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Ben Chananja · 1863-10-21 · 42 (21.10.1863) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
42 (21.10.1863)
Date
1863-10-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JP} m i'h Weiksrgs znm ״Ws» ClMwKmjsL" Nr. 41%). Nie tamjipatiim der 311öm. Rede, gehalten Lei Gelegenheit der Einweihung der neucrbauten Synagoge zu Semlin, am 8. Oktober 1863. .נ״ר תשרי הרכד לס״ק ה׳ שפתי תפתח ופי יגיר תהלתך Gottes Lob und Preis sei mein erstes Wort an dieser heiligen Stätte. Aus tief ge, rührtem Herzen loben und preisen dich diese deine Kinder, tut* sichtbarer, ewig naher Helfer, daß du ihnen daS Freudenfest dieser Stunde bereitet hast. Laß, o Herr, die Dankopfcr ihres Herzens dir Wohlgefallen. Sei ihnen und mir nahe mit bei, nem Geiste, damit jeder ihrer frommen Entschlüsse fruchtbar werde, jeder ihrer edlen Vorsätze zu edler That führe, und diese Stunde eine Stunde deS Segens für sie sei und eine Stunde des Heils, Amen. Mein zweites Wort sei Gruß und Segen der duldsamen, wohlwollenden, menschenfreundlichen Stadt Semlin, ihren frommen Seelcnhirtcn, ihrer großherzigen Obrigkeit, ihrer gesammtcn Eliiwohiicrschafl. Die Barmherzigkeit, welche in dieser Stadt in einer nicht gar entsernten Vergangenheit obdachlose jüdische Familien mit offenen Armen ausnahm, giebt lanteö Zeugniß, daß hier Herzen schlagen, in denen wicderklinge» die Worte deö Propheten Maleachi הלוא אב אהד לבלנו איד אהד בראנו כזרוע נבגד איש ״ באחיו להלל בריח אביתינוHaben wir nicht Alle Einen Vater, har nnö nicht Ein Gott geschaffen; warum sollten »vir treulos sein c i»er gegen den andern, entweihend dem Bund unserer Väter (Mal. 2,10)?" Heil der Stadt, wo ein so milder, wohlwol- י lender Sinn seinen Wohnsitz anfgeschlagen; Heil der Stadt Semlin, dreimal Heil, Amen. Mein drittes Wort sei an dich gerichtet, neuerbauteS HauS meines GottcS! Dir gebührt die Ehre dieses Tageö. Dir gilt daS Fest dieser Stunde. Dein ist die Theilnahme dieser aubetenden Schaar. Dein GeburtStag wird heute gefeiert. Und wie eine Mutter, wenn sie geboren hat, nicht mehr der überstandenen Mühsehligkeit gedenkt, um der Freude willen, daß daS Kind ihrer frommen Liebe glück׳!ich zur Welt gekommen ist; so gedenkt die Gemeinde, die dich gedründel und erbaut hat, nicht mehr der gebrachten Opfer, sondern spricht mit dem heiligen Sänger: 'שטחתי באובר׳ 0 לי: ביתה* נלך wie freue ich mich, sagenzukönneu: auf, lasset unS ziehen in daS vollendete HauS deS Herrn (Ps. 122, 1)! So sei uchd bleibe denn von Kind auf KindeSkind ein HauS der Anbetung deS GotteS AbrahamS, IsakS und JakobS. Sei und bleibe eine Lichtsäule, die den Schwankenden den rechten Weg führt, damit er nicht irre gehe; eia Hafen, wo der Unglückliche vor den zerschellenden Wogen Sicherheit finde und Ruh; eine Warte, wo daS schwache Auge ans der dunkeln Erdentiefe emporschaut nach den ewigen Hütte» einer lichtern und schönern Welt. Der allmächtige Gott nehme dich in seine gnädige Obhut und in seinen väterlichen Schuh; er halte fern von dir jeden Unfall, jeden Schaden, jede Gefahr, Amen. Mein viertes Wort ist ein Glückwunsch an euch, wackere Mitglieder der strebsamen und ehrenwerlhen israelitischen G t* meinde zu Semlin, deren fromme Opferwilligkeit diese Synagoge inS Dasein gerufen hat. ״ ברכמכם בבית חיW t r segnen euch ob dieses neuerbauten GotteShauseS (Ps. 119, 26)!" ES ist ein schönes Denkmal eueres gotteSfürchtigeu SinncS, euere- GemeingcisteS, eurer Einig-! keit. Ihr habt euch die Synagoge erbaut, damit die Synagoge euch erbaue, und sie wird eS treulich thun, meine Fr. Sie wird euch die Opfer reichlich lohnen, die ihr gebracht habet, um sie zu gründen und auSzuschmücken. Die Zeit, die ihr in diesen Gott geweihten Mauern zubringen werdet, wird euch eine Würze werden für euer übrige- Leben und Wirken. ״ אב אתה תבוא לביתי אני אבוא לביתךWie ihr hier zu Gott kommet in Demuth und Ehrfurcht, in Dankbarkeit und Vertrauen, so wird Gott zu euch kommen (Methiktha, Jethro)", euch segnen und \ zu euch reden durch den Sabbath und dessen heiligende Kraft; durch seine Feste, die euch in die Vorwelt zurücktragen und zu beseligender Wahrheit emporheben; durch die Bußtage mit ihrem ernsten Zuruf; durch den VersöhnungStag und seinen beseligenden Frieden. Sprechet daher mit EhiSkiah, dem frommen Könige: חי הי הוא יורך כבוגי היום .אב לבנים יודיע אל אבתך ר. להישי עני ונגינות׳ ננגן בל יבי היינו עלבית ה• ״Der Lebende, der Lebende preiset dich, wie ich heute: der Vater giebt den Kindern Kunde voa deiner Treue. Der Ewige hat mir geholfen! Darum wollen wir nufere Loblieder ertöneu lassen ob deS Gotteshauses (Iesaj. 38, 19. 20), dessen wir uuS nunmehr erfreuen, Amen. Vernehmet nun, versammelte Brüder und Schwester«. daS Wort der Thora, daS am heutigen Morgen in allen Synagogen verlesen wurde. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde- Aber die Erde war wüst und wirr, und Finsterniß war auf der Fläche deS Abgrundes und der Geist GotteS schwebete auf der Fläche deS WasserS. Da sprach Gott: ewerde Licht! und e» ward Licht. Und Gott sah daS Licht, daß eS gut war. Da schied Gott zwischen dem Lichte und der Finsterniß. Und Gort nannte daSLichtTag, und die Finsterniß nannte er Nacht. Und eS ward

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