und Biederkeit Achtung zu verschaffen, und durch ehrenhafte Bestrebungen daS Vorurtheil und die Engherzigkeit verstummen zu machen. VL Seid getrost uud frohen MutheS, israelitische Brüder

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