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Ben Chananja · 1863-10-14 · 41 (14.10.1863) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
41 (14.10.1863)
Date
1863-10-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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749 760 beoöihige sehr »tot genau, nab baldig, «n<funft über riaig, Punkte au» btm Gebiet» der Medizinalverwaliung im Köuigreich, Belgien, habe mich aber an sonst Niemand zu wenden, um mich darüber zu br. lehre». Dieser Umstand, denke ich. wird bei einem Manne, wie Eie, ,in hinreichender EulschuldigungSgruub ,',in für meine etwaig, gegenwärtige Zumurhnug. nnd zugleich auch eine Motiv mehr, da« Sie ver. inögrn dürste, mir darüber nach genauer Erkundigung die zuverlässigste, genanestc und baldigste Anskunsl zu ertheilen. Nun zur Sache! Ich bin iui Begrifft. meiilr Studieukarriöre zu becndrn. und muß mir »ine» Ori für mcine künftige ärzliche Thätigkcit suchen. Die belgischen freieren Landesiustitutionen, da» Jugendliche de« Staate» und die Emanzipation unserer Ncligicnsbrütkr sprechen mich an. Ich habe daher Lust, dahin zu gehe» — nach hier erfolgter Proniotio» — um mich daselbst als prakiizirender Arzt zu etablircn. Ich möchte aber zuvor über folg.»Le Punkte AnSlunst erhallru: l) Ob rin Ausländer mit einem iiiedizinischen Doktor-Diplom von einer deutschen ilniversttät, z. B. von hier, versehe» . der stch in!Belgien etablire» will, da zu einer facultas practicaadi einer brsoiideru Erlanblilß vom Miuisteriui» de» llulerrichtc» nölhig habe oder nicht? 2> Ob außer erwähnter Erlanbniß man viclleicht noch da eine besondere Nachprüsuug bestehe» muffe? Bo» welcher Art diese sei? Ob mit Unkosten vcrbiinten und mit welchen? :3) Ob es für einen deutschen Arzt räthlich sei. dahin zu gehe», und ob ist׳ als Deutscher, B. in Brüssel, einen angenehmen Krei» sinden dürsie. wie ra» Znlrane» oder lieber da» Borurihcil über deutsche Aerzte beschaffe» sei? 4) Wie die luetizinische Prari» libcrhanpt beschaffen sei? In welcher Sprache daselbst an! der Univcrstlät gelehrt und craminirt wird? Dir. Wohlgcb. sel!en, daß ich Sie mit einer Anzahl von Fragen behellige, aber nicine Enlschultigniig ging schon voran». — Zur nähern Würdigung meiner Persönlichkeit und mcinr» Bestreben» will ich schließ» lich Dw. Wohlgeb. noch beineile». daß ich unter andern i» der ״Allg. Zeitung des Z n b r u l h n in»" die drei Artikel ״der EhaßiriüinuS in Pole» von I. M. B. sowie de» erste»!Brief 1» der hebräischen Zeitschrift ״Zion" geschrieben habe. Ihre ballige gütige Antwort crwartrnd, verharre ich Euer Woblgcdoreu ergebenster Berlin, 22. Mai 1841. I. B a r r a s ch, Meine Wohnung: Nosenstr. Nr. l. 2 Tr. eund. wed. >'U. Ihre gütige Antwort, wenn Sic ste pr. Post nicht schicke» wollen, teil um Sir aus bnchhändleriichrm Wege mir zukommru lassen, z. B. v.rmittelst Lr» gm» Doktor Jost. Üo rresponde»). Ausland. W. München, צ September. Wruu ich Jhue» über die intereffanlen Erichrinungen ans rcin Gebiete de» JntenihnmS in Baieru Bericht erstatten soll, so müßte ich vou der Hauptstadt absehen, e» sei denn, daß Ihne» eben da» als merkwürdig erschien,, daß in »iuer Ge. ,»rillte vou 400 Mitglirdcru i» der Metropole tr» Land,» nicht» Be. nierkeuSwerlheS zum Borscheiu kommt. Und doch ist e» nicht die uumerische Zahl allriu. souderu st»d e« auch die malerielleu. wie geistigen Kräfte, die unsere Gemeinde zu einer hervorrageudeo uud maßgebenden Strlluug im Land, eigne« würden, wenn »Ich eine lebendige bewegende Kraft in ihr säude. der st, diesem ihrem oaiürlichea Berufe eutgegen« führt,. Ob e« hiermit im Zusammenhänge steht, daß in dem Verhält, uiffe der hiesigen Zudenschast nach Außen, der vichiisraelitischeu Bevöl« keruug gegenüber, nämlich, ebenfall« kein Fortschritt bemerkbar i-f — Zu dieser Richtung