Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 40 (8.10.1863)
- Date
- 1863-10-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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737 738 innig« Ergebenheit, dir ihn trotz sriue» schmerzlichen Krankenlager« nicht «inen Augenblick rerließ, und rr brachte immer da« Bild unserer in Gott verschiedrnen Patriarchen vor dir Seelr. Er machte zwei Tr« stawente, deren eine« gleich nach seinem Hinscheiden geöffnet werden sollte. Da ihm aber dieß abhanden gekommen war, so befahl er seinen Söhnen, die Almosenbüchse in seinem Zimmer, wohin er immer bei seinem Leden eine Gabe hinlegte, vor seinem Begräbnisse unter die Armen zu vertheileu. Die verlheilte Summe, wovon auch 40 fl. ö. W. an christ» liche Arme vertheilt wurden, belief sich auf circa 200 fl. 6. SB. — Da« Leichtnbegängniß war aber auch ein derartig ehrenvolle« und große«, wie e« hier und in der Umgegend noch selten gesehen wurde, trotzdem die Kunde seine« Dahinscheiden«, de« Feiertage« wegen, nicht weil drin« gen konnte, waren doch die isr. CultiiSgemcindeu der Umgegend stark und zahlreich vertreten, wir auch da« OetSgericht in corpore und zablreiche Bürger verschiedener Coufeffionen dem Verblichenen die letzte Ehre erwiesen. Der Gefertigte hielt selbstverständlich die den Verdiensten de« Hingeschiedenen angemessene Leichenrede und unser Kantor von Kula, Herr I. Wiltmann, mit seinem gutgeschullen Chore erekntirte die betreffenden Gesänge. Gin segenrcichc« Leben war da« de« Derblichenc«, möge auch sein Andenken ein gesegnete« und segenrriche« sein! denn: . . .זכר צדיק לברבר!- D. 8. S. Kurze literarische Nachrichten. 5. Notice 8ur lu Eexieoxrapbic hibraiqne, avec des remar- .]!!cs sur quelques gramrauiriens postörienrs a Ibn Djanah. Par M. Adolphe Neubauer. Paris. Impremerie imperiale. 1863. (Extrait Nr. 10. de l’ann 'e 1861 du journal asiatique) 8. 222־. Nach einigen kurzen Beuierkuiigen über dir taluittdischc Zeit geht der gelehrte Verfasser aus sein eigentliche« Thema über, indem er die hebräischen Lerilografe» in zwei Klaffen theilr. Zur ersten Klasse zählt er die Vorgänger de« Zehuda Chajjug (Anfang de« 11. ZahrhundcrtS), dem der TriliicriSm seine» Ursprung verdankt. Die zweite Klasse bilden diejenige», dcncn diese« System bereit« bekannt war. Den Neige» er» öffnen dir karailischcn Schriftsteller. An der Spitze der Nabbanitcn steht N. Saadrah Gavn. Unter den Karaitcn nimmt der Arzt und Dichter Mc>c« Darai eine hervorragende Stellung ein (S. 19.). Den Angaben PlnSkcr'S folgend, läßt Herr N. diesen karaitischen Dichter im 8. Zahl« hundert leben, unterläßt aber nicht, in einer Anincrkung Alle« zusammenzustellen, was ihm dagegen zu sprechen scheint. Schorr'S abschlirßendcS Urlheil (ha-Chalnz 6, 57—59. vergl. B. Chan. 5, 99) war dem Herr»» Lcrsaffcr nicht bekannt geworden. Dasselbe gilt von dem Lcriko» grasen Abraham d. David au« Fez, ebenfalls einem Karäer (S. 25. Ha-Chalnz 6. 63—60), Nichtsdestoweniger ist die Beschreibung de« Le» rikoil« von A. b- D.. welche« der Herr Verfasser handschriftlich von Zerusalem miibrachte, auch nach dem, wa« bei Pinsler darüber zu lesen ist. höchst lehrreich und interessant (25—155). Die Geschichte der he» bräischc» Graiunialik. Lcrikograflr und der SchristauSlegung wird hier durch eine ganze Reihe kcnstatirtcr Thatsachrn bereichert. Hierauf folgt rin von Mose« Zbn Esra angeführter anonymer Grammatiker au« Zerusalem; Dunasch v. Adonim b. Tamim, genannt Al-Schefalghi au« Kairwan, Ansaug« de« 10- Zahrhundert«; Zehuda b. Koreisch au« Ta» dort. Diese Lerikograsen schriebea arabisch (S. 162). Die Reihe der hebräisch schreibeuteo Lerikografeu eröffnet der Spanier Menachcm b, Saruk; sein Gegner war Dunasch ben Labrat. Die Schristeu Beider stnd bekanntlich in neuester Zeit von Filipowsky in London edirt wor« den. Dunasch hatte nach Zbn Esra einige Begriffe von dem triliteri» stischen Systeme (164). welche« zuerst Zehuda Chajjug entwickelte. Sein Zeitgenosse R. Hai Saon schrieb eia hebräische« Lerikoa in arabischer Sprache, welche« auch in Spanten bekannt wurde, während R. Gaa» diah'« Lerikou in Europa unbekannt blieb. Ob R. Hai den Triliteri«» gekannt habe, ist ungewiß (S. 168 und Anm. das.) Au« einem Hand» schriftlichen Kommentare zum Hohenlied« von R. Zosef b. Zehuda wird Folgende« witzetbeilt: 91״. Hai zitirt auch den Koran und die Tradi» tionen. wir auch Saadiah in seinen arabisch geschriebenea Komme«» taren getban. Der Nagid Samuel erzählt in seinem Buche de« Reich« thum«, wo er viel von christlichen Kommentaren spricht, daß R. Rag» liach Zbn Al-Dazk. Dajjan in Sizilien, ihm nach seiner Rückkehr voa Bagdad, eine Schrift übcr La» Leben und die vortrefflichen Eizenschaf» tcn R. Hai'« überreicht habe. Daselbst wirb unter Anderm erzählt: ״Eines Tage« konnte man in R. Hai'« Lrhrhause über den Sinn von Ps. 141, 5. nicht in'« Reine kommen. R. Hai gab dem R. Magliach einen Wink, den Katboliko« der Christen zu befragen, wasich in den Kommcntarien der letzteren übcr diesen Der« finde. R. M. zauderte. Len ihm gewordenen Auftrag zu vollziehen, bi« ihn R. Hai erinnerte, daß auch die Alte», welche die Heiligen stnd, über den Sinn von Wor» len und Wesen auch Nichijnden befragten, und sich selbst au Hirten wendeten, wie die« au« der Tradition bekannt ist. R. M. brachte die Auskunft, daß der Syrer die fraglichen Worte folgendermaßen übersetze: Da« Oel der Gottlosen berühre nicht mein Haupt (168—171. Anm. das.)" ״Gegen da« Ende de« 10. Zahrhundert«. welche« man da- Zahrhundert der Grammatiker nennen könnte, wie La« 11. Zahrhundert dader Dichter genannt zu werden verdient, erblickte Zbn Kannach, der Chajjng'S Werk krönen sollte, das Licht der Welt (3. 172.)״ Zu seiner Besprechung dicsr« großen Forscher« (172—200) fügt der Verfasser folgende Worte: ״Wir glauben nicht zu übertreiben, indem wir behauptcn, daß Gannach die Materie der Vergleichung de» Hebräischen mit dem Arabischen cnch'vst habe .... Für die da« Hebräische und Ara» bische vergleichende Philologie bleibt daher nicht« zu thun übrig, al« die Lcriea von Abrabam b. David und Gannach zu ediren.״ Bevor der Verfasser in der Auszählung der Lcrikograsrn weiter geht, bespricht er die von Abr. Zbn Fsra erwähnten Grammatiker: Salomo Zbn Gabi» rol au« Malaga, Samuel Ha-Nagid au« Kordova, Mose« ha-Koheo, Zbn Gikatilia au« Kordova. David der Richter ben Hadger au« Gra- »ata, Zehuda ben B-'lam au« Toledo, Levi ben Altaban. Abr. Zbn Esra selbst scheint uns zu kurz abgcsertigt zu sein (204). Hierauf sol» gen: Salomo» Parchon, David Kimchi (der Vers, schreibt: Kamhi). Zosef b. David lia-Zcvani, Zosef b. KaSpi (1330) und Saadiah Zbn Dauan gegen Ende de« 15. Zahrhuildert« (205—215). Ein Erzerpt au« dem Zezira-Kommentare R. Saadiah Gaon« bildet den Schluß der treffliche» Monografie (215 — 222). Zudem wir dieselbe allen Freun» den jüdischer Wissenschaft angelegentlich empfehlen, drücken wir uusrr aufrichtige« Bedauern darüber au«, daß ein junger Gelehrter, wie Herr Neubauer, der mit gründlichem Wissen elneu scharfen Forscherblick und ein so ernste« Streben verbindet, in seiner ungarischen Heimat keinen Wirkungskreis bat. Vorläufig find e« die Charlatane de« 8ha» ßidäerthuwS. der Romantik und der Deklamation, welche in dem unga» rischen Israel' den Ton angeben! 6. ד איוב DD• Da« Buch Zjob im engeren Anschluß au den masorelischcn Urtert deutsch übersetzt und mit Erläuterungen versehen von Odiosu«. Berlin. Selbstverlag. Zu Kommission bei Ä. Adolf und Comp. 1936. 8. 54. Diese neue Bearbeitung de- Zjob erscheint io drei Lieferunge» von je vierzehn Kapiteln. Vor un« liegt die erste Lieferung, die ersten vierzehn Kapitel enthaltend. Ein Uriheil wird erst dann gestattet, wen» da« ganze Werk vorliegt. Vorläufig geben wir folgende Proben. 1, 5.: Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und verehrten die Götter in ihrem Herzen. Dazu die Anm.: ״Ohne Beobachtung gebräuchlicher For.