kann ich Zhoe« die-mal recht erfreuliche Mitthri» luagen machen. Zu Fürth wurde nämlich eia Zsrarlile. Herr Ros»»׳ Hain, in deu Stadlmagistrat gewählt. Zn da« Gemeindekostegiu« al« Grmriatevollmächtigte» wurden in letzter Zeit schon an manchen Orte» Baiern« Juden gewählt, und wie ich höre, soll die« eben jetzt io Da», berg der Fall gewesen sei». Doch eiüe Magistrat«wahl au« der jüdi» scheu Bevölkerung steht hier zn Lande ohne Beispiel uud verfehlt nicht, einige Sensatio» zu machen. Nicht geringere« Aussehen beinahe wacht . jedoch auch die Wohl eine» Israeliten, Herrn Bach mann, al« Grnicinlebevoklmächtizten iu Augsburg. Denn wen» allerding« eia Unter, schieb zwilchen einem Gcmeind.bevollmächtigteu und einem Magistrat«. Herr» ist, so ist doch »och ei» größerer zwischen einer kleiner» Stadt mit einer großen und allen jüblschen Gemeinde wi, Fürth, und der alten freien Neichsnnd gegenwärtigen KreiSbauptstadt Augsburg — mit ihrem stolzen und vornehmeu Bürgcrthume. Zedeufakl« ersehe» Sie au» solchen Erscheinungen , welchen Umschwung in der kurzen Zeit seit der Eiiiseffiliiiig trr Jude» bri uns di, öffentlich, Meinung daselbst diesen gegenüber gewonnen. Und dort, wo dieser NechtSkampf noch nicht durchgekämpsl ist. mögen die Feinde de» Recht,S darau« trseune», wie ungereimt jene» Auskunft»,niitel ist, zu welchem sie in dem Augenblicke zn greifen pstege», wo sic mit ihrem 8ui diaaut NechtSgründen baut,- rotl werde», und welche» darin besteht, daß sie im Zutcreffe der Zudeu selber, mit der bürgerlichen Gleichstcllnug warte» möchten, bi« sich die soziale vollzogen hat. Wen» irgendwie, so ist hier Sitte und Anschauung nicht sowohl der Grund, als vielmehr die Folge de» Gesetze«. Mau banne »nr die sanliionirte Ungcrechiigkeil audiesem, und e» wird au« jenem von selbst die Berkehrlhcit schwinden uud die siegende Macht der Hnmauilät zur Geltung komme». צ ן Belgrad, II. Oktober. Unser Bell ist wirklich ein daukbares Bolk.' Der Nedakteue diese» Blaue» war kan,» i» Semli» äugelangt, al» er von dem stellvertretendcu Ehachai» der hiesigen Gemeinde, den einige Gemcinteglieier begleiteten, anfgesordert wurde, die Bel» grader Gemeinde zu besuche». Der Ewpsang, der ihm daselbst zu Theil wurde, war ein seicrlichcr und rührenter. Der Gast besuchte die Synagegen, deren größte rin sehr würdevolle» GottcShan« ist, da» einen angenehme» Eindruck macht, nnd die an» 14 Zimuicrn bestehende Talmudlhoraschnlc. Die Enlturbcstccbungen der Gemeinde sind im Zunehmen begriffen, und olme Zweifel werde» sich auch die bürgerlichen VerhLkt- »isse der serbischen Juden in nicht gar scrnrr Zukunft günstig gestalten. Inland. Wie», 8 Oktober. Gestcru wurde folgende Todesanzeige vre« sendet: ״Philipp Schey v. Koromla, Ritter deösterr. Orden« der ei« serueil Krone Hl. Klaffe. Inhaber de« goldene» Verdienstkreuze« mit der Krön״, giebt hiermit Nachricht von dem ihn höchst betrübend,» Hiuschciden seiner iiinigstgeliebte» Gattin, der grau Frauzi«ka ». Schey. ged. Lackendacher. welche Mittwoch den 7. Oktober 186Z. um IN Uhr Bormiltag«, nach lange» Leiden, im 64. Lebensjahre, sauft entschlaf,u ist. Die irdische Hülle der Verblichenen wird Donnerstag de» 8 d. M.. um bald 4 Uhr Nachmittags, von der Wohnung: Stadt. Nothentburmstraße Nr. 19. nach Lackenbach iu Ungarn überführt uud daselbst am 9. d. M. Fr'ih iu der Familiengruft zur Ruhe bestattet." Die Vollendete wurde wegen ihrer ungeheuchelten Gottesfurcht, ihrer HerzenSgü e und ihrer Wohlthätigkeit von Allen, dir fi, kauateo, hoch, verehrt. Ihr Anteukeu wird ein gesegnelr« bleibe«. 6. Wien, 13. Okiober. Zum 70. Geburtstag, unsere« ver. ehrten Mannheimer werde« großartige Vorbereituage, g,troff»«. Neligioa-lrhrer Dr. Wolf hat eine Monografie ״Zsak Noa Mau»- he im er" hrrau«g»gede«.

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